Lea Köster: Hier ist Pastor Bill Elliff.
Bill Elliff: Zerbruch bedeutet, an einen Punkt zu kommen, an dem der eigene Verstand so erneuert ist, dass man begreift, wie vergeblich und sinnlos es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig lernt man, seine Gefühle so zu zügeln, dass sie nicht das eigene Leben beherrschen. Das Ziel ist es, mit seinem Willen dahin zu kommen, dass man – wie Jesus im Garten Gethsemane – immer wieder sagt: „Herr, nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.“
Lea: Hallo liebe Zuhörerin. Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
In dieser Woche wirft Nancy in unserer Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ einen frischen Blick darauf, was es bedeutet, mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt zu sein. Heute werden wir entdecken, wie ein Leben in der Kraft des Heiligen …
Lea Köster: Hier ist Pastor Bill Elliff.
Bill Elliff: Zerbruch bedeutet, an einen Punkt zu kommen, an dem der eigene Verstand so erneuert ist, dass man begreift, wie vergeblich und sinnlos es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig lernt man, seine Gefühle so zu zügeln, dass sie nicht das eigene Leben beherrschen. Das Ziel ist es, mit seinem Willen dahin zu kommen, dass man – wie Jesus im Garten Gethsemane – immer wieder sagt: „Herr, nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.“
Lea: Hallo liebe Zuhörerin. Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
In dieser Woche wirft Nancy in unserer Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ einen frischen Blick darauf, was es bedeutet, mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt zu sein. Heute werden wir entdecken, wie ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes unseren Alltag prägen kann. Zunächst stellt Nancy unseren heutigen Gast vor.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes lässt sich möglicherweise schwer beschreiben. Es ist nicht leicht zu greifen. Im Laufe der Jahre habe ich mir manchmal gewünscht, dass mir jemand ganz klar und verständlich erklärt, was es bedeutet, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein.
Vor einiger Zeit hielt Pastor Bill Elliff für unser Team einen Vortrag über das Wirken des Heiligen Geistes. Seine Botschaft hat mich sehr ermutigt, und auch viele unserer Mitarbeiter fanden sie sehr hilfreich. Deshalb möchten wir heute im Rahmen dieser Podcast-Serie einige Auszüge daraus mit euch teilen.
Bill Elliff ist der Pastor der Summit Church in Little Rock, Arkansas. Ihr habt Bill in den letzten Wochen bei unseren Seeking Him-Gebetstreffen gehört, und seine Frau Holly war in der Vergangenheit schon oft zu Gast bei Belebe unsere Herzen.
Bill und Holly sind seit vielen Jahren enge Freunde von mir, und ich schätze es sehr, wie ihr Leben zeigt, was es bedeutet, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein. Lasst uns aufmerksam zuhören, wenn Pastor Bill Elliff uns hilft, den wichtigen Dienst des Heiligen Geistes in unserem Leben als Gläubige besser zu verstehen.
Bill: Ich möchte mit euch ganz einfach über die Erfüllung mit dem Heiligen Geist sprechen. Die klassische Stelle dafür ist Epheser 5. Schlagt bitte eure Bibeln auf und lest mit mir ab Vers 15.
„Seht nun darauf, wir ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist! Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in euren Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus; ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ (Epheser 5,15-21).
Lasst uns den Herrn bitten, dass er uns heute Morgen hilft, zwei oder drei ganz einfache Fragen zu beantworten. Die erste Frage lautet: Was ist die Erfüllung mit dem Heiligen Geist?
Nun, ganz einfach: Mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein bedeutet, dass Gott ständig die Kontrolle über mein Leben hat. Ich denke, es ist wirklich sehr einfach – die ständige Kontrolle Gottes über mein Leben. Wenn man diesen Text studiert hat, weiß man, dass das Verb in der Verlaufsform steht, und das ist wörtlich zu nehmen – man könnte übersetzen: „Werdet kontinuierlich voll Geistes“.
Hier steht nicht einfach: „Seid voll Geistes“. Es bedeutet, dass man andauernd in diesem Zustand lebt, fortlaufend erfüllt zu werden. So wie ein Betrunkener vom Wein beherrscht ist, sollen wir von Gott erfüllt sein. Es ist wirklich schwer, diesen Teil genau zu verstehen. Wenn man sagt, dass jemand von Angst erfüllt ist, meint man damit, dass er von Angst getrieben ist. Sie verzehrt ihn, sie nimmt ihn gefangen. Genauso sollt ihr vom Heiligen Geist erfüllt sein – er soll euch antreiben, er soll euch verzehren.
Die Bibel lehrt uns, dass bevor jemand zu Jesus Christus kommt, er getrennt von ihm lebt. Die Bibel sagt auch, dass in Christus das Leben ist. In 1. Johannes 5,12 heißt es: „Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Solange du also nicht zu Christus kommst, ist er außerhalb deines Lebens. Du hast einen Geist, aber er ist einfach tot. Da ist kein Leben. Das Leben Gottes fehlt.
Mein Bruder Tom ist das älteste Kind, ein Unternehmer-Typ. Er hatte mehr Ärger in der Familie und hat mehr Sachen ausgeheckt, als wir anderen uns jemals hätten ausdenken können. Er hatte ständig irgendwelche Projekte in unserem Hinterhof am Laufen. Ich erinnere mich daran, dass einmal irgendwo ein Waschbärfell zum Trocknen hing, und an anderer Stelle ein Boot stand, dessen Zweck keiner von uns so recht verstand.
Er hatte auch einen älteren Ford, allerdings ohne Karosserie. Da war nur das Fahrgestell, die Räder und das Lenkrad, das oben rausragte. Den Motor, den hatte mein Bruder ausgebaut. Er stand ungefähr zehn Jahre in Einzelteilen im Hof herum.
Nun, was haben wir Jungs gemacht? Wir hatten eine abschüssige Auffahrt, die um den Hof herumführte. Also schoben wir den alten Ford den Hügel hinauf. Wir keuchten und stöhnten, bis wir nicht mehr konnten. Jemand löste die Bremse, wir sprangen alle auf den Wagen und fuhren den Hügel wieder runter.
Wir haben es dann mehrmals gemacht, aber das konnten wir natürlich nur etwa zweimal wiederholen, bevor wir völlig am Ende waren, weil das Auto ja keinen Motor hatte. Hätten wir den Motor in das Auto einbauen können, wären wir mühelos überall hingekommen. Aber der Grund, warum du nicht so sein kannst, wie Gott dich haben will, bevor du Jesus angenommen hast, ist, dass du keinen Motor hast.
Du hast kein Leben. Es passiert also Folgendes: Du lebst so, wie es dein Verstand denkt, deine Gefühle fühlen und dein Wille entscheidet. Du lebst einfach dein Leben. Und so vergehen viele Jahre. Wenn dann etwas passiert, zum Beispiel, wenn dir jemand im Straßenverkehr die Vorfahrt nimmt, dann denkt dein Verstand: „Mensch, was ist das für’n Idiot!“ Dein Gefühl sagt: „Dem werde ich am liebsten mal so richtig gründlich die Meinung sagen. Das macht mich so wütend“, und dein Wille entscheidet, wie du reagierst.
Du lebst dein Leben auf dieser seelischen, fleischlichen Ebene. Nun, bei der Errettung geschieht Folgendes: Jesus kommt in der Person des Heiligen Geistes in dein Leben, um in dir Wohnung zu nehmen. Was für ein unglaubliches Privileg! Was für ein Vorrecht!
Im Johannesevangelium Kapitel 14 sagt Jesus, bevor er weggeht, zu seinen Jüngern: „Hört zu, ich gehe fort, aber fürchtet euch nicht. Macht euch darum keine Sorgen. Ich werde einen senden, der bei euch sein wird, ja, der sogar in euch sein wird“ (vergleiche Johannes 14,1-2.16). Der Heilige Geist ist die Person Gottes in der Gestalt des Geistes.
Überleg mal! Christus in dir, das ist übrigens deine Hoffnung, die Herrlichkeit Gottes zu erfahren – Christus in dir! Das heißt, wenn du vor einer Aufgabe stehst, die größer ist, als was du bewältigen kannst, und du sagst: „Mensch, ich weiß nicht, was ich tun soll“, nun dann hast du doch Jesus in dir. In ihm sind alle Schätze der Weisheit verborgen. Er weiß, was zu tun ist.
Das heißt, wenn du unterwegs bist oder im Büro oder wo auch immer, und du triffst jemanden, mit dem es Spannungen gibt – und das wird mit Sicherheit passieren – so ist das Leben nun mal, wenn du also jemanden triffst, der dich immer wieder nervt – übrigens nervst du ihn auch –,
dann gibt es einen Beziehungskonflikt, und du sagst dir: „Mensch, ich weiß nicht, wie ich immer wieder vergeben und immer wieder lieben soll.“ Aber etwas Erstaunliches ist geschehen: Jesus ist gekommen, um in dir zu leben.
Nun, es gibt ein Problem, auch wenn wir gerettet sind: Auch wenn Jesus jetzt in dir lebt, ist deine Seele nicht automatisch anders, oder? Was sich schlagartig ändert, ist, dass Jesus jetzt in dir lebt. Du wirst nie mehr dieselbe Person sein.
Darum sagt Paulus, ist das Alte vergangen und du bist völlig neu geworden (vergleiche 2. Korinther 5,17). Denn du wirst nie mehr jemand sein, der nicht das Leben Gottes in sich trägt, nie mehr. Du bist auferstanden zu einem neuen, ewigen Leben, verstehst du – Christus in dir.
Aber das Problem ist, dass dein Verstand nicht erneuert ist. Deine Gefühle sind ungebändigt, und dein Wille ist in bestimmten Bereichen ungebrochen. Für dein weiteres Leben bist du in einem fortschreitenden Prozess, deinen Verstand zu erneuern und deine Gefühle zu zähmen, damit sie dich nicht beherrschen. Du musst sie in die Schranken weisen, du musst deinen Willen immer wieder brechen.
Wenn du hörst, wie bei Belebe unsere Herzen immer wieder von Zerbruch die Rede ist, fragst du dich vielleicht: „Warum wird hier so viel von Zerbruch gesprochen?“ Weil Zerbruch das Tor ist, durch das du von einer Ebene zur nächsten gelangst. Zerbruch bedeutet, dass du deinen Willen auslieferst.
Zerbruch bedeutet, an einen Punkt zu kommen, an dem der eigene Verstand so erneuert ist, dass man begreift, wie vergeblich und sinnlos es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig lernt man, seine Gefühle so zu zügeln, dass sie nicht das eigene Leben beherrschen. Das Ziel ist es, mit seinem Willen dahin zu kommen, dass man – wie Jesus im Garten Gethsemane – immer wieder sagt: „Herr, nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe.“
Ich überlasse ihm meinen Willen. Mein Wille wird unter die Autorität eines anderen gestellt. G. Campbell Morgan sagte deshalb: „Zerbruch ist die Bereitschaft, sich von einem anderen beherrschen zu lassen.“ Es bedeutet, dass ich den Wert dieses Prozesses immer mehr schätze – im Bereich meiner Finanzen, meiner Beziehungen, meiner Gedanken und allem, was aus meinem Mund kommt und was in meinen Mund und meinen Körper hineingeht und in noch so vielen anderen Bereichen. Gott bringt mich durch diesen Prozess, in dem mein Geist erneuert, meine Gefühle gezähmt und mein Wille gebrochen wird.
Die Frage, wie viele Männer vor mir schon gesagt haben, lautet nicht: Wie viel hast du von Gott, sondern wie viel hat Gott von dir? Lässt du Christus, der in dir lebt, über dein Leben bestimmen? Gibst du ihm ständig nach?
Sagst du auf Schritt und Tritt, den ganzen Tag, bei jedem Gedanken und jeder Idee:
„Herr, was willst Du tun? Ich weiß, was ich denke, was ich fühle und was ich vorhabe, aber Vater, Du bist der König meines Herzens geworden. Du hast das Ruder in der Hand.
Du hast das Sagen, und darum, Herr, will mein Geist tun, was Du willst. Meine Gefühle sind Dir unterstellt. Herr, mein Wille steht Dir ganz zur Verfügung. Ich will Deinen Willen mehr als mein Leben, und deshalb will ich von Dir her leben. Herr, ich möchte, dass Du über mein Leben regierst.“
Mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein bedeutet, dem Geist Gottes, der in mir lebt, jederzeit diese Art von Herrschaft und Regentschaft, diese Art von Leitung und Kontrolle über mein Leben zu erlauben. Ohne Gottes Herrschaft über mein Leben habe ich nur – und haben auch andere von mir nur und hat auch Gott von mir nur – meine begrenzten Ressourcen, meine sündigen Reaktionen und mein vertanes Leben.
In Vers 18 sagt Paulus: „Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist“ (Epheser 5,18). Weißt du, das Wort, das mit Ausschweifung übersetzt wird, bedeutet im Griechischen „retten“. Es ist allerdings mit einer Verneinung verknüpft. Das Wort Ausschweifung bedeutet also wörtlich „nicht retten“; der Gedanke dahinter ist Verschwendung, Vergeudung.
Lass dich nicht vom Wein betrunken machen, das führt zu Ausschweifung. Es vergeudet nur deine Talente, Fähigkeiten, ja dein Leben mit all seinen Möglichkeiten und Chancen. „Sei vielmehr erfüllt und beherrscht vom Geist Gottes“.
Denke an den verlorenen Sohn: Bis Gott eine Wende in seinem Leben herbeiführte, war es ein vergeudetes Leben. Wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst, wirst du es vergeuden. Deshalb mahnt Paulus in Vers 16 (NGÜ): „Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit!“
Verschwende deine Zeit nicht. Vergeude dein Leben nicht. Verschwende deine Kräfte nicht. Vergeude deine Ressourcen nicht. Es geht nicht darum, dass wir nichts tun, sondern dass das, was wir tun, von uns selbst motiviert, bestimmt und gelenkt ist.
Deshalb ist es egozentrisch, selbstsüchtig, selbstbestimmt, eigenwillig, sündhaft und zerstörerisch, sein Leben eigenmächtig zu führen. Wenn du aber unter der Herrschaft, Kontrolle und Leitung des Geistes Gottes stehst und er dein Leben regiert, dann macht es einen Unterschied. Es bedeutet etwas. Es wird gerettet werden. Es dient höheren Zielen.
Du fragst: „Nun gut, wie kann ich diese Art von Leitung erfahren?“ Lass mich dir ganz praktisch erklären, wie das geht. Zuallererst musst du dir ununterbrochen der Gegenwart Gottes bewusst sein. Er ist in dir.
Kannst du dir vorstellen, dass der Präsident deines Landes plötzlich in diesen Raum kommt? Meinst du, wir würden das bemerken? Natürlich – weil er ist, der er ist. Denk mal einen Moment darüber nach. Ist dir bewusst, dass der Geist Gottes vielleicht schon jahrelang in dir lebt, und du hast es nicht einmal bemerkt, dass er da ist?
Es bedarf eines ständigen Bewusstseins seiner Gegenwart. Wenn ich mir seiner Gegenwart neu bewusst werde, wenn ich sie erneut anerkenne, dann demütige ich mich immer wieder, und diese Demut führt zu echter Buße – ich wende mich von meinem Wunsch, selbst zu regieren, ab, und will, dass Gott in mir regiert
Jedes Mal, wenn ich die Gegenwart des Herrn nicht anerkannt und mich stattdessen auf der Ebene meines Ichs bewegt habe, wo mein Denken, Fühlen und Wollen das Sagen hat, komme ich zur Gegenwart des Herrn zurück und sage: „O Gott, bitte vergib mir! Ich will nicht mehr selbstbestimmt leben, sondern von Dir. Herr, bitte nimm den Platz in meinem Herzen ein, der Dir gebührt.“
Jedes Mal, wenn wir sündigen und uns von Gott entfernen, müssen wir zu ihm kommen und seine Gegenwart erneut anerkennen. Und wenn wir uns seiner Gegenwart bewusst sind, tun wir demütig Buße. Dann nehmen wir uns bewusst zurück und beten: „Herr, bitte übernimm Du die Herrschaft in meinem Leben. Herr, ich möchte, dass Du die Fäden in der Hand hältst. Bitte erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist.“
Was für ein Gebet! Ist dieses Gebet – in dieser oder ähnlicher Form – ein fester Bestandteil deines täglichen Lebens? Ich meine das wirklich so ... Ist es das?
Wenn ja, dann vertraue einfach darauf, dass Gott zu seinem Wort steht. Er wird tun, was er seinem demütigen Kind versprochen hat, was sich ihm in Abhängigkeit und gläubig zuwendet, damit er es erfüllt, leitet und sein Leben lenkt. Bill Bright hat es so ausgedrückt:
„Du brauchst Gott nicht anzuflehen, dich mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen. Du musst nicht mit ihm handeln.“
Angenommen, du möchtest bei deiner Bank 100 Dollar Bargeld abheben. Würdest du zu der Bank gehen, bei der du Tausende von Dollar liegen hast und das Auszahlungsformular auf den Tisch legen, auf die Knie fallen und betteln: „Bitte, liebe Bankangestellte, würden Sie mir die Summe auszahlen“? Und doch tun Millionen Christen genau das – was ich auch schon getan habe – sie flehen Gott um etwas an, das zur Verfügung steht und nur darauf wartet, im Glauben empfangen zu werden.
Sie sehnen sich nach einer emotionalen Erfahrung und erkennen nicht, dass eine solche Haltung Gott beleidigt und den Glauben verleugnet – den Glauben, durch den allein wir Gott gefallen.
Wir kommen zum Herrn, und wir glauben, dass er ist. Er ist die Quelle, und er wird die belohnen, die ihn suchen (vergleiche Hebräer 11,6). Wir sagen:
„Herr, hier bin ich. Vergib mir, dass ich Dir nicht erlaubt habe, mich zu leiten. Ich erkenne Deine Gegenwart an und bitte Dich, Herr, erneut die Herrschaft und Deinen rechtmäßigen Platz zu übernehmen.
Bitte erfülle mich, Herr. Ich vertraue einfach darauf, dass Dein Geist mich führt – ob ich gleich einen Vortrag halte, im Lobpreisteam singe oder in der Seelsorge tätig bin, oder ich meiner Arbeit nachgehe oder mich um meine Kinder kümmere. Herr, ich vertraue einfach darauf, dass Dein Geist in meinem Leben regiert.“
Das ist Glaube. Doch da gibt es noch einen letzten Schritt, den wir tun müssen. Wir müssen sofort und aktiv dem Reden des Heiligen Geistes gehorchen und seiner Führung und dem, was aus Gottes Wort klar wird, folgen. Zwei Dinge lassen die Erfüllung mit dem Heiligen Geist scheitern: Das Erste ist das, was die Bibel „den Geist betrüben“ nennt. Das ist die Entscheidung, Dinge zu tun, die Gott missfallen.
Betrübe den Geist nicht, indem du Dinge sagst oder tust, vor denen dich der Geist Gottes warnt: „Sage das nicht! Halte deinen Mund! Gehe da nicht hin! Sieh dir das nicht an!“ Wenn wir es doch tun und somit die Herrschaft Gottes in unserem Leben missachten, kränken wir das Herz Gottes.
Die andere Sache, von der die Bibel spricht, ist die Auslöschung des Geistes. Das geschieht, wenn wir uns bewusst dagegen entscheiden, das zu tun, was Gott von uns verlangt. Er sagt: „Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht!“ (1. Thessalonicher 5,19-20, ELB). Wenn Gott dir zeigt, dass du etwas Bestimmtes tun sollst, und du sagst: „Nein, das mache ich nicht!“, dann ist das wie Wasser, das auf ein Feuer gegossen wird. Du löschst den Heiligen Geist aus und betrübst ihn.
Mit 17 hatte ich bereits 6 Jahre Rebellion gegen Gott hinter mir. In meinem vorletzten Jahr an der Highschool führte mich Gott schließlich an mein persönliches Limit. Es war ein Moment völliger Hingabe an den Herrn. Ich hatte mein Leben so satt, und zu dieser Zeit brachte Gott zwei verschiedene Dinge in mein Leben.
Das eine war eine Audioaufnahme von einem Zeugnis von Major Ian Thomas über die Erfüllung mit dem Heiligen Geist – sie hat mein Leben verändert! Das andere war der Besuch eines Missionars in unserer Gemeinde, der auf Heimaturlaub war, Bud Fray.
Der Name sagt euch vielleicht nichts, aber für die Südlichen Baptisten ist dieser Mann einer der großen Glaubenshelden. Und Bud kam nach Hause. Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam, aber offenbar hatte er irgendwo gefragt, ob er den Jugendlichen etwas über Geisterfülltes Leben weitergeben könnte.
Den ganzen Sommer saß ich da und hörte diesem Mann zu, der davon sprach, wie man ein Leben unter der Herrschaft Gottes führt. Ich werde nie vergessen, wie ich ihn ansah und dachte: „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der Jesus ähnlicher ist als dieser Mann.“ So wie er wollte ich auch sein!
Es war so faszinierend! So verlockend! So befreiend! So neu und schön! So wollte ich auch sein!
Erst Jahre später begriff ich, was geschehen war. Eines Tages sagte Jesus: „Ich gehe zum Vater.“ Da antwortete Philippus: „Herr, zeige uns doch den Vater!“ Und Jesus fasste sein ganzes Leben mit den Worten zusammen: „Philippus, wenn du mich gesehen hast, hast du auch den Vater gesehen“ (vergleiche Johannes 14).
Wäre es nicht wunderbar, wenn deine Kinder durchgängig, nicht nur gelegentlich, über ihre Mutter, ihren Vater, ihren Bruder oder ihre Schwester sagen würden: „Wenn du ihn siehst, wenn du sie siehst, siehst du den Vater“?
Wenn die Teams unserer Partnerorganisationen Life Action Ministries unterwegs sind, sagen die Leute manchmal: „Mensch, wir sind so begeistert davon. Ihr Leben – es ist einfach so schön, so erstaunlich, diese Weisheit und alles! Was ist das? – Sie sind so sehr wie Jesus!“ Was geschieht da? Es ist Jesus. „Wenn ihr mich gesehen habt, habt ihr den Vater gesehen.“
Lea: Das war Bill Elliff, Pastor der Summit Church in Little Rock, Arkansas.
Wenn du dir die „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ Podcasts anhörst, wirst du entdecken, was persönliche Erweckung bedeutet. Du wirst Befreiung von Sünden erleben, von denen du wünschst, du hättest sie nie begangen, und von Unrecht, das andere dir angetan haben. Du wirst erfahren, welches Verhalten wahre Freude in dein Leben bringt.
In den Podcast-Folgen dieser Woche erfährst du, wie der Heilige Geist echte und dauerhafte Veränderung in dein Leben bringt.
Es ist traurig, aber deine Tochter, deine Enkelin oder die jungen Frauen in deiner Gemeinde werden immer wieder belogen. Überall – sei es durch Freunde oder Medien – begegnen ihnen gefährliche Fehlinformationen. Diese jungen Frauen brauchen deine Unterstützung, um die Botschaften, die sie hören, richtig einordnen zu können.
Nancy hat zusammen mit Dannah Gresh ein Buch geschrieben, das genau diesen jungen Frauen helfen soll, wichtige Themen aus einer biblischen Perspektive zu betrachten. Der Titel lautet „Lügen, die junge Frauen glauben“. Auch gibt es das Buch „Lügen, die Mädchen glauben“ für Mädchen ab ca. 8 Jahren. Beide Bücher sind im CLV-Verlag erschienen und du findest sie auf unserer Website.
Widerstehe nicht dem Heiligen Geist! Hast du dieses Gebot schon einmal gehört? Aber was bedeutet das eigentlich genau? Nächstes Mal wird uns Nancy den Unterschied zwischen einer echten Hingabe an den Heiligen Geist und einem Widerstehen gegen den Heiligen Geist erklären.
Mehr über den Heiligen Geist erfährst du morgen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.