Marie Falk: Hier ist Jackie Hill Perry:
Jackie Hill Perry: Die eigentliche Frage ist: Ist das, was ich über mich denke, wirklich wahr? Und ist das, was andere über mich sagen, wirklich wahr? Und wohin gehe ich, um herauszufinden, wer ich wirklich bin und wer ich sein soll?
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen. Es ist schön, dass du wieder mit dabei bist und wir befinden uns aktuell in unserer Podcast-Reihe: „Die Wahrheit, die uns frei macht“. Darin schauen wir uns die Highlights der True Woman-Konferenz 2018 in Indianapolis, USA an. Da waren damals 7000 Frauen versammelt, um durch das Wort Gottes frei zu werden und die Wahrheit zu feiern.
Identität. Was ist deine Identität? Wer bist du? Fällt es dir leicht, eine Antwort auf diese Frage zu finden, oder ist deine Antwort eher schwammig? Jackie Hill Perry hat heute eine klare …
Marie Falk: Hier ist Jackie Hill Perry:
Jackie Hill Perry: Die eigentliche Frage ist: Ist das, was ich über mich denke, wirklich wahr? Und ist das, was andere über mich sagen, wirklich wahr? Und wohin gehe ich, um herauszufinden, wer ich wirklich bin und wer ich sein soll?
Marie: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen. Es ist schön, dass du wieder mit dabei bist und wir befinden uns aktuell in unserer Podcast-Reihe: „Die Wahrheit, die uns frei macht“. Darin schauen wir uns die Highlights der True Woman-Konferenz 2018 in Indianapolis, USA an. Da waren damals 7000 Frauen versammelt, um durch das Wort Gottes frei zu werden und die Wahrheit zu feiern.
Identität. Was ist deine Identität? Wer bist du? Fällt es dir leicht, eine Antwort auf diese Frage zu finden, oder ist deine Antwort eher schwammig? Jackie Hill Perry hat heute eine klare Botschaft über Identität für uns. Am Ende dieses Vortrags wirst du ziemlich sicher eine klare Antwort auf meine Frage geben können. Hier ist nun Jackie Hill Perry für dich:
Jackie: Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass dies bereits das zehnte Jahr ist, in dem die Revive Our Hearts-Konferenz stattfindet. Irgendwie fühlt es sich richtig an, weil es tatsächlich im Oktober war, vor genau zehn Jahren, dass der Herr mich aus meiner Sünde herausgerettet hat.
Ein Jahr später bin ich der Frau begegnet, die mich geistlich begleitet hat – Santoria. Sie hat mir Revive Our Hearts vorgestellt, durch das Arbeitsbuch, das Nancy geschrieben hat, Seeking Him. Und während ich dieses Buch durchgearbeitet habe, wurde mir klar: Ich bin viel stolzer, als ich je gedacht hätte.
Ich bin dankbar, heute hier sein zu können. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass Gott mich nicht nur rettet und zu sich zieht, sondern mich auch gebraucht, um andere Frauen zu ermutigen, ihn von ganzem Herzen zu lieben. Dafür bin ich echt dankbar.
Wenn du in sozialen Medien unterwegs bist – besonders auf Instagram oder X (ehemals Twitter) – dann ist dir bestimmt aufgefallen, dass jeder dort einen sogenannten „Bio“-Bereich auf seiner Seite hat. Wenn du nicht auf sozialen Medien bist: In dieser kurzen Biografie schreiben Menschen, was andere über sie wissen sollen.
In meiner Bio steht zum Beispiel: „Jüngerin. Ehefrau. Mutter. Schriftstellerin. Lehrerin. Poetin.“ Das sind Dinge, die ich tue. Andere schreiben vielleicht: „Schlechte Köchin. Tolle Tänzerin.“ Keine Ahnung, aber du verstehst schon, was ich meine.
Die Bio ist eine Möglichkeit für uns, etwas über jemanden zu erfahren, bevor wir entscheiden, ob wir ihm folgen wollen oder nicht. Und wenn wir selbst so eine Biografie schreiben, dann tun wir das meist sehr bewusst. Ein Beweis dafür ist, dass wir normalerweise nichts über Dinge schreiben, die uns peinlich sind – oder über Bereiche, die wir lieber verstecken wollen. Wir lassen die „unschönen“ Dinge weg. Wenn diese Bio der erste Eindruck ist, den andere von mir kriegen, dann sollen sie die Version von mir sehen, die ich selbst am liebsten mag.
Wenn wir die Bios anderer lesen – besonders die von Menschen, die wir gar nicht persönlich kennen – dann nehmen wir meistens einfach hin, was sie über sich selbst sagen. Wenn du also liest: „Pastorenfrau. Mutter. Bibellehrerin.“ – dann glaubst du das wahrscheinlich. Und wenn du der Person eine Zeit lang folgst oder ihre Fotos siehst, dann bestätigst du meistens genau dieses Bild von ihr.
Vielleicht siehst du ein Foto, auf dem sie in der Gemeinde dient oder für ihre Kinder kocht, und du schreibst in die Kommentare: „Du bist so eine tolle Ehefrau, eine wundervolle Mutter!“ – mit drei Herz-Emojis dahinter. Oder: „Ich bin so ermutigt durch deine dienende Haltung“ – mit dem kleinen entsprechenden Emoji. Ich weiß gar nicht genau, was manche Emojis eigentlich bedeuten, aber sie sehen gut aus.
Daran ist auch überhaupt nichts auszusetzen. Es ist einfach ein Bild davon, was ständig mit uns allen geschieht: Wir zeigen anderen, wer wir glauben zu sein. Und gleichzeitig spüren wir bei anderen, welches Bild sie von uns haben – wer sie meinen, dass wir sind.
Aber die eigentliche Frage ist: Ist das, was ich über mich denke, wirklich wahr? Und ist das, was andere über mich sagen, wirklich wahr? Und wohin gehe ich, um herauszufinden, wer ich wirklich bin und wer ich sein soll?
Lasst uns beten.
Herr, ich danke Dir für Deine Güte. Ich danke Dir für Dein Evangelium. Ich bete, dass wir glauben, dass Du gut bist und dass Du Recht hast mit dem, was Du über uns sagst. Im Namen Jesu, Amen.
„Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Er schuf das Licht. Er schuf das Land. Er schuf das Wasser. Er schuf Pflanzen und Lebewesen. Wenn du mal kurz 1. Mose 1, überfliegst, wirst du merken, dass die Sprache, die Gott benutzt, um all das ins Dasein zu rufen, immer dieselbe ist.
Wenn du deine Bibel dabei hast – und ich nehme mal an, dass das der Fall ist, weil du eine True Woman bist – dann schlag bitte 1. Mose 1 auf. Und wenn nicht – braucht dir das auch nicht peinlich zu sein.
1. Mose 1, 3 – ich lese ein paar Verse danach. Achte auf die Wiederholungen.
Vers 3: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“
Vers 6: „Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, die bilde eine Scheidung zwischen den Wassern!“
Vers 9: „Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, damit man das Trockene sehe!“ (Dazu komme ich gleich noch.)
Vers 24: „Und Gott sprach: Die Erde bringe lebendige Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh, Gewürm und Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so.“
Welche zwei Formulierungen wiederholen sich? „Gott sprach“ und „Es werde“.
Die ganze Welt, das ganze Universum, ist durch das kraftvolle Wort Gottes entstanden. Er spricht – und es geschieht. „Es werde Licht!“ – und es wurde Licht. Gott ist Gott. Er braucht keine Hände, keine äußeren Ressourcen, um zu erschaffen. Er spricht – und es geschieht.
Das Interessante ist: Während Gott Licht, Land, Wasser, Pflanzen und Tiere erschafft, bleibt die Sprache gleich – bis wir zu Vers 26 kommen. Hier ändert sich plötzlich die Formulierung. Bisher hat Gott alles nach einem bestimmten Muster erschaffen, das sich immer wiederholt hat. Aber hier hat er beschlossen, etwas ganz Neues zu machen. In Vers 24 heißt es: „Und Gott sprach: Die Erde bringe lebendige Wesen hervor.“
Aber in Vers 26 lesen wir: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich!“
Die Sprache ist völlig anders – als würde Gott sagen: „Das, was ich jetzt mache, ist etwas ganz anderes als das, was ich bisher gemacht habe.“ Und was schuf er diesmal? Er erschuf den Menschen – in seinem Bild und ihm ähnlich.
Wenn wir also über Identität sprechen – darüber, wer du bist, wer wir sind, darüber, wie wir uns selbst sehen und unsere „Bio“ verstehen – dann führt uns das zu dieser einen Frage: „Wer bin ich?“ oder „Wer sind wir?“ Und wenn du die Antwort willst, dann musst du zurückgehen zu 1. Mose 1. Und da siehst du dann: Wir sind alle Ebenbilder des lebendigen Gottes.
Ein Ebenbild Gottes zu sein bedeutet für uns eine Menge – aber ich möchte mich kurz auf einen Punkt konzentrieren.
Das Erste ist: Wenn wir im Bild Gottes geschaffen sind, dann bedeutet das, dass wir Wert haben – wir, das heißt: Wir Menschen. Wir besitzen eine angeborene Würde, weil wir Träger seines Bildes sind.
Allerdings fällt es mir persönlich oft gar nicht so schwer zu glauben, dass ich selbst ein Ebenbild Gottes bin, dass ich Ehre und Respekt verdiene. Viel herausfordernder ist es, das Gleiche auch über andere Leute zu glauben. Letztlich zeigt mein Umgang mit anderen Ebenbildern Gottes, wie ich diese ganze Lehre vom imago dei wirklich verstehe – also davon, dass der Mensch im Bild Gottes geschaffen ist. Mein Umgang mit anderen verrät, was ich tief drinnen wirklich über den Gott denke, in dessen Bild wir alle geschaffen sind.
Ich erkläre das: In 1. Mose 9 schließt Gott einen Bund mit Noah, nachdem sich die Wasser der Flut zurückgezogen haben. Und in diesem Bund sagt Gott zu Noah, dass es Konsequenzen geben wird für den, der einem anderen Menschen das Leben nimmt. Ich lese es direkt aus der Bibel vor:
Vers 6 sagt: „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn im Bild Gottes hat Er den Menschen gemacht“ (1. Mose 9,6).
Der Wert eines Menschenlebens ist so hoch, dass Gott zu Noah sagte: Wenn jemand es wagt, einem anderen das Leben zu nehmen, dann wird auch sein eigenes Leben gefordert werden. Warum? Weil die Menschheit das Ebenbild des lebendigen Gottes trägt.
Wenn wir dann weiter ins Neue Testament gehen, redet Jakobus im Jakobusbrief, in Kapitel 3, über die Zunge – darüber, dass sie ein Feuer ist, eine Welt der Ungerechtigkeit, ein ruheloses Übel.
Und weißt du, welches Beispiel er für das Böse gibt? Er sagt, dass wir Böses tun, wenn wir mit derselben Zunge unseren Herrn und Vater preisen – und Menschen verfluchen. Und er lässt es nicht einfach bei dem Ausdruck „Menschen“. Er fügt noch hinzu: „die nach dem Bild Gottes gemacht sind“ (Jakobus 3,9).
In 1. Mose 9 geht es darum, welche Konsequenzen es hat, wenn jemand einem Menschen etwas antut, der im Bilde Gottes geschaffen ist. In Jakobus 3 geht es darum, welche Konsequenzen es hat, wenn etwas über oder zu einem Menschen gesagt wird, der im Bilde Gottes geschaffen ist.
Der Punkt ist: Jeder Mensch – schwarz, weiß, asiatisch, hispanisch, homosexuell, heterosexuell, Einwanderer, alt, arm, privilegiert, psychisch krank, geistig behindert, alleinstehend oder verheiratet – wer oder was auch immer sie sind: Sie alle tragen das Bild Gottes. Deshalb sollten wir zweimal überlegen, bevor wir auch nur in Versuchung geraten zu denken, dass wir sie anders behandeln dürften.
Ebenbilder Gottes sind Gott wichtig – also müssen sie auch uns wichtig sein. Und weißt du was? Allein die Tatsache, dass wir überhaupt ermahnt und herausgefordert werden müssen, andere Ebenbilder Gottes richtig zu lieben, zeigt, dass etwas nicht stimmt.
Irgendetwas ist aus dem Gleichgewicht geraten. Wenn alles noch so wäre, wie Gott es ursprünglich geschaffen hat, dann gäbe es keinen Rassismus. Keine Abtreibung. Keinen Missbrauch. Keinen Mord. Dann gäbe es keinen Mangel an Respekt und keine fehlende Ehre in unseren Ehen. Kein Gerede hinter dem Rücken anderer. Keine Pornografie. Keinen Menschenhandel.
Wie kann es sein, dass wir alle im Bild Gottes geschaffen sind – dass wir von anderen Ebenbildern umgeben sind – und doch die Welt um uns herum manchmal so sehr an den Teufel erinnert?
In 1. Mose 1, nachdem Gott Adam und Eva gesegnet hatte, lesen wir in Vers 31: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.“
Adam und Eva waren also eingeschlossen in das, was Gott gut nannte. Aber wenn wir dann in den Römerbrief schauen, Kapitel 3, wo Paulus über unsere Ungerechtigkeit spricht, sagt er: „Es ist keiner gerecht, auch nicht einer“ (Römer 3,10). Und in Markus 10,18, sagt Jesus selbst: „Niemand ist gut als Gott allein.“
Was ist also passiert – zwischen dem Moment, in dem Gott die Menschen, die er in seinem Bild geschaffen hatte, „sehr gut“ nannte, und dem Moment, in dem Jesus und Paulus sagen: „Niemand ist gut“? Wie sind wir an den Punkt gekommen, an dem wir erkennen, dass nichts Gutes in uns ist – auch nicht immer um uns herum? Was ist mit den Ebenbildern des lebendigen Gottes passiert?
Täuschung ist passiert. Wenn du mit mir aufschlagen oder anklicken magst – 1. Mose 3,1:
„Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ (1. Mose 3,1).
„Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!“
„Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist! Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze“ (1. Mose 3,2-7).
Es steckt so viel in diesen Versen, aber ich möchte einen Gedanken herausgreifen: Als der Teufel zu Eva kam und sie dazu verführen wollte, Gottes Wort und Gottes Wesen zu misstrauen – ist dir aufgefallen, dass er das unter anderem dadurch tat, dass er ihr eine andere Identität anbot?
Schau noch einmal in Vers 5: „Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist! “
Was für eine berauschende Vorstellung, dass ein kleiner Bissen Frucht sie so machen könnte wie der, der diese Frucht – und sie selbst – erschaffen hatte. Als der Teufel Eva sagte: „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist“, da sagte er ihr nicht die ganze Wahrheit.
Ja, Gott weiß, was gut und böse ist, weil Gott alles weiß. In gewisser Weise würde also das Essen dieser Frucht Eva tatsächlich ein Wissen über Gut und Böse geben. Ein Wissen, das sie vorher nicht hatte. Aber was der Teufel ihr nicht sagte, war, dass sie Gut und Böse nicht so kennen würde wie Gott, sondern aus ihrer eigenen Erfahrung.
Gott ist heilig. Er hat nie das Böse aus eigener Erfahrung gekannt und wird es auch nie kennen. Er lebt nur Güte in allem, was er tut. Er kennt das Böse so, wie ein Arzt eine Krankheit kennt – er versteht sie vollkommen, aber sie liegt völlig außerhalb von ihm.
Wenn aber Eva das Gebot Gottes übertreten würde, würde sie das Böse nicht so kennen wie ein Arzt, sondern wie ein Patient. Sie wäre nicht Ärztin – sie wäre die Kranke.
In dieser Täuschung sah Eva nicht, dass sie, indem sie gegen Gott sündigte, ihm im Innersten unähnlich werden würde. Das Böse würde nicht irgendwo da draußen sein – es würde in ihr sein. Und weil es in ihr und in ihrem Mann wäre, würde das Bild, in dem sie geschaffen worden waren, verzerrt und verschwommen werden.
Das Ebenbild Gottes, das sie trugen, würde von da an überlagert sein von den Ausdrucksformen der Sünde. Und alles, was Gott zu seiner Ehre gedacht hatte, würde plötzlich dem Menschen zugeschrieben werden, der diese Ehre überhaupt nicht verdient.
Dieselbe Täuschung steckt auch in uns. Ja, wir sind immer noch Ebenbilder des lebendigen Gottes. Aber als wir in diese Welt geboren wurden, wurden wir auch als Sünder geboren – als Menschen, die gegen diesen lebendigen Gott sündigen.
Diese Täuschung formt dann, was wir über uns selbst glauben. Wenn wir getäuscht sind, holen wir uns unsere eigene Identität aus allen möglichen Quellen – nur nicht von Gott.
- „Ich bin, was diese Beziehung über mich sagt.“
- „Ich bin, was auf meinem Kontoauszug steht.“
- „Ich war auf einer Elite-Uni, also hängt mein Wert an meiner Intelligenz.“
- „Ich habe Kinder – deshalb finde ich meine Erfüllung darin, Mutter zu sein.“
- „Ich bin über 35 und immer noch allein – also bin ich wohl nicht liebenswert.“
- „Ich bin seit 25 Jahren verheiratet, und mein Mann hat sich immer noch nicht verändert – ich verdiene einen anderen.“
Wir lassen unsere Lebensphasen, unsere Kämpfe, unsere Erfolge und sogar unsere Segnungen zu dem werden, was uns definiert – aber so sollte es nicht sein. Die guten Gaben, die Gott uns schenkt, und die schweren Wege, durch die er uns führt, sind nicht die Grundlage unseres Wesens.
Die Sünde will, dass du und ich auf all die Stimmen hören, die uns sagen, wer wir sind oder wer wir sein sollten – genau wie Satan es mit Eva im Garten getan hat. Er lockte ihr Herz mit dem Versprechen, jemand anderes sein zu können. Und weißt du, warum sie danach griff?
Nicht etwa, weil sie vergessen hatte, wer sie war. Nicht, weil sie sich selbst nicht kannte oder an mangelndem Selbstwert litt. Nein – wenn überhaupt, dann hatte sie zu viel Selbstvertrauen. Sie sündigte, weil sie aufgehört hatte, die Wahrheit darüber zu glauben, wer Gott ist.
Wer wir sind, finden wir nicht heraus, indem wir auf uns selbst schauen. Wir erfahren, wer wir sind, indem wir auf den schauen, für den wir gemacht wurden. Wenn Eva sich nur erinnert hätte – wenn sie geglaubt hätte –, dass Gott derjenige war, der sie wirklich weise machen konnte, dass Gott derjenige war, der schön anzusehen war, dass Gott derjenige war, der ihre Sehnsucht stillen konnte – und dass Gott schon immer da war, lange bevor irgendetwas anderes existierte.
Eine richtige Sicht von Gott – eine gesunde Theologie – hätte ihr gesagt: Wenn Gott alles ist, wie hätte denn irgendetwas Geschaffenes sie jemals vervollständigen können? Und wenn er ewig ist – und sie nicht –, was hätte sie tun können, um ihm gleich zu werden?
Der Glaube, der entsteht, wenn wir auf Christus schauen, macht uns zu Frauen, die zufrieden damit sind, genau das zu sein, wozu sie geschaffen wurden – nämlich sein Eigentum.
Wo gehen wir also hin, um die Wahrheit darüber zu erfahren, wer wir sind und wer wir sein sollen? Wir gehen zu Gott. Und während du das tust, erinnere dich: Es ist Christus, der das vollkommene Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist. Wenn du Christus gesehen hast, dann hast du den Vater gesehen – denn sie sind eins. Dieser Christus, Gott im Fleisch, hat die Herrlichkeit Gottes niemals getrübt. Er war – und er ist – sündlos.
Nie – kein einziges Mal – würdest du in ihm irgendeinen Ausdruck von Sünde sehen, weder gegenüber Gott noch gegenüber Menschen. Wir alle haben unsere Zungen und unsere Daumen gebraucht, um sowohl zu segnen als auch zu verfluchen.
Aber er wurde wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt und er öffnete nicht einmal seinen Mund. Er schwieg. Er brauchte keine Menschen, die ihm sagten, wer er ist. Er wusste, wer er war und warum er gekommen war. Nicht, um die Gerechten zu retten – die, die glauben, sie seien Gott ebenbürtig, deren Werke ihnen angeblich eine gerechte Identität geben würden. Nein – er kam, um Sünder zur Buße zu rufen, Menschen, die in seinem Bild geschaffen wurden und doch leben, als gehörten sie zum Teufel. (Und das sind wir alle, wenn wir ehrlich sind.)
Nur durch Buße, durch Abwendung aller Lügen, die uns bisher definiert haben, und durch unsere Hinwendung zu Gott im Glauben – im Glauben an die Wahrheit über ihn – werden wir frei. Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
Und wir alle – wir alle – mit unverhülltem Angesicht, schauen wir nicht unsere eigene Herrlichkeit an, sondern die Herrlichkeit des Herrn. Und wir werden verwandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Gott stellt sein Bild in uns wieder her.
Darum spielt es keine Rolle, was andere über dich sagen – oder was du selbst darüber glaubst, wer du bist. Worauf es ankommt, ist: Kennst du Gott? Und wenn ja – dann glaube ihm, wenn er dir sagt, wer du sein sollst.
Ich habe hier ein Gedicht. Meine Geschichte und mein Zeugnis sind geprägt von gleichgeschlechtlicher Anziehung und Identitätsverwirrung. Lange wusste ich nicht, was es wirklich bedeutet, eine Frau zu sein. Ich dachte, Weiblichkeit sei vielleicht wahr, aber nicht gut. Ich musste erst herausfinden, was es heißt, ich selbst zu sein – eine Frau, in diesem Körper. Besonders, als ich Mutter wurde. Da wurde mir klar: Ich wäre der erste Titus 2, den meine Tochter lesen würde. Und ich wusste: Ich muss es erst leben, bevor ich je daran denke, es zu predigen.
Also habe ich dieses Gedicht geschrieben, weil ich wollte, dass Frauen, geschaffen im Ebenbild Gottes, Freude daran finden, ganz das zu sein, wozu Gott sie gemacht hat.
Neulich eine junge Frau am Mikrofon,
braun wie das Melanin in den Augen meiner Tochter:
Sie hasse es, eine Frau zu sein, sagte sie.
Was es bedeutet, eine zu sein, fragte sie.
Und das hab ich mich auch oft gefragt.
Wo finde ich meine Lehrerinnen
durch Indoktrination oder Imitation,
die mir sagen können, wer ich bin?
Unausweichlich sind Mütter und Medien,
machen uns zu Kopien ihrer selbst.
In wessen Verkleidung bin ich geschlüpft?
Wer bin ich, und wer soll ich sein?Was für ein Gebilde wurde aus uns,
als Adam sein Schläfchen hielt?Eine Frau, sagt man mir, hat erst Wert,
wenn sie hell ist – oder dunkel –
oder Haare hat wie Rapunzel.Man sagt, mein Körper gehöre mir nicht,
sei nicht schön und hinreißend an und für sich,
bis nicht der Sohn einer anderen Frau
ihn für passend erkläre.
Seit wann darf der Mund von Männern,
in deren Bild wir nicht gemacht sind,
uns so still und leise zerstören?
Vielleicht seit wir anfingen, Worte zu glauben,
die Gott nicht gesprochen hat.Eine Frau darf nicht sanft sein, nicht unterwürfig.
Ein solches Verhalten mache sie stimmlos.Nicht still soll ich sein, sondern penetrant,
wie eine Sirene, wie ein Panzer.
Wen ich dabei platt walze, ist egal.Manche Männer, gelehrt von Verdorbenheit,
sehen weibliche Körper zur gefälligen Bedienung,
ihre Seelen freigegeben zur Zerstörung.
Auch wir haben gelernt, niederzureißen.
Mit einem Satz oder höhnischen Blick.
Andere zu entwürdigen, zählt als Stärke.
Man sagt uns, so sehe Rückgrat aus.Das Rückgrat ist schön, das sich erinnert,
woher es kommt und wem es gehört,
den Luxus der Selbsterkenntnis genießt,
nicht herumgewirbelt wie Blätter im Wind,
sondern von Gott höchstpersönlich bestimmt.
Schwestern, wir müssen einander warnen
vor den Missverständnissen, die sich tarnen
als Freiheit und Ermächtigung.Die Straße des Unglaubens führt nicht zur Befreiung.
Sieh Evas Rücklichter, als sie abbog,
um in der Lüge Schönheit zu finden.
Ihr blieb Nacktheit und ein Ehemann,
der ihren Vornamen vergessen hatte.Frauen, lasst uns klüger sein, weiser,
und der Wahrheit zuneigen, wird sie auch leiser
in einer todgeweihten Kultur.Torheit ist eine Wahl.
Wenn du mich fragst: Was ist eine Frau? –
dann sag ich: Ein Knochen, dem Leben geschenkt ward,
der anders ist und einzigartig
und der sich unterscheidet wie
ein Glühwürmchen von Poesie.Eine Frau ist kein Mann.
Ihre Berufung ist nicht minderwertig,
ihre Andersartigkeit ist keine Erfindung des Patriarchats,
sondern entstammt Gottes schöpferischer Phantasie.Sieh seine Fingerabdrücke in deinen Hüften,
den Nachhall seiner Gedanken in deinem Körper.
Er nannte dich Mutter aller Lebendigen,
und dein vergessenes Glück ruft nach dir.Eine Frau ordnet sich Gott unter, ihrem Mann, der Gemeinde,
nicht aus Willensschwäche, nicht aus Mangel an Rückgrat,
sondern so stark, wie Demut und Glauben sie machen.Unterordnung, sagt man, klingt nach Dienstmagd,
das darf man sich nicht gefallen lassen!Ich aber sage: Ist es nicht lustig,
dass – außer Gott – jeder das Dienen verabscheut?
Und wir wundern uns, wenn wir sein Gesicht
nicht erkennen können!Wenn du mich fragst: Was ist eine Frau?
Eine Schwester für alle, die sie brauchen,
auch ohne Verwandtschaft für sie da,
eine wärmende Decke für kalte Herzen,
behutsam, dass ihr Mund sie nicht zerstört.Wir bestehen aus Fürsorge und allem, was tröstet,
darum fühlen wir so tief und weinen so leicht.
Die Emotionen, die uns zur Frau machen,
destabilisieren uns nicht, sondern räumen das Chaos auf.Wir sind notwendig und werden gebraucht,
fein abgestimmt.Wir sollten nicht mehr oder weniger sein,
als das, wozu Gott uns geschaffen hat.
Uns darf nur definieren, was wie Christus klingt
und von seiner Weisheit glänzt und singt.
Alles andere ist fürs Feuer bestimmt.Wenn du mich fragst: Was ist eine Frau? –
dann frag ihren Schöpfer – er hat sie gemacht
und weiß es genau.
Marie: Wer bist du? Ich hoffe, auch du hast erkannt, dass diese Frage nur im Licht Gottes zu beantworten ist – deinem Schöpfer! Jackie Hill Perry hat uns heute dazu ermutigt, Freude daran zu haben, das zu sein, wozu Gott uns gemacht hat – sein Ebenbild!
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Sag mal, bist du schon mal einem Betrüger auf den Leim gegangen? Mary Kassian berichtet hier bei Belebe unsere Herzen das nächste Mal vom größten Betrüger aller Zeiten. Also schalte wieder ein, um nichts zu verpassen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.