TW22 – Mary Kassian – HEAVEN RULES über die geschichtlichen Veränderungen in meinem Leben, Teil 1
Lea Köster: Hier ist Belebe unsere Herzen, heute mit Mary Kassian.
Mary Kassian: Wir haben eine Lupe, die im Wohnzimmer in der Mitte meines Couchtisches als Dekoration auf einigen Büchern liegt. Meine Enkelkinder lieben es, damit zu spielen. Sie halten sie hoch, um verschiedene Gegenstände zu betrachten, und dann quietschen sie vor Erstaunen. „Es ist größer! Es ist größer!“
Politik ist wie so eine Lupe. Wenn sich ein Politiker für eine Tür entscheidet, sind die Folgen viel weitreichender, weil sich seine politischen Entscheidungen auf sehr viele Menschen auswirken. Die erste Wahrheit ist, dass die Politik den zugrunde liegenden geistlichen Kampf deutlich erkennbar macht. Die Frage läuft immer darauf hinaus, wer die Regeln aufstellen darf. Wer ist der Boss? Wer ist mein Boss?
Lea: Willkommen bei dem Podcast von …
TW22 – Mary Kassian – HEAVEN RULES über die geschichtlichen Veränderungen in meinem Leben, Teil 1
Lea Köster: Hier ist Belebe unsere Herzen, heute mit Mary Kassian.
Mary Kassian: Wir haben eine Lupe, die im Wohnzimmer in der Mitte meines Couchtisches als Dekoration auf einigen Büchern liegt. Meine Enkelkinder lieben es, damit zu spielen. Sie halten sie hoch, um verschiedene Gegenstände zu betrachten, und dann quietschen sie vor Erstaunen. „Es ist größer! Es ist größer!“
Politik ist wie so eine Lupe. Wenn sich ein Politiker für eine Tür entscheidet, sind die Folgen viel weitreichender, weil sich seine politischen Entscheidungen auf sehr viele Menschen auswirken. Die erste Wahrheit ist, dass die Politik den zugrunde liegenden geistlichen Kampf deutlich erkennbar macht. Die Frage läuft immer darauf hinaus, wer die Regeln aufstellen darf. Wer ist der Boss? Wer ist mein Boss?
Lea: Willkommen bei dem Podcast von Belebe unsere Herzen. Heute wird es ein bisschen politisch. Aber keine Sorge, wir sagen dir nicht, wie du über Politik denken sollst oder wie wir über Politik denken, sondern es geht darum, wie du politische Ereignisse durch Gottes Lupe sehen kannst.
Mary Kassian ist Ehefrau, Mutter, Großmama, Rednerin und Autorin. Außerdem hat sie deutsche Wurzeln und möchte uns hier sehr gerne mal besuchen kommen! Das wäre toll, oder?
Aber Mary ist keine Politikerin! Sie liebt einfach Gottes Wort und hat eine Leidenschaft dafür, uns allen zu helfen, in Zeiten politischer Unsicherheiten unseren Blick auf den Herrn zu richten.
Heute hörst du den ersten Teil von ihrem Vortrag HEAVEN RULES über alle irdischen Königreiche.
Mary Kassian: Hier ein aktuelles Foto meiner Mutter und meines Vaters. In 2022 feierten wir den 94. Geburtstag meiner Mutter und den 97. Geburtstag meines Vaters. Und für mich sind die beiden ein lebendiges Beispiel dafür, was es bedeutet, zu wissen, dass der Himmel regiert.
Mein Vater ist in der ehemaligen Provinz Ostpreußen geboren und aufgewachsen, und zwar in der majestätischen Ostseestadt Königsberg. Königsberg, die Stadt wurde so genannt, denn es war die Heimat der Könige des Deutschen Reiches. Das Schloß, das sie bewohnten, befand sich nur einen Steinwurf vom Haus meines Vaters entfernt.
Kurz vor der Geburt meines Vaters wurde die Monarchie gestürzt. Damit endete die Herrschaft des deutschen Kaiserreichs und Deutschland wurde eine demokratische Republik. Aber die politische Situation war höchst instabil, denn viele junge politische Parteien wetteiferten um die Kontrolle.
Die Kommunistische Partei und Hitlers Arbeiterpartei prallten oft aufeinander, ähnlich den Black-Lives-Matter Demos und Krawalle, einige sogar direkt in der Straße gegenüber von Papas Haus. Die politischen Spannungen wurden noch verstärkt durch die wirtschaftliche Not und Lebensmittelknappheit in der Weltwirtschaftskrise, die außer Kontrolle geratene Inflation und die repressiven Bestimmungen des Versailler Vertrages.
Meine Oma versuchte, ihren kleinen Jungen vor diesen Unruhen zu schützen, zog die Vorhänge zu und drehte die Musik auf. Aber er wusste, dass Schlimmes bevorstand.
Als einige kommunistische Unruhestifter im Reichstag Feuer legten [der Reichstag ist wie in den USA das weiße Haus], nutzte Hitler den Anschlag zu seinem Vorteil. Er behauptete, die Kommunisten seien einheimische Terroristen, die den Sturz der Regierung planten. Er überzeugte den Kongress, eine Verordnung, ein Notstandsgesetz, zu verabschieden. Das hob beinah alle bürgerlichen Freiheiten auf und gab Hitler diktatorische Befugnisse, um die Bedrohung abzuwehren.
Und einfach so rutschte Deutschland von einer Demokratie in eine faschistische Diktatur.
Mein Vater war erst acht Jahre alt, als das passierte. Trotzdem spürte er, dass ein gewaltiger politischer Wandel stattfand. Er hörte das Flüstern älterer Herrschaften im Café über „die Nacht der langen Messer“, als Hitler mehr als 100 politische Gegner ermordete und hundert weitere inhaftierte.
Er sah die Kristallnacht mit eigenen Augen, als die SA die jüdische Synagoge und das gegenüberliegende Waisenhaus in Brand setzte, wo er oft über den Zaun geklettert war, zum Spielen mit den Jungs.
Das Volk wurde nun unerbittlicher Propaganda, Zensur und Überwachung ausgesetzt, sowie der erzwungenen Regelbefolgung durch die politische Elite. Die Menschen hatten Angst davor, was man mit ihnen machen würde, verstößen sie gegen das politisch korrekte Narrativ.
Freie Meinungsäußerung war verboten. Jeder, der aus der Reihe tanzte, wurde beseitigt und bestraft. Regimekritiker wurden verdroschen, inhaftiert und verschwanden auf mysteriöse Weise.
Mein Vater war siebzehn Jahre alt, als er in Hitlers Armee eingezogen wurde. Zuletzt wurde er an die Ostfront geschickt, um in einer der letzten und blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs zu kämpfen. Seine Einheit wurde dezimiert. Die Russen erwischten ihn und zwangen ihn zum Marsch nach Auschwitz-Birkenau, das berüchtigte KZ (Konzentrationslager), das die Rote Armee zu einem Lager für deutsche Kriegsgefangene umfunktioniert hatte.
In den folgenden Monaten wurden die Kriegsgefangenen in verpestete Eisenbahnwaggons gepfercht und in russische Straflager, die Gulags, verladen. In den Gulags war er unaussprechlichen Grausamkeiten ausgesetzt. Nach Aufzeichnungen des Roten Kreuzes haben von 40.000 Männern, die in ein Lager gebracht wurden, nur elf überlebt, und mein Vater war einer von ihnen.
Halb tot durch Unterernährung und Tuberkulose wurde er überführt und Nahe der Grenze ins kommunistische Ostdeutschland gebracht. Kaum erholt, riskierte er sein Leben erneut, um Menschen, die dem repressiven kommunistischen Regime entkommen wollten, über die Grenze zu schmuggeln. Er schmuggelte meine Mutter mit ihrer Familie aus der DDR. Später spürte er sie in Westdeutschland auf, um sie zu heiraten.
Meine Eltern waren Flüchtlinge, die Niedrigsten der Niedrigen. Ortsansässigen missfiel ihre Anwesenheit, sie lehnten sie ab. Sie konnten aber auch nicht heimgehen. Faktisch gab es nichts mehr zum zurückkehren. Königsberg war von den Bombern der Alliierten in Schutt und Asche gelegt worden. Das Schloß gab es nicht mehr.
Die Rote Armee ließ die Stadt ethnisch säubern, indem sie die verbliebenen deutschen Einwohner tötete, vergewaltigte, demütigte, folterte und aushungerte. Manche sagen, dass diese politische Säuberung der größte Exodus in der Geschichte der Menschheit gewesen sei.
Die Stadt der Könige, Königsberg, gab es nicht mehr.
Als die lutherische Kirche kostenlose Schiffspassagen für Flüchtlinge anbot, ergriff mein Vater die Gelegenheit, um zu packen und mit seiner wachsenden Familie nach Kanada auszuwandern.
Warum erzähle ich euch das? Weil ich mein ganzes Leben lang spüren konnte, dass es in der Seele meines Vaters diesen Schmerz gibt, eine unterschwellige Traurigkeit, eine Leere, ein Heimweh nach der für immer verlorenen Heimat. Aber ich sah auch seinen unerschütterlichen Glauben, dass Gott alles im Griff hat, wenn Politiker außer Kontrolle geraten, selbst wenn politische Kräfte den Verlauf unseres Lebens radikal verändern.
Die Geschichte meines Vaters hat bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der Geschichte der jungen Männer aus dem Buch Daniel, über die Nancy gesprochen hat. Daniel, Hananja, Mischael und Asarja wurden ebenfalls in geopolitische Ereignisse verwickelt, die sich ihrer Kontrolle entzogen.
Zentrales Thema meiner Botschaft heute ist, dass der Himmel über alle irdischen Könige und Reiche herrscht und regiert.
- Wie reagieren wir auf Veränderung in der politischen Landschaft?
- Wie bewahren wir unser Gleichgewicht, wenn Regierende gottlos und repressiv sind und ihre Entscheidungen unser Leben negativ beeinflussen?
- Wie finden wir die Kraft, Stellung zu beziehen, wenn alle anderen sich beugen, obwohl wir wissen, dass uns schwerwiegende Folgen drohen können?
- Wie können wir Autoritäten respektieren, ohne unsere moralischen Überzeugungen zu verletzen?
- Wie überleben wir in einem feindlichen politischen Umfeld?
- Wie können wir in Babylon leben und verhindern, dass Babylon in uns lebt?
Fragen, mit denen die vier jungen Männer, die nach Babylon verschleppt wurden, zweifellos gerungen haben. Und es sind Fragen, mit denen auch du und ich genauso ringen müssen.
Nehmt eure Bibeln und schlagt Psalm 2 mit mir auf. Psalm 2 ist einer der königlichen Psalmen. Er wurde geschrieben, um die Krönung des Königs von Israel und Juda zu feiern. Daniel und seine drei Freunde Hananja, Mischael und Asarja werden diesen Psalm gekannt haben. Nach rabbinischer Überlieferung waren diese vier Jugendlichen von königlichem Blut. Sie waren Nachkommen von König Hiskia. Sie waren Freunde, aber sie waren auch Verwandte, wahrscheinlich entfernte Cousins.
Daniel bestätigt, dass die jungen Männer, die Nebukadnezar verschleppte, jüdische Prinzen und Adlige waren. Sie waren aufstrebende Berühmtheiten in Jerusalem, aufsteigende Stars, gesund, stark und gut aussehend und klug. Die Presse berichtete über sie, so wie sie über die britische Königsfamilie berichtet. Die Öffentlichkeit war fasziniert von ihnen.
Die Schrift sagt uns, dass sie in aller Weisheit geschickt waren, ausgestattet mit Wissen, Verständnis, Gelehrsamkeit und Kompetenz, und das war, bevor der König sie nach Babylon verschleppte.
Diese vier Jugendlichen waren nach jüdisch-königlicher Art erzogen worden. Sie kannten sich also sehr gut aus in der Geschichte der Juden, der Tora und in den Psalmen. Psalm 2 wurde wohl nicht nur studiert, sondern sogar auswendig gelernt, auf Geheiß ihrer königlichen Lehrer. Denn der Krönungspsalm war von besonderer Bedeutung für die königliche Familie. Es war der Psalm, den sie sangen, oder der vorgetragen wurde, als ihre beiden Onkel Joas und Jojakim gekrönt wurden.
Der Psalm eröffnet mit der Frage: „Warum?“ „Warum toben die Völker?“
Angesichts dessen, was diese jungen Männer durchmachten, bin ich sicher, dass sie oft diese Warum-Fragen stellten.
- Warum passiert das alles?
- Warum ist die Welt aus den Fugen?
- Warum tun führende Funktionäre solch einschneidende und schlimme Dinge?
- Warum sind wir machtgierigen Tyrannen ausgeliefert?
Sie hatten guten Grund, den Kopf zu schütteln, wegen des politischen Schauspiels, das zu ihren Lebzeiten stattfand.
Das Heilige Land war ein Magnet für Konflikte. Juda liegt nämlich auf einem schmalen Streifen Land, der die Kontinente Afrika und Asien verbindet.
Alle wichtigen Militär- und Handelsrouten verliefen durch Juda. Die Juden waren oft Großmächten ausgeliefert, die Kontrolle über diese Routen ausüben und wirtschaftlich von Handel und Besteuerung der Waren profitieren wollten.
Jahrhundertelang war das assyrische Reich die Supermacht, die Juda und alle anderen Länder der Region unter seiner Fuchtel hatte. Der assyrische König machte alle anderen Königreiche zu seinen Vasallen und zwang sie zu Tributzahlungen, also Steuern und Abgaben. Juda wurde unterworfen, ebenso wie Babylonien, Medien, Persien und Ägypten.
Aus assyrischen Aufzeichnungen geht hervor, dass König Hiskia einst einen Konvoi zum assyrischen König schickte, der dreißig Talente Gold, 800 Talente Silber, Juwelen, Edelmetalle und eine große Auswahl an wertvollen Schätzen enthielt – Liegestühle aus Elfenbein, Elefantenhäute und Stoßzähnen sowie Jungfrauen für seinen Harem, Tänzerinnen, Sängerinnen und Sänger. Das ist eine schwindelerregende Menge an Geld und Waren.
Dreißig Talente sind mehr als eine Tonne Gold. Achthundert Talente sind mehr als dreißig Tonnen Silber. Der Konvoi zog sich wie die Trucker 2022 in Kanada – eine schier endlose Karawane von Kamelen und Wagen, die den Reichtum Judas, die Tributzahlungen an den assyrischen König auslieferten. Assyrien war wie der gemeine Kerl in der Schule, der alle anderen Kinder drangsaliert: „Gib mir dein Taschengeld, oder ich verprügel dich.“ Das waren keine leere Drohungen.
Als das Nordreich Israel sich weigerte, Tribut zu zahlen, vernichtete Assyrien die Hauptstadt, verbannte Zehntausende von Menschen und annektierte die Region als assyrische Provinz. Die zehn Stämme wurden zerstreut. Das Nordreich Israel hörte auf zu existieren.
„Warum toben die Heiden?“
Wenn man das Leben der vier jungen Adeligen auf einer Zeitachse darstellt, sieht man deutlich, wie massiv der politische Aufruhr war, den sie erlebten. Da war ganz schön was los.
Als die vier Freunde geboren wurden, war Assyrien der größte Tyrann in der Region. Doch dann rebellierte der Vater von Nebukadnezar, ein babylonischer General, und zerstörte die assyrische Hauptstadt. Damals waren die vier jungen Adligen etwa acht Jahre alt. Eine gute Nachricht. Oder?
Aber halt … nicht so schnell. Was ist mit dem Sprichwort: „Von zwei Übeln wählt man besser das, was man schon kennt!“? Ägypten kam dazu und stürmte durch Juda, um Assyrien im Kampf zu unterstützen. König Josia versuchte zwar, den ägyptischen König am Durchkommen zu hindern, wurde aber im Kampf getötet. Und für die nächsten Jahre war dann Ägypten der Tyrann, der Juda herumkommandierte. Nicht gut.
Es wurde nicht besser, als Babylon Ägypten besiegte und die nächste unangefochtene Supermacht der Welt wurde. Im Gegenteil, für die vier jungen Adligen wurde es noch viel, viel schlimmer.
Um Stärke zu zeigen und seine Position zu sichern, griff Nebukadnezar Jerusalem an. Er beauftragte seinen obersten Kämmerer, auf Talentsuche zu gehen und die Besten der Besten ausfindig zu machen, um die Begabtesten und Klügsten zu verschleppen, damit sie ihm in seinem Reich zu Diensten seien. Ihre Anwesenheit in Babylon garantierte, dass sich der König von Juda ruhig verhielt.
Kannst du dir vorstellen, wie sich die Vierzehn-, Fünfzehn- und Sechzehnjährigen fühlten, als sie ausgewählt und für die lange Reise nach Babylon gefesselt wurden?! Gegen ihren Willen wurden sie ihrer Heimat, ihren Familien, dem Ort der Anbetung, ihrer Kultur und sozialem Umfeld entrissen.
In Babylon angekommen, nahm ihnen der oberste Kämmerer ihre Identität. Sie erhielten Namen zu Ehren babylonischer Götter. Am Schlimmsten war der erzwungene medizinische Eingriff, das erniedrigendste und schändlichste, was man einem jüdischen Mann antun kann. Er machte sie zu Eunuchen. Sie wurden kastriert, sollten niemals Kinder zeugen. Dann pfropfte er sie mitten in die Kultur Babylons.
Inklusive babylonischer Haartracht, babylonischer Kleidung und babylonisch möblierten Zimmern. Sie hörten babylonische Musik und lasen babylonische Bücher. Man brachte ihnen babylonische Götter, babylonisches Netflix, babylonische Wellness-Center, Nachtclubs und all die anderen Reichtümer und Vergnügungen nah, alles, was Babylon zu bieten hatte, und das war nicht wenig.
Drei Jahre lang erhielten sie die beste babylonische Ausbildung, inbegriffen war zweifellos auch eine gesunde Dosis politisch korrekter babylonischer Propaganda. Ziel war es, ihnen eine Gehirnwäsche wie beim Stockholm Syndrom zu verpassen, damit sie so viel von ihren Entführern fasziniert waren, dass sie ihrem jüdischen Erbe völlig den Rücken kehrten.
Und die meisten Exilanten taten genau das.
Aber Daniel, Hananja, Mischael und Asarja blieben dem Herrn, ihrem Gott, treu.
Ich glaube, Psalm 2 half ihnen dabei.
Psalm 2 ist ein Gedicht, das aus vier Strophen besteht. Jede Strophe enthält eine grundlegende Wahrheit, die diesen jungen Adligen half, unter Druck und in Zeiten extremer politischer Umwälzungen geerdet zu bleiben. Und diese Wahrheiten können auch uns helfen, fest zu stehen, wenn unsere Politiker verrückt spielen.
Strophe 1, Verse 1-3:
„Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: ‚Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!‘“
Petrus erklärt in der Apostelgeschichte, dass König David diesen Psalm unter der Leitung des Heiligen Geistes dichtete und dass der gesalbte König, von dem dieser Psalm spricht, in erster Linie Gottes Sohn ist, Jesus Christus.
Die Strophe eröffnet mit einem „Warum“. „Warum toben die Heiden?“
- Warum verschwören sich Regierungen und Politiker und schmieden gemeinsam Pläne zum Erlass unsinniger und schädlicher Gesetzen?
- Warum tun sie moralisch verwerfliche Dinge?
- Warum verstehen sie Gottes Weisungen als beengende Fesseln und Stricke, die abgeworfen werden müssen?
- Warum rebellieren sie gegen den Herrn und gegen seinen gesalbten König, Jesus Christus?
- Warum erkennen sie nicht an, dass ER das Oberhaupt ist?
Ich muss zugeben, dass ich in den letzten Jahren wirklich Probleme hatte, als man mit politischen Unruhen konfrontiert war ... die ganze Theatralik und wie die Regierung auf diese Ereignisse reagierte. COVID ganz offensichtlich oben auf der Liste.
Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber die kanadische Regierung verwandelte sich in ein verrücktes Diktatur-System.
- Mütter zahlten Strafen für Spielplatzbesuche mit ihren Kindern.
- Teenager wurden verhaftet, wenn sie im Freien Hockey spielten.
- Der Gang zu Lebensmittel- und Kurzwarengeschäften war erlaubt, aber über ein Jahr durften wir nicht in Gotteshäuser.
- Angst und Unterdrückung waren greifbar. Pastoren, die ihre Gemeinden für Gottesdienstbesuche öffneten, wurden überrannt von SEKs und ins Gefängnis gesteckt.
- Man schrieb uns vor, wer in unsere Häuser durfte, sogar, wen wir im Auto mitnehmen durften.
- Die hasserfüllte Rhetorik und die Sanktionen gegen jene, die zögerten, sich impfen zu lassen, waren unfassbar.
- Viele verloren ihre Arbeit.
- Viele verloren ihre Familien.
- Viele verloren ihren Verstand.
Am Valentinstag rief Justin Trudeau, Kanadas Premierminister, das Notstandsgesetz aus, um die LKW-Fahrer aufzuhalten, die offenbar versuchten, die Regierung mit Hüpfburgen und Hupen zu stürzen.
Das Notstandsgesetz ist eine Kriegsmaßnahme. Im Wesentlichen setzt es alle bürgerlichen Freiheiten außer Kraft und versetzt das Land in den Zustand des Kriegsrechts. Es gibt Premierminister und seiner Polizei die uneingeschränkte Macht, Menschen auszuspionieren, in ihre Häuser reinzustürmen, sie zu verhaften, ins Gefängnis zu werfen und ihre Konten zu sperren – ohne ordentliches Verfahren und ohne jeden Grund, außer dass die Regierung sie verdächtigt, sie könnten Staatsfeinde sein.
Und für mich war das ein Déjà-vu dessen, was mein Vater damals in Deutschland erlebte.
Ich bin leichte Asthmatikerin und bei diesen Nachrichten bekam ich keine Luft. Ich hatte eine Asthma-Panik-Attacke, so stark, dass mein Mann den Notarzt rufen musste, weil ich auf dem Boden lag, ich konnte nicht atmen.
„Warum?“ „Warum toben die Heiden?“
Politik ist ein beliebtes Thema bei uns. Und so ist es kaum verwunderlich, dass zwei meiner Söhne einen Abschluss in Geschichte und Politikwissenschaften haben. Mein Ältester, Clark, wurde dann Anwalt. Ich erinnere mich genau an ein Telefongespräch, das ich letztes Jahr mit ihm hatte. Ich klagte über die Entscheidungen unserer Politiker, und darüber, wie zerstörerisch und zunehmend repressiv sie waren.
Warum tun sie das?
Haben sie nicht die Geschichte studiert?
Wissen sie nicht, wohin das führen kann?
„Warum?“
Nachdem ich einen kurzen Moment über unsere Politik vom Leder gezogen hatte, blieb er kurz still ... und dann „Mama“ sagte mein stets gelassener und logischer Ältester: „Warum fragst du „Warum?“. Liste doch die Herrscher und Imperien in der Geschichte auf, die nicht zu machtgieriger, unbarmherziger Unterdrückung neigten – ohne Christus ist es genau das, was gottlose Herrscher tun, du weißt das.“
Hab ihn gut erzogen?
Das Warum in dieser ersten Strophe ist eine rhetorische Frage, denn die Antwort liegt auf der Hand. Und die erste Wahrheit ist, dass die Politik den zugrunde liegenden geistlichen Kampf deutlich erkennbar wird. Die Frage läuft immer darauf hinaus, wer die Regeln aufstellen darf. Wer ist der Boss? Wer ist mein Boss?
Das ist eine geistliche Frage, so alt, wie die Menschheit selbst. So alt, dass sie im
Garten von der Schlange bei Eva aufgegriffen wurde.
Tür Nummer eins: Du hast das Sagen. Du hast das Recht und das Patent zum Regieren.
Tür Nummer zwei: Gott hat das Sagen. Er hat das Recht und das Patent zum Regieren.
Eva wählte Tür eins. „Ich hab das Sagen.“ Und seither muss die Menschheit mit
den hässlichen Folgen dieser Entscheidung klarkommen.
Wir haben eine Lupe, die im Wohnzimmer in der Mitte meines Couchtisches als Dekoration auf einigen Büchern liegt. Meine Enkelkinder lieben es, damit zu spielen. Sie halten sie hoch, um verschiedene Gegenstände zu betrachten, und dann quietschen sie vor Erstaunen. „Es ist größer! Es ist größer!“
Politik ist wie so eine Lupe. Wenn sich ein Politiker für eine Tür entscheidet, sind die Folgen viel weitreichender, weil sich seine politischen Entscheidungen auf sehr viele Menschen auswirken. Und der Versuchung, stolz zu sein und über andere zu herrschen, die mit jeder Machtposition einhergeht, kann man nur schwer widerstehen.
Die vier Adligen kannten ihren Familienstammbaum wirklich gut. Wenn sie alle schlechten Könige mit dem roten, die guten Könige mit einem grünen und die, die beides waren, mit einem gelben Textmarker kennzeichnen müssten, war ihnen bewusst, dass Rot die vorherrschende Farbe war.
Onkel Josia, der in ihrer Kindheit König war, war ein guter König. Aber Urgroßvater
Manasses Herrschaft war übel. Sie war ausgesprochen abscheulich. Manasse
schlachtete viele unschuldige Menschen.
Jeder, der ihm widersprach – tot.
Nach rabbinischer Überlieferung soll er seinen Großvater mütterlicherseits zu Tode gefoltert haben, den Propheten Jesaja. Er zerteilte ihn mit einer Säge, weil ihm nicht gefiel, was er zu sagen hatte. Der Autor des Hebräerbriefs spielt wohl in Kapitel 11 auf Jesaja an, als er den Glaubenshelden erwähnt, der zersägt wurde.
Der verrückte Urgroßvater Manasse opferte sogar seinen kleinen Sohn einem heidnischen Gott – verbrannte das kostbare Baby bei lebendigem Leib.
Manasse tat Buße in seinen späteren Jahren, aber den Großteil seiner Herrschaft kann man nur als äußerst böse und abscheulich beschreiben. Nur sechs von neununddreißig Königen waren gut. Das sind gerade mal 15 %, und das unter Herrschern, die sich mit Gottes Gesetzen gut auskannten.
Die Politik verstärkt den zugrunde liegenden geistlichen Kampf. In der Politik erleben wir den immerwährenden menschlichen Kampf zwischen Gut und Böse in einem größeren Maßstab, auf ganz großer Bühne. Das sollte uns nicht überraschen.
Lea: Du hast gerade Mary Kassian gehört. Das war der erste Teil von ihrem Vortrag auf der True Woman Konferenz 2022, die unter dem Thema HEAVEN RULES stand. Zwei Wörter mit viel Bedeutung! Das bedeutet: Der Himmel herrscht! HEAVEN RULES über unsere Lebensumstände, HEAVEN RULES über Tod und Leben, HEAVEN RULES über meine Gedanken und Gefühle und HEAVEN RULES über die Geschichte.
Gott hat die vollständige Kontrolle, also können wir Mut fassen.
Mary hat heute angefangen uns Wahrheiten vorzustellen, die wir in Psalm 2 finden. Bis nächste Woche hast du jetzt Zeit darüber nachzudenken und nochmal in Ruhe den Psalm zu lesen.
Vielen Dank, dass du heute zugehört hast. Wenn es dir Gott aufs Herz legt, freuen wir uns, wenn du Belebe unsere Herzen unterstützt. Dazu habe ich ein paar Ideen für dich, denn großzügiges Geben kann sehr unterschiedlich aussehen. Du kannst uns im Gebet unterstützen, durch eine Spende oder indem du deine Zeit bei uns einsetzt. Vielleicht hat Gott dir Gaben gegeben, die du bei uns einsetzen kannst.
Wenn du großzügig und gerne gibst, wird es für dich und für andere ein Segen sein!
Ich hoffe du hörst nächste Woche wieder zu, bei unserer Sendereihe: HEAVEN RULES – der Himmel herrscht. Bis dann.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.