Marie Falk: Hier ist ein kleiner Vorgeschmack dessen, was dich heute, hier bei Belebe unsere Herzen erwartet.
Betsy Gómez: „Eine Frau, die sich ablenken lässt, ist anfällig dafür, alle möglichen Lügen zu glauben – über Gott, über sich selbst, über andere und darüber, was wirklich wichtig ist.“
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen. Gerade hast du Betsy Gómez gehört. Sie wird uns heute „Die Wahrheit über Prioritäten“ näherbringen. Den Vortrag hielt sie ursprünglich 2018 auf der True Woman-Konferenz in Indianapolis. Ob bewusst oder unbewusst, jeder hat Prioritäten in seinem Leben gesetzt. Ich vermute, Zeit ist einer der ehrlichsten Indikatoren für Prioritäten. Denn, wen oder was ich liebe, damit möchte ich Zeit verbringen. Also lasst uns gespannt sein, was Betsy heute für uns hat.
Ich hab ja eben schon gesagt, dass es ursprünglich ein Konferenzvortrag war. Und am Ende des Vortrags …
Marie Falk: Hier ist ein kleiner Vorgeschmack dessen, was dich heute, hier bei Belebe unsere Herzen erwartet.
Betsy Gómez: „Eine Frau, die sich ablenken lässt, ist anfällig dafür, alle möglichen Lügen zu glauben – über Gott, über sich selbst, über andere und darüber, was wirklich wichtig ist.“
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen. Gerade hast du Betsy Gómez gehört. Sie wird uns heute „Die Wahrheit über Prioritäten“ näherbringen. Den Vortrag hielt sie ursprünglich 2018 auf der True Woman-Konferenz in Indianapolis. Ob bewusst oder unbewusst, jeder hat Prioritäten in seinem Leben gesetzt. Ich vermute, Zeit ist einer der ehrlichsten Indikatoren für Prioritäten. Denn, wen oder was ich liebe, damit möchte ich Zeit verbringen. Also lasst uns gespannt sein, was Betsy heute für uns hat.
Ich hab ja eben schon gesagt, dass es ursprünglich ein Konferenzvortrag war. Und am Ende des Vortrags lädt Betsy die Frauen ein, sich mit ihren Sitznachbarn auszutauschen. Ich möchte dich ermutigen, an dieser Stelle nicht einfach auszuschalten, sondern die Fragen wirklich für dich zu beantworten. Vielleicht magst du es dann auch einer Freundin oder auch uns erzählen. Wir freuen uns über Nachrichten von unseren Zuhörerinnen, und besonders dann, wenn wir hören dürfen, wie die biblischen Botschaften ins Leben gesprochen haben oder die Wahrheiten im Alltag umgesetzt werden! Aber jetzt zu Betsy:
Besty: Im Januar war ich total gestresst. Mein Mann und ich standen vor der Entscheidung, ob ich einige meiner Aufgaben abgeben sollte. Ich hatte alle Hände voll zu tun und mein Kopf war am Limit. Es gab so viele kleine Puzzleteile, die ich jeden Tag irgendwie zusammenfügen musste.
Also begannen wir, dafür zu beten. Und ratet mal, was passierte! Noch am selben Tag bekam ich eine Nachricht von Nancy. Sie schrieb: „Ich denke, du solltest die Einheit über Prioritäten bei der True Woman-Konferenz übernehmen. Was meinst du dazu?“
Ich war kurz sprachlos – und dann wusste ich: Gott hat etwas vor. Er wollte mir zuerst persönlich ein paar praktische Lektionen über Prioritäten beibringen. Diese Multitasking-Königin musste innehalten, Gottes Wort aufschlagen und sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
Damals war ich müde, angespannt und gestresst. Ich fühlte mich mental völlig überfordert. Vielleicht kennst du solche Zeiten auch – wenn es sich anfühlt, als wärst du gleichzeitig in einem Hindernislauf und einem Jonglier-Wettbewerb. Jeden Tag war es so, als würde ich mit aller Kraft auf die Ziellinie zulaufen und dabei versuchen, alle Bälle in der Luft zu halten.
Immer wieder fragte ich mich: „Wie bin ich bloß hier gelandet?“ Das ist ja nichts, das man einmal überwindet und dann nie wieder erlebt.
Vor acht Jahren hat mir der Herr gezeigt, dass meine Karriere zu einem Götzen für mich geworden war. Er hat mir die Augen geöffnet, damit ich meine Sünde sehen konnte und wie sie mein Herz von den richtigen Dingen weggezogen hatte. Und durch Gottes Gnade hat er mir Buße geschenkt und ein Herz, das liebt, was er liebt. Aber sein Werk war damit noch nicht beendet.
Selbst bei all den guten Dingen, die ich tun darf, um dem Herrn zu dienen, kann ich doch wieder in dasselbe Muster verfallen und die falschen Dinge priorisieren. Es ist ein ständiger Kampf, denn alles um uns herum kämpft um unsere Aufmerksamkeit. Deshalb müssen wir uns immer wieder an die Wahrheit erinnern.
In der Schrift sehen wir – von 1. Mose 1 bis zur Offenbarung –, dass Gott immer wieder seine Prioritäten für sein Volk, für seine Gemeinde deutlich macht. Gottes Wort ist die Erinnerung für unsere abgelenkten Herzen, für unsere vergesslichen Herzen.
Ich möchte heute eine Wahrheit mit euch teilen, die uns hilft, alles wieder an den richtigen Platz zu setzen. Schlagt also bitte eure Bibeln bei Lukas 10 auf. Lasst uns meine Zwillingsschwester Martha besuchen, und meine liebe Maria.
Die meisten von uns kennen diese Geschichte ziemlich gut. Aber ich möchte dich bitten: Achte darauf, ganz bewusst, was Gott dir sagen möchte. Lass nicht zu, dass die Vertrautheit dich davon abhält, Gottes Wahrheit zu sehen. Wie lesen ab Vers 38:
„Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorgen und Unruhe um vieles; eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“ (Verse 38-42).
Das Erste, was wir denken, ist: Bin ich eine Maria? Bin ich eine Martha?
Und irgendwie neigen wir dazu, diese beiden Frauen ins Zentrum dieser Geschichte zu stellen. Aber wenn wir das tun, verfehlen wir völlig den Sinn. Schauen wir uns diese Verse einmal genauer an:
„Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu“ (Verse 38-39).
Martha war fleißig, gastfreundlich und tat das Richtige. Sie nahm Jesus in ihr Haus auf und diente ihm. Und Maria, ihre Schwester, ließ alles stehen und liegen und setzte sich hin, um den Worten Jesu zuzuhören.
Bis hierhin scheint alles normal zu sein, aber dann kommt eine Wende. Vers 40:
„Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft!“
Das „aber“ hier zeigt uns einen Gegensatz. Maria saß zu den Füßen des Herrn und hörte seinen Worten aufmerksam zu, aber Martha tat das Gegenteil. Ihre Aufmerksamkeit wurde in verschiedene Richtungen gezogen. Sie machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung.
Unser Herz kann so leicht abgelenkt werden. Dienen und Tun sind mächtige Ablenkungen. Ein abgelenktes Herz ist sehr, sehr gefährlich, denn es:
- macht uns verletzlich
- kritisch und urteilend gegenüber anderen
- neidisch auf das, was andere für Gott tun
- es lässt uns Gottes Charakter infrage stellen
- den Blick dafür verlieren, wer Gott ist
- die Freude an unserer Aufgabe verlieren, denn unser Dienen ist dann nicht mehr eine Opfergabe, sondern ein Mittel, um gesehen zu werden, um uns zu beweisen, um Gottes Anerkennung zu verdienen, selbst wenn wir dafür andere in den Schatten stellen.
Wenn unser Fokus falsch ist, sehen wir die Dinge verzerrt. Wir sehen eine verzerrte Realität. Wir denken, Gott kümmert sich nicht um uns.
Jesus hatte Marthas Bruder von den Toten auferweckt – und jetzt glaubte sie, dass sie dem allwissenden Gott erklären muss, was los war. Sie machte dem souveränen Gott Vorschläge, was er tun sollte. Das erinnert mich an den Garten Eden und daran, wie leicht wir Lügen über Gottes Wesen glauben.
Eine Frau, die sich ablenken lässt, ist anfällig dafür, alle möglichen Lügen zu glauben – über Gott, über sich selbst, über andere und darüber, was wirklich wichtig ist.
Aber es gibt noch eine weitere Wende in dieser Geschichte.
Jesu Antwort an Martha war sanft und voller Gnade. Er verurteilte sie nicht, sondern zeigte ihr, wo das eigentliche Problem lag – und wies sie zugleich auf die Lösung hin.
In Vers 41 sagte er: „Martha, Martha, [Er sprach ihren Namen zweimal aus – so liebevoll.] du machst dir Sorge und Unruhe um vieles“.
Als ich diesen Abschnitt studierte, wurde ich zutiefst überführt. Jesu Worte waren wie ein Spiegel für mich. Genau wie bei Martha waren meine Sorgen und meine Unruhe nur Symptome meiner Ablenkung. Und wenn wir abgelenkt sind, neigen wir dazu, uns den falschen Dingen zuzuwenden.
In diesem Moment hatte ich alle Hände voll zu tun, mein Herz war geteilt. Und dieser einfache Satz entlarvte die Lügen, die ich glaubte. Lügen wie:
- Ich kann alles schaffen.
- Ich muss alles schaffen.
- Beschäftigt zu sein bedeutet, wichtig oder gottesfürchtig sein.
- Gott ruft mich dazu auf, jedes Bedürfnis um mich herum zu befriedigen oder jede Gelegenheit zum Dienen zu ergreifen.
- Multitasking ist der Weg zu Produktivität und Fruchtbarkeit.
- Mehr zu tun macht mich glücklich.
- Gott schätzt mich, wenn ich ihm diene, wenn ich etwas für ihn tue.
- Wenn ich viel tue, liebt er mich mehr.
- Und die Lüge, dass Dienen gleichbedeutend mit Hingabe ist.
Lügen. Lügen, die mir nichts als Erschöpfung und Stress gebracht haben. Aber wie um alles in der Welt soll ich als Mutter, als Ehefrau all das wegkriegen, was ich zu tun habe? Woher weiß ich, was ich beibehalten und was ich abgeben soll?
Unsere Kultur fordert Frauen auf, alles mitzumachen und überall erfolgreich zu sein: zu Hause, im Dienst für Gott und im Beruf. Wir werden unter Druck gesetzt, Superfrauen zu sein, Super-Macherinnen, super müde und super besorgt.
O, wie wohltuend sind Jesu Worte in Vers 42. Hier sehen wir eine weitere Wende:
„Eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“
Maria steht in diesem Vers nicht im Mittelpunkt, also könnt ihr aufhören, sie zu hassen. Achtet auf den Gegensatz, den Jesus hier betont:
„Du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eines aber ist Not.“
Die vielen Dinge, um die du dir Sorgen machst, halten dich davon ab, das eine zu wählen, das dir niemand nehmen kann. Die vielen irdischen und vorübergehenden Ablenkungen machen dich blind für das, was ewig dein ist.
Nehmt euch einen Moment Zeit und denkt darüber nach, welche Ablenkungen eure Tage füllen und euch Stress und Sorgen bereiten. Ich weiß, was diese Ablenkungen für mich sind – Instagram ist eine davon. Was sind eure Ablenkungen?
„Eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“
Die richtigen Prioritäten zu setzen, hat mit dem zu tun, woran unser Herz wirklich hängt. Wenn du dieses eine nicht wählst und zu deinem Schatz machst, wirst du die Sorge nicht los, die dich still und langsam innerlich auffrisst.
„Eines aber ist Not.“ Da steht nicht: „Du darfst nur eine Sache tun.“ Da steht: „Eines aber ist Not.“
Es gibt eine Sache, die du über alles andere stellen solltest. Vielleicht fragst du dich jetzt, was diese Sache ist. Was ist das gute Teil?
Schwestern, Jesus ist das gute Teil. Er selbst ist das gute Teil.
Vielleicht denkst du jetzt: „Aber Jesus ist doch keine Sache!“ Stimmt – aber unsere Hingabe an ihn ist es. Das gute Teil war nicht das Brot, um das Martha sich sorgte, sondern das Brot des Lebens, das gerade ausgeteilt und beiseitegeschoben wurde. Martha war abgelenkt durch das viele Bedienen und kam nicht auf den Gedanken, dass Jesus ihr dienen wollte. Er half ihr zu verstehen, dass er der eigentliche Gastgeber war. Und das ist die große Umkehrung: Er lud sie ein, alles Tun loszulassen und zu seinen Füßen zu sitzen.
Und ich sage euch: Diesseits der Ewigkeit denken wir oft, dass zu Jesu Füßen sitzen etwas Romantisches oder super Geistliches ist, wo ich etwas fühlen muss, etwas spüren, etwas Übernatürliches erleben.
Wir denken, dass es eine Zeit vollkommener Stille ist, in der Tränen unsere Bibeln nässen. Und weil wir es so definieren, fällt es uns sehr leicht, uns dem zu entziehen. Und was tun wir? Wir laufen zu unseren vielen Dingen, zu unseren Ablenkungen.
Achtet einmal auf Vers 39: Maria „setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.“
Da steht nicht: „Und dann fühlte sie sich, als würde ein Feuerwerk... Nein – sie hörte Jesu Wort zu.
Wie mache ich also Jesus und sein Wort zu meiner Priorität? Wie kann das eine junge Frau tun, oder eine Hausfrau und Mutter oder eine vielbeschäftigte alleinerziehende Mutter oder eine berufstätige Frau oder eine Witwe?
Ganz gleich, in welcher Lebensphase du gerade bist oder wie deine Umstände aussehen – wir sind alle eingeladen, zu Jesus zu kommen und auf sein Wort zu hören.
Jesus war in Marthas Haus gekommen, aber jetzt lädt er sie ein, zu ihm zu kommen. Er lädt Martha ein,
- aufzuhören, sich um das vergängliche Brot zu sorgen, und zu ihm zu kommen, um zu essen, was er ihr gibt.
- aufzuhören, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, um ihre eigene Bedürftigkeit erkennen zu können.
- aufzuhören, auf das zu schauen, was sie tut, und ihren Blick auf das zu richten, was er für sie tun kann.
Jesus lud Martha ein, sich zuerst von ihm dienen zu lassen, bevor sie anderen diente.
Martha war also nicht die größte Dienerin – das ist keine von uns. Jesus ist es. Wir müssen innehalten und zu ihm kommen. „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben“ (Matthäus 20,28, NGÜ).
Jesus ist der größte Diener. Er diente uns, indem er ein vollkommenes Leben führte – ein Leben, das wir nicht führen können. Er ging ans Kreuz und trug jede einzelne Sünde – deine und meine –, um die Strafe auf sich zu nehmen, die wir verdienen.
Er ist mit Macht von den Toten auferstanden, damit du und ich zu einer lebendigen Hoffnung auferstehen können. Er hat den Zorn Gottes gestillt und den Vorhang zerrissen, der uns von Gott trennte, damit wir mit Zuversicht in seine Gegenwart treten können.
Anstatt euch wie Martha viel zu schaffen zu machen mit der Bedienung, mit vielem Tun, kommt zu Jesus und lasst euch von seinem Wort nähren. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Matthäus 4,4).
Schwestern, schmeckt und seht, dass Gottes Wort wirklich sättigt. Gottes Wort wird eure Herzensneigungen in Einklang mit der Wahrheit bringen, so wie es am Anfang war. Sein Wort wird Ordnung in euer Chaos bringen und alles wieder an den richtigen Platz stellen.
Schwestern,
- wenn wir auf sein Wort hören, erkennen wir, wer Gott ist.
- wenn wir auf sein Wort hören, erkennen wir Gottes Absicht.
- wenn wir auf sein Wort hören, erkennen wir seinen Plan für unser Leben.
- wenn wir auf seine Worte hören, werden wir erneuert und verwandelt.
- wenn wir auf sein Wort hören, erkennen wir unsere Rolle als Mütter, als alleinstehende Frauen, als Ehefrauen und als seine Töchter.
Lasst uns zu Jesus kommen und auf sein Wort hören, denn nur so können wir die Lügen überwinden, die wir über Prioritäten geglaubt haben.
Es sind seine Worte, die uns sagen, dass wir durch die Kraft des Heiligen Geistes alles tun können, wozu Gott uns in einer bestimmten Lebensphase beruft.
Wenn wir auf sein Wort hören, erkennen wir, dass wir nicht der Messias sind – Jesus ist es. Wir sind nicht berufen, die Welt zu retten.
Wir werden erkennen, dass unser Wert und unsere Erfüllung in ihm liegen, nicht in dem, was wir tun. Und wir werden erkennen, dass wir uns zuerst von Jesus dienen lassen müssen, bevor wir anderen dienen können.
Darum müssen wir Gottes Wort zu unserer Priorität machen – wir müssen es wertschätzen. Wir müssen zu Jesus kommen und auf sein Wort hören, aber wir müssen es auch lieben und uns ihm unterstellen, denn wir unterstellen uns nur dem, was wir lieben.
Und das ist das Geheimnis eines ausgeglichenen Lebens: Jesus und sein Wort zum Gegenstand unserer Liebe zu machen.
John Bloom drückte es so aus: „Techniken können unsere Effizienz steigern, aber sie können nicht unsere Prioritäten bestimmen. Das tut das Herz. Wir ordnen unser Leben nach dem, was wir lieben.“
Liebt also Gottes Wort und unterstellt euch seiner Autorität. Aus der Liebe zu Jesus und seinem Wort wird Gehorsam folgen.
Maria saß zu Jesu Füßen, und ihre Haltung zeigte, dass sie sich seiner Lehre unterstellte – und genau das ist die Haltung eines Jüngers. Sie sagt: „Ich werde dir folgen. Ich werde zu allem ‚Ja‘ sagen, was du von mir verlangst.“ Aber um das zu tun, müssen wir Gottes Weisung lieben. Nur so können wir ein Leben führen, das Gott wohlgefällt.
Gottes Wort zu lieben und uns ihm zu unterstellen, wird Ordnung in unser Leben bringen. Denn anstatt uns an irgendwelchen Schablonen zu orientieren, wenn wir entscheiden, was das Beste ist, werden wir zur Bibel kommen und dort alles finden, was wir brauchen. Wir werden wissen, was Gott liebt, und unser Herz wird sagen: „Ja, Herr“. Und wir werden uns dem unterstellen und die Kraft haben, loszulassen, weil wir ihn ehren wollen.
Heute zu Jesus zu kommen, zuzuhören und uns seinem Wort zu unterstellen, kann vielleicht bedeuten, Buße zu tun für unsere Sünden. Vielleicht ist es eine erneuerte Liebe zu seinem Wort. Oft bedeutet es, unsere Hände zu öffnen und loszulassen, was wir festhalten – oder vielleicht auch, neu festzuhalten, was wir losgelassen haben.
Wirst du innehalten? Wirst du zu Jesus kommen? Wirst du auf sein Wort hören? Wirst du Jesus wertschätzen und dich seinem Wort unterstellen?
Nimm dir jetzt ein paar Minuten Zeit und denk darüber nach, wie der Herr zu dir gesprochen hat.
Gibt es Lügen, die du über Prioritäten geglaubt hast? Gibt es Dinge, die sich verändern
müssen, damit Jesus und sein Wort wieder an erster Stelle stehen?
O Herr, wir brauchen Dich. Wir brauchen Dich so sehr. Bitte, Herr, zeige uns, womit wir uns füllen, das uns den Hunger nach Dir nimmt. Mach du uns das klar bitte.
Wir möchten wirklich neu hungern – nach Dir, nach Deinem Wort. Aber wir sind so abgelenkt. Wir brauchen Dich so sehr, Herr. Zeige uns unsere Armut, zeige uns unseren wahren Zustand. Offenbare Dich, Herr. Vergib uns, erneuere uns.
Im Namen Jesu, Amen.
Marie: Welche Dinge möchtest du verändern? Lass es nicht einfach eine oberflächliche Frage sein, sondern sei ermutigt, sie beim Namen zu nennen. Ich zum Beispiel hab mich als Zweifach-Mama oft gefragt, wie es meine Mama geschafft hat, alles mit uns vier Kindern zu managen, wo ich doch jetzt mit zweien schon kaum Zeit hab. Und weißt du, was Gott mir im letzten Jahr deutlich gemacht hat? Meine Bildschirmzeit. Und es war nicht schön! Meine Mama hatte kein Social Media oder Onlineshopping, wo sie ihre Zeit vergeuden konnte.
Wir freuen uns über eine Mail, erzähl uns was DU verändern möchtest, was dir wichtig geworden ist. Dafür kannst du gern das Kontaktformular auf unserer Website nutzen.
Und weißt du, was du noch auf der Website machen kannst? Dich zu unserem laufenden Bibelleseplan anmelden. Ja, wir haben schon im Januar gestartet, aber du kannst auch jetzt einfach dazu kommen. Vielleicht bekommst du die Mails oder auch die Whatsapp-Nachrichten schon, aber du hängst hinterher… Setzt dich nicht unter Druck, steig doch einfach jetzt wieder mit ein. Jesus freut sich, wenn du Zeit in seinem Wort verbringst. Dabei geht es weniger darum, den Bibelleseplan zu verfolgen und alles gelesen zu haben, als darum, vor seinem Thron zur Ruhe zukommen und ihn zu fragen, was er dir heute durch sein Wort sagen möchte.
Kennst du das auch? Wieder ein Tag ist vergangen, und du erkennst am Abend im Bett: „Mist, ich hab heute die Prioritäten wieder falsch gesetzt.“ Weißt du, das mag eine gute Erkenntnis sein, aber nicht, wenn uns unser Versagen lähmt. Weißt du, Satan ist ein super Ankläger, Staatsanwalt der Oberklasse. Er möchte dich entmutigen, dich lähmen, dich mit Scham in die Dunkelheit drängen. Aber Jesus ist dein Anwalt! Er ist der Sohn des Richters, der für dich, für dein und mein Versagen am Kreuz hing und Freiheit bewirkt hat! Das ist unsere Ermutigung. Das ist unsere Verheißung! Das ist die Wahrheit, die uns frei macht.
Nächstes Mal hören wir von Dannah Gresh über Sehnsüchte, Lüste und wer sie stillen kann. Dein Mann?
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.