Marie Falk: Jackie Hill Perry sagt: Es ist an der Zeit, aus dem Schatten deiner Vergangenheit herauszutreten – hinein in das Licht Jesu.
Jackie Hill Perry: Du musst die Scham deiner Sünde nicht länger tragen. Jesus hat sich schon darum gekümmert. Du brauchst keine Angst zu haben, das ans Licht zu bringen, was du im Verborgenen getan hast. Jesus weiß, wo du stehst, und er weiß, was du getan hast. Aber er hat versprochen, dass er treu und gerecht ist und dir vergibt – wenn du nur bekennst (vgl. 1. Johannes 1,9).
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen! Schön, dass du wieder mit dabei bist.
Eines der größten Themen, das heute für so viel Verwirrung sorgt, ist Sexualität.
Viele Frauen haben Verletzungen erlebt oder kennen den Schmerz von Missbrauch. Vielleicht gehörst du zu diesen Frauen.
Viele Frauen haben selbst andere verletzt …
Marie Falk: Jackie Hill Perry sagt: Es ist an der Zeit, aus dem Schatten deiner Vergangenheit herauszutreten – hinein in das Licht Jesu.
Jackie Hill Perry: Du musst die Scham deiner Sünde nicht länger tragen. Jesus hat sich schon darum gekümmert. Du brauchst keine Angst zu haben, das ans Licht zu bringen, was du im Verborgenen getan hast. Jesus weiß, wo du stehst, und er weiß, was du getan hast. Aber er hat versprochen, dass er treu und gerecht ist und dir vergibt – wenn du nur bekennst (vgl. 1. Johannes 1,9).
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen! Schön, dass du wieder mit dabei bist.
Eines der größten Themen, das heute für so viel Verwirrung sorgt, ist Sexualität.
Viele Frauen haben Verletzungen erlebt oder kennen den Schmerz von Missbrauch. Vielleicht gehörst du zu diesen Frauen.
Viele Frauen haben selbst andere verletzt und leben mit den Folgen schwerwiegender Entscheidungen. Vielleicht gehörst du zu diesen Frauen.
Unabhängig von unserer Vergangenheit oder unserer aktuellen Situation brauchen wir alle ein Verständnis dafür, was Gottes Absicht und Plan für Sexualität ist.
Als Revive Our Hearts damals die True Woman-Konferenz 2018 vorbereitet hat, stand das Thema schon fest: „The Truth That Sets Us Free“ – Die Wahrheit, die uns frei macht. Es war klar, es braucht unbedingt auch ein Thema über Sexualität, damit die Frauen die Wahrheit über Sexualität entdecken und erfahren können.
Für diesen Teil der Konferenz wurde Jackie Hill Perry eingeladen, um anhand der Bibel aufzuzeigen, wie Gottes Design für Sexualität aussieht. Während der Veranstaltung hat ihr Beitrag vielen Frauen geholfen, die mit Verletzungen oder inneren Kämpfen leben, und hat ihnen Hoffnung und Heilung in Christus aufgezeigt.
Jackie Hill Perry bringt eine tiefe Liebe zum Studium von Gottes Wort mit in dieses Thema, ebenso wie ein poetisches Herz. Das wirst du später selbst hören, auch wenn Poesie in übersetzter Form natürlich nicht ganz das Gleiche ist. Außerdem teilt sie etwas von ihrem Leben: Gott hat sie aus einem lesbischen Lebensstil herausgeführt.
Hier ein Hinweis: Solltest du junge Kinder bei dir haben, empfiehlt es sich, diese anderweitig zu beschäftigen, da die heutigen Inhalte möglicherweise nicht für junge Zuhörer geeignet sind. Hier ist jetzt Jackie Hill Perry mit der Wahrheit über Sexualität:
Jackie: In der Gemeinde reden wir viel über Sexualität. Naja … in manchen Gemeinden wird nicht genug darüber gesprochen. Aber ich glaube wirklich, dass dieses ganze Gespräch über Sexualität viel größer ist als Sexualität selbst. Dieses Konzept von Sex – und unsere Fähigkeit dazu – steht zwischen zwei gewaltigen Eckpfeilern.
Da ist auf der einen Seite der Anfang, als Gott Himmel und Erde erschuf. Und auf der anderen Seite das Ende, wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird. Und genau zwischen diesen beiden Welten – wenn man so will – lebt die Sexualität.
Heute Morgen möchte ich, dass wir uns daran erinnern, wo alles herkommt, was die Sünde daraus gemacht hat, wie Christus es wiederhergestellt hat und was daraus einmal werden wird. Und ich glaube wirklich: Wenn wir diese tiefe Wahrheit heute in unsere Seelen hineinlassen, dann wird sie uns verändern – ganz egal, wer du bist, in welcher Lebenssituation du steckst oder was dir passiert ist. Ob du Single bist, verheiratet, ob du sexuellen Missbrauch erlebt hast oder ob du sexuell ausschweifend gelebt hast – ganz gleich, was deine Geschichte ist – die Wahrheit ist das, was wir alle brauchen.
Lasst uns beten.
Gott, begegne uns hier! In Jesu Namen. Amen.
Ich habe heute drei Punkte.
Der erste Punkt lautet: Sexualität – und alles, was dazu gehört – ist Gottes Idee.
Bitte schlag mit mir 1. Mose 2, Vers 18 auf. Da steht:
„Und Gott, der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen. Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll „Männin“ heißen; denn vom Mann ist sie genommen! Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.“ (1. Mose 2, 18-24).
In diesem Abschnitt siehst du vier Dinge, die Gott der Menschheit gegeben hat, und die alle etwas mit Sexualität zu tun haben.
Das erste, was wir sehen, ist Gemeinschaft. In Vers 18 lesen wir, dass Gott sagt, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein ist.
Das Interessante ist: In Kapitel 1 heißt es immer wieder, dass Gott etwas sah und dass es gut war. Sechsmal sagt Gott, dass das, was er gemacht hat, gut ist – bis er zu Adam kommt.
Adam war nicht einsam im Sinne von „allein auf der Welt“. Aber er war allein in dem Sinne, dass niemand an seiner Seite war, der ihm ähnlich war. Und Gott sagt: Das ist nicht gut. Warum?
Ein Grund dafür ist, dass Gott selbst nicht allein ist. Gott ist dreieinig. Er ist ein Gott in drei Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gott ist seiner Natur nach ein gemeinschaftlicher Gott, ein beziehungsorientierter Gott.
Da Adam im Bild Gottes geschaffen wurde, war auch er ein beziehungsorientiertes Wesen – genau wie Gott selbst. Und um wirklich vollumfänglich in dem leben zu können, wozu Gott ihn geschaffen hatte, um all das zu sein und zu tun, was Gott ihm aufgetragen hatte – wie zum Beispiel die Erde zu bebauen, sie sich untertan zu machen, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren – konnte er offensichtlich nicht allein bleiben. Was er brauchte, war kein weiteres Tier und keine weitere Pflanze. Er brauchte einen anderen Menschen.
Ich hoffe, dass das die Frauen hier ermutigt, die Single sind – und die es vielleicht gar nicht gerne sind. Es zeigt einfach, dass es nichts Ungewöhnliches ist, sich nach einer Beziehung zu sehnen. Und es ist auch nichts, wofür du dich schämen müsstest.
Aber ich möchte auch sagen: So wie Gottes Wort an Adam bestätigt, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, dass wir für Beziehung geschaffen sind, bestätigt es ebenso, dass du keine Beziehung brauchst, um vollständig Mensch zu sein.
Adam war vielleicht allein, aber er war deshalb nicht weniger Mann. Und du bist vielleicht allein, aber du bist deshalb nicht weniger Frau. Ehe und sexuelle Intimität sind nicht der höchste und einzige Ausdruck von Beziehung und Gemeinschaft.
Unsere Kultur versucht uns weiszumachen, dass unsere Menschlichkeit und Freude erst in sexueller Intimität oder Ehe ihre Erfüllung finden. Aber die Wahrheit ist: Unser Herr war vollkommen Single, vollkommen Mensch und absolut vollständig.
Wir sind alle für Beziehung geschaffen. Das ist wahr. Doch die Beziehung, die über dieses Leben hinaus Bestand haben wird, ist nicht die Ehe. Sie wird eines Tages aufhören. Es ist die Gemeinschaft mit Gott und seiner Gemeinde, die über dieses Leben hinausreichen wird.
Das zweite in 1. Mose 2, was Gott in Bezug auf die Menschheit geschaffen hat und was Sexualität betrifft, ist das Geschlecht.
Die Verse 21 und 22 beschreiben, wie Gott Adam in einen tiefen Schlaf fallen ließ, seine Seite öffnete und eine Rippe herausnahm.
Er formte dann daraus einen völlig anderen und dennoch ähnlichen Menschen, eine Frau. Die Bibel beschreibt den Vorgang so:
„Und Gott der Herr bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau.“ (Vers 22).
Wenn du auf die Sprache achtest, genommen vom Mann, gemacht zur Frau, spürst du die Unterscheidung, die hier gemacht wird. Es sind zwei verschiedene Personen, auf zwei verschiedene Weisen geschaffen. Er ist nicht sie, und sie ist nicht er.
Warum ist das wichtig? Es ist wichtig, weil wenn Gott Mann und Frau gemacht hat, dann ist das Geschlecht ebenfalls Gottes Idee. Und wenn es Gottes Idee ist, dann ist es eine gute Idee.
Du weißt, dass Gott alles zu seiner Ehre gemacht hat, richtig? Alles ist für ihn gemacht, unser Geschlecht eingeschlossen. Adams und Evas Geschlecht war kein Unfall. Es war auch nichts, das sie sich ausgesucht haben. Gott hat es gemacht. Und indem sie ihre Menschlichkeit mit all ihren gottgegebenen Unterschieden lebten, kann die Welt etwas über Gott und sein Evangelium lernen.
Ich sage das, weil ich nicht möchte, dass wir auch nur einen Moment lang denken, Gott hätte uns Frauen nicht mit Absicht gemacht. Als wäre es ohne Konsequenzen darauf gewesen, wer du bist, als er festlegte, was du bist. Indem er dich als Frau geschaffen hat, kannst du Gott auf eine Weise widerspiegeln, die sich von der eines Mannes unterscheidet.
Unsere Kultur denkt, Unterschiede seien unnötig. Doch genau diese Unterschiede geben der Schönheit und Tiefe der Gottheit eine größere Klarheit. Gerade durch unsere geschlechtlichen Unterschiede – in der Gemeinde, in unseren Ehen, in unseren Familien, in Freundschaften – können wir etwas von Gott erkennen, was wir niemals sehen würden, wenn jeder Mensch gleich wäre.
Die dritte Sache, die Gott in Bezug auf die Menschheit gemacht hat und die mit Sexualität zu tun hat, ist die Ehe.
Verse 22-24: Nachdem Gott die Frau gemacht hatte, brachte Gott dieses neue Wesen zum Mann. Der Mann schrieb daraufhin das allererste Gedicht in der Schrift. Er sagte: „Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch“. Mein Mann ist auch Poet, aber wenn er mir das schreiben würde, fände ich es etwas seltsam – aber ich will hier niemanden verurteilen.
Dann wird in Vers 24 verkündet:
„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“
Du weißt das vielleicht schon, aber lass es mich dir trotzdem sagen: Auch die Ehe ist Gottes Idee. Sie wurde nicht von Menschen erfunden. Die Kultur hat sie nicht gemacht. Gott war es. Und weil er sie geschaffen hat, definiert er sie: Ein Mann, eine Frau, ein Fleisch.
Vielleicht fragst du dich, warum ich bis jetzt noch nicht über Sexualität gesprochen habe. Nun, weil Sex in 1. Mose erst erwähnt wird, nachdem der Ehebund geschaffen ist. Erst in Kapitel 2, Vers 24, wenn wir die Worte „ein Fleisch“ lesen, verstehen wir, wie dieser Mann und diese Frau miteinander umgehen sollen. Sie sollen geistlich, emotional und körperlich eins sein.
Als Gott Adam erschuf, gab er ihm eindeutig die Fähigkeit, sich sexuell auszudrücken. Adam war kein Eunuch, bevor Eva auftauchte. Doch erst als Gott Adam eine Frau gab, gab er ihm die Freiheit, sexuell zu sein.
Sex wurde nicht unabhängig von der Ehe geschaffen. Er wurde für die Ehe geschaffen. Sexualität vom ursprünglichen Design Gottes loszulösen bedeutet, den Blick dafür zu verlieren, warum er sie gemacht hat. Du fragst: „Und warum hat er sie gemacht?“ Weil er gut ist.
Darf ich kurz mal ganz offen sein? Keine Sorge, ich verspreche, ich sage nichts, was irgendwen in Verlegenheit bringen könnte. Wirklich, absolut jugendfrei – versprochen. Also…, falls du das jemals erlebt hast – und ich lasse es bewusst bei das – ich bleibe jugendfrei.
Also, wenn du das jemals erlebt hast, dann hast du dir bestimmt irgendwann gedacht: Gott ist gut! Nicht jede von euch – aber einige. Denk mal darüber nach: Wie freundlich ist Gott, dass er uns nicht nur sagt, wir sollen es tun, sondern uns sogar die körperliche Fähigkeit schenkt, es auch zu genießen. Sex ist nicht nur etwas Zweckmäßiges, Sex ist auch eine Quelle der Freude.
Aber wenn Gott etwas so Gutes wie Sex erschaffen kann, wie viel größer muss dann Gott selbst sein? Es gibt absolut nichts auf dieser Erde, das besser ist als er. Sex ist ein gutes Geschenk, ja – aber es ist nicht das größte Geschenk. Gott, der lebendige Gott, ist größer und besser als alles, was er gemacht hat.
Und wenn Sex nicht besser ist als Gott, dann sollten wir Gott nicht den Rücken kehren, nur um unseren Körper auf eine Art und Weise zu befriedigen, die er nie so gedacht hat. Und wir sollten ihm auch nicht misstrauen – so, als könne er uns nicht helfen, sein gutes Geschenk auf die Weise zu genießen, die er für uns vorgesehen hat.
Wenn du Single und enthaltsam bist, ist Gott gut.
Wenn du verheiratet und sexuell aktiv bist, ist Gott gut.
Und wenn du verheiratet bist und Sex für dich traumatisch ist, ist Gott trotzdem gut.
Wir müssen darauf vertrauen, dass er den Sex und uns gemacht hat. Indem wir unseren Blick auf ihn richten, indem wir die Beratung und Therapie in Anspruch nehmen, die wir brauchen, indem wir bereit sind, ehrlich mit unseren Ehemännern zu sein darüber, wo wir stehen – werden wir in der Lage sein, dem zu widerstehen, was wir nicht haben sollten, und das zu genießen, was er uns gegeben hat.
Gemeinschaft, Geschlecht, Ehe und Sexualität – all das war Gottes Idee.
Aber weil die Sünde in der Welt ist, müssen wir fragen: Was hat die Sünde aus Gottes Idee gemacht?
Zum einen hat die Sünde unsere Gemeinschaft mit Gott zerbrochen – und damit auch unsere Gemeinschaft untereinander. Deshalb erleben wir alle, auf die eine oder andere Weise, echte Einsamkeit.
Nachdem Adam gesündigt hatte, tat er zwei Dinge, die er vorher nie getan hatte. Erstens: Er versteckte sich vor Gott. Und zweitens: Er gab seiner Frau die Schuld.
Die Intimität, die er einmal mit Gott hatte, war weg. Statt zu Gott zu laufen, lief er vor Gott weg. Er versteckte sich hinter einem Baum – hinter etwas Geschaffenem –, als könnte Gott ihn dort nicht sehen. Und als Gott ihn dann mit seiner Sünde konfrontierte, sagte er nicht: „Es tut mir leid, Gott. Vergib mir. Ich hätte die Frau, die du mir gegeben hast, beschützen sollen. Ich hätte eingreifen sollen.“ Nein. Er sagt: „Die Frau, die du mir gegeben hast, sie gab mir von dem Baum.“ Vorher war sie noch „Gebein von seinem Gebein und Fleisch von seinem Fleisch“. Jetzt ist sie nur noch die Frau, die ihm geholfen hat zu sündigen.
Das ist der Beginn der menschlichen Unfähigkeit, liebevoll miteinander verbunden zu sein. Der Zerbruch der Gemeinschaft.
Und wenn es um Sexualität geht, dann ist das genau der Grund, warum wir so schnell zu oberflächlichen Formen von Intimität greifen. Es gibt Frauen, die Sex außerhalb der Ehe nicht nur aus Lust haben, sondern weil sie einsam sind. Für sie ist Sex zu einem Versuch geworden, das wieder zusammenzukriegen, was Adam zerbrochen hat.
Es gibt Frauen, die pornosüchtig sind. Nicht nur aus Lust, sondern weil sie gar nicht wissen, wie echte, authentische Intimität mit einem lebendigen Menschen aussieht. Sünde redet uns ein, dass es kein Beziehungsrisiko gibt, wenn wir uns im Verborgenen sexuelle Bilder anschauen. Aber das Risiko ist größer, als du dir vorstellen kannst.
Gott hat uns für echte Gemeinschaft geschaffen. Für echte Intimität, echte Freundschaft und echte Liebe. Und das Schöne ist: Wir können das wirklich haben.
Sünde hat auch verzerrt, wie viele sich selbst sehen.
Ist dir schon mal aufgefallen, was das Erste war, worauf Adam und Eva achteten, nachdem ihre Augen geöffnet wurden? Ihr Körper! Plötzlich merkten sie, dass sie nackt waren – und jetzt schämten sie sich.
Wundere dich nicht darüber, dass es heute Ebenbilder des lebendigen Gottes gibt – Menschen, die Gott geschaffen hat und die er zutiefst liebt –, die, wenn sie ihren eigenen Körper anschauen, das Gefühl haben, dass das nicht wirklich sie sind. Oder dass sie nicht das sein sollten, was sie sind.
Als Gott Adam und Eva geschaffen hatte, betrachtete er sein Werk und sagte: „Sehr gut.“ Und damit meinte er auch ihre Körper.
Doch heute betrachten sich viele und sagen: „Das ist nicht gut.“
Und außerdem hat die Sünde Gottes Idee noch weiter verdreht: Sexualität oder Sex wurden nicht nur von der Ehe losgelöst. Jetzt wird beides auch noch danach definiert, was die Kultur gerade für gut hält.
In unserer Welt hat sich die Vorstellung durchgesetzt, dass sexuelle Unmoral etwas Gutes ist – einfach nur, weil es sich für mich gut anfühlt.
Um nochmal auf Adam und Eva zurückzukommen: Als der Teufel sie zur Sünde verführte, sagt die Bibel, dass Eva den Baum ansah und ihn begehrenswert fand, weil er weise machen sollte. Sie sündigte, weil ihre Logik und ihre Begierden sie dahin geführt haben. Und genau so sind wir. Ich sage ganz bewusst wir, weil wir nicht so tun dürfen, als wäre all diese Sünde nur ‚da draußen‘ – sie ist genauso auch in uns.
Wir sind alle in Sünde geboren. Wir sind Frauen, deren Neigungen verdorben sind, und wir alle haben gesündigt, weil wir meinten, das wäre eine gute Idee. Doch Gott sei Dank für Jesus. Weil Jesus Gottes Ideen wiederhergestellt hat.
Und wie hat er das gemacht?
Erinnerst du dich an die Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde? Die Bibel sagt, die Pharisäer schleppten sie zu Jesus und erklärten ihm, dass das Gesetz verlangt, sie solle gesteinigt werden. Und auch wenn sie völlig falsch mit der Situation umgingen, lagen sie mit ihrer theologischen Einschätzung nicht daneben: Das Gesetz sagte tatsächlich, dass ihre Sünde den Tod verdiene. Aber Jesus schaut die Menge an und sagt: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“
Dann heißt es im Text, dass einer nach dem anderen weg ging.
Ich glaube, eine Sache übersehen wir in dieser Geschichte leicht – oder wir könnten sie übersehen: Was hat sie bloß gedacht, als Jesus nicht wegging?
Vielleicht dachte sie: Jesus hat gerade jedem, der ohne Sünde ist, die Erlaubnis gegeben, den ersten Stein zu werfen und mit meiner Verurteilung zu beginnen – aber alle sind weggegangen. Und Jesus ist der Einzige, der noch hier steht. Könnte es sein, dass er derjenige ist, der mich richtet? Wird er mir das geben, was ich verdiene? Wie kann es sein, dass er noch hier steht … und ich immer noch lebe?
Und dann unterbricht Jesus ihre Gedanken und sagt: „Frau, wo sind sie? Hat dich niemand verdammt?“
Da schaut sie sich um und merkt, dass wirklich niemand mehr da ist, denn sie sagt: „Niemand, Herr.“
Und Jesus antwortet – völlig anders als erwartet: „Dann verdamme ich dich auch nicht.“
Wie ist es überhaupt möglich, dass diese Frau – eine sexuell zerbrochene Frau, die ihren Mann betrogen hatte und sexuell unmoralische Dinge tat – eine Frau, die jemanden begehrte, der ihr nicht gehörte, und die vielleicht immer noch die Hoffnung hatte, ein Mann könne ihre Einsamkeit und ihre Lust heilen – wie kann es sein, dass diese Frau, frei von den Konsequenzen ihrer Sünde, hier vor dem heiligen und sündlosen Gott stehen kann?
Weißt du, warum das möglich war?
Sie wurde nicht verurteilt, weil Christus ihre Verurteilung eines Tages auf sich nehmen würde. Er würde ihre Strafe, die Strafe für ihre sexuelle Zerbrochenheit, tragen. Und das würde nicht durch eine Steinigung von der Hand selbstgerechter Männer geschehen – einem vergleichsweise leichten Tod, im Vergleich zu einer Kreuzigung durch einen gerechten Gott.
Ich möchte, dass du heute eins weißt: Du musst die Scham deiner Sünde nicht tragen. Das hat Jesus längst für dich getan.
Du musst keine Angst haben, ans Licht zu bringen, was du im Verborgenen getan hast.
Du musst nicht wie Adam sein und dich hinter deiner eigenen Schuld verstecken.
Jesus weiß, wo du bist, und er weiß, was du getan hast. Aber er hat bereits versprochen, dass er treu und gerecht ist, dir zu vergeben – wenn du nur bekennst.
Und ich möchte dir auch sagen: Du bist nicht das, was der, der dich sexuell missbraucht hat, von dir behauptet hat.
Du bist nicht das, was dein Trauma über dich sagt.
Du bist ein Kind des lebendigen Gottes.
Hör gut zu, wenn ich das sage. So wie Gott sich um deine Sünde gekümmert hat, wird er sich auch um die Sünden derer kümmern, die dich verletzt haben. Er ist ein gerechter Gott.
Denk niemals, dass das, was dir angetan wurde, ungestraft bleibt. Die Schuld der anderen ist nicht deine Sache, nicht deine Last. Darum bist du frei. Frei zu vergeben. Frei, wieder zu vertrauen. Frei, wieder zu lieben. Gott wird dich heilen und dir helfen, mit der Zeit.
Was das Evangelium Jesu Christi mit Gottes Idee gemacht hat, ist, dass es die Sünde und den Tod überwunden hat, denen wir alle unterworfen sind. Und deshalb können wir – genau wie die Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde – tatsächlich hingehen und nicht mehr sündigen.
Und nicht nur das. Dieses Evangelium hat uns eine Gemeinschaft geschenkt. Eine Gemeinschaft von Menschen, die alle hätten gesteinigt werden müssen – und die doch, alle zu Jesus aufgeschaut und ihn haben sagen hören, dass auch sie nicht verurteilt sind.
So wie es nicht gut war, dass Adam allein war, ist es auch für dich nicht gut. Wir gehören zu einem Leib, zu vielen Menschen, die uns helfen zu heilen, zu wachsen und zu lernen, Gott und andere zu lieben. Die Sünde wollte uns vielleicht voneinander fernhalten, aber Gott hat uns durch seine Liebe zusammengebracht. Wir brauchen die weltweite Gemeinde und die örtliche Gemeinde, damit sie uns helfen, Jesus zu lieben.
Und als könnte es nicht noch besser werden, hat Gott uns auch das ewige Leben gegeben. Ewiges Leben beginnt nicht erst, wenn du stirbst. Es beginnt, wenn du anfängst zu glauben. Aber erst, wenn du beim Herrn zuhause bist, wirst du wirklich frei sein –
- frei von Versuchung,
- frei von Scham,
- frei von Angst,
- frei von den Auswirkungen sexuellen und körperlichen Missbrauchs,
- frei von Einsamkeitsgefühlen,
- frei von Depression,
- frei von allem, von dem du glaubst, dass es für immer Teil deines Lebens ist.
Dort wird Gott in uns sein und mit uns wohnen. Im Himmel wird es keinen Tod mehr geben, kein Weinen, keinen Schmerz. Alles Alte wird vergangen sein. Wir werden ganz neue Körper bekommen, die wir betrachten und wieder „gut“ nennen können. Wir werden Gott von seinem Thron sagen hören, dass er alles neu macht.
Diese Worte sind zuverlässig und wahr.
Ich weiß, wir befinden uns noch immer zwischen zwei Welten. Auf dieser Seite ist die Erde, wie wir sie kennen. Auf jener Seite ist ein neuer Himmel und eine neue Erde, die wir noch nie gesehen haben. Und ja, wir leben in einer Zeit voller Sünde und Verwirrung, sowohl in uns als auch um uns herum. Aber wisst ihr was? Es wird nicht immer so bleiben.
Woher ich das weiß?
Ganz einfach: Gott hat es uns in seinem Wort schon gesagt.
Lasst uns beten.
Herr, keine unserer Sünden ist größer als Du. Keine unserer Versuchungen ist stärker als Du. Und keine dieser Lügen ist wahrer als Du.
Und so bete ich, wenn wir heute hier diesen Ort verlassen, dass wir Dich lieben und Dir glauben – und dass Du uns dadurch frei machst von Dingen, von denen wir dachten, wir könnten niemals davon frei werden. Ich bete das in Jesu Namen. Amen.
Marie: Nachdem Jackies diese Botschaft auf der True Woman Konferenz gesprochen hatte, wurden die Frauen eingeladen, nach vorne zu kommen und gemeinsam zu beten. In diesem Moment wirkte Gott sehr in den Herzen vieler. Zahlreiche Frauen begannen einen Weg der Heilung von alten Verletzungen. Andere wurden an einen Punkt geführt, an dem sie umkehrten und Gottes Gnade für die Fehler und falschen Entscheidungen ihrer Vergangenheit annehmen konnten.
Ich weiß nicht, in welcher Verfassung oder Lebenslage du heute diese Botschaft von Jackie gehört hast. Aber ich möchte dich wirklich ermutigen, darauf zu reagieren, wenn der Herr an dein Herz geklopft hat.
Wir sind super dankbar für unsere Zuhörerschaft, die so treu für uns betet und unseren Dienst mit anderen teilt. Und vielen Dank auch an alle, die uns finanziell unterstützen, denn das ermöglicht es uns, Botschaften auch künftig in Deutsch zu produzieren. Falls auch du uns finanziell unterstützen magst, findest du alle nötigen Informationen dazu auf unserer Website www.belebeunsereherzen.com.
Sag mal, woran hängt dein Herz? Wie können wir die richtigen Prioritäten setzen und ein Leben mit Ewigkeitsperspektive führen? Sei das nächste Mal wieder dabei, wenn Betsy Gomez uns die Wahrheit über Prioritäten vor Augen stellt.
Aber denk dran, für heute: Du musst die Scham deiner Sünde nicht tragen. Das hat Jesus längst für dich getan.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.