Marie Falk: Heutzutage zeigt sich in der Gesellschaft, dass selbst offensichtliche Sünde immer salonfähiger wird. Hast du dir da jemals gewünscht, in einer Zeit zu leben, die einfacher schien?
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ich bin wirklich froh, dass ich in dieser Zeit lebe, denn wir haben die wunderbare Gelegenheit, der Welt einen anderen Weg zu zeigen. Wir können zeigen, was es bedeutet, als Bürger eines anderen Reiches zu leben, als Bürger des Königreiches Gottes.
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Wenn du jüngere Kinder bei dir hast, solltest du sie vielleicht mit etwas anderem beschäftigen. Denn diese Woche sprechen wir über sexuelle Reinheit. Ein wichtiges Thema, mit dem wir uns alle mehr und mehr auseinandersetzen müssen, denn wir alle sind damit konfrontiert.
Das Thema sexuelle Reinheit ist Teil unserer 12-wöchigen Serie mit dem Titel „Seeking Him - Neu …
Marie Falk: Heutzutage zeigt sich in der Gesellschaft, dass selbst offensichtliche Sünde immer salonfähiger wird. Hast du dir da jemals gewünscht, in einer Zeit zu leben, die einfacher schien?
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ich bin wirklich froh, dass ich in dieser Zeit lebe, denn wir haben die wunderbare Gelegenheit, der Welt einen anderen Weg zu zeigen. Wir können zeigen, was es bedeutet, als Bürger eines anderen Reiches zu leben, als Bürger des Königreiches Gottes.
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Wenn du jüngere Kinder bei dir hast, solltest du sie vielleicht mit etwas anderem beschäftigen. Denn diese Woche sprechen wir über sexuelle Reinheit. Ein wichtiges Thema, mit dem wir uns alle mehr und mehr auseinandersetzen müssen, denn wir alle sind damit konfrontiert.
Das Thema sexuelle Reinheit ist Teil unserer 12-wöchigen Serie mit dem Titel „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Falls du eine Folge verpasst hast, kannst du sie auf unserer Website www.belebeunsereherzen.com nachhören. Hier ist Nancy.
Nancy: Ich möchte diese Woche über etwas sprechen, was mir als eine riesige Last für christliche Frauen auf dem Herzen liegt. Es geht um ein Thema, bei dem meiner Meinung nach unsere Gesellschaft – und vor allem die evangelikale Welt – die Wahrheit besonders nötig hat.
Es geht um sexuelle Reinheit. Ich muss niemandem erzählen, dass die Unmoral sich in unserer Kultur ungezügelt ausbreitet, fast schon wie eine Epidemie. Vor einiger Zeit gab das Magazin Newsweek eine Titelgeschichte heraus. Die Schlagzeile lautete Die neue Untreue: Von Büro-Affären bis zu Internet-Dates – auch immer mehr Ehefrauen gehen fremd (“The New Infidelity: From Office Affairs to Internet Hook-ups, More Wives are Cheating Too”).
Der Artikel, der in vielerlei Hinsicht schockierend war, trägt den Titel Das geheime Leben der Ehefrauen (“The Secret Lives of Wives”). Er beginnt mit der Frage, warum Frauen sich von ihren Ehen abwenden:
„Arbeit, Internet, überfüllte Terminkalender und unaufmerksame Ehemänner – kein Wunder, dass amerikanische Frauen Trost in den Armen eines anderen Mannes suchen.“
Dieser Artikel enthält einige schockierende Statistiken, einige tragische Geschichten. Aber was mich am meisten betroffen gemacht hat, war, dass das ganze Thema als völlig normal dargestellt wurde – als wäre dies einfach der Stand der Dinge und würde auch so bleiben.
Manchmal reden wir so, als wäre diese um sich greifende Unmoral etwas Neues. In Wirklichkeit gibt es sie schon lange Zeit. Schon im ersten Buch der Bibel finden wir Inzest und weit verbreitete und legalisierte Sodomie in Sodom und Gomorrah. Im Alten Testament gibt es Berichte über Prostitution, außerehelichen Geschlechtsverkehr, Vergewaltigung und Ehebruch. Sexuelle Sünde ist kein neues Phänomen.
Du weißt wahrscheinlich, dass die Homosexualität im antiken Griechenland und Rom weit verbreitet war. Sokrates lebte sie. Vierzehn der ersten fünfzehn römischen Kaiser waren praktizierende Homosexuelle. Es ist nicht neu.
Und doch sehen wir heute Statistiken, die einen einfach fassungslos machen. Wir denken uns: „Kann es eigentlich noch schlimmer werden?“ In der Washington Post schrieb Laura Sessions Stepp einen Artikel mit dem Titel Das Kumpel-System: Sex in High School und College: Was hat das mit Liebe zu tun? (“The Buddy System: Sex in High School und College: What's Love Got to Do With It?”).
Darin beschreibt sie die sogenannte „Abschlepp-Kultur“. Vielleicht hast du diesen Begriff noch nie gehört. Manchmal spricht man auch vom „Kumpel-Sex“ („Buddy Sex“). Im Wesentlichen geht es darum, dass Jugendliche mit Freunden eine sexuelle Begegnung haben, ohne Verpflichtung, ohne Romantik – einfach nur den Geschlechtsverkehr, sie gehen keine Bindung ein. Eben die Abschlepp-Kultur, Kumpel-Sex.
Er passiert häufig auf Partys, in Wandschränken, in Badezimmern, im Schlafzimmer der Eltern oder dem der Eltern von Freunden. Und heute sagen viele: „Dating? Das war einmal. Lasst uns einfach diese unverbindlichen Kontakte, diese One-night-stands haben.“
Dazu muss man sagen, dass dies nicht nur kein neues Problem ist, sondern auch kein rein männliches Problem. Zunehmend ist Unmoral auf beispiellose Weise ein Thema bei Frauen.
Eine Eheberaterin berichtete, dass zu Beginn ihrer Tätigkeit vor 20 Jahren nur 10 Prozent der ihr bekannten Fälle von Untreue auf Frauen zurückgingen. Heute sind es fast 50 Prozent. Wenn du dich mit dem Thema beschäftigst, wirst du feststellen, dass Frauen zunehmend von Cybersex und Chaträumen angezogen werden – interessanterweise oft auf der Suche nach Nähe, nach Beziehung.
Gott hat uns für Beziehungen geschaffen, aber viele Frauen suchen sie auf eine Weise, die unerlaubt, schädlich, gefährlich und sogar zerstörerisch ist, anstatt sie dort zu finden, wo Gott sie vorgesehen hat, und zwar in der Beziehung zu Christus und in gesunden, heiligen und heilsamen Beziehungen innerhalb des Leibes Christi.
Frauen werden zum Beispiel von diesen Online-Chaträumen angezogen. Viele Frauen werden schließlich süchtig und beginnen auf Pornoseiten zu surfen. Today's Christian Woman, eine christliche Zeitschrift, machte eine Umfrage unter ihren Leserinnen, und 34 Prozent, also mehr als ein Drittel ihrer Leserinnen gaben zu, sich absichtlich Internetpornografie anzuschauen. Frauen. Wir dachten immer, das sei ein Männerproblem.
Jede sechste Frau – das sind 17 Prozent, und dazu gehören auch Christinnen – kämpft mit einer Pornografiesucht. Und die Sache ist, dass Frauen es nicht nur bei Online-Kontakten belassen. Es bleibt nicht beim Internet.
80 Prozent der Frauen, die regelmäßig Pornografie im Internet konsumieren, setzen das irgendwann auch im echten Leben um. Das ist ein viel höherer Prozentsatz als bei Männern, denn Frauen suchen nach Beziehung. Also werden sie das auch in der Realität ausleben.
Das ist die Welt, in der wir leben. Und ich sage euch eins: Bis Jesus wiederkommt und sein Reich auf dieser Welt errichtet, wird es nicht besser werden. Die Schrift sagt uns, dass es noch schlimmer wird. Wir sollten also in gewisser Weise nicht schockiert darüber sein.
Aber dies ist die Welt, in die wir berufen sind als Gottes Volk Licht und Salz zu sein, Gottes Ebenbild zu sein und die Schönheit und Herrlichkeit der Wege Gottes widerzuspiegeln. Es ist eine dunkle Welt, in der wir berufen sind, als helle Lichter zu scheinen.
Wir haben heute eine unglaubliche Chance. Ich bin wirklich froh, dass ich in dieser Zeit lebe, denn wir haben die wunderbare Gelegenheit, der Welt einen anderen Weg zu zeigen. Wir können zeigen, was es bedeutet, als Bürger eines anderen Reiches zu leben, als Bürger des Königreiches Gottes.
Schlagt bitte in euren Bibeln Epheser 5 auf. Ich möchte eine Stelle lesen, die uns zeigt, wie wir leben und handeln sollen. Was ist unsere Berufung? Was ist unsere Rolle in dieser hochgradig sexualisierten Welt, die ihre Unmoral schamlos offen zur Schau stellt? Wie sollen wir leben?
Epheser 5,1 – und lasst uns im Hinterkopf haben, dass Paulus diesen Text in der Zeit des alten Griechenlands und Roms schrieb, als Unmoral genauso weit verbreitet war wie heute. Paulus sagt diesen jungen Gläubigen: „Werdet nun Gottes Nachahmer.“
Das allein zeigt schon, dass ihr euch von der Welt unterscheiden sollt. Ihr sollt nicht die Welt nachahmen. Ihr sollt euch nicht der Welt anpassen. Ihr sollt nicht wie die Welt sein. Ihr sollt anders sein. Ihr sollt wie Gott sein. Ihr sollt gottesfürchtig leben in dieser dunklen, sexualisierten und unmoralischen Welt. „Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder“.
Er ist euer Vater. Zeigt mit eurem Leben, dass ihr zur Familie des himmlischen Vaters gehört, dass es eine Ähnlichkeit zu ihm gibt. Ihr seid geliebt. Es ist interessant, dass Liebe die Antwort auf die Unmoral dieser Welt ist. Unmoral, außerehelicher Sex, ist die Alternative der Welt zur wahren Liebe. Aber sie ist nicht echt. Sie ist nicht von Dauer. Sie ist eine Täuschung. Sie ist ein billiger Ersatz für die wahre Liebe.
Deshalb sagt Paulus: Ihr seid geliebte Kinder. Und weil Gott euch liebt, heißt es in Vers 2: „Wandelt in der Liebe“. Du kannst in deiner Ehe oder als Singlefrau in dieser Welt wahre Liebe zeigen, weil du von deinem himmlischen Vater auf unglaubliche Weise geliebt wurdest – „gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott“.
Christus hat dich geliebt, also lebe ein Leben der Liebe. Und sieh dir die Liebe Christi an. Sie ist aufopfernd, oder? Er hat sich selbst hingegeben. Ist es nicht interessant, dass das Gegenteil von Aufopferung und Liebe Selbstsucht ist? Und genau das ist eine der Hauptwurzeln sexueller Sünde: Die Selbstsucht. Ich will das, was mir ein gutes Gefühl gibt, was mich befriedigt.
Und in diesem Zusammenhang sagt Paulus in Vers 3: „bei euch“ – also unter euch als Volk Gottes – „[soll] Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht [...] nicht einmal erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt“. Wir werden diese Woche noch genauer darüber reden, was es bedeutet, dass diese Dinge nicht einmal erwähnt werden sollen.
Warum sollen wir reine Frauen sein? Warum sollen wir uns für moralische Reinheit entscheiden? Weil wir zu Gottes heiligem Volk gehören. Und Unmoral passt einfach nicht dazu. Es ist unpassend, wenn Gottes heiliges Volk unheilig lebt.
„Auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung“ (Vers 4). Ist es nicht interessant, dass Paulus Danksagung im Kontext von Umgang mit Unmoral erwähnt? Ich glaube, er macht das, weil Bitterkeit eine weitere Wurzel der sexuellen Sünde ist.
Oft gehen sie Hand in Hand: Ich wurde verletzt; ich wurde verwundet. Heute habe ich mir eine Pause verdient. Bitterkeit und Selbstsucht führen zu Unmoral. Deshalb sagt Paulus, dass wir ein Leben voller Liebe und Dankbarkeit führen sollen, nicht voller Selbstsucht und Bitterkeit.
„Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger (der ein Götzendiener ist), ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes. Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. So werdet nun nicht ihre Teilhaber! Denn ihr wart Finsternis“ – ich war es, ihr wart es – „jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Deshalb wandelt als Kinder des Lichts!“ (Verse 5-8).
- Du wurdest geliebt.
- Du gehörst zu Gottes heiligem Volk.
- Du bist ein geliebtes Kind Gottes.
- Du bist kein Teil des Systems dieser Welt.
- Du gehörst zu einem anderen Reich.
- Du bist Licht im Herrn.
- Deshalb, liebe Frauen, junge Mädchen – lebt als Kinder des Lichts.
Lauren Winner ist eine Single-Frau, von der du vielleicht schon etwas gelesen hast. Sie ist eine hervorragende Schriftstellerin, eine christliche Bestsellerautorin und schreibt für Christianity Today. Sie schrieb einen Artikel mit dem Titel Sex und die unverheiratete Evangelikale (“Sex and the Single Evangelical”).
Ich würde das nicht öffentlich erwähnen, wenn sie es nicht selbst öffentlich gemacht hätte. Aber in diesem Artikel sprach sie offen darüber, dass sie und ihr Freund zu jener Zeit in Unzucht lebten. Sie rechtfertigte sich nicht wirklich dafür, dass sie es taten, und sie war froh, dass ihre Freundin sie darauf angesprochen und kritisch hinterfragt hatte.
Aber sie machte in diesem Artikel auch deutlich, dass viele junge, unverheiratete Christen ja sexuell aktiv seien und dass die Gemeinde dieser Realität ins Auge sehen müsse.
Als ich diesen Artikel las, dachte ich: „Ich kann nicht glauben, was ich da lese.“ Es ist, als würde man sagen: „So ist es nun mal, und wir müssen das akzeptieren und erkennen, dass das die Realität ist.“
In den letzten Jahren habe ich immer wieder junge Frauen getroffen – Bibelschülerinnen, Frauen, die sich auf den Dienst vorbereiten – die in der sexuellen Sünde gefangen, verstrickt und gefesselt waren. Ich erinnere mich, dass nach meinem Vortrag an einem christlichen College eine junge Frau zu mir kam. Sie erzählte mir, dass sie und ihr Freund – beide in Vorbereitung auf die Missionsarbeit – eine unmoralische Beziehung führten. Sie sagte: „Ich weiß einfach nicht, wie ich damit aufhören soll. Ich fühle mich so schuldig, aber ich habe das Gefühl, dass ich es nicht lassen kann.“
Eine andere Frau schrieb vor einiger Zeit und sagte:
„Bitte bete für mich. Ich bin ganz kurz davor, untreu zu werden, obwohl ich einen wunderbaren Mann habe. Ich habe mich mit einem anderen verheirateten Mann sehr unangemessen verhalten. Ich verstehe selbst nicht, was genau ich mir von ihm erhoffe, aber ich will einfach mit ihm zusammen sein. Deine Serie über die törichte Frau hat mir geholfen, mich zurückzuhalten, aber nur für eine Weile. Ich fühle mich, als hätte ich die Kontrolle verloren.“
Als ich diese E-Mail las, kam in meinem Herzen eine sehr starke Regung auf. Ich hatte das Gefühl, dass diese Frau wie jemand in einem brennenden Haus war, und sie wusste es nicht einmal. Jemand musste sie warnen. Ich nahm den Hörer in die Hand und versuchte, ihre Nummer herauszufinden. Das gelang mir nicht, also schrieb ich der Mitarbeiterin in unserem Dienst, die normalerweise auf solche E-Mails antwortet, und sagte zu ihr: „Bitte flehe diese Frau an. Bitte sie eindringlich, die Flucht aus dieser Situation zu ergreifen.“
Ein paar Wochen später erhielt ich eine weitere E-Mail von derselben Frau, diesmal war sie noch verzweifelter. Sie schrieb:
„Ich fühle mich heute Morgen wie gelähmt, während ich versuche, meine Arbeit als Gemeindemitarbeiterin zu erledigen. Ich lese die E-Mails von diesem anderen Mann und frage mich, wie ich aus dieser Situation herauskommen soll, denn jetzt sind wir verliebt.“
Wir hatten schließlich die Gelegenheit, miteinander zu telefonieren. Und ich sage euch: Wenn ihr es nur hören könntet. Junge Frauen, wenn ihr es nur hören könntet. Junge Ehefrauen, wenn ihr es nur hören könntet, wie diese Frau im mittleren Alter ihr Herz ausschüttete, schluchzte und sagte:
„Ich kann nicht fassen, was ich getan habe. Ich kann nicht glauben, wo ich gelandet bin. Ich weiß, dass ich dabei bin, alles zu zerstören, aber ich fühle mich so hilflos. Ich will einfach nicht mehr so weiterleben. Ich will da raus, bevor alles auffliegt und jeder erfährt, wer ich wirklich bin.“
Das war eine Frau, die selbst schon seelsorgerliche Gespräche mit Frauen in ähnlichen Situationen geführt hatte.
Paulus’ Worte in der Schrift sind so aktuell, so praktisch und genau das, was wir in jeder Zeit, in jeder Kultur und für jede Herausforderung brauchen. Paulus schrieb an die Gläubigen zur Zeit des Neuen Testaments, die in einer sexbesessenen Welt lebten und vor denselben großen Versuchungen und Herausforderungen standen, wie wir heute.
Schlag bitte deine Bibel in 1. Thessalonicher 4 auf. Paulus schreibt: „Weiter nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus“ (Vers 1). Wir bitten euch eindringlich. Wir ermahnen euch. Die Frage der Reinheit war für Paulus ein starkes Anliegen. Und sie muss auch für dich von großer Bedeutung sein.
Vielleicht denkst du jetzt: „Mich betrifft das nicht. Ich habe eine glückliche Ehe.“ Aber ich sage dir, dass keine Frau, die gerade zuhört, immun gegen sexuelle Sünde ist. Egal, wie alt du bist. Egal, wie lange du schon verheiratet bist.
Vor kurzem habe ich eine Frau seelsorgerlich begleitet, die seit über 30 Jahren verheiratet ist und gerade eine Affäre hat. Sie ist bekennende Christin. Der andere Mann ist bekennender Christ. Ihr Ehemann ist bekennender Christ. Wie es dazu kommen konnte, kann ich dir nicht sagen, aber ich sage dir: Glaube nicht, dass du davor gefeit bist.
Selbst wenn du nie in so etwas hinein fällst, hast du Freunde und Familienmitglieder, bei denen das geschieht. Paulus sagt: „Wir ermahnen euch.“ Das ist wichtig. Das ist entscheidend. „Weiter nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, dass ihr in dem noch mehr zunehmt, was ihr von uns empfangen habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt“ (Vers 1).
Ich möchte euch inständig bitten, liebe Frauen, die ihr Gott in eurer Ehe ehrt oder euch liebe Frauen, die ihr als unverheiratete Frauen Gott ehrt, indem ihr keusch und rein lebt: Macht weiter so! Aber nicht nur das – wachst darin! Bleibt dran, aber lebt noch mehr in Reinheit. Tut das mehr und mehr.
Vers 3: „Denn das ist der Wille Gottes“. Das ist der Wille Gottes. Ich kann dir sagen, was Gottes Wille für dein Leben ist. Es ist deine Heiligung, deine Heiligkeit, dass das Bild Christi in dir immer mehr Gestalt annimmt.
Und wie sieht das aus? Wie sieht Heiligung aus? „Dass ihr euch der Unzucht enthaltet“. Das Wort enthalten bedeutet „sich zurückhalten, auf Abstand bleiben“. Halte dich so weit wie möglich von der Unzucht fern. Das ist der Wille Gottes: dass du dich von sexueller Unmoral fernhältst.
Lass mich das Ganze kurz zusammenfassen. Ich weiß, dass ihr das eigentlich wisst, aber wir müssen immer wieder daran erinnert werden. Was lehrt die Schrift über das Thema Sexualität? Zunächst einmal bekräftigt die Schrift die erstaunliche Schönheit und Heiligkeit der sexuellen Beziehung in der Ehe. Sie ist etwas Gutes, sie ist heilig.
Körperliche Intimität ist nicht nur ein wesentlicher Ausdruck von Bundesliebe, Einheit und Verbindlichkeit zwischen Mann und Frau, sondern auch ein Weg, sich gegenseitig zu helfen, moralisch rein zu bleiben, indem Mann und Frau einander treu sind.
Deshalb sagt die Schrift zu den Ehemännern und Ehefrauen: „Enthalte deinem Partner körperliche Intimität nicht vor“ (1. Korinther 7,5; sinngemäß). Liebe Frauen, wenn ihr euren Männern körperliche Intimität vorenthaltet, macht ihr sie anfälliger für Sünde. Ich weiß nicht, wie ich das noch deutlicher sagen könnte. Die Schrift lehrt also: „Schenke deine ganze Liebe deinem Mann – körperlich, emotional, mental und geistlich.“ Das ist rein. Das ist gut. Das ist wunderbar.
In gleicher Weise betont die Schrift, dass jegliche sexuelle Aktivität außerhalb der Ehe Sünde ist. Sie ist unheilig. Sie ist verboten, streng verboten. Ich spreche hier von Prostitution, von Ehebruch. Nebenbei bemerkt, kann Ehebruch mehr als nur körperlicher Ehebruch sein. Viele Frauen sind in emotionale Affären verstrickt, die ebenfalls Ehebruch sind.
Die Schrift verbietet vorehelichen Sex. Und auch hier müssen wir feststellen, dass wir heute unsere Definition geändert haben. Die Schrift verbietet nicht nur den eigentlichen Geschlechtsverkehr, sondern jede sexuelle Aktivität außerhalb der Ehe ist unheilig. Dazu gehören Dinge wie Homosexualität, Sodomie und Inzest – Themen, von denen wir vor Jahren nicht gedacht hätten, dass wir sie in der Gemeinde ansprechen müssten. Aber heute müssen wir diese Dinge klar benennen.
Aber innerhalb der Ehe ist sexuelle Aktivität nicht mit Schande verbunden, in keinster Weise. Außerhalb der Ehe sind sexuelle Handlungen falsch und schädlich. Warum? Weil sexuelle Reinheit und sexuelle Treue das Wesen Gottes widerspiegeln.
Und wie ist Gott?
- Er ist ein treuer Gott, der zu seinen Bündnissen steht.
- Er lebt in inniger Gemeinschaft innerhalb der Dreieinigkeit und mit seinem Volk. Es gibt eine Intimität.
- Er hat uns erkauft, um die Braut seines Sohnes, Jesus Christus, zu sein. Christus ist seiner Braut treu.
- Es gibt eine Einheit, die auf Bundesliebe und Verbindlichkeit beruht.
Die körperliche Intimität in der Ehe soll ein Bild sein für Gottes Treue zu uns, für Christi Treue zu seiner Braut und auch für unsere Treue zu ihm.
Wenn wir also die moralische Reinheit verletzen, wenn wir den Ehebund missachten, missachten wir in Wirklichkeit das biblische Bild der Erlösung. Wir missachten den Charakter und das Wesen Gottes. Und letztlich missachten wir auch unser eigenes Wesen, denn wir sind als Ebenbild Gottes geschaffen, um ihn widerzuspiegeln.
Deshalb sagt Paulus zu den Korinthern in 1. Korinther 6,18: „Flieht die Unzucht“ oder „Flieht vor den sexuellen Sünden!” (NeÜ). Lauft weg! Das Wort fliehen bedeutet „weglaufen, entkommen, verschwinden, meiden“. Lauft davon. Flieht davor.
Fliehe vor sexueller Unmoral und stattdessen sei heilig. Das ist der Wille Gottes. Das ist der Weg zum Segen. Dafür wurdest du geschaffen. So erfüllst du deine Bestimmung als Mensch im wahrsten Sinne des Wortes – treu zu sein, keusch, rein und geheiligt. Das ist der Wille Gottes. So gefallen wir Gott.
Marie: Wenn du Gott durch reine Gedanken und reines Handeln gefallen möchtest, hoffe ich, dass du Nancys Gebet gleich zu deinem eigenen machst.
Und ich hoffe auch, dass du es als Lüge erkennst, wenn außereheliche Affären in den Medien mal wieder als attraktiv und erstrebenswert dargestellt werden.
Dazu wird Nancy uns morgen dann mehr erzählen. Lasst uns zum Abschluss beten:
Nancy: O Vater, ich bete, dass wir lernen, das genauso ernst zu nehmen, wie Du es tust. Dass wir Heiligkeit lieben, wie Du es tust, und dass wir das tun, wozu Du uns schufst – nämlich den Bund treu zu halten.
Möge unser Leben als christliche Frauen Dein Wesen widerspiegeln, Du hältst Deinen Bund, Du bist treu. Mögen unsere Ehen die Schönheit Deines Erlösungsplans widerspiegeln: Christus hat sein Leben für seine Braut hingegeben und ist ihr bis in alle Ewigkeit treu.
O Herr, mach uns heilig. Ich bete in Jesu Namen, Amen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
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