TW22 – Mary Kassian – HEAVEN RULES über alle irdischen Königreiche Teil 2
Lea Köster: „In Zeiten der Unruhe“, sagt Mary Kassian, „müssen wir unsere Sicherheit im Herrn finden.“
Mary Kassian: Nimm Zuflucht. Berge dich bei ihm. „Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Vers 12). Das ist echt der einzige Weg zu Frieden, Freude, Kraft und Entschlossenheit in unsicheren und turbulenten Zeiten – ob politisch oder persönlich. Nehmt Zuflucht zu Christus und klammert euch an seine Verheißungen, denn dass Jesus Christus gekrönt wurde, ändert alles.
Lea Köster: Meine liebe Freundin, hallo, schön, dass du wieder dabei bist. Du hörst wieder den Podcast von Belebe unsere Herzen, mit der letzten Folge unserer Serie HEAVEN RULES – der Himmel herrscht.
Mary Kassian spricht zum Schluss darüber, dass der Himmel einfach über alles herrscht. Teil 1 des Vortages findest du auf unserer Webseite, und …
TW22 – Mary Kassian – HEAVEN RULES über alle irdischen Königreiche Teil 2
Lea Köster: „In Zeiten der Unruhe“, sagt Mary Kassian, „müssen wir unsere Sicherheit im Herrn finden.“
Mary Kassian: Nimm Zuflucht. Berge dich bei ihm. „Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Vers 12). Das ist echt der einzige Weg zu Frieden, Freude, Kraft und Entschlossenheit in unsicheren und turbulenten Zeiten – ob politisch oder persönlich. Nehmt Zuflucht zu Christus und klammert euch an seine Verheißungen, denn dass Jesus Christus gekrönt wurde, ändert alles.
Lea Köster: Meine liebe Freundin, hallo, schön, dass du wieder dabei bist. Du hörst wieder den Podcast von Belebe unsere Herzen, mit der letzten Folge unserer Serie HEAVEN RULES – der Himmel herrscht.
Mary Kassian spricht zum Schluss darüber, dass der Himmel einfach über alles herrscht. Teil 1 des Vortages findest du auf unserer Webseite, und nun hörst du HEAVEN RULES über alle irdischen Königreiche, Teil 2. Mary steigt sofort wieder in Psalm 2 ein. Schlag doch deine Bibel auf und lies mit.
Mary Kassian: Die zweite Strophe beginnt in Vers 4:
„Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie [er]schrecken mit seinem Grimm: »Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg!«“ (Verse 4-6).
Und hier ist die zweite Wahrheit: Niemand hat das angeborene Recht zu herrschen.
Gott lacht geradezu ungläubig über Herrscher, die meinen, sie hätten ein angeborenes Recht zu herrschen, die sich aufspielen nach dem Motto: „König im Schloss, küss mir die Füße“. Das ist unverschämt. Lächerlich. Lachhaft.
Gott sagt: „Ich bin derjenige, der über Könige und Königreiche herrscht. Wer bist du, mickriger Sterblicher, dass du glaubst, du hättest irgendeine Macht und Autorität?“
Denkst jetzt aber nicht, es gäbe keinen kosmischen geistlichen Kampf. Als Satan Christus versuchte, nahm er ihn auf einen Berg, zeigte alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sagte: „Dir gebe ich alle Macht und alle weltliche Herrlichkeit, denn sie wurde mir gegeben, und ich gebe sie, wem ich will. Falls du also mich anbetest, Jesus, gehört all das dir.“ (vergleiche Matthäus 4,9).
Einiges, was Satan sagte, ist wahr. Satan hat Macht über die Königreiche und er gibt sie, wem er will, und er gibt sie denen, die ihm treu sind. Allerdings, ganz nach des Teufels üblichen modus operandi, ist es nur eine Teilwahrheit, die eigentlich eine finstere Lüge ist.
Satan erteilt Macht an Herrschende, aber die Wahrheit ist: Gott entscheidet darüber, wie viel Autorität Satan hat und wem er diese Autorität weitergibt. Das gab der Teufel zu, als er das Passiv benutzte und sagte: „Dir will ich all diese Macht geben, denn sie wurde mir übergeben.“
Was natürlich die Frage aufwirft: „Von wem hast du sie denn bekommen, Satan? Wer legt die Grenzen deiner Macht fest? Wer hat das Sagen, auch wenn du gegen seine Herrschaft rebellierst, herumschleichst und tötest, stiehlst und zerstörst?“
Als Pilatus Jesus fragte: „Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich freizulassen oder zu kreuzigen?“ Sagte Jesus: „Ha! Diese Vollmacht hättest du niemals, wäre sie dir nicht von oben gegeben.“Alle Autorität wird delegiert von Gott, dem Vater. Es gibt gar keine Macht, Autorität ohne Gott, wie es in Römer 13 heißt. Niemand hat ein angeborenes Recht zu herrschen – weder Regierungen, Politiker oder Richter, weder Vorgesetzte, noch Arbeitgeber oder Pastoren, Lehrer, Ehemänner oder Eltern.
Gott beauftragt uns als Verwalter seiner Autorität. Letztendlich gehört die Autorität nicht den Menschen. Sie gehört Gott. Regieren ist kein Recht. Es ist gottgegebene Verantwortung, und es ist absurd, etwas anderes zu denken, lachhaft!
Anfang dreißig gerieten drei der vier Adligen in eine erhitzte Lage, besser gesagt erhitztes Feuer, als Spitzel beim König Nebukadnezar petzten, dass sich nicht vor seinem goldenen zwanzig Stockwerke hohen Abbild niedergekniet waren. Sehr großzügig gibt Nebukadnezar ihnen eine zweite Chance.
Er sagt: „Fallt ihr jetzt gleich nieder, um das Abbild anzubeten, dass ich mir errichtet habe, alles gut. Aber wenn nicht, werdet ihr augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen! Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?“ (Daniel 3,15).
Wisst ihr, wie die drei Adligen drauf reagierten? Sie lachten. Sie lachten! Sie sagten dem König: „O, Nebukadnezar, wir haben es echt nicht nötig, uns in dieser Sache vor dir zu verantworten! Wenn es so sein soll, kann uns unser Gott, dem wir dienen, aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns aus deiner Hand erretten, o König! Selbst, wenn nicht, wisse, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten, das du aufgestellt hast.“ (vergleiche Daniel 3,16-18).
Eigentlich hatten sie die gleiche Antwort auf Nebukadnezars Wichtigtuer-Gehabe, die wir in der zweiten Strophe von Psalm 2 sehen. Sie verhöhnten ihn mit Spott:
„Wir haben es nicht nötig, uns in dieser Sache vor dir zu verantworten! Du hast uns weggerissen von unserer Heimat, unseren Lieben, aus unserer Nachbarschaft, unserer Kultur. Du nutzt unsere Talente zu deinem egoistischen Vorteil. Du hast unsere Zukunft und unsere Träume von einer Familie zerstört. Du hast unsere Stadt zerstört und unseren Tempel niedergerissen. Und mit dem Geld, das du geklaut hast, hast du dir ein Bildnis gebaut und erwartest von uns, dass wir uns verbeugen und es anbeten? Du hast uns alles genommen, was ein Herrscher nehmen kann. Wirklich alles. Doch du nimmst nicht den Platz unseres Gottes ein.
„Was eine Frechheit! Was glaubst du, wer du bist? Gott kann uns retten, aber selbst wenn nicht: Er ist Gott und du bist nicht Gott!“
Und wisst ihr, wer da im Feuerofen erschien, um hier ein Ausrufezeichen zu setzen? Der König der Könige!
Und wie wir vorhin hörten, schlug der Herr dann Nebukadnezar mit einer peinlichen Verwirrung, bis er endlich zugab, dass Gott, der Allerhöchste, über das Reich der Menschen herrscht und es gibt, wem er will. Er ist der Gott, der über Könige herrscht. Er ist der Gott, der über die Geschichte regiert.
Niemand hat das angeborenes Recht zu herrschen. Jeder, der dem Machtrausch verfällt und denkt, Autorität sei natürliches Recht anstatt gottgegebener Verantwortung, verfällt einem lächerlichen Irrtum.
Wahrheit Nummer drei: Gottes Sohn ist König über alles.
Die dritte Strophe beginnt in Vers 7:
„Ich will den Ratschluss des HERRN verkünden; er hat zu mir gesagt: ‚Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen!‘“ (Verse 7-9).
Theologen sagen, dass die Worte dieser Strophe formell während der Krönungszeremonie von den Königen Judas rezitiert wurden, nachdem sie gesalbt worden waren.
Die Welt wird bald den Pomp der britischen Krönungszeremonie erleben, wenn König Charles offiziell zum König gekrönt wird.
Während der jüdischen Krönungszeremonie erhielt der einziehende Monarch einen Erlass. Man überreichte ihm eine offizielle Urkunde, die seinen neuen Status beglaubigte, so ähnlich wie ein Hochzeitszertifikat oder der Trauschein.
Das Dokument, das der König erhielt, besiegelte Gottes neuen Bund … Gottes Bundesversprechen zur Dynastie Davids, sowie die Bindung des frisch gekrönten Königs an Gott. Das Herzstück dieser Bundesvereinbarung war das Konzept der Sohnschaft. Der menschliche Bundespartner, der neu gekrönte König, erhielt den Adoptionsbeschluss, mit welchem Gott nun sein Vater wurde. Und der Ausruf „Du bist mein Sohn“ bekräftigte die familiäre Beziehung zwischen Gott und dem Nachkommen Davids jedes Mal aufs Neue bei einer Krönung.
„Heute habe ich dich gezeugt“ ist die Metapher, die eine Wiedergeburt beschreibt, die während der Krönung stattfand. Während der Zeremonie wurde der einziehende Monarch geistlich als erstgeborener Sohn der Nation gezeugt. Durch Gottes Erlass wurde er zum stellvertretenden Oberhaupt aller Geschwister in der Familie. Durch diese Ernennung wurde ihm die Verantwortung auferlegt, ihr Vorbild zu sein, für ihr Wohlergehen zu sorgen und ihnen zu helfen, den Geboten ihres himmlischen Vaters zu gehorchen.
Die meisten jüdischen Könige scheiterten kläglich an der Verantwortung als erstgeborener Sohn. Die Wahrheit ist: Kein Mensch kann diese Rolle wirklich erfüllen. Aber Psalm 2 und das Buch Daniel verweisen prophetisch auf die Zeit des Messias, wenn ein perfekter erstgeborener Sohn anfangen würde, über ein ewiges geistliches Reich zu herrschen. Eine Zeit, wenn Gott der Vater einen neuen Bund begründen würde, in dem Jesus Christus, Gottes Sohn, gezeugt und über alles zum König gekrönt würde.
Und nach Hebräer 5,5 hat sich Christus nicht selbst in diese Position erhoben. Gott, der Vater, hat ihn per Dekret eingesetzt. In der Tat sprach Gott selbst diese Worte des Krönungs Psalms über Jesus. Er sagt „Du bist mein Sohn“, sagt Gott, der Vater, zum König des neuen Bundes. „Heute habe ich dich gezeugt.“
Er setzte Christus auf den Thron, weit über alle Herrschaften und Gewalten hinaus, über jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch im kommenden.
Im Laufe der Geschichte standen Menschen aus Respekt immer auf, wenn ein Regent den Raum betrat, oder wenn er sich vom Sitzplatz erhob. Auf diese Weise bestätigte man die höhere Stellung des Monarchen symbolisch.
Es heißt, dass König Georg II. bei der Uraufführung von Händels Oratorium Messias anwesend war in London, Mitte des 17. Jahrhunderts. Als der Chor begann, das „große Halleluja“ zu singen: „König der Könige. Herr aller Herren. Halleluja. Halleluja. König der Könige. Er regiert für immer und immer“.
Wisst ihr, was passierte? König Georg sprang hoch! Er stand auf, um den König der Könige zu ehren, seinen König! Und als König Georg aufstand, folgten alle seinem Beispiel. Diese Tradition, beim „Halleluja“ aufzustehen, besteht bis heute.
Und damit kommen wir zum letzten Punkt.
Wahrheit Nummer vier: Unsere größte Loyalität gilt dem höchsten König.
Vers 10:
„So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter der Erde! Dient dem HERRN mit Furcht und frohlockt mit Zittern. Küsst den Sohn, damit er nicht zornig wird und ihr nicht umkommt auf dem Weg; (...) wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Verse 10-12).
An alle, die sich in Machtpositionen befinden: Seid gewarnt. Jeder schuldet die größte Loyalität dem höchsten König. Herrscher müssen sich vor Gott verantworten, wie sie ihre gottgegebene Macht ausüben. Und Gott ist zornig über jeden, der seine Autorität auf ungerechte, lieblose, eigennützige und unterdrückende Weise ausübt.
Ein Pastor, der seine Gemeinde beherrscht, ein Ehemann, der seine Frau missbraucht, ein Politiker, der mit zweierlei Maß regiert. Sei gewarnt: Das bringt Gottes Blut zum Kochen. Sein Zorn ist schnell entfacht. Und wenn es um Machtmissbrauch geht: früher oder später bringt ER dich zu Fall.
Herrscher müssen sich wegen ihrer Regierungsweise vor Gott rechtfertigen und wir schulden Rechenschaft über unsere Reaktion auf Autorität.
Und hier kommt’s zu Spannungen. Wir haben die Obliegenheit vor Gott, irdischen Obrigkeiten gegenüber respektvoll und fügsam zu sein. Aber unsere größte Loyalität gilt dem höchsten König.
Wenn irdische Machthaber Gott widersprechen, also irdische Herrscher sagen „Nein“ und Gott sagt „Ja“ oder „Ja“ und Gott sagt „Nein“, was tun wir dann?
Keine einfache Antwort. Und wir ringen damit und ich denke die vier jüdischen Adligen genauso.
Das Buch Daniel schildert drei Begebenheiten, bei denen sie Flagge zeigten. Als Teenager sagten sie dem obersten Kämmerer, dass sie die Speisen nicht wollten, die der König auftrug.
Mit etwa Dreißig weigerten sich Daniels drei Freunde, vor dem goldenen Standbild niederzuknien. Das war der Moment, als der König sie mit einem Wutanfall in den Feuerofen warf.
Mit Anfang achtzig war Daniel dran. Er wurde in die Löwengrube geworfen, als es unter König Darius illegal war zu beten.
Und das sind wahrscheinlich nur die bekanntesten Ereignisse. Ich wage zu behaupten, dass es Dutzende Male gab, in denen die Exilanten mit der Frage ringen mussten, ob sie dem herrschenden König gehorchten oder dem König der Könige. Sie dienten ihren irdischen Herrschern mit Integrität, gaben ihr Allerbestes.
Kam es aber hart auf hart, wussten sie, dass sie dem König der Könige die größte Loyalität schuldeten. Es war ihre Treue gegenüber dem König der Könige, die ihnen den Mut gab, sich Nebukadnezars Edikt zu widersetzen, als alle anderen in die Knie gingen und sich verneigten. Und sie taten es in dem Bewusstsein, dass es ihr Leben kosten könnte.
Und das ist die Art Hingabe, die Christi Königsherrschaft von uns verlangt.
Ich denke an John Bunyan, einen puritanischen Prediger des siebzehnten Jahrhunderts. Die Regierung sagte ihm, es sei illegal, wenn er predigte, weil er nicht von der Kirche Englands ordiniert worden war. Er hatte keine Papiere.
Als er weiter predigte, warf man ihn in den Kerker. Er hätte sich jederzeit befreien können, wenn er versprochen hätte, nicht mehr öffentlich das Evangelium zu verkünden. Aber er weigerte sich. Er sagte den Behörden, er bliebe lieber gefangen, bis Moos auf seinen Augenbrauen wüchse, als seinen Ruf, Christus zu verkündigen, zu missachten.
Dort blieb er dann zwölf Jahre, bis man das Gesetz, das er brach, endlich aufhob. Für ihn war Christus das wert. Seine Treue galt dem höchsten König.
Und ich frage mich: Meiner auch?
Habe ich unter Druck den Mut und die Überzeugung standzuhalten? Ist Christus wirklich mein König? Ist mein Herz ihm alleine treu? Und deins?
Ich bin so dankbar für die Corrie ten Booms und die Dietrich Bonhoeffers, die Amy Carmichaels und die William Wilberforces.
Ich bin dankbar für die große Wolke von Zeugen, die in Hebräer 11 genannt werden, die durch den Glauben Königreiche eroberten, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, die Rachen der Löwen stopften, die Gewalt des Feuers löschten, der Schärfe des Schwertes entkamen, aus Schwachheit zu Kraft kamen, im Kampf stark wurden, fremde Heere in die Flucht jagten und ihre Toten durch Auferstehung zurück erhielten.
Aber ganz ehrlich, ich bin noch dankbarer für alle auf der Liste, die durch Glauben gefoltert wurden, die Befreiung nicht annahmen, die verspottet, ausgepeitscht, angekettet und inhaftiert wurden – Märtyrer, gesteinigt, zersägt und durchs Schwert getötet. Alle, deren Treue zu Jesus finanziellen Ruin und gesellschaftliche Ächtung bedeutete. Alle, die bedrängt, misshandelt, zum Schweigen gebracht und verfolgt wurden. Jene, die zur Flucht gezwungen wurden und heimatlos umherzogen, von denen die Schrift sagt: „Die Welt ist ihrer nicht wert.“
Alle, die Stellung bezogen, wissend, dass sie die Konsequenzen zu tragen hätten, das sind meine Helden. Denn wir brauchen diese Art von Stärke und Entschlossenheit, wenn die Zeit kommt, und ich spüre, sie ist nah.
In den letzten Jahren musste ich meiner Seele oft den Rat des letzten Satzes in Psalm 2 zurufen: Berge dich. Nimm Zuflucht. Berge dich bei ihm. „Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Vers 12).
Das ist echt der einzige Weg zu Frieden, Freude, Kraft und Entschlossenheit in unsicheren und turbulenten Zeiten – ob politisch oder persönlich.
Diese Welt wirft uns allerlei üble und schändliche Dinge entgegen und es mag noch viel schlimmer kommen. Aber ich hoffe, dass du Trost und Kraft findest und dich verankern kannst, in der Wahrheit von Psalm Kapitel 2.
Ich möchte euch ermutigen, liebe Schwestern, in dieser turbulenten Zeit standhaft zu bleiben. Nehmt Zuflucht zu Christus und klammert euch an seine Verheißungen, denn dass Jesus Christus gekrönt wurde, ändert alles.
- Christus ist zum König gekrönt. Bitte sprecht es mit mir: Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst aufblühen in Zeiten politischen Aufruhrs, denn, sagt es mit mir: Christus ist zum König gekrönt.
- Du brauchst keine Pandemie zu fürchten. Warum? Denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst lachen, wenn Gesetze übergriffig werden. Warum? Denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du musst dich nicht sorgen wegen steigender Benzinpreise oder panisch werden beim Verlust deines Jobs. Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst Energieknappheit und leere Supermarktregale ertragen, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst ruhig bleiben, wenn Nöte drohen, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst mutig stehen, wenn andere sich beugen, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst frei werden von Mächten der Finsternis, die dich verfolgen, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst wie im Himmel jubeln, wenn du durch die Hölle gehst, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst den Ketten, die dich binden, davon laufen, denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst in der heillosesten Situation Hoffnung haben. Warum? Denn Christus ist zum König gekrönt.
- Du kannst Trost finden, wenn dein Herz gebrochen ist. Du musst nicht mit Sorgen wach liegen. Du kannst jedem neuen Tag mit Mut und Zuversicht entgegensehen. Warum? Denn Christus ist zum König gekrönt
Ist er dein König? Denn Christus ist König und er hat das letzte Wort. Und wir wissen, wie die Geschichte endet.
Eines Tages kommt er auf einem weißen Pferd, schwingt sein wuchtiges Schwert. Er kommt im Zorn, stürzt Satan und grausame Regime, böse Herrscher und alle Feinde des Kreuzes, um Krieg und Blutvergießen zu beenden – Armut, Hunger, Krankheit, Tod, Vergewaltigung, Gewalt, Missbrauch und Unterdrückung. Er bringt alles zum Fall.
Er wird jede Träne von unseren Augen abwischen, wird regieren auf seinem himmlischen Thron, in der Heiligen Stadt, wo wir für immer bei ihm bleiben.
Sehnst du dich auch? Bringen der politische Wahnsinn, Sünde und Abscheulichkeiten der Welt keine Sehnsucht nach diesem König und seinem Reich?
Wenn immer ich meinem Vater vorheule, wie die Regierung versagt, erinnert er mich, Trost darin zu finden, dass unabhängig davon, was in der politischen Landschaft passiert, ich darauf vertrauen kann, dass Gott den Lauf der Geschichte bestimmt.
Mein Vater sagt dann oft diese Worte, ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft er mich ermahnt hat. „Mary, dies ist nicht unsere Heimat.“ Mein Vater geht bald heim. Er tritt seine letzte Reise an – wohin? Über das große Meer, – nach Königsberg, dem Berg des Königs, dem Ort, der sein Verlangen stillen wird, wie sein geliebtes Elternhaus es niemals konnte.
Ich möchte schließen mit einem Gedicht, das er im Epilog zu seinen Memoiren schrieb. Ich lese euch die englische Übersetzung vor, die die Schönheit und Tiefe des Deutschen nicht ganz transportiert, aber ich denke, ihr könnt trotzdem die emotionale Stimmung erfassen.
Mary hat dieses Gedicht von ihrem Vater wenige Monate vor seinem Heimgang für das deutsche Publikum vorlesen lassen und aufgenommen. Es heißt „Heimweh“.
HEIMWEH
U. K. Thomas
Es kam ganz plötzlich in der Nacht,
kam auf mich zu mit aller Macht.
Selbst träumend hätt' ich nie gedacht
welch Herzensqual es mit sich bracht',
das Heimweh.
Wie Nebel überm Meere wallt
sich das Gefühl im Herzen ballt
und furchterregend, mit Gewalt
sich tiefer in die Seele krallt;
das Heimweh.
Jedoch die Heimat ist nicht mehr.
Geraubt von einem fremden Heer
belastet es das Herz gar sehr,
zieht es zurück zum fernen Meer;
das Heimweh.
Und immer mehr greift es mich an,
daß ich mir gar nicht helfen kann.
Reißt mit sich auf die steile Bahn
erbarmungslos der mächt'ge Wahn;
das Heimweh.
Nur langsam wird es in mir still.
Wallt in mir auf ein Freudgefühl,
daß mir durch Gottes Gnadenfüll'
gegeben ist ein ew'ges Ziel,
statt Pein mir Frieden geben will.
Das wahre Heimweh.
Mary: Amen.
Lea Köster: Mary wird gleich noch mit uns beten.
Die Sehnsucht von Marys Papa, Ulrich Karl Thomas, ist nun erfüllt. Er ist tatsächlich zum Berg des Königs gegangen.
Ihr Lieben, den Ausspruch HEAVEN RULES haben wir nun über Wochen hinweg immer und wieder und wieder gehört. Es soll nicht nur eine Phrase in eurem Leben sein, sondern eine Herzenseinstellung, eine Art über Gottes Souveränität zu denken und zu reden, die euch auf Gott selbst ausrichtet und alle anderen Umstände in das rechte Licht vor ihm rückt.
Manchmal, Gott sei Dank dafür, ist es zum ersten Gedanken für mich geworden – als unser Keller voll Wasser lief, den ich gerade frisch gestrichen hatte, oder als ich einen Autounfall hatte. Ich dachte zuerst: HEAVEN RULES – der Himmel herrscht – es hat alles einen Sinn.
Wenn dein Herz heute leidet, deine Seele bedrückt ist, dann ist die Souveränität Gottes der einzige unerschütterliche Fels, an den du dich zuverlässig klammern kannst.
Nächste Woche startet unsere neue Podcast Reihe mit weiteren herzbelebenden Wahrheiten. Ab dann führt euch Marie durch Wahrheiten, die uns frei machen.
Jetzt betet Mary: Himmlischer Vater, Du bist der König der Könige und der Herr aller Herren. Wir sehnen uns nach Deiner Herrschaft. Uns verlangt nach Deiner Herrschaft in unserer Welt. Aber mehr noch ersehnen wir Deine Herrschaft in unseren Herzen. Und wir wissen, dass Du König bist – König der Könige und Herr aller Herren, Halleluja. Halleluja. Amen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.