Marie Falk: Dannah Gresh erinnert uns heute an etwas Zentrales:
Dannah Gresh: Dein Herz wurde dafür geschaffen, eine Liebesbeziehung mit dem Gott des Universums zu haben. Das ist die einzige Liebe, die dich niemals enttäuschen wird.
Marie: Hallo und herzlich Willkommen bei Belebe unsere Herzen! Wir befinden uns mitten in unserer aktuellen Themenreihe „Die Wahrheit, die uns frei macht“ und hören uns einige Vorträge der True Woman-Konferenz 2018 an, die in Indianapolis stattfand. Heute hören wir den Vortag von Dannah Gresh mit dem Titel: Die Wahrheit über die Ehe. Vielleicht bist du Single und denkst dir: „Alles klar, betrifft mich nicht.“ Schalte nicht ab – die heutige Botschaft ist auch für dich relevant. Denn wir alle haben Sehnsüchte, wir alle haben Verlangen und wir alle wünschen uns, geliebt zu werden. Hier ist Dannah Gresh:
Dannah: Ich wollte euch jetzt zu Beginn eigentlich eine Frage stellen …
Marie Falk: Dannah Gresh erinnert uns heute an etwas Zentrales:
Dannah Gresh: Dein Herz wurde dafür geschaffen, eine Liebesbeziehung mit dem Gott des Universums zu haben. Das ist die einzige Liebe, die dich niemals enttäuschen wird.
Marie: Hallo und herzlich Willkommen bei Belebe unsere Herzen! Wir befinden uns mitten in unserer aktuellen Themenreihe „Die Wahrheit, die uns frei macht“ und hören uns einige Vorträge der True Woman-Konferenz 2018 an, die in Indianapolis stattfand. Heute hören wir den Vortag von Dannah Gresh mit dem Titel: Die Wahrheit über die Ehe. Vielleicht bist du Single und denkst dir: „Alles klar, betrifft mich nicht.“ Schalte nicht ab – die heutige Botschaft ist auch für dich relevant. Denn wir alle haben Sehnsüchte, wir alle haben Verlangen und wir alle wünschen uns, geliebt zu werden. Hier ist Dannah Gresh:
Dannah: Ich wollte euch jetzt zu Beginn eigentlich eine Frage stellen … aber wisst ihr was? Ich sag’s euch einfach direkt. Heute reden wir über Sehnsüchte, über Begierden, über Gelüste – au weia!
Ich gebe dir jetzt gleich vier Lebensmittelkategorien, und ich möchte, dass du dich einer davon zuordnest. Du merkst, dass du in der richtigen Gruppe gelandet bist, wenn dir bei dieser Art von Essen einfach jede Selbstbeherrschung flöten geht.
Ich zum Beispiel habe mir gestern Abend Reis, Kürbis und Grünkohl aufs Zimmer bestellt. Klingt richtig gesund und vernünftig, oder? Aber dann … kam noch ein halber Laib warmes, knuspriges Brot dazu. Das hätte locker für meine ganze Familie gereicht – und ich habe es ganz alleine aufgegessen! Tja, ich bin eindeutig der Typ Kohlenhydrate.
Das ist also Kategorie Nummer eins.
Vielleicht magst du es aber eher süß. Oder salzig. Oder du bist eine von denen, die ohne ihre Limo nicht leben können. Also, sag: Zu welcher Kategorie gehörst du? Worauf könntest du auf keinen Fall verzichten?
Okay, Mädel – wenn dir das nächste Mal jemand spät abends ein warmes, knuspriges Brot ins Hotelzimmer bringt, dann musst du dagegenhalten. In genau diesem Moment musst du dir sagen: „Das ist nicht das, was ich wirklich brauche.“ Dein Körper versucht dir nämlich zu signalisieren, dass dir irgendwelche Spurenelemente fehlen. Also solltest du vielleicht … Brokkoli wählen. Klar. Genau. Das machst du bestimmt.
Oder bist du vielleicht die Süße? Ja, Muffins sind dein bester Freund … also, na ja – nicht wirklich. Wenn du diesen Heißhunger auf Süßes hast, dann schreit dein Körper eigentlich nach Chrom. Dir fehlen Spurenelemente, und du solltest stattdessen lieber Fisch essen. Ganz sicher. Ich weiß genau, wie das läuft: Du siehst das sofort ein und gibst deinen Muffin liebend gern für ein Stück Lachs her, stimmt’s?
Und jetzt kommt mein Favorit! Wo sind die Salzliebhaberinnen unter euch? Wenn du etwas richtig Salziges essen willst, dann versucht dein Körper dir wahrscheinlich zu sagen, dass du … nun ja … Salz brauchst. Also – das nächste Mal, wenn du dich nach einer Tüte Chips sehnst … greif lieber zu einem Glas roher Ziegenmilch!
Und dann gibt es noch die, die felsenfest der Meinung sind, dass ihr Frühstücksgetränk unbedingt Kohlensäure enthalten muss. Wachst du morgens vielleicht auch schon mit einer Dose Fanta in der Hand auf? Dein Körper versucht dir zu sagen, dass du Kalzium brauchst. Also solltest du ein bisschen Senf und Käse essen. Hey – das passt wahrscheinlich sogar ziemlich gut zu deiner Fanta. Okay, perfekt!
Diese Informationen sind übrigens absolut korrekt – ich hab sie schließlich von Instagram. Also können wir ihnen natürlich voll und ganz vertrauen.
Aber ich glaube, da sind wir uns alle einig: Unser Appetit, unsere Gelüste, unsere Begierden – die führen uns oft aufs Glatteis. Und dieses warme, knusprige Brot … habe ich schon erwähnt, wie warm und knusprig es war? Hmmm. Aber wirklich satt war ich danach nicht. Stattdessen hatte ich um ein Uhr nachts wieder Hunger, weil es einfach nicht das war, was mein Körper wirklich brauchte.
Unsere Gelüste und unsere Begierden belügen uns.
Schlagt mal eure Bibeln auf – 1. Mose 3.
Es gibt ein Verlangen, das uns wahrscheinlich noch stärker belügt als alle anderen – und es ist sogar noch tödlicher. Wir finden es in 1. Mose 3,16. Unzählige Generationen von Frauen haben dieses Verlangen gespürt. Dieses Begehren. Diesen inneren Hunger.
Du hast es. Deine Mutter hatte es. Deine Großmutter. Deine Urgroßmutter. Es reicht zurück bis zu Eva. Das Verlangen, von dem ich euch gleich vorlesen werde, ist Teil des Fluchs.
Der Vers kommt direkt nach dem Moment, wo Eva der Lüge der Schlange geglaubt und von der Frucht genommen hat. Und jetzt beschreibt Gott ihnen, wie sich die Folgen anfühlen werden. Er sagt zu Eva in Vers 16:
„Dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein; er aber soll über dich herrschen.“
Das Wort „Verlangen“ ist hier der Schlüssel. Einige Theologen sagen sogar, dass es fast schon krankhaftes Verlangen war – alles verzehrend, überwältigend. Sie diskutieren allerdings darüber, worauf sich dieses Verlangen genau richtete: Auf Adam – weil er vielleicht ein ziemlich cooler Typ war? Oder ging es vielmehr darum, über Adam herrschen zu wollen?
Nun, ich denke, an beidem ist etwas dran. Das ist wirklich ein wichtiges Thema. Aber ich habe etwas beobachtet, meine Lieben: Wir Frauen sind erstaunlich geschickt. Wir zeigen einem Mann, dass wir ihn brauchen und versuchen gleichzeitig, ihn zu kontrollieren.
Dieses Verlangen zeigt sich schon ziemlich früh in unserem Leben – eigentlich schon im Kindergarten. Wir beten: „Herr, bitte gib mir diesen Jungen, gib mir den Jungen, gib mir diesen Jungen, gib mir den Jungen.“ Und wir beten dieses Gebet durch die ganze Mittelstufe, durch die Oberstufe, durchs Studium hindurch, immer wieder: „Herr, gib mir diesen Mann, bitte gib mir diesen Mann, gib mir den Mann.“ Aber wenn wir den Mann dann endlich haben, ist das Verlangen immer noch nicht gestillt. Und so beten wir: „Herr, bitte veränder den Kerl!“ Stimmt doch, oder?
Aber wir müssen zugeben, dass uns dieses Verlangen wahrscheinlich belügt. Dieses Begehren, dieser Hunger – er belügt uns. Aus genau diesem Verlangen, aus diesem Wunsch heraus entstehen die Lügen über die Ehe, die wir so schnell glauben.
Aber an dem Verlangen, geliebt zu werden, ist nichts Schlechtes. Seien wir ehrlich: Wir brauchen Liebe. Und das ist nicht nur ein weibliches Bedürfnis – das ist ein Bedürfnis der ganzen Menschheit. Es sitzt ganz tief in unserem Herzen. Gott hat uns geschaffen, um geliebt zu werden.
Als ich einmal in einer richtig schweren Phase steckte – einer Zeit, in der ich mich so ungeliebt fühlte und mich nach der Liebe eines Mannes sehnte –, da hat Gott mich zu einem Bibelvers geführt, der seitdem wie Balsam für meine Seele ist.
Schlagt bitte Jeremia 31,3 auf. Dort steht über Gott: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“
Diese Liebe ist es, nach der wir uns eigentlich sehnen. Und wisst ihr was? Ich glaube, Gott selbst gibt uns die Erlaubnis, ganz ehrlich zuzugeben, wie sehr wir sie brauchen. Er sagt gewissermaßen: „Komm, gib’s zu. Du brauchst Liebe. Du willst geliebt werden. Dafür habe ich dich geschaffen.“ Es ist so viel besser, das offen auszusprechen – auch wenn wir uns dabei vielleicht schwach oder verletzlich fühlen – als so zu tun, als hätten wir diese Liebe nicht nötig. Denn das wäre nichts anderes als eine Lüge.
Glaub nicht der Lüge, dass du keine Liebe brauchst. Doch, du brauchst Liebe. Sie ist wichtig. Aber ewige Liebe? So wird die Liebe beschrieben, die Gott zu uns hat. Diese Liebe kommt einzig und allein von Gott selbst.
Dein Herz wurde dafür geschaffen, eine Liebesbeziehung mit dem Gott des Universums zu haben. Das ist die einzige Liebe, die dich niemals enttäuschen wird.
Hör mal, selbst der wunderbarste Mann der Welt – der liebevollste, aufopferungsvollste Mann überhaupt, ein echter Epheser-5-und-6-Mann – wird die Frau, die er liebt, irgendwann enttäuschen. Einfach, weil er ein Mensch ist. Der einzige Ort, an dem du wirklich unerschöpfliche Liebe finden kannst, ist dort, wo die Liebe herkommt. Kein Mann kann dir das geben. Nur Gott kann es. Das Heilmittel für dieses tiefe Verlangen findest du also nicht in einem Mann. Und auch nicht in der Ehe – so gut und schön die Ehe auch sein mag.
Vor einigen Jahren kam meine Tochter, die damals Teenager war, mit einer Freundin nach Hause, auf dem T-Shirt der Freundin stand: „Ein Mädchen sollte so auf Gott ausgerichtet sein, dass ein Mann ihn suchen muss, um sie zu finden.“ Gut, oder? Und nur damit das klar ist: Das stammt nicht von Dannah Gresh – also gib das bitte nicht als Zitat von mir aus. Wenn du das auf Twitter postest, dann erwähne bitte, dass es von einem 25-Dollar-T-Shirt kommt. Aber dahinter steckt wirklich eine wertvolle Wahrheit, nicht wahr? Eine Wahrheit, die sowohl für die Ehe als auch für die Zeit davor gilt.
In Epheser 5,31-32 heißt es:
„Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“
Die Ehe – und die Liebe innerhalb der Ehe – waren von Anfang an dazu gedacht, ein Abbild der Liebe Christi zu seiner Braut, der Gemeinde, zu sein. Aber wir stellen das komplett auf den Kopf, wenn wir glauben, wir könnten die Liebe Christi erst dann richtig verstehen, wenn wir irgendwann einen Mann haben und eine glückliche, erfüllende Ehe führen. So nach dem Motto: „Ja, wenn es erstmal so weit ist, dann werde ich …“ Sorry, aber es ist genau andersherum, meine Liebe.
Du kannst kein Bild von etwas malen, das du noch nie gesehen oder erlebt hast. Erst musst du die unerschütterliche, ewige Liebe Gottes kennenlernen. Und wenn du in dieser Liebe wirklich zur Ruhe gekommen bist, wenn sie dich erfüllt und zufrieden macht, dann kannst du eine Beziehung mit einem Mann beginnen – eine Beziehung, die überhaupt erst das Potenzial hat, ein Abbild der Liebe Jesu zu sein.
Ich möchte euch etwas beichten: Ich habe eine Lüge über meine Ehe geglaubt. Und zwar sowohl, als ich noch Single war, als auch später, als ich verheiratet war. Und diese Lüge lautete: Ich bin kein Zeugnis für das Evangelium. Ich kann überhaupt kein Zeugnis für das Evangelium sein. Als ich alleinstehend war, dachte ich das, weil ich keinen Mann hatte. Ich war nicht verheiratet – also wie sollte ich da ein Bild von der Liebe Christi malen können? Klingt logisch, oder?
Und dann, als ich verheiratet war, habe ich gemerkt, dass nicht nur er sich verändern musste, sondern auch ich. Und unsere Ehe war manchmal entsprechend schwer. Also dachte ich: „Na toll. Jetzt bin ich auch kein Zeugnis für das Evangelium, weil meine Ehe nicht gut genug ist.“
Hast du das auch schon mal geglaubt? Hast du schon mal gedacht, dass du kein Zeugnis für das Evangelium sein kannst, weil du Single bist? Oder dass du kein Zeugnis für das Evangelium sein kannst, weil deine Ehe „nicht gut genug“ ist?
Ich hoffe wirklich, dass ich den heilenden Balsam, den Gott auf mein Herz gelegt hat, heute an dich weitergeben darf – und dass er auch dein Herz tröstet.
Liebe Single-Frauen – ich habe in der Bibel, in diesem wunderbaren Liebesbrief Gottes an uns, etwas entdeckt: Er sucht uns. Es gibt eine Liebe vor der Liebe, sozusagen eine „vorherige“ Liebe. Er hat mich geliebt, lange bevor ich ihn geliebt habe. Seine Liebe zu uns, seine unerschütterliche Liebe, zeigt sich darin, dass er uns sucht und sich nach uns sehnt. In 1. Johannes 4,19 heißt es: „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.“
Hier, genau jetzt, sucht Gott nach dir. Er ist wirklich auf der Suche nach dir. Auch wenn du ihn kennst, auch wenn du ihn liebst – er möchte eine noch tiefere Liebesbeziehung zu dir haben. Er hat dich schon immer geliebt und wird dich immer lieben. Er kannte dich schon im Mutterleib und sogar schon davor. Er hat dich gesucht – und er sucht dich noch immer.
Nur weil du Gott im Moment nicht spürst, heißt das noch lange nicht, dass er nicht da ist! Wo könnten wir uns denn vor seinem Geist verstecken? Wohin könnten wir fliehen, um seiner Gegenwart zu entkommen?
In diesem Augenblick bist du das Objekt seiner unerschöpflichen Liebe. Er ist es, der dich sucht.
Liebes Single-Mädel, dieser Schmerz in deinem Herzen – der Wunsch, jemanden kennenzulernen und selbst erkannt zu werden – der wurde von Gott selbst in dein Herz hineingesät. Du bist gerade jetzt ein Bild des Evangeliums – mit diesem Schmerz, mit dieser Einsamkeit, mit diesem Verlangen. Denn du spiegelst seine suchende Liebe wider. Seine „vorherige“ Liebe, eine Liebe, die schon immer da war. Also erlaube dir, diesen Wunsch zu haben.
Wir dürfen uns allerdings nicht von diesem Verlangen verzehren lassen. Es darf nicht unser ganzes Leben bestimmen. Zuerst und vor allen Dingen müssen wir eine Liebesbeziehung mit ihm, mit Jesus, eingehen. Denn kein Mann wird dich je wirklich erfüllen, bis du diese Beziehung zu Jesus hast. Aber bitte: Erlaube deinem Herzen, diese Sehnsucht nach einem Mann zu haben, während du gleichzeitig dein Leben lebst und dem Herrn in deinem Single-Sein dienst und deine Berufung entdeckst. Öffne dein Herz für den Gedanken, dass es absolut in Ordnung ist, diesen Wunsch zu haben.
Wisst ihr, da ist Eine, die wir alle ziemlich gut kennen und sehr liebhaben. Sie heißt Nancy. Nancy war 56 Jahre lang allein und hat in dieser Zeit genau das getan, wozu Gott sie berufen hatte. Für viele von uns war sie schon eine geistliche Mutter, lange bevor sie überhaupt verheiratet war. Sie sehnte sich nicht nach einem Mann, aber ganz offensichtlich hat sie ihr Herz für diese Möglichkeit offen gehalten.
Es ist völlig okay, wenn dein Herz dafür offen ist, während du noch in dieser Zeit davor lebst – in dieser Phase der suchenden Liebe. Gott selbst hatte eine solche suchende Liebe für dich. Es ist in Ordnung, das zu fühlen. Es ist okay, diesen Schmerz zu spüren und auszuhalten.
Und nun zu meinen verheirateten Schwestern: Führt ihr eine perfekte Ehe? Ich nicht. An den Tagen, an denen es Streit gibt, in diesen schweren Momenten, denke ich oft, dass ich das Evangelium nicht widerspiegele. Aber Gott hat mir in seinem Wort etwas gezeigt, das man vielleicht als „nachherige“ Liebe bezeichnen könnte. Diese tiefe Romantik junger Liebender – das ist Baby-Liebe. Sie ist gut. Sie ist leidenschaftlich und aufregend.
Aber dieses tiefe Wissen, diese hundertprozentige Sicherheit, dass Bob Gresh mich wirklich liebt – die habe ich immer genau dann, wenn ich gesündigt habe. Dass Bob mir treu ist und mich mit einer unerschütterlichen Liebe liebt, merke ich oft erst, nachdem ich ihn verletzt habe, nachdem ich ihm wehgetan habe, nachdem ich ihn enttäuscht habe.
Vielleicht musste ich vor allem diese Eigenschaft der ewigen, unerschütterlichen Liebe Gottes verstehen. Denn das gibt mir nicht nur Hoffnung für Bob und Dannah, sondern auch Hoffnung für Dannah und Jesus – denn manchmal verstehe ich auch diese Liebesbeziehung falsch.
Und gerade heute, wo die Gemeinde so zerbrochen und so verwundet ist, schenkt mir das Hoffnung – Hoffnung für die Liebe zwischen Jesus und seiner Gemeinde.
Hesekiel hat über diese „nachherige“ Liebe geschrieben. Er beschreibt die treue Liebe, die Gott einem zutiefst zerbrochenen Israel entgegenbrachte. Israel war so untreu geworden, dass Hesekiel das, was Israel der Liebesbeziehung zu Gott angetan hatte, als Prostitution bezeichnete. Und trotzdem schrieb er anschließend:
„Aber ich [sagt Gott] will an meinen Bund gedenken, den ich mit dir geschlossen habe in den Tagen deiner Jugend, und ich will einen ewigen Bund mit dir aufrichten.“ (Hesekiel 16,60).
„Ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst erkennen, dass ich der HERR bin.“ (Hesekiel 16,62).
Gottes beständige, unerschütterliche Liebe bedeutet, dass er uns sogar dann noch nachgeht, wenn wir ihm untreu waren. Dass er trotzdem weiter da ist. Dass er trotzdem weiter bei uns bleibt.
Wer von uns könnte sich denn rühmen, die Liebe Gottes verdient zu haben, wenn eines Tages unsere Vermählung mit unserem Erlöser vollzogen wird? Ich meine das, was in der Offenbarung beschrieben wird. Wer von uns könnte behaupten, es verdient zu haben, in Weiß gekleidet zu sein, weil wir rein und heilig genug gewesen wären? Und doch – genau das sagt die Offenbarung.
Die ersten Worte in der Offenbarung deuten auf den Vollzug der Ehe hin. Das Wort „Apokalypse“, das wir gewöhnlich mit „Offenbarung“ übersetzen, bedeutet wörtlich „Entschleierung“ oder „Enthüllung“. Und das erinnert uns doch sofort an eine Hochzeit, oder?
Zur Zeit von Johannes war es tatsächlich üblich, dass die Juden den Begriff „Apokalypse“ für einen Teil ihrer Hochzeitsfeiern verwendeten, die eine ganze Woche lang dauerten. Als Johannes dieses Wort benutzte, um diese Liebe zu beschreiben, war das also allgemein verständlich. Mit „Apokalypse“ war das Lüften des Brautschleiers gemeint – der Moment, wo der Bräutigam endlich das Gesicht seiner schönen Braut zu sehen bekam.
Dafür wurden wir geschaffen – du und ich – für diese Intimität, für diese Liebe. Das ist diese „nachherige“ Liebe. Nachdem wir unser Leben gelebt und so vieles durcheinandergebracht haben, nachdem der Erlöser für uns gestorben ist (und es ihn so viel gekostet hat), danach lüftet Christus den Schleier und blickt auf seine einst blutüberströmte und zerbrochene Gemeinde und sagt: „Ich liebe dich – sogar hier, sogar jetzt, sogar trotzdem.“
Und so denke ich: Wenn Bob und Dannah mal einen schlechten Tag haben und ich trotzdem mit der unerschütterlichen Liebe Christi reagiere, wenn ich mit Heiligkeit und Wahrheit im Herzen reagiere – auch wenn es wehtut, auch wenn es schwerfällt –, dann verkörpere ich die Liebe Christi. Selbst in solchen Situationen, meine Lieben, seid auch ihr ein Bild für Christus!
Vor ein paar Tagen lagen mein Mann und ich um vier Uhr morgens wach – und wir weinten, weil wir uns gegenseitig wehgetan hatten. In der Dunkelheit der Nacht, als mein Herz zerbrochen war und die Tränen nur so flossen, wurde mir neu bewusst, dass Bob und Dannah Gresh mal wieder einen weiteren Schmerz, eine weitere Verletzung überstanden hatten. Dass unsere ewige, unerschütterliche Liebe zueinander wieder da war. Trotz allem.
Wir haben meine Tendenz, zu viel zu arbeiten, und seine Depression durchgestanden. Wir haben meinen seelischen Zusammenbruch und seine emotionale Abwesenheit überwunden. Wir haben meine ungezähmte Zunge und seine manchmal fehlende Führungsstärke überstanden. Und es hat immer viele Tränen gegeben. Viele Vorwürfe. Aber auch unzählige Momente der Vergebung. Und trotzdem waren wir – genau in diesem Moment, dort in der Dunkelheit – immer noch ein Abbild der Liebe Christi, seiner unerschütterlichen, ewigen Liebe.
Liebe alleinstehenden Schwestern, wenn ihr euch nach Liebe sehnt, dann lebt ihr in einem Zustand der „vorherigen“ Liebe. Und trotzdem seid ihr jetzt schon ein Bild des Evangeliums. Es ist eine Lüge zu denken, dass ihr es nicht wärt!
Und ihr Verheirateten unter uns: Wenn ihr euch manchmal so zerbrochen fühlt wie Bob und Dannah Gresh – und trotzdem in Wahrheit und Liebe weitermacht –, dann seid ihr immer noch ein Bild des Evangeliums!
Ich möchte euch bitten, im Anschluss an diesen Podcast ins Gebet zu gehen. Singles, gebt euch selbst die Erlaubnis zu diesem Wunsch nach einem Partner. Redet mit Gott darüber. Sagt ihm: „Herr, ich möchte vor allen Dingen Deine treue Liebe in meinem Leben bezeugen! Hilf mir, damit zufrieden zu sein, bevor Du mir eine irdische Liebe schenkst, durch die ich es auf andere Weise tun kann.“
Und ihr Verheirateten – würdet ihr einfach mit mir zusammen beten: „Herr, lösch die Lüge aus, dass ich in Zeiten des Zerbruchs in meiner Ehe die Liebe Christi zur Gemeinde nicht zum Ausdruck bringen kann. Hilf mir, in meiner Reaktion die Wahrheit zu beherzigen und mich gerade in solchen Zeiten ganz auf Deine Liebe zu verlassen.“
Ich möchte jede von euch ermutigen, eurer Ehe Vorrang vor allem anderen zu geben. Mach sie zu deiner wichtigsten Beziehung hier auf Erden. Und ich wünsche mir von Herzen, dass du das wirklich so meinst – denn dieses innere Verlangen kann auch dir ganz schnell die Lüge einflüstern, dass du ohne Ehe oder mit einer zerbrochenen und manchmal schmerzhaften Ehe niemals zufrieden sein könntest. Aber die Wahrheit ist: Es war immer Gottes unerschöpfliche Liebe, und es wird immer seine unerschöpfliche Liebe sein, die dein Herz wirklich zutiefst zufriedenstellt.
Marie: Dannah Gresh hat uns heute daran erinnert, dass ein Mann niemals das Heilmittel für unser tiefes Verlangen nach Liebe sein kann. Botschaften wie diese können wir dank unserer Zuhörerschaft bereitstellen. Danke für eure treuen Gebete und auch für eure Spenden. Wir sind ein spendenfinanzierter Dienst und wenn Gott es dir auch aufs Herz gelegt hat, uns finanziell zu unterstützen, damit wir auch zukünftig Frauen ermutigen können, dann schau gern auf unserer Website unter www.BelebeunsereHerzen.com vorbei; dort findest du alle weiteren Informationen.
Dannah Gresh hat die verheirateten Frauen eben aufgefordert, die Ehe zur wichtigsten Beziehung hier auf der Erde zu machen. Ich wünsche mir sehr, dass du, falls verheiratet, dazu ein Lächeln auf dem Gesicht hast. Aber vielleicht ist da auch Leere, Kühle, Distanz. Ich möchte dir unsere Ehemann-Ermutigungschallenge empfehlen. Die findest du auf unserer Website im Downloadbereich oder im Transkript der heutigen Sendung. Ich bete so, dass du die annimmst. Weißt du, es ist nie leicht den ersten Schritt zu machen. Aber wir sind Jesus nie ähnlicher als dann, wenn wir den Weg der Demut gehen. Ich darf dank Gottes wirklich großer Güte inzwischen auf 11 Jahre Ehe zurückblicken. Und ich schaue mit Dankbarkeit auf diese Challenge, denn sie hat während einer Talfahrt einen echten Wendepunkt in unserer Ehe bewirkt. Aber auch wenn alles gut ist, wenn die Ehe läuft, kann diese Challenge einen echten und richtigen Höhenflug bewirken. Also trau dich!
Ob nun Single, in glücklicher oder eher schmerzhafter Ehe oder als Witwe sei an folgendes erinnert: Jesu Liebe zu dir ist unerschöpflich. Er liebt dich durch deine Untreue hindurch.
Wie Nancy so oft sagt: Heaven Rules. Jesus is near. Der Himmel herrscht – Jesus ist nahe, und das besonders denen, die zerbrochenen Herzens sind. Und auch dann, wenn deine Lebensumstände dich zu zerreißen scheinen. Schalte das nächste Mal wieder ein, wenn wir von Nancy DeMoss Wolgemuth die Wahrheit über Umstände hören.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.