Lea Köster: Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre, mit einer erstaunlichen Erkenntnis.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Wenn ich ein Kind Gottes bin, bin ich nicht gezwungen zu sündigen. Das heißt nicht, dass ich es nicht tun werde. Aber Tatsache ist, dass ich es nicht tun muss. Ein Mensch ohne Gott kann gar nicht anders als sündigen, aber ein Kind Gottes muss nicht sündigen. Es wurde befreit.
Lea: Hallo, liebe Freundin. Du hörst den Podcast von Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth.
Die Versuchung lockt dich immer wieder – aber heißt das, dass du ihr nachgeben musst? Nancy DeMoss Wolgemuth meint, das musst du nicht, denn du hast den Heiligen Geist. Das klingt erstaunlich, aber Nancy erklärt uns heute, was es bedeutet.
Nancy: Wir sprechen diese Woche über den Dienst und das Wirken des Heiligen Geistes. Wie wir gestern gesehen haben, müssen wir den …
Lea Köster: Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre, mit einer erstaunlichen Erkenntnis.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Wenn ich ein Kind Gottes bin, bin ich nicht gezwungen zu sündigen. Das heißt nicht, dass ich es nicht tun werde. Aber Tatsache ist, dass ich es nicht tun muss. Ein Mensch ohne Gott kann gar nicht anders als sündigen, aber ein Kind Gottes muss nicht sündigen. Es wurde befreit.
Lea: Hallo, liebe Freundin. Du hörst den Podcast von Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth.
Die Versuchung lockt dich immer wieder – aber heißt das, dass du ihr nachgeben musst? Nancy DeMoss Wolgemuth meint, das musst du nicht, denn du hast den Heiligen Geist. Das klingt erstaunlich, aber Nancy erklärt uns heute, was es bedeutet.
Nancy: Wir sprechen diese Woche über den Dienst und das Wirken des Heiligen Geistes. Wie wir gestern gesehen haben, müssen wir den Heiligen Geist besser kennenlernen. Wir müssen Gott für den Heiligen Geist danken und für alles, was der Geist in uns, durch uns und für uns tut.
Er ist wirklich ein unglaubliches Geschenk. Heute möchte ich mich auf einen besonderen Aspekt seines Wirkens konzentrieren, den ich unglaublich ermutigend finde – und das wird bei dir, denke ich, bestimmt genauso sein. Es geht darum, dass der Heilige Geist uns auf übernatürliche Weise in die Lage versetzt, Gott zu dienen.
Lasst uns in einem Schnelldurchgang durch die Bibel sehen, wie der Heilige Geist immer wieder Menschen gestärkt und befähigt hat, Gott zu dienen. Du wirst erkennen, dass er auch dich zu allem befähigen und ausrüsten kann, wozu Gott dich berufen hat.
Erinnerst du dich, dass Gott Mose im Buch Exodus befahl, eine Stiftshütte zu bauen? Gott gab Mose all diese erstaunlichen Pläne und Details und wies ihn an: „Baue sie genau so, wie ich es dir sage.“
Aber Mose hatte noch nie eine Stiftshütte gebaut, und so sagte der Herr in 2. Mose 31 zu ihm:
„Siehe, ich habe Bezaleel mit Namen berufen, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und ich habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit Geschicklichkeit für jede Arbeit“ (Verse 2-3).
Gott sagte: „Ich habe dir eine Aufgabe gegeben, und damit du sie erfüllen kannst, habe ich einen Mann berufen. Sein Name ist Bezaleel, und ich habe ihn mit meinem Geist erfüllt, damit er die Fähigkeit, die Intelligenz, das Wissen und das handwerkliche Geschick hat, um alles zu tun, was getan werden muss – nicht nur beim Bau der Stiftshütte, sondern auch bei der Anleitung von Helfern.“ Es war die Kraft des Geistes, die Bezaleel dazu befähigte.
Dann kommen wir in die Zeit der Richter. Hier lesen wir immer wieder, dass Gott einen bestimmten Richter auf übernatürliche Weise dazu befähigte, im Auftrag Gottes feindliche Nationen zu besiegen und Gottes Volk zu führen.
In Richter 3 lesen wir zum Beispiel: „Und der Geist des HERRN kam über ihn [Othniel], und er richtete Israel und zog aus zum Kampf. Und der Herr gab (…) den König von Aram-Naharajim in seine Hand“ (Vers 10). Der Kampf war die Sache des Herrn. Othniel war ein ganz gewöhnlicher Mann, wie es auch, denke ich, Bezaleel war.
Ein anderer Richter war Simson. Seine Geschichte ist voller Höhen und Tiefen und hat viele traurige Kapitel. Aber besonders tragisch ist, dass er die Kraft des Heiligen Geistes hätte nutzen können. Die Geschichte von Simson hätte anders enden können. In Richter 13 heißt es, dass der Geist des Herrn schon früh begann, ihn zu bewegen oder zu „treiben“ (Vers 25).
Woran denkst du als Erstes bei Simson? Was war sein Markenzeichen? Er war der stärkste Mann, der je gelebt hat, oder? Aber weißt du was? Simson war von sich aus überhaupt nicht stark, seine Kraft kam allein vom Heiligen Geist. Erst als der Heilige Geist auf ihn kam, wurde er stark.
Richter 14,6: „Da kam der Geist des HERRN über ihn, sodass er den Löwen zerriss, als ob er ein Böcklein zerrisse, und er hatte doch gar nichts in seiner Hand [...]“. Vers 19: „Und der Geist des Herrn kam über ihn, und er ging hinab nach Aschkelon und erschlug 30 Männer unter ihnen und nahm ihre Kleider“.
Woher kam diese übernatürliche Kraft? Von Gottes Geist. Das sehen wir auch in Richter 15: Als die Philister Simson entgegen kamen, „kam der Geist des HERRN über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Flachsfäden, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln von seinen Händen fielen. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken; da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit 1.000 Mann“ (Verse 14-15).
Woher kam die Kraft? Diese göttliche Befähigung – es war die Kraft des Heiligen Geistes.
Dann kommen wir in den Zeitraum der Könige im Alten Testament. Als der erste König, Saul, von Samuel zum König gesalbt wurde, sagte dieser zu ihm: „Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, sodass du mit ihnen weissagen wirst, und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden“ (1. Samuel 10,6).
Ich mag diesen Ausdruck, weil ich denke, dass er beschreibt, was der Heilige Geist tut, wenn er uns erfüllt. Er macht uns zu einer Person, die wir ohne ihn niemals sein könnten.
So war es auch, als David zum König gesalbt wurde. Von dem Tag an kam der Geist des Herrn in Kraft über David.
Und dann kommen wir zum Leben Jesu. Im Alten Testament gibt es prophetische Worte, die auf das Kommen des Messias hinweisen. Jesaja 11,2: „Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN.“
Jesus wusste, wie wichtig das Wirken des Heiligen Geistes ist. In Lukas 3 heißt es: „Und auch Jesus wurde getauft und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube herab“ (Verse 21-22).
Und direkt nach der Taufe, nachdem der Heilige Geist auf ihn gekommen war, lesen wir in Lukas 4: „Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt“ (Vers 1). Durch den Geist getauft, mit dem Geist erfüllt, vom Geist geleitet – Jesus hat uns als Vorbild gezeigt, wie wichtig der Dienst und das Wirken des Heiligen Geistes sind.
Nachdem er in der Wüste gewesen war (Lukas 4),
kehrte Jesus in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück. „Und er kam nach Nazareth (...) und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben;
und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen.“
Meine Lieben, ihr könnt Blinde nicht sehend machen. Ihr könnt Gefangene nicht aus eigener, natürlicher Kraft freisetzen. Keiner kann das. Aber Gott kann es. Vielleicht sagst du: „Das ist nicht der Dienst, zu dem Gott mich berufen hat. Gott hat mich dazu berufen, drei Kinder zu erziehen.“
Und weißt du was? Auch das kannst du nicht aus dir heraus. Du brauchst die Kraft, den Dienst und die Befähigung des Heiligen Geistes, um diese Kinder zu lieben, geduldig mit ihnen zu sein, sie zu erziehen und um ihnen Christus-Ähnlichkeit vorzuleben. Du benötigst den Heiligen Geist, um das zu tun, wozu Gott dich berufen hat – genauso wie Jesus ihn benötigte, um Gottes Auftrag zu erfüllen.
Deshalb sagte Jesus, bevor er in den Himmel zurückkehrte, zu seinen Jüngern in Apostelgeschichte 1: „Ihr werdet Kraft empfangen“. In Jesu Leben war diese Kraft sichtbar geworden. Bei Menschen im Alten Testament wurde diese Kraft sichtbar. Jesus sagte: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein“ (Vers 8).
Erinnerst du dich, in welcher Verfassung die ersten Gläubigen waren, bevor der Heilige Geist kam? Sie standen Todesängste aus, ungefähr wie Gideon im Alten Testament. Aus Angst vor den jüdischen Führern versteckten sie sich in einem Obersaal.
Aber als der Heilige Geist auf sie kam, stand Petrus auf – Petrus, der geleugnet hatte, Jesus überhaupt zu kennen – er stand an Pfingsten auf und predigte das Wort. Dann wurde er ins Gefängnis geworfen, doch er kam wieder frei und fuhr fort, Jesus zu verkündigen.
Woher hatte er plötzlich diese Kühnheit? Woher bekommst du den Mut und die Kraft, Christus an deinem Arbeitsplatz zu bezeugen? Es ist die Kraft des Heiligen Geistes. In Apostelgeschichte 4 – und eigentlich in der ganzen Apostelgeschichte – sehen wir, wie wichtig und prägend die Kraft des Heiligen Geistes für die frühe Gemeinde war.
Ein Beispiel dafür ist diese Begebenheit aus Apostelgeschichte 4: „Und als sie gebetet hatten, erbebte [der Ort], wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit“ (Vers 31).
Ohne das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist und ohne seine innewohnende Kraft können weder du noch ich etwas tun, was geistlichen Wert hat. Und ich möchte auch dieses sagen: Wenn Gott dich auf übernatürliche Weise befähigt, gibt es nichts, was du nicht tun kannst, was in Gottes Willen liegt.
Du kannst deinen Mann lieben. Du kannst der Schwester vergeben, die dich so tief verletzt hat. Du kannst deine Eltern ehren, die so viel falsch gemacht haben. Wenn es Gottes Wille ist, kannst du ihm durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in dir lebt, gehorchen. Sein Heiliger Geist wird dich auf übernatürliche Weise in die Lage versetzen, das zu tun – wenn du dich nicht auf deine Kraft und Fähigkeiten verlässt, sondern auf seine Kraft und auf seine Fähigkeiten.
Es ist derselbe Heilige Geist, der die Gläubigen im Alten und Neuen Testament befähigte und stärkte – derselbe Heilige Geist, der Jesus bevollmächtigte, seinen Dienst hier auf Erden zu tun – der auch in dir lebt.
Ist das nicht unglaublich? Und er wird dich befähigen und bevollmächtigen, Gott zu dienen und in seiner übernatürlichen Kraft Dinge zu tun, die du, auf dich selbst gestellt, unmöglich tun könntest.
Wir dienen ihm also nicht durch Macht und Kraft, nicht durch unsere Stärke und Intelligenz. Wir sind gewöhnliche, schwache, zerbrechliche, unzulängliche menschliche Gefäße, aber Gott lebt in uns durch die Kraft seines Geistes.
Viele Christen, die ich treffe, Menschen, die uns schreiben oder die ich persönlich kenne, mühen sich ab, kämpfen und ringen darum, Sieg über ihr Fleisch zu erlangen.
Weißt du, warum ich das so gut bei anderen erkenne? Weil ich es selbst so oft erlebt habe. Wir versuchen, eine sündige Gewohnheit zu besiegen, ein Problem in unserem Leben in den Griff zu bekommen, und vergessen dabei, dass es die Kraft des Heiligen Geistes ist, die uns befähigt, die Anziehungskraft der Sünde zu überwinden.
Es ist der Heilige Geist, der den Einfluss unseres Fleisches durchbricht. Schlagt bitte dazu in euren Bibeln Römer 7 auf. Wir wollen uns den Kampf zwischen unserem Fleisch und dem Geist ansehen und verstehen, warum wir Gottes Geist so sehr brauchen, um über die Sünde und unser Fleisch zu siegen.
Vielleicht ist für manche von euch das, was ich gleich sage, das, was aus der gesamten Serie euer Leben am meisten verändert. Manche von euch haben es vielleicht schon mal gehört, aber ihr müsst daran erinnert werden.
Ihr kämpft und müht euch ab, um euer Fleisch zu besiegen, dabei ist der Sieg längst errungen und steht euch durch die Kraft des Heiligen Geistes zur Verfügung. Wir lesen in Römer 7 ab Vers 15. Paulus sagt hier etwas, das wir alle sehr gut nachvollziehen können.
Er schreibt: „Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich.“ (DELUT) Vers 18: „ (...) das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.“ Kennst du diese Gedanken? Ich auf jeden Fall.
In Vers 19 sagt er: „Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.“ Und dann die Verse 21-22: „Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, [nur] das Böse vorhanden ist. Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes“ (ELB).
Du sagst: „Ich will Gott gefallen, tief in meinem Innersten will ich seinem Gesetz gehorchen“ – das ist ein Zeichen dafür, dass du ein Kind Gottes bist. „Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist“ (Vers 23).
Paulus sagt also: „Ein Teil von mir will Gott wirklich gefallen, aber dann ist da dieses Gesetz – wie das Gesetz der Schwerkraft –, das mich immer wieder nach unten zieht.“ Er nennt es das Gesetz der Sünde und er sagt: „Es lebt in mir und ich merke, dass ich dem Gesetz der Sünde nachgebe und nicht dem Geist Gottes. Worin besteht das Problem?“
Vers 24: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“
Und dann kommen wir zu Römer 8, einem wunderbaren, unglaublichen und umfassenden Kapitel über das Wirken des Heiligen Geistes, der uns hilft, die Anziehungskraft unseres Fleisches zu besiegen.
Römer 8,1-2: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“.
Was will Paulus damit sagen? Das Gesetz der Sünde ist mächtig, aber es gibt ein Gesetz, das noch stärker ist – nämlich das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus. Lasst uns die Verse 5-8 lesen:
„Denn diejenigen, die gemäß [der Wesensart] des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß [der Wesensart] des Geistes sind, [trachten] nach dem, was dem Geist entspricht.
Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.“
Ein unerretteter Mensch kann Gott nicht gefallen. Er mag tugendhaft und anständig sein, aber er kann Gott nicht gefallen. Er lebt im Fleisch.
„Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; (....) Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“
Hier sehen wir ein so kraftvolles Prinzip: „Wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ ( Verse 9-11).
Wie viel Kraft war wohl nötig, um Jesus von den Toten auferstehen zu lassen? Eine Menge. Übernatürliche Kraft – aber derselbe Geist, der Jesus von den Toten auferweckte, lebt in dir und wird dir Macht über Sünde, das Fleisch und den Feind geben.
Vers 12: „So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben!“ Wir müssen nicht nach dem Fleisch leben. Wir müssen nicht tun, was unser Fleisch von uns fordert. Das ist eine der befreiendsten Wahrheiten im ganzen Wort Gottes.
Wenn ich ein Kind Gottes bin, bin ich nicht gezwungen zu sündigen. Das heißt nicht, dass ich es nicht tun werde. Aber Tatsache ist: dass ich es nicht tun muss. Ein Mensch ohne Gott kann gar nicht anders als sündigen, aber ein Kind Gottes muss nicht sündigen. Es wurde von der Herrschaft, der Macht, der Sünde befreit.
Wenn wir als Kinder Gottes sündigen, meine Lieben, dann deshalb, weil wir uns für die Sünde entscheiden. Paulus sagt also: Wir sind dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. „Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben“ (Vers 13).
Aber wir müssen zuerst verstehen, dass wir nur durch die Kraft des Geistes Gottes unser Fleisch, die Sünde und Satan überwinden können – dass wir nur so der Anziehung all dessen widerstehen können.
Diese beiden Gesetze, von denen wir in Römer 7 und 8 lesen, entsprechen zwei physikalischen Gesetzen. Das eine ist das Gesetz der Schwerkraft und das andere das Gesetz der Aerodynamik.
Hast du vielleicht schon mal in so einem großen Jumbo Jet gesessen, einer Boeing 747? Kurz vor dem Start denkst du vielleicht noch, dass dieser Jet auf keinen Fall das Gesetz der Schwerkraft überwinden und dich ans andere Ende des Kontinents oder über den Ozean bringen kann.
Das Gesetz der Schwerkraft ist mächtig. Deshalb bleibt der Jumbo Jet am Boden. Das Gesetz der Schwerkraft hält ihn dort. Du fragst dich, wie er jemals abheben soll.
Also schnallst du dich an. Du bist nervös und wirst noch nervöser, wenn das Flugzeug die Startbahn entlang rumpelt. Es wird schneller und schneller, nimmt Fahrt auf, und ehe du dich versiehst, hebt das Flugzeug vom Boden ab und beginnt aufzusteigen.
Während das Flugzeug Fahrt aufnimmt, versucht das Gesetz der Schwerkraft, es am Boden zu halten, und du wünschst dir auch irgendwie, es würde dort bleiben. Aber dann kommt ein anderes Gesetz ins Spiel. Es lässt das Flugzeug vom Boden abheben, zieht es nach oben und hilft ihm, dem Gesetz der Schwerkraft zu trotzen. Dieses Gesetz nennt man das Gesetz der Aerodynamik.
Das Gesetz der Aerodynamik ermöglicht es dem Flugzeug, sich von dem Gesetz der Schwerkraft zu befreien und mit über 900 km/h oben am Himmel zu fliegen. Das Gesetz der Schwerkraft ist immer noch wirksam und zieht am Flugzeug. Aber solange das Gesetz der Aerodynamik wirkt, wird die Schwerkraft überwunden. Das Flugzeug kann sich von der Erdanziehung lösen und in ungefähr 11 km Höhe über dem Meeresspiegel fliegen.
Du musst das Gesetz der Aerodynamik nicht verstehen, um es zu schätzen, es zu nutzen und davon zu profitieren. Ich habe dir jetzt schon mehr über das Gesetz der Aerodynamik erzählt, als ich eigentlich davon weiß. Ich habe keine Ahnung, wie es funktioniert.
Aber ich fliege ständig. Ich vertraue darauf, dass das Gesetz der Aerodynamik irgendwie das Gesetz der Schwerkraft überwindet. Ich steige also in ein Flugzeug, schnalle mich an, hebe ab und fliege zu meinem Reiseziel. Wie das geht? Ich weiß es nicht.
Wie gibt der Geist Gottes uns Sieg über das Fleisch? Ich weiß es nicht. Ich verstehe es nicht. Man kann es nicht sehen. Man kann es nicht erklären. Aber eines habe ich gelernt: Wir können auf das Gesetz des Geistes vertrauen, dass es uns über das Gesetz der Sünde und des Todes erhebt und wir so die Ansprüche unseres Fleisches und die Versuchung überwinden.
Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus macht uns frei vom Gesetz der Sünde und des Todes. Das ist genau das, was Paulus den Galatern in Galater 5 sagt: „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch“ (Verse 16-17).
Dein Fleisch sagt: „Lass deine Wut raus!“ Der Geist sagt: „Lass mich das steuern!“ Dein Fleisch sagt: „Iss.“ Der Geist sagt: „Halte dich zurück!“ Das Fleisch sagt: „Schenke dein Herz jemandem, der nicht dein Ehepartner ist!“ Der Geist sagt: „Sei moralisch rein!“
Und dein Fleisch zieht stark an dir. Das Gesetz der Schwerkraft ist real. Es ist mächtig. Aber der Geist stellt sich dem Fleisch entgegen. Der Geist widersteht dem Fleisch, um dich davon abzuhalten, das zu tun, was du tun willst.
Und dann zählt Paulus die Werke des Fleisches auf – die Dinge, zu denen uns das Fleisch verleitet: sexuelle Unmoral und Unreinheit, Sinnlichkeit usw. „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“ (Vers 23).
Du sagst: „Diese Eigenschaften möchte ich gerne haben. So ein Mensch möchte ich sein, aber in mir ist dieses Gesetz der Sünde, des Fleisches, das Gesetz der Schwerkraft, das mich nach unten zieht.“
Was sagt Paulus? Wandle durch den Geist. Das Gesetz der Aerodynamik überwindet das Gesetz der Schwerkraft; das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus überwindet die Anziehungskraft unseres Fleisches.
Lebe im Glauben. Wandle durch den Geist. Erkenne und glaube heute, dass der Geist Gottes dir die Kraft geben kann, das Gesetz deines Fleisches zu überwinden und auch jede Versuchung und Sünde zu besiegen – durch seine Kraft.
Lea: Wenn du jemals wegen deiner Schwäche entmutigt warst, hoffe ich, dass die Worte von Nancy DeMoss Wolgemuth dir eine wertvolle Erkenntnis gebracht haben. Dir zu helfen, in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben, ist Teil unserer Mission. Belebe unsere Herzen möchte Frauen helfen, Freiheit, Fülle und Frucht in Christus zu finden.
Kürzlich schrieb uns eine Hörerin, die eine neue Freiheit entdeckt hat. Sie sagte: „Ich entsprach genau dem, was die Welt als moderne Frau ansieht.“ Diese Hörerin war völlig auf ihre Karriere als Ärztin konzentriert und verpasste dadurch wichtige Dinge, die Gott für sie vorgesehen hatte.
Nachdem sie drei Jahre lang Revive our Hearts gehört hatte, schrieb sie: „Nancy, du lehrst den ganzen Ratschluss Gottes und betonst dabei besonders die wunderbare Rolle, die wir als Frauen im Reich Gottes zu seiner Ehre haben. Das hat mein Leben verändert und mir geholfen, dem Sumpf und Schlamm der heutigen gesellschaftlichen Vorstellungen über Frauen zu entkommen.“
Wenn du schon mal Schwierigkeiten hattest, die Lehren über den Heiligen Geist zu verstehen, dann verpasse nicht die nächste Folge. Bill Elliff wird uns das ganz einfach und verständlich erklären. Sei beim nächsten Mal wieder dabei bei Belebe unsere Herzen!
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.