Marie Falk: Greifst du manchmal auch zu etwas zu essen oder zu trinken, um emotional aufzutanken oder dich besser zu fühlen? Bis zu einem gewissen Punkt mag das helfen. Aber Dannah Gresh fordert uns heute heraus …:
Dannah Gresh: Was wäre, meine Lieben, wenn wir zur Steuerung unserer Gefühle nicht Kaffee, Tabletten, Schokolade, Kohlenhydrate, Drogen oder Alkohol zu uns nehmen würden, sondern stattdessen die Wahrheit?
Marie: Hey und willkommen bei Belebe unsere Herzen. Du sag mal, wie würdest du heute deine Emotionen beschreiben? Oder besser: Wie würden die Menschen um dich herum heute deine Emotionen beschreiben? Gefühle sind ein Geschenk Gottes – aber wie jedes Geschenk müssen wir achtsam damit umgehen. Vielleicht kennst du das Gefühl auch, dass deine Emotionen dich kontrollieren, statt umgekehrt? Wir hören heute von Dannah Gresh die letzte Botschaft unserer Reihe „Die Wahrheit, die uns frei macht“. Alle Vorträge in dieser Reihe …
Marie Falk: Greifst du manchmal auch zu etwas zu essen oder zu trinken, um emotional aufzutanken oder dich besser zu fühlen? Bis zu einem gewissen Punkt mag das helfen. Aber Dannah Gresh fordert uns heute heraus …:
Dannah Gresh: Was wäre, meine Lieben, wenn wir zur Steuerung unserer Gefühle nicht Kaffee, Tabletten, Schokolade, Kohlenhydrate, Drogen oder Alkohol zu uns nehmen würden, sondern stattdessen die Wahrheit?
Marie: Hey und willkommen bei Belebe unsere Herzen. Du sag mal, wie würdest du heute deine Emotionen beschreiben? Oder besser: Wie würden die Menschen um dich herum heute deine Emotionen beschreiben? Gefühle sind ein Geschenk Gottes – aber wie jedes Geschenk müssen wir achtsam damit umgehen. Vielleicht kennst du das Gefühl auch, dass deine Emotionen dich kontrollieren, statt umgekehrt? Wir hören heute von Dannah Gresh die letzte Botschaft unserer Reihe „Die Wahrheit, die uns frei macht“. Alle Vorträge in dieser Reihe wurden ursprünglich bei der True Woman-Konferenz 2018 gehalten. Hier ist Dannah mit bib
„Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit lieb gewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist bei mir. Nimm Markus zu dir und bringe ihn mit; denn er ist mir sehr nützlich zum Dienst. Tychikus aber habe ich nach Ephesus gesandt. Den Reisemantel, den ich in Troas bei Karpus ließ, bringe mit, wenn du kommst; auch die Bücher, besonders die Pergamente. Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses erwiesen; der Herr vergelte ihm nach seinen Werken! Vor ihm hüte auch du dich; denn er hat unseren Worten sehr widerstanden.
Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es werde ihnen nicht angerechnet! Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Verkündigung völlig ausgerichtet würde und alle Heiden sie hören könnten; und so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen und mich in sein himmlisches Reich retten. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Grüße Prisca und Aquila und das Haus des Onesiphorus. Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich in Milet krank zurück. Beeile dich, vor dem Winter zu kommen! Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Claudia und alle Brüder. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch! Amen.“ (2. Timotheus 4,10-22).
lischen Wahrheiten über unsere Emotionen.
Dannah: Meine Lieben, heute Morgen möchte ich euch bitten, eure Bibeln bei Lukas 1 aufzuschlagen. Ich möchte über die Lüge sprechen, dass wir unsere Gefühle nicht im Griff haben können.
Ich weiß nicht, ob ihr es schon gemerkt habt, aber Mädchen in der Vorpubertät stecken in einer echten Krise. Während der Vorbereitung für mein Buch Lügen, die Mädchen glauben bin ich auf Studien gestoßen, die zeigen, dass Mädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren heute nicht nur vielleicht mit Depression, Wut, Bitterkeit, Habgier, Egoismus, Angst und Stress zu tun bekommen, sondern ganz sicher. Die Frage ist nur, wie stark sie davon betroffen sind. Deshalb hat man inzwischen sogar ein „Angstspektrum“ entwickelt, um die emotionalen Nöte dieser Mädchen einordnen zu können.
Und was mich beim Lesen am meisten erschüttert hat, war Folgendes: Die Angstwerte eines ganz normalen Mädchens liegen heute höher als die Werte, die ein gleichaltriges Mädchen 1957 in eine stationäre psychiatrische Einrichtung gebracht hätten.
Unsere Töchter und Enkelinnen sind in einer Krise.
Aber als ich diesen Vortrag für euch vorbereitet und über meine Sorge um diese jungen Mädels nachgedacht habe, fing Gott an, zu meinem Herzen zu sprechen. Und er fragte: „Dannah, was ist eigentlich tragischer? Dass diese jungen Mädchen, die im Glauben und Denken noch so unreif sind, so sehr mit ihren Gefühlen kämpfen, oder dass viele erwachsene gläubige Frauen nie aus dieser Phase herausgekommen sind?“
Vielleicht spricht das ja auch zu deinem Herzen, aber ich glaube, er meinte mich, als er das sagte. Und so begann ich den Herrn zu fragen, wie ich emotional erwachsen werden kann.
Bevor wir gleich in Lukas 1 schauen, möchte ich drei wichtige Aussagen machen.
Erstens: Gefühle sind gut.
Woher ich das weiß? Weil Gott in 1. Mose 1 am Ende alles ansah, was er gemacht hatte und sagte: „Es ist gut.“ Unsere Gefühle sind also gut, und sie sind gute Werkzeuge in Gottes Hand – wenn wir Gottes Wort nutzen, unser Herz anzuleiten.
Zweitens: Gefühle sind nicht immer glaubwürdig.
Und hier wurde Lukas für mich lebendig, denn das Kapitel beginnt damit, dass Zacharias einen Engel des Herrn sieht und ihn Furcht überfällt. Nun weiß ich nicht, wie es dir damit gehen würde, aber wenn ein Engel des Herrn plötzlich in meinem Schlafzimmer auftauchen würde, würde mich ganz sicher auch die Furcht packen. Aber der Engel des Herrn sagt sofort etwas, was sehr oft in der Schrift vorkommt und was der Herr heute ganz bestimmt zu vielen Herzen hier sagen möchte. Er sagte: „Fürchte dich nicht.“
Und das hier hat dann wirklich zu mir gesprochen: „Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten“ (Vers 14).
Siehst du? Seine Umstände und seine Gefühle sagten Zacharias, dass er Angst haben sollte, aber die Realität dahinter war: Gott wollte Freude und Frohlocken für ihn.
Ich frage mich, wenn wir so unsere Umstände betrachten, warum wir dann an den Gefühlen festhalten, die uns überfallen, statt auf Gott und seine Wahrheit zu sehen, was die richtigen Gefühle hervorrufen würde? Vielleicht liegt es daran, dass wir glauben, wir könnten unsere Gefühle nicht beherrschen.
Darum sage ich euch drittens: Ihr könnt eure Gefühle beherrschen.
Der Beweis dafür ist ganz einfach – Kaffee.
Einmal war ich zu Besuch in der Dominikanischen Republik, wo es wirklich großartigen Kaffee gibt. Gleich nach meiner Ankunft habe ich es wohl etwas übertrieben: Innerhalb von vier Stunden hatte ich vier Tassen getrunken. Meine Tochter schaute mich an und fragte: „Wer bist du?“ Ich hatte etwas zu mir genommen, was mich sehr albern und sehr, sehr fröhlich machte.
Im letzten Sommer hatte ich Probleme mit meinem Magen, und die Ärzte gaben mir ein Medikament, von dem ich aggressiv wurde. Ich hätte am liebsten jedem Erstbesten ins Gesicht geschlagen – egal wem. Ich nenne sie meine „Schlechte-Laune-Tabletten“. Ich hatte etwas genommen, was mich wütend machte.
Was wäre, meine Lieben, wenn wir zur Steuerung unserer Gefühle nicht Kaffee, Tabletten, Schokolade, Kohlenhydrate, Drogen oder Alkohol zu uns nehmen würden, sondern stattdessen die Wahrheit? Wenn wir das täten, würde uns das helfen, das zu empfangen, was Gott wirklich für uns hat, statt den Gefühlen Raum zu geben, die uns einfach überrollen.
Hier sind ein paar der Dinge, von denen Gott in seinem Wort sagt, dass wir sie gewissermaßen „zu uns nehmen“ beziehungsweise anziehen sollen. So, wie wir uns jeden Tag anziehen, unsere Bluse zuknöpfen, unsere Schuhe schnüren – so sollen wir Frieden anziehen, Stärke, Liebe, Sanftmut, Vergebung, Demut, Zerbruch und Zufriedenheit. Und wir sollen Lobpreis anziehen. Ein Leben voller Dankbarkeit und Anbetung führen.
Meine Lieben, wir müssen anfangen, die Wahrheit anzuziehen, um wirklich anbeten zu können.
Um unsere Gefühle in den Griff zu kriegen.
Ich möchte euch zeigen, wie Gott Maria gebraucht hat, um mir so einiges darüber beizubringen, wie ich emotional erwachsen werden kann, wie ich sein Wort in meinem Herzen aufnehmen kann, um die Wahrheit „anziehen“ zu können. Und ich möchte euch die zwei Dinge weitergeben, die er mir gesagt hat.
Das Erste, was mir auffiel, als ich diese Geschichte von Maria las, ... entschuldigt, ich muss kurz meine Brille aufsetzen und ehrlich gesagt, ich fühle mich nicht gerade großartig dabei, dass ich eine Brille brauche. Aber ich preise Jesus für meine Brille. Ich entscheide mich dafür, Gott zu loben, während ich sie aufsetze.
Ich lese in Lukas 1 ab Vers 28: „Und der Engel kam zu ihr herein und sprach:
Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir! Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort [Sie war ängstlich – sie hatte Angst] und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß?
Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar genannt wurde. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort! Und der Engel schied von ihr.
Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste rasch in das Bergland, in eine Stadt in Juda, und sie kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth“ (Verse 28-40).
Das Erste, was mir auffiel, nachdem der Herr durch das Dilemma von Zacharias zu mir gesprochen hatte, ist dies: Wir reifen emotional, wenn wir uns dafür entscheiden, Gottes Wahrheit zu glauben – ganz gleich, wie unsere Umstände aussehen. Nochmal: Wir reifen emotional, wenn wir uns entscheiden, Gottes Wahrheit zu glauben – egal, wie unsere Umstände aussehen.
Zacharias hörte das Wort, aber er glaubte es nicht. Das steht in Vers 20. Weil er nicht glaubte, hatte er noch mehr schlechte Gefühle. (Vermutlich fühlte er sich noch schlechter, als er plötzlich stumm war – ich weiß es nicht.) Er glaubte nicht. Er handelte nicht nach der Wahrheit. Er lobte Gott nicht. Er zweifelte, und das führte zu noch mehr negativen Gefühlen.
Aber Maria hörte das Wort und glaubte. Wir wissen das, weil sie in Vers 38 „Ja, Herr.“ sagt. Sie muss die Prophezeiung über den Messias gekannt haben.
Sie muss das Wort Gottes gekannt haben, das bereits geschrieben war. Es war ihr vertraut. Und als sie sich in dieser Situation befand, stützte sie sich darauf und zeigte Gehorsam. Sie entschied sich für den Gehorsam und sagte: „Ja, Herr.“
Und weil Maria glaubte, löste das große, tiefe Gefühle in ihr aus. Im nächsten Kapitel sehen wir, wie sie ein Loblied anstimmt – das, was wir heute als „Marias Magnifikat“ kennen. Sie sang voller Freude, weil sie das Wort kannte, ihm glaubte und danach handelte.
Schaut mal – beide, sowohl Zacharias als auch Maria, stellten das Wort des Herrn in Frage. Beide fragten den Engel: „Wovon, um alles in der Welt, redest du?“
Es ist völlig okay, meine Liebe, wenn du deine Zweifel und deine Fragen vor den Herrn bringst.
Es ist okay zuzugeben, dass du Angst hast.
Es ist in Ordnung, zu fragen: „Was?! Ich kriege ein Baby? Weißt du eigentlich, wie das vor sich geht?“
Es ist okay, das zu sagen.
In Philipper 4,5-7 heißt es:
„Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. [Wisst ihr, ich glaube, das schließt auch ein: „Ich brauche Weisheit. Ich brauche Mut. Ich brauche Kraft.“] Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus!“
Nachdem wir ihm unsere Fragen gestellt und unsere Zweifel offenbart haben, müssen wir uns allerdings entscheiden, ihr Lieben. Wir müssen uns entscheiden, seiner Wahrheit zu glauben – ganz gleich, wie unsere Umstände aussehen.
Wer, meint ihr, hatte wohl mehr Grund, Angst zu haben – oder bei Angst und Zweifeln stehen zu bleiben, Zacharias oder Maria? Kommt schon! Genau! Marias Leben würde sich verändern, und zwar auf eine Weise, die wir uns heute kaum noch vorstellen können. Aber sie entschied sich, dem Wort zu glauben. Dem, was sie über Gott wusste. Dem, was in seinem Wort geschrieben stand.
Und in Philipper 4,8 steht:
„Alles, was wahrhaftig [Sie kannte die Wahrheit. Sie wusste, was geschrieben stand], was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!“
Und ich glaube nicht, dass Maria dachte: „Was wird aus meinem Ruf? Was wird aus Josef? Wie soll das alles gehen?“
Statt sich von Angst bestimmen zu lassen, richtete sie ihren Blick auf Gott. Und der Friede Gottes war mit ihr.
Ich sage euch das genauso, wie ich es meinen acht- bis zwölfjährigen Mädchen sage: Hört gut zu, Mädels – eure Gedanken sind der Boss eurer Gefühle! Was ihr denkt, das werdet ihr auch fühlen.
Und Maria traf eine Entscheidung. Sie dachte über das Wort Gottes nach.
Nun, hier ist der springende Punkt: Maria nahm jeden ihrer Gedanken wirklich gefangen. Sie entschied sich bewusst, über das nachzudenken, was sie über Gott wusste und was in seinem Wort stand. Sie ordnete sich unter, weil sie wusste, wer Gott ist. Sie kannte sein Wort.
Du musst das Wort Gottes kennen, damit dir das Wort, das in dir ist, hilft, die Wahrheit anzuziehen, wenn dich negative Gefühle überkommen.
Kürzlich hatte ich ein richtiges emotionales Tief ... ich nenne solche Momente „das große Drama“, wenn es wirklich schlimm kommt. Und eigentlich bin ich gar nicht so die Drama-Queen. Natürlich habe ich meine Momente – klar. Aber diesmal war es ein wirklich heftiger Kampf.
Ich weiß nicht, ob ihr so was schon mal erlebt habt – so einen Tag – oder vielleicht sogar einen Monat oder einen ganzen Sommer, an dem einfach alles auf einmal zusammenkommt und ihr an dem Punkt seid, wo ihr nicht mehr wisst, wie es weitergehen soll. Ich war genau an diesem Punkt. Ich konnte nur noch an all das Schlechte denken; mir fiel nichts Gutes mehr ein. Kennst du das?
Normalerweise schlafe ich richtig gut. Mich weckt so schnell nichts – ich schlafe wie ein Stein. Aber wenn ich mal nicht einschlafen kann, dann liegt es meistens daran, dass meine Gefühle völlig verrückt spielen.
Es war so gegen 22 Uhr. Ich lag schon im Bett. Und dann – ganz plötzlich – wurden die Gefühle immer stärker, und die Dunkelheit machte alles nur noch schlimmer. Alles fühlte sich so schwer an, richtig erdrückend.
Ich weiß noch, wie ich da lag und dachte: Mein Leben ist furchtbar. Ich bin eine schlechte Mutter. Eine schlechte Ehefrau. Eine schlechte Lehrerin. Und überhaupt – ich bin die totale Katastrophe. Du kannst es dir vorstellen, oder? Aber das Allerschlimmste war dieses erdrückende Gefühl, diese Schwere auf meiner Seele.
Ich musste mich entscheiden, das hervorzuholen, was längst in mir drin war. Ich hatte ja über die Jahre immer mal Bibelverse für genau solche Zeiten auswendig gelernt. Aber in diesem Moment kam ich einfach nicht darauf, sie zu benutzen.
Und so lag ich da im Bett. Lag einfach nur da – Kennst du solche Nächte, in denen die Dunkelheit so schwer auf dir lastet, dass sie dich fast erdrückt? Genau so fühlte es sich an. Und mitten in dieser Stille sprach der Herr zu meinem Herzen. Er sagte: „Denk an den Schatz, den du in dir hast. Jetzt ist der Moment, ihn einzusetzen. Setze ein, was du gelernt hast.“
Ich musste weinen vor lauter Zukunftsangst.
Aber der Herr sagte zu mir: „Hey, eine Frau nach dem Herzen Gottes ‚lacht angesichts des kommenden Tages‘“ (vergleiche Sprüche 31,25).
Und ich sagte: „Mir ist aber gar nicht nach Lachen zumute, Jesus.“
Ich zermarterte mir den Kopf und suchte fieberhaft nach Bibelversen – und plötzlich ... Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mich schuldig fühlte? Ja, das muss ich hier auch noch erwähnen. Das gehört einfach dazu.
Und dann – ganz plötzlich – kam mir Psalm 130 in den Sinn: „Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, wer kann bestehen?“ (Vers 3).
Ich konnte es nur flüstern. Und ich sagte es immer wieder. Und innerlich fragte ich: „Herr, wird dieser Vers wirklich zu mir durchdringen? Ich glaube, es ist der richtige.“
Und dann auf einmal spürte ich etwas von dieser Wahrheit. Also setzte ich mich im Dunkeln auf – in der Hoffnung, dass Bob von meinem Flüstern nicht wach werden würde.
„Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen?“
Und dann dachte ich: „Okay, ich muss das wohl laut aussprechen. Vielleicht – ja, vielleicht – wenn meine Ohren es hören, wird mein Herz anfangen, es zu fühlen. Denn im Moment fühle ich es einfach noch nicht.“
Also schleppte ich mich ins Bad und sah in den Spiegel. „Wenn du, HERR, Sünden anrechnest – Herr, wer kann bestehen? Aber bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. Ich harre auf den HERRN, meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen“ (Psalm 130,3-6).
Und dann hatte ich den Eindruck, dass ich das richtig laut aussprechen sollte.
Also ging ich runter, machte das Licht im Wohnzimmer an und betete: „Wenn du, HERR, Sünden anrechnest – Herr, wer kann bestehen?“
Und ich spürte, wie sich mein Rücken aufrichtete. Ich spürte, wie ich stärker wurde. Und dann dachte ich: „Egal jetzt, ich muss das einmal laut herausschreien.“
Also ging ich raus in meine Scheune. (Das war eine ziemlich große Versuchung, denn dort waren kleine Babyziegen, und die tragen ja durchaus zu Frieden, Liebe und Freude bei.) Ich nahm eins der kleinen Zicklein in die Arme. (Das arme Ding, denn jetzt fing ich an, den Herrn zu loben.)
„Wenn du, o HERR, Sünden anrechnest, Herr, wer kann bestehen? Aber bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. Ich harre auf den HERRN, meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen, mehr als die Wächter auf den Morgen. Israel, hoffe auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade, und bei ihm ist Erlösung in Fülle“ (Verse 3-7).
Und ich will, dass du eins weißt: Ich spürte es wirklich. Ich spürte die unerschöpfliche Liebe. Ich spürte die Vergebung. Ich spürte die vollständige Erlösung. Vollständige Erlösung, meine Liebe! Das ist besser als ein Gutschein von DOUGLAS!
Ich spürte es, weil ich sein Wort in meinem Herzen hatte, und so konnte ich es in diesem Moment auch auf mich anwenden. Aber, meine Liebe, das kam nicht einfach so. Ich musste mir das erarbeiten. Wirklich erarbeiten, weißt du? Und in solchen dunklen Nächten, wenn alles um dich herum zerbricht, musst auch du genau das tun.
Nun, manche Leute würden vielleicht sagen, ich hätte das bloß wie ein Mantra vor mich hin gemurmelt.
Nein, das war das lebendige, wirksame Wort Gottes. Es ist lebendig. Es ist wirksam, und ja – es funktioniert!
Andere würden vielleicht sagen: „Ach, das war doch nur eine Krücke.“
Und ich würde sagen: ‚Stimmt, es ist eine Krücke, aber eine, die richtig gut funktioniert!‘ Nimm das Wort in dein Herz auf, damit du es griffbereit hast. Es hält deine Gefühle in Schach.
Das Zweite, was mir auffällt – ganz kurz –: Maria wächst im Glauben; und sie wächst auch emotional.
Wir reifen emotional, wenn wir unsere Schwestern um Hilfe bitten, damit wir unsere Gedanken in den Griff bekommen. Wir brauchen einander. Wir brauchen das Wort Gottes – und wir brauchen einander –, um unsere Gefühle im Zaum zu halten.
„Maria“, heißt es in Vers 39, „Maria reiste rasch“ in das Bergland. Rasch! Beeilt euch! Macht euch auf den Weg! Ruft eure Freundinnen an! Meldet euch bei ihnen, sobald ihr könnt! Sagt euren Schwestern, was ihr empfindet!
Ich weiß nicht, warum wir oft so große Angst davor haben, jemandem unsere Gefühle anzuvertrauen. Wenn wir uns verletzlich machen, bedeutet das, dass wir uns emotional öffnen – und ja, das macht uns angreifbar. Aber eins habe ich gelernt: Genau das macht uns für andere zugänglich. Es zieht Menschen an.
Jeder Superheld hat seine Schwachstelle. Bei Superman war es das Kryptonit. Bei Achilles die Ferse. Bei Samson die Haare.
Und meine Lieben, haben wir sie deshalb weniger lieb? Nein! Ich habe mich euch gegenüber verletzlich gemacht – hier auf der Bühne. Ich mache mich auch in meinen Büchern verletzlich. Liebt ihr mich deshalb weniger?
Was – glaubst du – würde passieren, wenn du den Mut aufbringen würdest, dich deinen Schwestern gegenüber emotional verletzlich zu zeigen?
Ich glaube, sie würden dir helfen, die Wahrheit in deinem Herzen zu deponieren, damit du die Gefühle empfinden kannst, die Gott dir schenken möchte.
Ich glaube, das ist passiert, als Maria bei Elisabeth war. Da steht, dass sie drei Monate bei ihr blieb. Drei Monate! Das ist eine lange Zeit. Manchmal brauchen wir über einen längeren Zeitraum hinweg die Gemeinschaft mit unseren Schwestern.
Wisst ihr, was uns davon abhält, uns verletzlich zu machen? Es ist die Scham. Scham ist eines der stärksten und tiefsten Gefühle, die es überhaupt gibt. Vor dem Sündenfall gab es sie nicht. Scham ist eine Folge des Sündenfalls.
Ich möchte dich ermutigen, nicht länger unter der Macht des Sündenfalls zu leben. Sag deinen Schwestern, bei welchen Gefühlen du Hilfe brauchst, damit sie dir die Wahrheit zusprechen können – die Wahrheit, die du dann auch anwenden kannst. Denn hör mir gut zu: Es geht nicht darum, dass du nach außen hin wie eine reife Gläubige wirkst und nur so tust, als ob. Warum sollte die Welt das haben wollen, was du hast, wenn sie nicht sieht, dass es bei dir wirklich etwas verändert?
Das ist ein Gebot des Evangeliums. Wir sollen die Wahrheit in unser Herz aufnehmen, damit wir die Gefühle „anziehen“ können, die Gott gebraucht, um uns zu leiten. Er möchte, dass wir sie erleben und genießen.
Jetzt möchte ich dich bitten, eine Entscheidung zu treffen. Ich wünsche mir, dass du auf das reagierst, was ich gesagt habe. Ich weiß nicht, wie es dir damit geht, aber ganz ehrlich: Oft haben wir gerade gegenüber unseren Mitbewohnern, unseren Kollegen, unseren Kindern und unseren Ehemännern nicht die richtigen Gefühle. Ausgerechnet bei den Menschen, die uns am nächsten stehen und die Gott uns anvertraut hat, werden wir so schnell unachtsam.
Deshalb möchte ich dich bitten, dein Herz zu prüfen, und ich frage dich: „Wo sind deine Gefühle aus dem Gleichgewicht geraten?“
In welchen Bereichen musst du Gottes Wahrheit in dein Herz aufnehmen, damit du die Gefühle haben kannst, die er in dir bewirken möchte?
Auch ich frage den Herrn, was er in mir tun will.
Und dann sagen wir ganz bewusst „Ja, Herr“ zu dem emotionalen Chaos und der Dunkelheit in unserem Leben, damit wir im Glauben reifen und erwachsen werden können. Wir entscheiden uns dafür, sein Wort in uns aufzunehmen, damit wir die Gefühle empfinden können, die dazu passen.
Herr Jesus, wenn der Feind versucht, uns Gefühle aufzuzwingen, die nicht zu uns passen – nicht zu Frauen, die im Wort zu Hause sind, dann wehre ihm. Verankere Deine Wahrheit in uns, damit wir die guten Gefühle empfinden können, die Du in uns angelegt hast. Du hast sie geschaffen und für gut befunden. Du hast uns die Autorität gegeben, über sie zu herrschen. Hilf uns, uns wie reife Frauen zu verhalten, die im Wort gewachsen sind. In Jesu Namen, Amen.
Marie: Amen! Was für eine wunderbare und ermutigende Erinnerung von Dannah Gresh heute.
Zum Abschluss unserer aktuellen Podcast-Reihe möchte ich dich nochmal auf das passende Buch von Nancy DeMoss Wohlgemuth hinweisen Lügen, die wir Frauen glauben und die Wahrheit die uns frei macht. Schon bald bringt der CLV die neue Auflage heraus – erweitert und überarbeitet. Als ich es damals nach Erscheinen auf Englisch gelesen habe, hat es, ohne zu übertreiben, mein Glaubensleben revolutioniert! Ich freu mich wirklich sehr darauf und besonders auch auf das zugehörige Begleitbuch – das kenne ich selbst noch nicht. Aber du kannst dir sicher sein, sobald verfügbar, wird beides bei mir zuhause einziehen!
Außerdem möchte ich noch unseren treuen Gebetsunterstützern und Spendern danken. Denn nur durch sie können wir Botschaften wie diese auch weiterhin zur Verfügung stellen. Wenn auch du uns unterstützen möchtest, schau für alle weiteren Informationen gern auf unserer Website www.belebeunsereherzen.com vorbei.
Denk dran: Du bist der Boss deiner Gefühle – nicht andersrum! Richte deine Gedanken und dein Denken an Gottes Wort aus und sei in ihm verwurzelt. Passend dazu starten wir beim nächsten Mal unsere neue Podcast-Reihe mit dem Titel „Wir im Wort und das Wort in uns“. Sei dabei!
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.