Marie: Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth:
Nancy DeMoss Wolgemuth: Hast du ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen? Wenn nicht: Was musst du tun, um ein reines Gewissen zu bekommen? Bist du bereit, die weiße Fahne der Kapitulation zu hissen und „Ja, Herr“ zu sagen?
Als Erstes bitte Gott um Vergebung, denn jede Sünde richtet sich vor allem gegen einen heiligen Gott.
Marie: Herzlich willkommen zurück bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Wir befinden uns in Woche 8 unserer aktuellen Podcast-Serie „Seeking Him: - Neu belebt von Ihm“. Hier ist Nancy.
Nancy: In den letzten Tagen hatten wir die Gelegenheit, das Zeugnis von Rick Lawson über das Prinzip eines reinen Gewissens zu hören und wie sehr dieses Prinzip sein Leben veränderte.
Aber ich würde sagen, dies ist ein Prinzip, das das Leben eines jeden Menschen verändern wird. …
Marie: Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth:
Nancy DeMoss Wolgemuth: Hast du ein reines Gewissen vor Gott und den Menschen? Wenn nicht: Was musst du tun, um ein reines Gewissen zu bekommen? Bist du bereit, die weiße Fahne der Kapitulation zu hissen und „Ja, Herr“ zu sagen?
Als Erstes bitte Gott um Vergebung, denn jede Sünde richtet sich vor allem gegen einen heiligen Gott.
Marie: Herzlich willkommen zurück bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Wir befinden uns in Woche 8 unserer aktuellen Podcast-Serie „Seeking Him: - Neu belebt von Ihm“. Hier ist Nancy.
Nancy: In den letzten Tagen hatten wir die Gelegenheit, das Zeugnis von Rick Lawson über das Prinzip eines reinen Gewissens zu hören und wie sehr dieses Prinzip sein Leben veränderte.
Aber ich würde sagen, dies ist ein Prinzip, das das Leben eines jeden Menschen verändern wird. Heute möchte ich mir Zeit dafür nehmen und euch einige Geschichten von Menschen vorlesen, die sie uns geschrieben haben, die zeigen, wie Gott das Prinzip des reinen Gewissens in ihrem Leben gebraucht hat.
Ich habe mehrere Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen ausgewählt und hoffe, dass sie einen klareren Eindruck davon vermitteln, wie dieses Prinzip in unterschiedlichen Situationen angewendet werden kann.
Zum Beispiel erhielt ich eine E-Mail von einer Unterstützerin unseres Dienstes, die meinen Vortrag zum Thema „Ein reines Gewissen“ gehört hatte. Darin schrieb sie mir:
„Nachdem ich Ihre Sendung gehört hatte, wurde mir bewusst, dass ich auf meinen Nachbarn zugehen musste, dem ich keine Liebe entgegengebracht hatte, so wie ich es eigentlich hätte tun sollen. Ich betete für eine Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Dann fügte sie in Klammern hinzu: (Schon bei dem Gedanken daran begann ich zu zittern, weil ich Angst vor diesem Mann hatte).
Der Herr erhörte mein Gebet heute Morgen sehr schnell, als wir zur selben Zeit unseren Müll rausbrachten. Ich bat ihn um Vergebung für mein hartes Herz ihm gegenüber. Er war verblüfft wegen meiner Entschuldigung und versicherte mir, dass es dafür keinen Grund gäbe.
Ich sagte ihm, wie hart mein Herz ihm gegenüber gewesen sei und dass ich das erkannt hätte. Ich sagte ihm, dass ich mich durch meine Hartherzigkeit an ihm versündigt hätte – auch wenn er gar nicht mitbekommen hätte, was in mir vorgegangen war. Nach außen hin war ich freundlich, aber tief drinnen wusste ich, dass sich eine Wurzel der Bitterkeit in meinem Herzen ausgebreitet hatte.
Wir hatten ein wunderbares Gespräch. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber ich glaube, der erste Schritt zum Frieden ist getan. Danke, Nancy, dass du mich ermutigt hast, mich nach der Bibel zu richten und ein reines Gewissen vor diesem Mann und vor Gott zu haben. Ich weiß, dass der Herr dadurch verherrlicht wurde.“
Diese Frau hat einige wichtige Gründe angesprochen, warum es wichtig ist, ein reines Gewissen zu haben. Sie sagte: „Ich weiß, dass der Herr dadurch verherrlicht wird“, und genau darum geht es letztlich.
Sie sagte: „Der erste Schritt zum Frieden ist getan.“ Das ist es, was Gott von uns möchte – dass wir zuerst mit ihm im Frieden sind und danach auch mit allen anderen Menschen.
Eine andere Frau nahm an einer Konferenz von Revive our Hearts teil, bei der ich über die Bedeutung eines reinen Gewissens sprach. Sie schrieb mir danach:
„Du hast erwähnt, dass körperliche Schmerzen manchmal in direktem Zusammenhang mit geistlichem Schmerz stehen.
Ich hatte schreckliche Nackenschmerzen, als ich zur Konferenz kam und unter anderem etwas über die Heilung von Beziehungen lernte. Tja, und dann habe ich endlich einen Brief an jemanden geschrieben, den ich um Vergebung bitten musste – und meine Nackenschmerzen sind seitdem weg. Gelobt sei der Herr!“
Ich kann dir zwar nicht garantieren, dass alle Beschwerden und Schmerzen verschwinden, wenn du dein Gewissen bereinigst, aber ich habe selbst in meinem eigenen Leben erlebt, wie es sich körperlich wohltuend auswirkt, wenn ich ein reines Gewissen habe.
Hier ist ein weiterer Brief von einer Frau, sie schreibt:
„Du hast davon gesprochen, dass wir unser Gewissen bereinigen und auf die zugehen sollen, denen wir Unrecht getan haben. Du hast uns ermutigt, auf die Überführung durch den Heiligen Geist zu achten und entsprechend zu handeln.
Mir kamen die Tränen, als du sprachst, denn ich wusste, dass ich zu meiner besten Freundin gehen und sie um Vergebung bitten sollte, weil ich sie vor mehr als neun Jahren angelogen hatte. Den ganzen Tag ließ mich der Gedanke nicht los, wie ich es angehen sollte, und gleichzeitig wusste ich, dass es Gott selbst war, der mich dazu drängte. Ich klammerte mich an die Verheißungen, die du uns Zuhörern gegeben hast – daran, welch befreiende und reinigende Kraft ich erleben würde, wenn ich alles vor Gott und meiner Freundin offenlegte.
In jener Nacht, als ich vor Reue bitterlich weinte, schrieb ich meiner besten Freundin, die inzwischen in Kanada lebt, eine E-Mail und erzählte ihr von deinem Vortrag und davon, dass ich sie um Vergebung bitten musste.
Bei meinem Geständnis ging es um etwas sehr Persönliches. Es ging um meine Reinheit zum Zeitpunkt meiner Hochzeit. Aus Angst, ihre Freundschaft zu verlieren, hatte ich meine Freundin damals angelogen. Ich schämte mich und war überzeugt, dass sie von meiner sexuellen Sünde angewidert sein würde, wenn sie die Wahrheit erfuhr.
Ich dachte, sie würde mich für zu sündig halten, um weiterhin Zeit mit mir zu verbringen – also log ich. Über neun lange Jahre hatte mich Satan mit dieser Lüge gequält, indem er mir weismachte, es würde sie zu sehr verletzen, wenn ich sie ihr bekannte. An dem Tag, an dem ich es dann doch tat, versuchte Satan mir einzureden, dass mein Geständnis ihr ungeborenes Kind in Gefahr bringen würde. Ich rief: „Lügner!“ und forderte den Teufel auf zu verschwinden.
Das Beste geschah dann gestern, als meine liebe Freundin mir zurückschrieb. Sie musste auch weinen – aber aus Mitgefühl über den Schmerz, den mir diese Lüge zugefügt hatte; darüber, dass sie mir ihre Liebe nicht genügend gezeigt hatte, sonst hätte ich ja gewusst, dass sie nicht an Bedingungen geknüpft war. Und sie weinte, weil sie erkannte, wie mächtig Gott in meinem Leben wirkte. Er hatte mich überführt, und ich hatte um Vergebung gebeten.
Sie weinte auch wegen meiner Sünde, aber alles, was sie schrieb, drückte Liebe aus, Liebe und noch mehr Liebe. Ich bete, dass Gott meine früheren Sünden und diese befreiende Erfahrung dazu dienen lässt, dass sein Reich gefördert wird. Es hat mich etwas gekostet, mein Gewissen vor Gott und anderen ins Reine zu bringen, aber es war es alles wert!!!“
Und dann kamen drei Ausrufezeichen, denen ich voll und ganz zustimme.
Ich erhielt auch noch einen Brief von jemandem aus dem Team von Revive our Hearts.
Letzten Sommer, als unser Team sich zu unserer jährlichen Mitarbeiterkonferenz traf, überführte Gott das Herz dieser Frau und gab ihr zu verstehen, dass es etwas gab, womit sie sich befassen musste.
Am Ende dieser Woche schrieb diese Mitarbeiterin einen Brief an die christliche Hochschule, an der sie vor einigen Jahren studiert hatte. Sie schickte mir eine Kopie des Briefes, nachdem sie ihn abgeschickt hatte, zusammen mit der Antwort, die sie dann erhielt, und hier ist ein Auszug von dem, was sie an die Schule schrieb:
„Ich besuchte damals einen Ihrer Mathe-Kurse [und sie nannte das Jahr]. Das war damals der schwierigste Kurs für mich, als ich als Erwachsene wieder zur Schule ging, um meinen Abschluss nachzuholen.
Ich habe mit diesem Brief einige Zeit gerungen. Immer wieder überführte mich Gott und erinnerte mich, dass Menschen, die ihm bewusst ungehorsam sind, keinen wahren Frieden finden. Es fällt mir nicht leicht, das zu sagen, deshalb möchte ich hier einfach offen und ehrlich sein.
Beim letzten Test kurz vor der Abschlussprüfung habe ich betrogen. Ich schaute ins Buch, um mir den Lösungsweg noch einmal anzusehen, bevor ich ein paar Fragen beantwortete – was mit Sicherheit verboten war.
Kürzlich kam ich von einer Mitarbeiterkonferenz von Revive our Hearts zurück. Gottes Hand lastete schwer auf meinem Gewissen, denn die ganze Zeit über hatte ich mir gesagt: „Keiner wird es jemals erfahren“ und „Es war doch nur eine Lappalie“.
Aber Gott wusste es, und bei ihm gibt es keine kleinen Sünden. Meine innere Unruhe über Monate und Jahre war furchtbar. Meine Beziehung zu Gott war gestört, und selbst, als ich eine Frauenbibelstunde leitete, schrie der Feind meiner Seele: ‚Du Heuchlerin! Wie kannst du Frauen über den Frieden mit Gott belehren, wenn du selbst so aufgewühlt bist?‘
Während ich diese Worte schreibe, wird mir klar, dass Menschenfurcht das Motiv nicht nur für meinen Betrug war, sondern auch für viele andere Sachen. Menschenfurcht hat in meinem Leben zu Feigheit, Unehrlichkeit – wie in diesem Fall – und Egoismus in anderen Situationen geführt.
Ich habe erkannt, dass alles davon abhängt, vor Gottes Angesicht zu leben. Ohne das Bewusstsein seiner Gegenwart bin ich leichte Beute für Satans Machenschaften. Mehr als alles andere möchte ich ein reines Gewissen haben.“
Sie schreibt: „Ich war eine Musterschülerin und war stolz darauf. Es war nicht so, dass ich geschummelt habe, um nicht durchzufallen. Ich wollte nur, dass die anderen denken, ich sei auch in Mathe gut. Dummerweise ließ ich mich auf Satans Vorstellung von Erfolg ein.
Natürlich ist Gottes Idee von Erfolg ganz anders. Das war eine harte Lektion für mich, aber seit Gott letzte Woche mein Herz verändert hat, will ich treu sein und meinem Vater im Himmel gefallen, egal, ob ich von den Menschen Anerkennung dafür bekomme oder nicht.
Als Akt der Reue und meines Gehorsams vor Gott, gebe ich demütig meine Sünde zu und bitte Sie um Vergebung und Nachsicht. Mir ist bewusst, dass Sie in dieser Sache vielleicht etwas unternehmen müssen, und ich werde Ihre Entscheidung als von Gott annehmen.“
Und dann setzte sie ihre Unterschrift unter den Brief. Wie du dir denken kannst, war es für meine Freundin nicht leicht, diesen Brief abzuschicken. Tatsächlich sagte sie: „Als ich nach unserer Mitarbeiterkonferenz wieder zu Hause war, habe ich tagelang damit gerungen.“
Sie sagte: „Nachdem ich den Brief geschrieben hatte, trug ich ihn zwei Tage lang in einem frankierten Umschlag in meiner Handtasche mit mir herum, bis Gott mich daran erinnerte, dass erst durch meinen Gehorsam die Menschenfurcht beendet sein würde.“
Als sie den Brief – und auch die großzügige Antwort der Schule – mit mir teilte, war sie frei in ihrer Seele und dankbar, dass sie Gott in einer Sache gehorcht hatte, die viele als Kleinigkeit abtun würden. Aber in ihrer Beziehung zu Gott war es zu einer großen Sache geworden.
Manchmal überführt uns der Heilige Geist in scheinbar kleinen Dingen, die wir bekennen und für die wir andere um Vergebung bitten müssen. Aber manchmal geht es auch um große Dinge, bei denen die Entlastung unseres Gewissens kostspielig sein kann.
Ich möchte euch auch einen Auszug aus einem Brief vorlesen, den wir von einem Häftling erhalten haben. Er ist ein regelmäßiger Hörer von Belebe unsere Herzen, und der Dienst hat einen tiefen Einfluss auf sein Leben gehabt. Und dann teilte er uns mit, wie Gott in sein Leben eingriff. Er schreibt:
„Ich lernte Jesus kennen, und ich erlebte in den nächsten drei Jahren eine dramatische Umkehr. Doch dann kam es zu einem hässlichen und drastischen Absturz. In diesem Jahr, wo ich ungehorsam war, kam ich ins Gefängnis wegen Verbrechen, die ich als Drogendealer begangen hatte.
Im Laufe dieser Jahre kämpfte ich mit einer bestimmten Entscheidung, bis ich überhaupt keinen Frieden mehr hatte. Ich schrieb einen Brief an einen Freund, in dem ich die Situation darlegte und ihn fragte, ob meine Gedanken richtig wären.
Dann fing ich an, in Gottes Wort zu forschen, um herauszufinden, was es über Schadenersatz zu sagen hat. Sie müssen wissen, ich hatte noch vier andere Straftaten in Florida begangen, wo man mich nicht erwischt hatte, und der Heilige Geist forderte mich auf, mich zu stellen.
Aber ich versuchte, mein Verhalten schönzureden – obwohl ich deswegen beinahe verrückt wurde. Aber als ich mich dann genauer mit biblischer Wiedergutmachung und dem Sinn hinter diesen Geboten beschäftigte, wurde mir klar, dass es tatsächlich der Geist Gottes war, der mich drängte.
Das bestätigte mir auch der Freund, den ich um Rat gefragt hatte. Am Ende schickte ich dann ein komplettes Geständnis von vier Verbrechen – es waren Raubüberfälle – an den zuständigen Staatsanwalt.
Außerdem gestand ich Verbrechen in Missouri und eins in Texas. Das waren Verbrechen, die ich zehn Jahre vor meiner Bekehrung begangen hatte. Ich bin überzeugt, dass Glaube, Gehorsam und Gerechtigkeit das von mir verlangen. Ich glaube, dass ich dies vom Herrn gehört habe, und das wurde mir auch durch sein Wort und durch einen gottesfürchtigen Christen bestätigt.
Seit dem Geständnis meiner Verbrechen habe ich den größten Frieden in meinem Herzen. Ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft mehr, denn ich weiß, Gott wird sich irgendwie verherrlichen.“
Als er diesen Brief schrieb, hatte er noch immer keine Antwort darauf erhalten, wie die Behörden mit dieser Situation umgehen würden, und er fuhr fort:
„Es kann sein, dass ich lebenslänglich bekomme, aber ich bin bereit, das anzunehmen. Trotzdem hoffe ich, dass Gott sich dadurch verherrlicht, dass ich vielleicht von dieser Strafe verschont bleibe.
Egal was passiert – ich habe nur ein Ziel: Wo ich auch bin, will ich Gott durch den Dienst am Evangelium ehren.“
Und dann unterzeichnete er den Brief mit diesem Vers aus Psalm 40:
„[Er] gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und werden auf den Herrn vertrauen“ (Psalm 40,4).
Nun, es gehört Vertrauen auf den Herrn dazu, ein solches Bekenntnis abzulegen, wenn die Folgen so schwerwiegend sein können. Aber der Mann sagt hier: „Ich will alles tun, was nötig ist, um mit Gott und den anderen im Reinen zu sein, und ich glaube, dass Gott durch dieses Bekenntnis verherrlicht wird.“
Ich möchte schließen mit einigen Zeugnissen aus einer Gemeinde, wo ich vor einigen Jahren zusammen mit einem Team von Life Action Ministries war. Während dieser extra verlängerten Erweckungsveranstaltung wirkte Gott auf außergewöhnliche Weise.
Über mehrere Wochen hinweg durften wir erleben, wie Gott in den Herzen seiner Kinder wirkte. Viele von ihnen reinigten ihr Gewissen von früheren Verfehlungen. Nach dieser Zeit des geistlichen Aufbruchs teilte ein Mann sein Zeugnis mit uns. Er erzählte:
„Mir ging es gut und ich genoss die Zusammenkünfte in vollen Zügen, bis zu dem Abend, an dem der Prediger über Heiligung sprach. An diesem Abend begann Gott, tief verborgene Sünden ans Licht zu bringen, die ich jahrelang verdrängt hatte.
Als ich an den folgenden Tagen die Predigten über ein reines Gewissen und über Bitterkeit hörte, wurde ich zutiefst überführt.
Als ich eines Abends nach Hause kam, fiel ich vor Gott auf mein Angesicht – aber es kam keine Antwort. Ich schrie zu Gott – immer noch keine Antwort. Schließlich schlief ich ein, aber auch da – keine Antwort.
Das Nächste, was ich mitbekam war, dass unser Hund bellte. Ich stand auf, um ihn hereinzulassen, und stellte fest, dass es drei Uhr morgens war. Da erinnerte ich mich daran, dass Gott während dieser Veranstaltung viele Menschen um genau diese Uhrzeit geweckt hatte. Also begann ich zu beten.
Als ich mich zum Beten aufs Sofa gesetzt hatte, brachte Gott mir sieben Namen von Menschen in Erinnerung, die ich um Vergebung bitten sollte. Ich weckte meine Frau und sagte ihr, dass Gott mir gezeigt hatte, was ich tun sollte, um mein Gewissen zu entlasten und frei zu werden.
Ich beschloss, bis zum Morgen zu warten, aber als ich zum Sofa zurückging, forderte mich der Geist Gottes auf: „Tu es jetzt!“ So kam es, dass ich um 3:40 Uhr im Auto auf der Autobahn war. Auf meiner Liste standen meine Schwiegermutter, mein Schwiegervater, die Schwester meiner Frau, ein Pastor, mein Bruder und seine Frau und eine Freundin meiner Frau [und er zählte alle Städte in Indiana und Illinois auf, in denen diese Leute wohnten].
Um sechs Uhr morgens (Indiana-Zeit) erreichte ich das Haus meiner Schwiegereltern. Da es noch dunkel war, fuhr ich zu einem Motel und rief sie an, um sie nicht zu erschrecken. Dann fuhr ich zu ihnen und bat sie um Vergebung für die Verletzungen, die ich ihnen 13 Jahre zuvor zugefügt hatte.
Dann rief ich die Schwester meiner Frau an, die noch nicht bekehrt war, und bat sie um Vergebung für den Schmerz, den ich ihr vor Jahren zugefügt hatte. Ich hatte keine Ahnung, dass ich all diese Jahre in ihrem Leben ein Stolperstein gewesen war, um zu Christus zu kommen.
Dann fuhr ich zu meinem Bruder und meiner Schwägerin, um sie um Vergebung für den Schmerz zu bitten, den ich ihnen zugefügt hatte, als ich als frisch bekehrter Christ ihre Gemeinde verließ.
Der Pastor war der Nächste. Ich hatte Angst, dass er mich verurteilen würde, aber Gott hatte mir bereits seine Gegenwart gezeigt, und ich vertraute darauf, dass er es wieder tun würde.
Wir setzten uns zusammen, und ich bat um Vergebung. Der Pastor war sehr herzlich und vergab mir gerne. Danach reiste ich zurück in meinen Heimatort und bat die Freundin meiner Frau um Vergebung. Ich erlebte sofortige Befreiung.
Zum ersten Mal seit langer Zeit heulte ich wie ein Baby. Von dem Tag an veränderte sich mein Leben radikal, das ich bis dahin für in Ordnung gehalten hatte. Mein Gewissen war rein, meine Seele ist frei, und Jesus lebt sein Leben durch mich.“
Eine andere Person, die an derselben Veranstaltung teilnahm, sagte:
„Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich sechs Jahre alt war, und ich sah meinen Vater nur drei oder vier Mal im Jahr. Mein Vater trank viel, und deshalb schämte ich mich und fühlte mich abgelehnt.
Nach meiner Hochzeit sah ich meinen Vater nicht wieder, obwohl wir in derselben Stadt wohnen. Als meine Kinder kamen, machte es mir nichts aus, meinen Vater nicht zu sehen, weil ich seinen negativen Einfluss auf ihr Leben vermeiden wollte. Er rief uns nie an, und ich versuchte nie, ihn zu treffen.
Als wir anfingen, uns mit Stolz und einem reinen Gewissen zu beschäftigen, zeigte mir Gott, dass ich meinem Vater vergeben und ihn um Vergebung bitten sollte. Zuerst sträubte ich mich dagegen.
Acht lange Jahre waren vergangen, seit ich meinen Vater das letzte Mal gesehen hatte. Doch schließlich ging ich zu ihm, weil ich Gottes Wirken in meinem Leben nicht länger im Weg stehen wollte. Papa nahm mich mit offenen Armen auf. Und das, wovor ich mich am meisten gefürchtet hatte – sein Alkoholproblem – war bereits seit drei Jahren kein Thema mehr in seinem Leben. Ist Gott nicht gut?
Ich habe auch eine jüngere Schwester, die ich seit sieben Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich bat sie um Vergebung für all die Jahre voller Schmerz und Bitterkeit. Wie Gott uns weiter führen wird, weiß ich nicht, aber die Grundlage für weitere Gespräche ist gelegt, und die Bitterkeit ist verschwunden.“
Hier ist ein Bericht, den der Pastor dieser Gemeinde schrieb, um uns mitzuteilen, was Gott in jenen Wochen in der Gemeinde tat. Er sagte:
„Während Gott dabei war, die Herzen zu überführen und zu reinigen, begannen die Menschen zu erkennen, dass es unmöglich ist, mit Gott im Reinen zu sein, ohne auch miteinander im Reinen zu sein.
Der Schwerpunkt der ersten Woche dieser Veranstaltung hatte darauf gelegen, ein reines Herz vor Gott zu haben. In der zweiten Woche ging es vor allem um ein reines Gewissen vor Menschen. Das Volk Gottes verpflichtete sich, beschädigte Beziehungen in der eigenen Familie, im Leib Christi und in der Gesellschaft wieder in Ordnung zu bringen.
Viele wurden von jahrelangen ungelösten Konflikten und Bitterkeit befreit, indem sie sich demütigten, begangenes Unrecht bekannten und um Vergebung baten. Es wurde Wiedergutmachung geleistet für Sünden, die teils 20-30 Jahre zuvor begangen worden waren.
Ein Mann ging in ein Geschäft, um eine Spielzeugpistole zu bezahlen, die er als Jugendlicher gestohlen hatte. Ein anderer erzählte, wie er als Teenager seinen Namen an drei Kirchen in der Umgebung gesprüht hatte. Er ging dorthin zurück und bat um Vergebung.
Ein Mann war auf der Flucht vor dem Gesetz und wurde in zwei Ländern wegen schwerer Verbrechen angeklagt. Er wurde vom Heiligen Geist überführt und ist dabei, sich seiner Vergangenheit zu stellen und Wiedergutmachung zu leisten.
Ein Pastor aus einer Nachbargemeinde erzählte, wie er schon länger versucht hatte, einen Mann mit dem Evangelium zu erreichen. Doch der Mann war verbittert gegenüber Christen und wollte nicht zuhören. Durch die Erweckung ging ein anderer Mann, der ihn um etwa 1.600 Dollar betrogen hatte, zu ihm, bat ihn um Vergebung, zahlte ihm über 600 Dollar zurück und er machte auch einen Plan um den restlichen Betrag komplett zurückzuzahlen.
Der Unbekehrte ging zu dem Pastor, der versucht hatte, ihm Zeugnis zu geben, und fragte: ‚Was ist los? Was ist passiert? Dieser Mann da erzählt mir, dass Gott etwas in seinem Leben bewirkt hat.‘“
Der Pastor fuhr fort: „Wir haben erlebt, wie Menschen, deren Sünde sich auf die ganze Gemeinde ausgewirkt hatte, die Verantwortung für ihre Sünden übernahmen, vor die Gemeinde traten, ihre Sünde bekannten und sie um Vergebung baten. Ein sehr schöner Liebesbeweis fand statt, als die Gemeinde ihnen bereitwillig vergab und schnell dabei war, sie wieder aufzunehmen.
Eine ganz große Bekundung dieser Erweckung fand an jenem Abend statt, als sich 30 - 40 Mitglieder unserer Gemeinde zu einer anderen Gemeinde am anderen Ende der Stadt auf den Weg machten, die sich zehn Jahre zuvor abgespalten hatte, und unsere Leute baten nun dort um Vergebung für ihre Bitterkeit, ihre falschen Reaktionen und ihren Stolz.“
Er sagte: „Der Mann, der zum Zeitpunkt der Spaltung Vorsitzender unseres Diakonenausschusses gewesen war, trat vor die Gemeinde und bat ruhig, demütig und mit zerbrochenem Herzen um Vergebung für sich selbst und für unsere gesamte Gemeinde.
Er erzählte, wie er all die Jahre ein Leben gelebt hatte, in dem er zwar äußerlich alle christlichen Regeln befolgte, aber innerlich voller Stolz, Wut und Groll war. Er sagte: „Mitten in all dem Aufruhr habe ich nicht ein einziges Mal vorgeschlagen, dass wir gemeinsam beten und Gott um Heilung, Weisheit und Gnade bitten.“
„An diesem Abend lagen sich auf einmal erwachsene Männer in den Armen, die sich jahrelang gemieden hatten. Sie weinten und drückten ihre Liebe und Vergebung aus.
Einer der Diakone aus der anderen Gemeinde erzählte, dass er zehn Jahre lang die Straße gemieden hatte, in der einer unserer Diakone wohnte. Eines der ersten Dinge, die er an dem Tag tat, nachdem Gott ihn von seiner Bitterkeit befreit und Versöhnung bewirkt hatte, war, dass er die Straße, in der dieser Bruder wohnte, mehrmals rauf und runter fuhr.“
Der Pastor schrieb: „Die Auswirkungen dieses Vorfalls auf die Gemeinde und die betroffenen Familien sind heute immer noch zu spüren. Tränen der Trauer, des Zerbruchs und der Buße wurden durch Tränen überfließender Freude und Liebe ersetzt, als Mauern von Schuld, Selbstsucht und Stolz unter Gottes Volk niedergerissen wurden.“
Ich denke, aus diesen Beispielen lässt sich die unglaubliche Bedeutung und Macht erkennen, die davon ausgeht, wenn das Volk Gottes ein reines Gewissen hat. Ein reines Gewissen schenkt nicht nur Frieden, Freude und Freiheit unter den Christen; es ermöglicht nicht nur versöhnte Beziehungen, sondern das Potential, wodurch verlorene Menschen um uns herum erreicht werden können, ist enorm.
Stell dir vor, was passieren würde, wenn alle Menschen, die heute diese Sendung hören, die Herausforderung ernst nehmen würden, ein reines Gewissen zu haben und zu behalten. Ich weiß nicht, wie Gott zu deinem Herzen spricht, aber ich bin zuversichtlich, dass Gottes Heiliger Geist in diesen letzten Minuten viele, viele Herzen überführt.
Hat Gott dich auf etwas in deinem Leben hingewiesen? Vielleicht ist es neun Jahre her. Vielleicht hältst du es für eine Kleinigkeit. Vielleicht war es eine große Sache. Vielleicht ist es eine zerbrochene Beziehung, etwas, was du gestohlen hast, jemanden, den du belogen hast, eine zerbrochene Beziehung, die wiederhergestellt werden muss.
Lass mich noch einmal die Frage stellen, über die wir diese Woche in unserer Reihe „Seeking Him: - Neu belebt von Ihm“ nachgedacht haben: Hast du ein reines Gewissen vor Gott und Menschen? Was musst du tun, wenn das nicht der Fall ist, um ein reines Gewissen zu bekommen? Bist du bereit, die weiße Fahne der Kapitulation zu schwenken und „Ja, Herr“ zu sagen?
- Bitte zuerst Gott um Vergebung, denn jede Sünde richtet sich vor allem gegen einen heiligen Gott.
- Und dann sage: „Herr, bei der nächstbesten Gelegenheit, die Du mir gibst, gehe ich zu dieser Person oder diesen Personen und bekenne, was ich getan habe.
- Ich werde sie um Vergebung bitten und es wieder in Ordnung bringen.“
Marie: Nancy wird gleich noch mit uns beten. Und normalerweise würde ich empfehlen, unsere Podcasts bis zum Schluss zu hören. Wenn dir aber beim Hören etwas eingefallen ist, dass du mit jemandem klären musst, dann zögere nicht das sofort zu tun. Lass nichts - auch nicht uns - dich davon abhalten, ein reines Gewissen vor Gott und anderen zu haben.
Wenn wir als Gottes Kinder Dinge untereinander in Ordnung bringen, wird unser Herr dadurch geehrt. Und es ist irgendwie eine freudig aufregende Vorstellung, dass unser heutiger Podcast möglicherweise zur Versöhnung zwischen Menschen beiträgt und so Gott geehrt wird.
Und es passt aber auch so sehr zu unserer Mission als Belebe unsere Herzen: Frauen zu Freiheit, Fülle und Frucht in Christus zu rufen.
Auch Pastoren und Leiter, die die Notwendigkeit eines reinen Gewissens lehren, müssen manchmal ihr Gewissen reinigen. Darum wird es morgen gehen, wenn uns ein paar weise und gottesfürchtige Männer und Frauen im Gebet um Erweckung anleiten.
Hier ist Nancy mit einem Abschlussgebet:
Nancy: O Herr, ich bete, dass Du in den vor uns liegenden Tagen verherrlicht wirst, dass Beziehungen geheilt werden und verlorene Menschen auf das authentische christliche Leben hingewiesen werden, wenn Dein Volk sich quer durchs Land nach einem reinen Gewissen ausstreckt.
Mögen Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit fließen, wo wir Dir in dieser Sache gehorsam sind. Ich bete in Jesu Namen, Amen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.