Lea Köster: Die Bibel sagt, dass Gehorsam unsere innere Haltung mit unserem äußeren Handeln verbindet. Was sagt Nancy DeMoss Wolgemuth dazu?
Nancy DeMoss Wolgemuth: Die Bibel sagt nicht: „Wenn du bereit bist, Gottes Geboten zu gehorchen, bist du gesegnet“, sondern: „Wenn du bereit bist, zu gehorchen und wenn du tatsächlich gehorchst.“ Es geht also nicht nur darum, es sich vorzunehmen, sondern es auch zu tun.
Lea: Hallo, hier ist wieder Belebe unsere Herzen mit der Folge „Gehorsam in Aktion“.
Stell dir vor, du sagst deinem Kind, dass es aufräumen soll, und es steht einfach nur da. Für Mütter sehr leicht vorzustellen. Das ist Ungehorsam. Auch wenn dein Kind noch darüber nachdenkt oder sich vornimmt, deiner Bitte Folge zu leisten – solange es nicht handelt, bleibt es ungehorsam. Gehorsam zeigt sich immer in der Tat. Wir werden uns in der Reihe „Seeking Him - Neu belebt …
Lea Köster: Die Bibel sagt, dass Gehorsam unsere innere Haltung mit unserem äußeren Handeln verbindet. Was sagt Nancy DeMoss Wolgemuth dazu?
Nancy DeMoss Wolgemuth: Die Bibel sagt nicht: „Wenn du bereit bist, Gottes Geboten zu gehorchen, bist du gesegnet“, sondern: „Wenn du bereit bist, zu gehorchen und wenn du tatsächlich gehorchst.“ Es geht also nicht nur darum, es sich vorzunehmen, sondern es auch zu tun.
Lea: Hallo, hier ist wieder Belebe unsere Herzen mit der Folge „Gehorsam in Aktion“.
Stell dir vor, du sagst deinem Kind, dass es aufräumen soll, und es steht einfach nur da. Für Mütter sehr leicht vorzustellen. Das ist Ungehorsam. Auch wenn dein Kind noch darüber nachdenkt oder sich vornimmt, deiner Bitte Folge zu leisten – solange es nicht handelt, bleibt es ungehorsam. Gehorsam zeigt sich immer in der Tat. Wir werden uns in der Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ heute weiter mit dem Thema Gehorsam beschäftigen. Hier ist Nancy.
Nancy: Vor einigen Jahren bekam ich einen Brief von einer Frau, die an einer Konferenz teilgenommen hatte, auf der ich gesprochen hatte. Sie teilte mir mit, wie Gott durch das, was sie an diesem Wochenende gehört hatte, weiter in ihrem Herzen wirkte. In ihrem Brief schrieb sie: „Während der Konferenz hast du öfter den Ausdruck benutzt: ‚die weiße Fahne der Kapitulation schwenken‘.“
Das ist ein Ausdruck, den ich sehr gerne verwende. Es ist so ein schönes und kraftvolles Bild. Wer Revive our Hearts schon länger hört, hat diesen Satz sicher schon einige Male von mir gehört. Es ist eine Einladung an andere – und auch an mich selbst –, die weiße Fahne der Kapitulation zu schwenken und „Ja, Herr!“ zu allem zu sagen, was Gott von uns möchte.
Die Frau schrieb weiter: „Als ich von der Konferenz nach Hause kam, nahm ich aus dem Schrank meines Mannes eines seiner großen, weißen Taschentücher heraus und legte es vorne in meine Bibel. Jedes Mal, wenn ich jetzt morgens das Wort Gottes lese, schwenke ich es buchstäblich vor dem Herrn und erkläre damit meine Bereitschaft, mich dem zu unterstellen, was er mir zu sagen hat.“
Bevor sie die Bibel liest, schwenkt sie das Taschentuch wie eine weiße Fahne. Sie sagt damit: „Herr, was immer Du mir zu sagen hast, ich werde gehorchen. Ich schwenke die weiße Fahne der Kapitulation.“
Sie schrieb: „Ich weiß, Gott hat das nicht nötig, aber mir hilft es, mich zu erinnern.“ Und dann kam etwas, was manche vielleicht seltsam finden. Sie meinte: „Dann sitze ich da mit dem Taschentuch auf dem Kopf vor dem Herrn und lese. Wenn mich jemand so sehen würde, würde man mich bestimmt für verrückt halten!“
Als ich das las, musste ich an die Stelle in 1. Korinther 11 denken, wo es darum geht, dass eine Frau als Zeichen der Unterordnung ihren Kopf bedeckt.
[...]
Eines wird in dieser Bibelstelle deutlich: Es geht darum, dass eine Frau zeigen soll, dass sie unter von Gott bestimmter Autorität lebt.
Genau das wollte diese Frau ausdrücken, als sie sich das Tuch auf den Kopf legte. Sie sagte damit, dass sie sich der Autorität Gottes unterstellt.
Diese Kopfbedeckung, wie auch immer sie in 1. Korinther 11 ausgesehen haben mag, ist ein Zeichen, ein äußeres Symbol für das, was im Herzen geschieht.
Wenn wir über den Gehorsam gegenüber Gottes Geboten nachdenken, wenn wir über Kapitulation und das Schwenken der weißen Fahne nachdenken, dann möchte ich uns alle daran erinnern, dass Gottes Gebote keine Last sind. Sie dienen uns zum Guten.
Das sagt uns der 1. Johannesbrief: Gottes Gebote sind keine Last. Sie sind erstrebenswert und zu unserem Segen gegeben. Genau das macht Mose den Kindern Israel in 5. Mose 32 deutlich. Ich lese die Verse 45-46:
„Und als Mose dies alles zu ganz Israel geredet hatte,“ – und „dies alles“ sind all die Gebote, die Gott Mose für Israel gegeben hatte; als er alle diese Gebote geredet hatte, „da sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen.“
Übrigens: Es ist nicht nur wichtig, dass du deine Kinder die Gebote des Herrn lehrst. Du musst sie auch selbst halten, damit deine Kinder deinen Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes zum Vorbild nehmen können. Deine Kinder orientieren sich viel mehr an dem, was sie an dir sehen und wer du bist, als an dem, was du sagst.
Beides ist notwendig. Es ist wichtig, sie die Gesetze und Gebote Gottes zu lehren, aber genauso wichtig ist es, dass du selbst diese Gebote Gottes hältst. Du musst ein Täter des Wortes sein.
Mose fährt in Vers 47 fort: „Denn es ist kein leeres Wort für euch.“ Dieses Gesetz, diese Gebote, sind nicht nur ein leeres Wort. Dieses Wort „ist euer Leben, und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen.“
Was meint Mose? „Dieses Wort“ – die Zehn Gebote und die anderen Gebote, die Gott gegeben hat, das Gesetz Gottes – ist gut für dich! Es ist dein Leben. Du wirst durch dieses Wort leben. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt (vgl. Matthäus 4,4 und 5. Mose 8,3).
Die Israeliten mussten lernen, dass sie das Gesetz Gottes nicht aus eigener Kraft befolgen konnten. Das Wort wurde ihnen gegeben, damit sie als Gesetzesbrecher überführt werden konnten.
Darum danke ich Gott, dass wir einen Neuen Bund haben. Gott sei Dank haben wir das Kreuz. Gott sei Dank haben wir Christus durch den in uns wohnenden Heiligen Geist, der es uns möglich macht, im Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz zu leben!
Aber Gottes Gesetz, Gottes Wort, dient zu unserem Segen. Es dient zu unserem Guten. Wir leben nicht, indem wir das Wort Gottes haben, sondern indem wir dem Wort Gottes und der Kraft des Heiligen Geistes gehorsam sind.
Wenn man die Gebote Gottes studiert, wird man feststellen, dass jedes seiner Gebote mit einer Verheißung zusammenhängt. Ich möchte euch etwas vorlesen, was ich kürzlich zu diesem Thema las. Dieser Autor sagt:
„Jedem Gebot Gottes liegt eine göttliche Verheißung zugrunde. Jeder göttliche Aufruf zum Handeln (Gehorsam) ist zugleich eine göttliche Aufforderung zum Vertrauen auf Gottes Verheißungen (Glaube). [Vertraue und gehorche! –Trust and obey]... Unglaube erweist sich immer als Ungehorsam, denn jede Verheißung bringt ein Gebot mit sich.“[mfn]Scott Hafemann, The God of Promise and the Life of Faith (Crossway, 2001), pp. 86-87[/mfn]
Wir haben also eine Verheißung, die zum Gebot führt. Wenn du der Verheißung vertraust, kannst du dem Gebot gehorchen. Wenn du der Verheißung nicht vertraust, wirst du dem Gebot nicht gehorchen. Der Autor sagt: „Jedes Mal, wenn wir Gott nicht gehorchen, liegt es daran, dass wir seinen Verheißungen nicht vertrauen.“
Vertraue und gehorche. Vertraue den Verheißungen und gehorche seinen Geboten. Das erinnert mich an das Lied, das wir schon als Kinder gelernt haben, und es ist so wahr: „Folg‘ und vertrau‘, und auf Jesum nur schau‘, Er gibt Frieden und Freude, O, so folg‘ (den Geboten) und vertrau (den Verheißungen)!“
Um gehorsam zu sein, müssen wir – wie ich schon sagte – die Gebote Gottes kennen, wir müssen mit ihnen vertraut sein. Als ich mich auf diese Serie vorbereitete, habe ich einige Gebote aufgelistet, die allein im Neuen Testament zu finden sind. Es ist eine kurze Auswahl.
Ich erwähne diese Liste jedoch nicht, um uns zur Gesetzlichkeit anzuhalten oder den Eindruck zu erwecken, dass wir uns abmühen sollten, aus eigener Kraft und Anstrengung, im Fleisch, den Geboten Gottes zu gehorchen. Das können wir gar nicht.
Aber wenn du ein Kind Gottes bist, dann wohnt der Heilige Geist in dir. Er schenkt dir sowohl den Wunsch als auch die Kraft und Gnade, allem zu gehorchen, was Gott geboten hat. Denn jedes Gebot Gottes ist mit etwas Bestimmtem verbunden. Weißt du, womit? Mit einer Verheißung. Indem wir der Verheißung vertrauen, empfangen wir die Fähigkeit, die Gebote zu halten.
Es gibt noch viel mehr Gebote, aber ich möchte dir nur ein paar vorlesen. Während du zuhörst, lade ich dich ein, dich selbst zu fragen: „Gehorche ich diesem Gebot? Ich kenne es, aber halte ich es auch? Ist es ein Gebot, das ich in meinem Leben beständig befolge?“
Du brauchst übrigens nicht versuchen, alles mitzuschreiben. Direkt unter diesem Transkript findest du eine Liste der entsprechenden Bibelstellen. Höre einfach aufmerksam zu, und vielleicht schreibst du dir nur die Gebote auf, auf die Gott dich besonders hinweist.
Ein Beispiel: Wir sind aufgefordert, uns mit unseren Brüdern und Schwestern im Leib Christi, zu versöhnen, wenn eine Beziehung zerbrochen ist (vgl. Matthäus 5,23-24). Gibt es jemanden in der Familie Gottes, mit dem du dich versöhnen musst? Gibt es einen Bruch in einer Beziehung, den du vielleicht ignorierst? Wo du der Sache nicht auf den Grund gehst und den Konflikt einfach weiterlaufen lässt?
Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich mit Frauen spreche oder Briefe von Frauen bekomme, die jahrelang in zerrütteten Beziehungen leben und nichts daran ändern – sei es zu einem Elternteil, mit dem sie seit langem nicht mehr gesprochen haben, oder sei es, weil sie einen ungelösten Konflikt in einer Beziehung haben.
Gott sagt: Wenn du in die Gemeinde kommst, um dein Opfer darzubringen, dann gehe hin und versuche, dich mit deinem Bruder zu versöhnen, bevor du dein Opfer darbringst. Wenn du merkst, dass jemand etwas gegen dich hat – oder wenn du etwas gegen jemanden hast –, ergreife die Initiative. Gehe hin und suche Versöhnung.
Gehorchst du diesem Gebot?
Wir sollen unsere Feinde lieben und denen vergeben, die gegen uns gesündigt haben (vgl. Sprüche 24,17; Matthäus 5,44). Gibt es jemanden, der gegen dich gesündigt hat, der dich beleidigt, der dir Unrecht getan hat, und dem du nicht vergeben hast? Du kennst Gottes Gebot, aber befolgst du es auch?
Wir sollen uns nicht um die notwendigen Dinge des Lebens sorgen – darum, was wir essen, was wir anziehen, wo wir wohnen sollen – um all diese Grundbedürfnisse des Lebens (vgl. Philipper 4,6; Lukas 12,29-31). Gott sagt: „Ich sorge für diese Dinge.“ Und uns wird gesagt: „Mach dir keine Sorgen. Hab keine Angst.“
Du kennst das Gebot. Ertappst du dich während des Tages dabei – wie ich mich selbst auch –, dass du ängstlich bist, dir Sorgen machst und wegen Dingen gestresst bist, die du nicht unter Kontrolle hast? Gott sagt: „Mach dir keine Sorgen. Hab keine Angst.“
Gehorchst du diesem Gebot?
Wir sollen andere so behandeln, wie wir selbst von ihnen behandelt werden möchten. Wie sprichst du mit deinem Mann? Wie redest du mit deinen Kindern? Wie gehst du mit den Arbeitskollegen um, die dir auf die Nerven gehen?
Willst du selbst von anderen so behandelt werden? Jeder kennt ja die Goldene Regel, selbst Menschen, die nichts über die Bibel oder Jesus wissen. Sie kennen dieses eine Gebot: Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest (vgl. Matthäus 7,12; Lukas 6,31).
Lebst du nach diesem Gebot? Kennst du es nur, oder befolgst du es auch?
Wir sollen großzügig sein (vgl. 5. Mose 15,11; Matthäus 5,42). Wir sollen nichts zurückhalten, sondern großzügig geben. Diese Aufforderung findet sich an vielen Stellen im Alten und im Neuen Testament. Bist du großzügig oder hältst du an Dingen fest?
Kürzlich habe ich mit einer Frau gesprochen, die zusammen mit ihrem Mann im Ruhestand ist. Sie haben einige große gesundheitliche Probleme und werden in Zukunft vielleicht auch finanzielle Einbußen haben.
Diese Frau sagte: „In dieser Lebensphase bin ich versucht, mich aus Angst vor der Zukunft an materielle Dinge zu klammern. Aber…“, sagte sie, „…ich weiß, dass Gottes Weg das Geben ist. So möchte ich nicht festhalten, sondern geben; darauf vertrauen, dass er für mich sorgt. Ich muss nur mein Herz immer wieder dazu auffordern, großzügig zu sein.“
Hier ist eine Frau, die nicht nur Gottes Wort kennen möchte, sondern es auch tun möchte, die Gottes Geboten gehorsam sein will.
Wir sollen einander lieben. Uns wird geboten, mit anderen, die in Not sind, zu teilen (vgl. Johannes 15,12; Hebräer 13,1). Kennst du jemanden in Not? Liegt dir jemand besonders am Herzen? Hast du Gott gefragt, ob es etwas gibt, das du tun kannst, um dieser Person zu helfen?
Vor kurzem schlug mein Gewissen, als ich realisierte, wie viele Kleidungsstücke ich in meinem Kleiderschrank habe, die ich nicht trage. Ich habe sie aussortiert – das muss ich unbedingt häufiger tun – und sie in unsere Kleiderkammer gebracht. Dort kann man Hausrat und Kleidung abgeben, die andere noch gebrauchen können.
Als ich kürzlich wieder etwas hingebracht hatte, schrieb mir eine Mitarbeiterin: „Vielen Dank. Du hast damit wirklich die Not einiger Frauen in unserem Dienst gelindert.“ Ich hätte das viel früher tun sollen.
Mit den Bedürftigen teilen: Das ist ein Gebot. Du sollst es nicht nur kennen, sondern auch danach handeln.
Wir sollen nicht Böses mit Bösem vergelten (vgl. Römer 12,17-19). Gibt es jemanden, der dir Unrecht getan hat und den du mit Schweigen strafst, den du mit kleinen Sticheleien provozierst oder vor anderen schlechtmachst? Uns wird gesagt: Vergeltet nicht Böses mit Bösem.
Du kennst dieses Gebot. Befolgst du es auch?
Wir sollen vor sexueller Unmoral fliehen, ihr aus dem Weg gehen (vgl. 1. Korinther 6,18; 1. Thessalonicher 4,3). Statt damit zu spielen, darüber nachzudenken oder sie auszuleben, sind wir aufgefordert, jeder Form von sexueller Unmoral zu entfliehen. Das bezieht sich auf das, was wir sehen, was wir tun, was wir hören, was wir lesen, was wir denken – also auf jede Ausdrucksform sexueller Unmoral. Vor diesen Dingen sollen wir weglaufen, fliehen.
Kokettierst du mit sexueller Sünde? Liebäugelst du mit einer verbotenen Beziehung? Spielst du mit dem Gedanken, eine Internetbeziehung zu führen oder einen Flirt am Arbeitsplatz zu beginnen? (Lass dir sagen:) Du spielst mit dem Feuer.
Du kennst Gottes Gebot. Hältst du es?
Du denkst vielleicht, dass es zu schwer ist, das zu befolgen, aber Gott wird dir Gnade schenken, wenn du die weiße Fahne der Kapitulation schwenkst und sagst, dass du ihm gehorsam sein möchtest. Dafür ist Gnade da.
Wir sollen die Wahrheit miteinander reden (vgl. Epheser 4,31; Kolosser 3,9). Wir sollen uns nicht gegenseitig anlügen, sondern die Wahrheit sagen, ein jeder mit seinem Bruder, „denn wir sind untereinander Glieder“, sagt Paulus (vgl. Epheser 4,25). Gibt es eine Sache, wo du deinem Mann gegenüber nicht ehrlich bist? Willst du einen besseren Eindruck auf andere machen, indem du Dinge sagst, die nicht der Wahrheit entsprechen?
Es ist Gottes Gebot, dass wir miteinander die Wahrheit reden sollen.
In Epheser 4 wird uns geboten, dass kein schlechtes Wort aus unserem Mund kommen soll. Schlechte Worte bedeutet hier: „unnötige Worte, nutzlose Worte, leere Worte.“ Wie oft am Tag verstoßen die meisten von uns gegen dieses Gebot?
Wir kennen dieses Gebot, Epheser 4,29: „Kein schlechtes (oder unnötiges) Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe.“
Du kennst das Gebot. Wie werden deine Worte dem gerecht?
Im selben Abschnitt wird uns geboten, freundlich und barmherzig zu sein und zu vergeben, wenn andere uns Unrecht tun. Wie geht es dir mit diesem Gebot? Wie ist die Atmosphäre bei dir zu Hause? Warm und freundlich? Mitfühlend?
Vielleicht sagst du: „O ja, ich wünschte, meine Kinder und mein Mann wären so.“ Meine Frage ist: „Bist du so?“ Gehorchst du den Geboten, die du kennst?
Wir sollen vom Heiligen Geist erfüllt sein. Weißt du, dass es Sünde ist, nicht vom Heiligen Geist erfüllt zu sein? Wir sollen die ganze Zeit, ständig, immer mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. Bist du jetzt in diesem Moment vom Heiligen Geist erfüllt?
Warst du heute morgen um 7:30 Uhr vom Heiligen Geist erfüllt, als du dich vielleicht für den Tag fertig gemacht und ein paar Worte mit deinem Mann gewechselt hast? Zeigte dein Umgang mit ihm, dass du vom Heiligen Geist erfüllt warst? Seid erfüllt mit dem Heiligen Geist.
Wir sollen denen gehorchen, die Autorität über uns ausüben, sei es in unserem Zuhause, in unseren Gemeinden, unserer Regierung oder unserer Gesellschaft…denen gehorchen, die Autorität über uns haben (vgl. Epheser 6,5-6; Römer 13,1-4).
Du kennst dieses Gebot, aber befolgst du es auch?
Puh, was jetzt kommt, ist wirklich eine Herausforderung: Wir sollen alle Dinge ohne Murren und Diskussion tun. Vielleicht denkst du: „Wenn meine Kinder das doch nur verstehen würden.“ Aber weißt du was? Deine Kinder werden es eher verstehen, wenn du es verstanden hast.
Tut alles ohne Klagen [Murren] und Diskussion. Stell dir vor, wie anders es in unseren Familien zugehen würde, wenn wir nur dieses eine Gebot umsetzen würden?!
Wir sollen uns allezeit im Herrn freuen (vgl. Psalm 100,2; Epheser 5,19). Sich immer in ihm zu freuen – das ist etwas, woran der Herr in diesem Jahr in meinem eigenen Herzen gearbeitet hat. So oft merke ich, dass ich zwar dem Herrn diene, aber nicht mit Freude.
Das ist ein Gebot, das ich befolgen möchte. Dient dem Herrn mit Freude. Freut euch in allem. Dankt. Sorgt euch um nichts. Dankt vielmehr. Betet für alles.
Wir sollen nicht faul sein und uns nicht in fremde Angelegenheiten einmischen (vgl. 1. Timotheus 5,13 NeÜ). Wie kommst du damit zurecht?
Und dann dies. Wir sollen nicht Schlechtes übereinander reden (vgl. Psalm 15,3; 19,15). Oh weh, dieses ganze sündige Tratschen und Kritisieren in der Gemeinde – wir kennen diese Gebote, aber halten wir sie auch?
Wir sollen für alles beten (vgl. Lukas 12,29-31). Du kennst das Gebot, ich kenne es auch. Befolgen wir es?
Es gibt einen Vers in Jesaja, den wir berücksichtigen müssen, wenn wir über Gottes Gebote nachdenken. In Jesaja 1,19-20 sagt Gott zu seinem Volk: „Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen; wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden! Ja, der Mund des Herrn hat es gesprochen.“
Da ist er wieder, der Leitgedanke, der uns in dieser Woche immer wieder begegnet: Gehorsam bringt Segen. „Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen.“ Ungehorsam aber bringt Fluch und Kampf. „Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden! Ja, der Mund des Herrn hat es gesprochen.“
Ich möchte nur auf den Ausdruck „willig und gehorsam“ eingehen. Wenn ihr willig und gehorsam seid, werdet ihr das Gute des Landes essen. Es heißt nicht nur: „Wenn du bereit bist, Gottes Geboten zu gehorchen, wirst du gesegnet werden.“ Es heißt: „Wenn du dir vornimmst zu gehorchen und auch wirklich gehorchst.“
Es geht nicht nur darum zu sagen: „Ich will es tun.“ Es geht darum, es zu tun. „Wenn ihr willig und gehorsam seid, so sollt ihr das Gute des Landes essen.“
Als ich über diese Sendung nachdachte, kam mir die Stelle in Matthäus 21,28-32 in den Sinn, wo Jesus zu seinen Zuhörern sagt: „Was meint ihr aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!“ Das ist eine Anweisung. Es ist ein Befehl.
„Der [Sohn] aber antwortete und sprach: Ich will nicht!“ Er weigerte sich. Er rebellierte. „Danach aber reute es ihn, und er ging.“ Er bereute es. Er ging. Er gehorchte dem Befehl.
Und dann ging der Mann zu dem anderen Sohn und sagte ihm dasselbe: Geh und arbeite im Weinberg. Und dieser Sohn sagte: „Ich gehe, Herr!“ Respektvoll, willig, scheinbar unterwürfig, aber er ging nicht. Er war willig, aber er war nicht gehorsam.
Jesus sagte: „Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan?“
Nun, der erste handelte falsch, als er sich weigerte und rebellierte. Aber er bereute es, er tat Buße! Der zweite sagte: „Ich bin willig. Ich werde gehen.“ Aber er ging nicht.
Ich frage mich, wie viele von uns wie dieser zweite Sohn sind. Wir sagen: „O Gott, ich will Dir gehorchen. Ich will die weiße Fahne der Kapitulation schwenken. Ich möchte ‚Ja, Herr‘ sagen. Ich will ein gehorsamer Christ sein.“ Wir sagen das, aber wir tun es nicht.
Jesaja sagt: „Wenn du willig und gehorsam bist, wirst du das Gute des Landes essen.“
Welches Gebot Gottes wolltest du schon immer befolgen, hast es aber bisher nicht getan? Vielleicht, deinen Mann oder eines deiner Kinder um Vergebung zu bitten, weil du gegen sie gesündigt hast. Du wusstest, dass du es tun musst. Du wusstest, dass du dein Gewissen entlasten musst, aber du hast es (noch) nicht getan. Willig und gehorsam.
Vielleicht ist es ein Telefongespräch, das du mit einem Elternteil oder deiner Schwiegermutter oder deinem Schwiegervater führen musst. Vielleicht ist es ein Brief, den du schreiben musst, oder eine Beziehung, von der Gott möchte, dass du sie in Ordnung bringst. Du bist bereit, es zu tun, aber du hast es noch nicht getan.
Vielleicht geht es darum, deine Eltern zu ehren. Du bist dazu bereit, aber du musst gehorchen. Vielleicht möchte Gott, dass du etwas weitergibst und du sagst: „Ja, Herr, ich bin bereit; ich werde es tun“, aber du hast es einfach noch nicht gemacht.
Du möchtest es. Du bist bereit dazu. Die Frage lautet jetzt: Wirst du es tun?
Lea: Na meine Liebe, wie war die Liste über Gottes Gebote für dich? Im Arbeitsbuch „Neu belebt von Ihm“ kommen diese Fragen in ähnlicher Form vor, wenn auch etwas anders.
Nancy fordert uns hier in der Folge aber auch im Arbeitsbuch heraus, Gehorsam immer mit Handeln gleichzusetzen. Wir sollen Täter des Wortes sein. Doch nicht nur äußerlich, sondern mit der richtigen Herzenseinstellung. Hast du dazu schon, wie die Frau am Anfang unserer Folge, die weiße Fahne geschwungen und dich für grundsätzlichen Gehorsam dem Herrn gegenüber entschieden?
Keine von uns kann Gott gehorchen, wenn seine Kraft nicht in uns wirkt. Wir brauchen das Gebet. Morgen werden weise und gottesfürchtige Männer in Leitungsfunktionen für Gehorsam beten. So heißt auch die Folge für Morgen „Für Gehorsam beten“. Sie ist der Abschluss unserer Woche über Gehorsam. Ich hoffe, du wirst dabei sein. Jetzt betet Nancy noch mit uns.
Nancy: Gibt es etwas, das du tun möchtest? Du hast gesagt: „Ja, Herr, ich bin bereit“, aber du hast es noch nicht getan. Die Frage ist nun: Wirst du es tun?
Wie viele von euch würden sagen, dass es ein Gebot Gottes gibt, eines oder mehrere, von denen, die ihr heute gehört habt oder an die Gott euch erinnert hat; etwas, von dem ihr wisst, dass der Herr es von euch erwartet? Und ihr sagt: „Ich kenne das Gebot, aber ich habe es bisher nicht gehalten. Doch jetzt hat Gott zu eurem Herzen gesprochen, und ihr sagt: „Mit seiner Gnade und der Kraft seines Geistes schwenke ich die weiße Fahne der Kapitulation und sage: ‚Herr, ich bin nicht nur bereit, sondern ich werde Dir auch gehorchen und tun, was Du von mir willst.‘
Trifft das auf dich zu? Hat Gott dir ins Herz gesprochen (und dir gezeigt), dass du in einem oder mehreren Bereichen gehorsam sein sollst? Dann möchte ich jetzt zum Abschluss dieser Sendung für dich beten.
Herr, Du siehst, auf wie viele von uns das zutrifft. Andere Dinge werden uns in den Sinn kommen, wenn wir weiter über das nachdenken, was Du (uns) gesagt hast. Ich danke Dir für die Aufrichtigkeit dieser Frauen. Ich danke Dir für das Wirken Deines Geistes, der uns nicht nur dazu aufruft, willig zu sein, sondern auch gehorsam.
Danke für die Kraft Deines Heiligen Geistes, der in uns lebt und uns befähigt, alles zu tun, was Du uns aufgetragen hast. Möge unser Leben ein Beweis dafür sein, wie segensreich es ist, „Ja, Herr“ zu sagen und dann zu tun, was du willst. Amen.
Marie Falk: Als Christen wissen wir, dass der Schöpfer des Universums, der Sonne, Mond und Sterne gemacht hat, durch sein Wort zu uns gesprochen hat.
Und weißt du was? Er spricht auch heute noch durch sein Wort zu dir ganz persönlich.
Aber wie sieht es bei dir aus? Hast du das Staunen darüber verloren, seine Stimme zu hören? Ist das Lesen von Gottes Wort für dich Routine, langweilige Pflicht oder erst gar nicht existent? Was, wenn das Problem nicht das Wort Gottes ist, sondern der Zustand deines Herzens?
Es gibt Hoffnung! Mach dich bereit, das Wunder des Wortes zu entdecken! In wenigen Monaten ist es soweit: Eine Frauenkonferenz über das Wort Gottes. Geballte Wahrheit, die uns frei macht und neu belebt!
Vom 02. bis 04. Oktober 2025 bringt Belebe unsere Herzen die True Woman - Konferenz von Revive our Hearts live aus Indianapolis zu dir nach Hause.
Erlebe ein Wochenende unter Gottes Wort, lade deine Freundinnen ein oder organisiere ein Event!
Ich hab Annette hier. Sag mal Annette, was verbirgt sich hinter dem Titel der Konferenz: Das Wort - Bestaune das Wunder?
Annette Schorre: Psalm 119,18 bringt es auf den Punkt: „Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!“ Gottes Wort selbst ist ein Wunder. Ein ganzes Buch, das über die Jahrtausende erhalten wurde! Es ist lebendig und wirksam; in ihm begegnen wir Jesus Christus. Das Wort Gottes hat unzähligen Gläubigen immer wieder echten Trost gespendet. Es ist nicht einfach ein Buch, sondern es sind Worte der Rettung und Hoffnung. Worte des Lebens. Worte, die Leben spenden.
Bei der Konferenz im Oktober wollen wir den Wert dieses Schatzes gemeinsam wiederentdecken und uns daran erinnern, welche Kraft es für unseren Alltag bereithält, denn Gottes Wort belebt die Herzen.
Marie: Wie passend ist da Psalm 119,25, wo es heißt: „Belebe mich nach deinem Wort.“ Denn das ist es ja, was Gottes Wort macht. Es belebt, erquickt, es will Leben spenden.
Annette: Ist das nicht ein Wunder? Und auf der Konferenz werden uns verschiedene Sprecher in das Wunder des Wortes Gottes hineinführen. Neben Nancy DeMoss Wolgemuth sprechen unter anderem Kevin DeYoung, Dannah Gresh, Mary Kassian und Jacky Hill Perry.
Marie: Ich weiß ja nicht, wie es unseren Zuhörerinnen geht, aber ich freue mich auf die Konferenz, und ihr könnt bei der Liveübertragung dabei sein! Allein oder in einer Gruppe von Frauen. Alle weiteren Informationen rund um Zeitumstellung und Anmeldung findest du auf unserer Website unter www.belebeunsereherzen.com.
An dieser Stelle möchte ich, darf ich im Namen von Belebe unsere Herzen dem CLV von Herzen danken, denn mithilfe seiner Unterstützung können wir euch diese Konferenz kostenfrei zur Verfügung stellen.
Annette: Erlebe drei Tage mit kraftvoller biblischer Lehre und Lobpreis!
Lass das Wunder des Wortes Gottes dich neu berühren, stärken und verändern!
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.