Marie Falk: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen, schön, dass du wieder eingeschaltet hast! Wir starten heute mit einer persönlichen Frage an dich:
Nancy DeMoss Wolgemuth: Wann hast du das letzte Mal zu einem Familienmitglied, einem Freund oder einem Kollegen diese Worte gesagt: „Es war mein Fehler. Verzeihst du mir bitte?“ Ist das schon länger als – ich sag mal – einen Monat her? Kann es sein, dass du einen ganzen Monat lang nicht gesündigt hast?
Wann hast du das letzte Mal zu deinem Ehemann gesagt: Es war mein Fehler. Vergibst du mir bitte?“ Warum fällt es uns so schwer, diese Worte zu sagen? Warum? Weil wir stolz sind.
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Wir alle brauchen Erweckung. Warum das so ist, hat Nancy uns letzte Woche im Rahmen unserer aktuellen Sendungsreihe „Seeking Him - Neu …
Marie Falk: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen, schön, dass du wieder eingeschaltet hast! Wir starten heute mit einer persönlichen Frage an dich:
Nancy DeMoss Wolgemuth: Wann hast du das letzte Mal zu einem Familienmitglied, einem Freund oder einem Kollegen diese Worte gesagt: „Es war mein Fehler. Verzeihst du mir bitte?“ Ist das schon länger als – ich sag mal – einen Monat her? Kann es sein, dass du einen ganzen Monat lang nicht gesündigt hast?
Wann hast du das letzte Mal zu deinem Ehemann gesagt: Es war mein Fehler. Vergibst du mir bitte?“ Warum fällt es uns so schwer, diese Worte zu sagen? Warum? Weil wir stolz sind.
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Wir alle brauchen Erweckung. Warum das so ist, hat Nancy uns letzte Woche im Rahmen unserer aktuellen Sendungsreihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ erklärt. Seeking Him ist ein Kurs, der Prinzipien für persönliche Erweckung vorstellt.
Vielleicht möchtest du dich auch den Frauen anschließen, die unseren Podcast als Ergänzung zum Kursbuch „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ anhören? Herausgegeben wurde der Kurs jedenfalls vom Rigatio Verlag, falls du da mal stöbern möchtest.
Heute spricht Nancy über eine Grundvoraussetzung für Erweckung.
Nancy: Wir starten nun das zweite Kapitel unserer Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Dieses Kapitel hat das Thema Demut. Im Kurs ist es die zweite Lektion – . Wir wollen den Herrn suchen mit dem Ziel, dass er kommt und, wie Hosea sagt, Gerechtigkeit auf uns regnen lässt. In diesem Kapitel wollen wir über etwas reden, was, wie ich finde, in der Bibel mit am wichtigsten ist, wenn wir den Herrn suchen.
Es ist die Grundlage, um die Gegenwart des Herrn in persönlicher und gemeinschaftlicher Erweckung zu erleben und zu genießen. Es ist der Ausgangspunkt. Wenn wir diesen Schritt auslassen, werden wir niemals Erweckung erleben. Wir werden nie die Nähe Gottes in unserem Leben, in unserer Ehe und in unserem Zuhause erfahren, wenn wir dieses grundlegende Prinzip missachten.
Was ist dieses Prinzip? Gehen wir zu 2. Chronik 7,14. Der Vers ist uns vertraut. Hier steht: „Wenn (...) mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt… “ Was ist der erste Punkt? Demut.
Demut – alle sagen, sie wollen sie haben, aber die meisten von uns erkennen nicht, wie sehr sie uns fehlt und wir sie brauchen. Wenn andere sie nicht haben, fällt es uns schon eher auf, als dass wir diesen Mangel an Demut bei uns selbst bemerken.
In diesem zweiten Kapitel wollen wir uns also über Demut unterhalten und über das Gegenteil, den Stolz. Wenn wir uns mit Stolz beschäftigen, werden wir sehen, wo Gott uns verändern muss und worüber wir Buße tun müssen, um demütige Herzen zu haben.
Jesaja 57,15 zeigt uns, wie wichtig die Demut für Gott ist. „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name der Heilige ist: ‚In der Höhe und im Heiligtum wohne ich‘.“
Siehst du diese Hinweise darauf, dass Gott hoch und erhaben ist? Er ist erhöht. Er ist hoch oben über uns. Gott sagt: „Meine Adresse, der Ort, an dem ich wohne, ist dieser hohe und heilige Ort.“ Er ist nicht von dieser Welt. Er ist ferner außerhalb und höher, als wir uns je vorstellen können.
Aber Gott sagt: „Ich habe noch eine Adresse. Es gibt noch einen anderen Ort, an dem ich wohne, außer dem hohen und heiligen, erhöhten Ort. Ich wohne auch „bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist“ oder bei dem, der „demütigen Geistes“ ist, wie es in der Luther-Übersetzung heißt.
Gott sagt also: „Ich wohne an diesem hohen, erhabenen Ort, weit jenseits dessen, was ihr euch je vorstellen könnt, der unerreichbar für euch ist. Aber ich wohne auch bei denen, nahe bei denen, ich bin zu Hause bei denen, die einen demütigen und zerschlagenen Geist haben „um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen“ (Jesaja 57,15; ELB).
Möchtest du persönliche Belebung und Erweckung erfahren? Der Anfang ist ein zerschlagener und demütiger Geist. Möchtest du Erweckung in deiner Familie erleben? In deiner Ehe? Bei deinen Kindern? Der Anfang ist Demut, ein demütiges, ein zerschlagenes, bescheidenes, zerbrochenes Herz. Der Gott, der hoch und erhaben ist, sagt also: „Ich beuge mich in der Tat herab, um denen zu begegnen, die zerschlagenen, demütigen Geistes sind.“
Wie wir bereits erwähnt haben, ist Stolz das Gegenteil von Demut, also lasst uns darüber sprechen, was Stolz ist. Wie sieht Stolz aus? Wie denkt Gott darüber? Wie können wir Anzeichen von Stolz in unserem Leben erkennen?
Stolz ist Selbst-Erhöhung, Überheblichkeit. Gott sagt: „Ich bin der Hohe und der Erhabene“. Stolz ist es, wenn wir sagen: „Ich bin der Hohe. Ich bin der Erhabene.“ Das war Satans erste Sünde. Sie hat ihm all die Probleme gebracht. „Ich werde Gott-gleich sein.“ Das ist Selbst-Erhöhung.
Uns selbst erheben, denn wenn wir uns selbst erheben, setzen wir Gott zwangsläufig herab. Entspricht das nicht dem, wie das gesamte System Welt tickt? Die Welt vergöttert den Menschen und vermenschlicht Gott. Sie bringt Ihn auf unsere Ebene herab und versucht, uns auf Gottes Ebene empor zu heben.
Stolz ist ein Gefühl der Selbst-Herrlichkeit. Meine Welt dreht sich um mich. Selbst-Zentriertheit. Ich-Bezogenheit. All diese „ich-meiner-mir-mich“ Worte. Stolz.
Jonathan Edwards sagte:
„[Der Stolz] ist … die erste Sünde, die ins Universum hineingekommen ist, und die letzte, die ausgerottet wird. Er ist der hartnäckigste Feind Gottes!
Stolz ist viel schwieriger zu erkennen als jede andere Sünde. Das liegt zutiefst in seiner Natur. Denn eine stolze Person hat eine zu hohe Meinung von sich selbst. Und ist es da nicht naheliegend, dass eine Person, die eine zu hohe Meinung von sich selbst hat, das selbst nicht bemerkt?“
Nochmals… Bei anderen können wir es sehen, aber wenn wir eine zu hohe Meinung von uns selbst haben, ist uns das nicht bewusst. Stolz macht uns blind für unser Versagen, für unsere Schwächen, für unsere Bedürftigkeit. Er lässt uns denken, dass wir kein Problem haben.
Heute spricht man viel über Selbst-Bewusstsein. Man spricht davon: „Ich habe ein schwaches Selbstbewusstsein. Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl.“ Laut der Schrift liegt das Problem genau im Gegenteil. Wir denken so viel an uns selbst, dass wir schnell verletzt sind, wenn andere nicht hoch von uns denken.
Beim Stolz geht es darum, wie ein Autor schrieb: „viel über sich selbst nachzudenken und viel von sich selbst zu halten“. Oswald Sanders sagte: „Selbstgefälligkeit oder Stolz sei die Praxis, viel über sich selbst nachzudenken und zu reden, die Gewohnheit, die eigenen Errungenschaften oder die eigene Bedeutung aufzubauschen. Er führt dazu, dass man alles in Bezug auf sich selbst betrachtet, anstatt in Bezug auf Gott und das Wohl seines Volkes.“
Wir stellen die Frage: „Was macht das mit mir? Die Art, wie sich mein Mann verhält, wie sich meine Kinder benehmen, wie meine Arbeitskollegen mich behandeln, wie das Wetter ist, wie es um meine Gesundheit steht. Was macht das mit mir? Wie fühle ich mich dabei?“ Doch eigentlich sollten wir fragen: Wie denkt Gott darüber? Wie trägt dies zum Wohl seines Volkes bei?
C. S. Lewis drückte es so aus: „Das grundlegendste Laster, das größte Übel, ist der Stolz. Unzucht, Habgier, Trunksucht und so weiter sind im Vergleich dazu nur Flohbisse. Durch den Stolz wurde der Teufel zum Teufel. Stolz führt zu jedem anderen Laster. Stolz ist die komplett anti-göttliche Grundeinstellung.“
Wie ernst ist es also, stolz zu sein? Bitte schlag mit mir Sprüche 26 auf. Hier wird in einer Reihe von Versen ein Kontrast aufgezeigt, der uns hilft, zu erkennen, wie ernst Stolz zu nehmen ist. Wir werden in den ersten 12 Versen ein Wort finden, das wiederholt auftaucht, und zwar das Wort „Narr“. In diesem Abschnitt geht es zunächst um einen Narren.
Vers 1: „Wie der Schnee zum Sommer und der Regen zur Ernte, so wenig passt Ehre für den Narren.“ Die Ehre passt nicht zu einem Narren, so wie der Schnee nicht zum Sommer passt.
Vers 3: „Dem Pferd eine Geißel, dem Esel einen Zaum, und dem Narren eine Rute auf den Rücken!“ So muss man also mit einem Narren umgehen.
Schauen wir uns Vers 6 an: „Es haut sich die Füße ab und muss Ärger schlucken, wer seine Angelegenheiten durch einen Narren besorgen lässt.“ Er nützt niemandem. Man bringt sich selbst in Schwierigkeiten, wenn man Aufgaben von einem Narren erledigen lässt.
Vers 7: „Die Beine des Lahmen hängen schlaff herunter: so ist ein weiser Spruch im Mund der Toren.“ Narren besitzen keine Weisheit; also was hilft es, wenn sie weise Dinge sagen? Sie sind unnütz in ihrem Mund.
Vers 8: „Wie wenn man einen Stein in der Schleuder festbindet, so ist's, wenn man einem Toren Ehre erweist.“ Wenn man einen Stein in einer Schleuder festbindet, was wird dann passieren, wenn man ... [ihn versucht wegzuschleudern]. Er bleibt da, wo er ist. Es wird gar nichts passieren. Er trifft sein Ziel nicht. Der Schreiber sagt, das ist dasselbe, wie wenn man einem Narren Ehre erweist. Es ist Dummheit.
Vers 9: „Ein Dorn geriet in die Hand eines Trunkenen und ein Spruch in den Mund der Toren!“ Er taumelt herum. Er ist betrunken. Er sieht nicht, was er tut, und stößt aus Versehen mit der Hand an einen Pfahl oder einen Dorn. Ich denke, er spürt es nicht einmal. Er weiß nicht, was er tut. Er bemerkt nicht, was gerade passiert. So ist ein weiser Spruch im Narrenmund.
Vers 10: „Ein Schütze, der alle verwundet...“ Jemand nimmt Pfeil und Bogen und schießt wahllos um sich. „Ein Schütze, der alle verwundet, so ist, wer einen Toren und Dahergelaufenen in Lohn nimmt.“ Narren richten eine Menge Schaden an. Sie sind lebensgefährlich.
Vers 11, da haben wir ein ziemlich abstoßendes Bild: „Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt, so ist ein Narr, der seine Dummheit wiederholt.“ Er kehrt wiederholt zu ihr zurück.
Nachdem wir diese 11 Verse gelesen haben, ist meine Frage: Wer möchte ein Narr sein? Es ist doch einfach abschreckend, ein Narr zu sein. Sehen wir uns nun Vers 12 an. „Siehst du einen Mann, der sich selbst für weise hält, so kannst du für einen Toren oder für einen Narren mehr Hoffnung haben als für ihn!“ Gibt es etwas Schlimmeres, als ein Narr zu sein? Ja, und zwar stolz zu sein.
Was sagt Gott zu Stolz? Er sagt in Sprüche 8, dass er ihn hasst (vgl. Vers 13). Er hasst Stolz und Übermut und den Weg des Bösen. In Sprüche 16 sagt er, dass der Stolz ein Gräuel für ihn ist (vgl. Vers 5). Gott verabscheut Stolz. Gott ist der Einzige, der hoch und erhaben ist.
Wir erheben uns selbst, wenn wir uns selbst zum Mittelpunkt machen. Gott sagt: „Das ist mir ein Gräuel. Ich hasse es.“ In der Tat ist, laut der Bibel, die abscheulichste Sünde, deren man sich schuldig machen kann, die Sünde des Stolzes.
Normalerweise betrachten wir den Stolz nicht als eine so große Sünde. Wenn wir an schreckliche, abscheuliche Sünden denken, fallen uns vielleicht sexuelle Perversionen ein oder massive Bösartigkeit, die Teil unserer Kultur sind – Sünden, die uns nicht unbedingt betreffen mögen.
Doch Gott erwähnt diese Dinge nicht einmal, wenn er in Sprüche 6 sieben Dinge aufzählt, die ihm ein Gräuel sind. Den Stolz erwähnt er aber sehr wohl. Er steht ganz oben auf der Liste der Dinge, die Gott ausdrücklich hasst (vgl. Verse 16-17).
„Denn der Herr ist erhaben,“ Psalm 138, Vers 6, „und sieht auf den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von ferne.“ Gott ist erhaben. Er sagt: „Ich beuge mich herab, um die Demütigen zu erheben, die Niedrigen, bei denen Gott im Mittelpunkt steht und nicht sie selbst.“ Gott sagt: „Wenn du arrogant bist, wenn du stolz und selbst-zentriert bist, werde ich dich auf Abstand halten. Ich kann mich dir nicht nahen. Ich werde dich nur von ferne kennen.“
Wir werden uns Gott nie nahen können, solange wir dem Heiligen Geist nicht erlauben, diese Wurzeln und Erdklumpen des Stolzes umzugraben. Sie halten uns von Gott fern. Sie verhindern die Gegenwart und das Wirken der Kraft Gottes in unseren Gemeinden. Die Wurzel ist der Stolz.
Nun sagst du: „Gut, ich möchte demütig sein.“ Wie kann ich wissen, ob ich demütig bin? Wie komme ich dahin, und was kann ich machen, um demütig zu werden?
Ich möchte gerne lesen, was C. S. Lewis dazu zu sagen hatte. Also: „Wenn jemand Demut erlangen möchte, kann ich ihm, glaube ich, den ersten Schritt sagen.“ Möchtest du es hören? „Der erste Schritt ist, zu erkennen, dass man stolz ist.“ Er sagte: „ Wer meint, nicht eingebildet zu sein, ist in Wirklichkeit sehr eingebildet.“
Also, ich mag das Zitat nicht so sehr, aber ich denke, es steckt viel Wahrheit darin.
Ich möchte nun mit euch 30 mögliche Anzeichen von Stolz durchgehen. Die meisten davon sind mir sehr gut bekannt, weil es Dinge sind, die ich so oder ähnlich in meinem eigenen Herzen gesehen habe. Versuche nicht mitzuschreiben. Diese Liste wird als Dokument zur Verfügung stehen. Aber du kannst Folgendes tun: Du könntest dir notieren, welche Punkte auf dich zutreffen.
Wenn ich nun durch diese Liste gehe, schau, auf welchen Punkt der Heilige Geist sozusagen seinen Finger legt und sagt: „Das sehe ich manchmal bei dir oder meistens oder sehr oft.“ Was sind nun einige Eigenschaften und Anzeichen von Stolz? Die Fragen können helfen, Bereiche im Leben zu identifizieren, wo wir ein Problem mit Stolz haben.
- Schaust du auf Menschen herab, die weniger gebildet sind als du selbst, weniger wohlhabend, weniger kultiviert oder weniger erfolgreich?
- Hältst du dich selbst für geistlicher als deinen Partner oder die Menschen in deiner Gemeinde oder die Kollegen bei der Arbeit oder andere Gläubige? Hältst du dich für geistlicher als andere Gläubige, die du kennst?
- Hier eine weitere Frage: Bist du voreingenommen gegenüber Menschen, die einen anderen Lebensstil haben als du? Die sich anders kleiden, die ihre Kinder auf andere Schulen schicken, ihre Freizeit anders verbringen. Denk an andere Gläubige, die du kennst. Neigst du dazu, sie zu verurteilen? Du denkst vielleicht, das machst du nicht. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du die fragen, die dich wirklich gut kennen: „Wirke ich auf dich so, als würde ich andere Menschen verurteilen, die einen anderen Lebensstil haben als ich?“
- Und eine weitere Frage: Findest du bei Menschen schnell Fehler und äußerst sie dann auch anderen gegenüber? Hast du eine spitze, kritische Zunge? Wir würden es vielleicht scharfsinnig oder analytisch nennen, wenn wir so reden.
- Und eine weitere Frage: Korrigierst oder kritisierst du häufig deinen Partner oder deinen Pastor oder andere Menschen in Führungspositionen – die Lehrer deiner Kinder, den Jugendleiter? Denk an die Menschen in deinem Leben, die Führungspositionen innehaben. Bist du schnell dabei, sie zu korrigieren oder zu kritisieren? Direkt oder anderen gegenüber?
- Bist du stolz darauf, dass du deinen Zeitplan einhältst? Wie diszipliniert du bist? Wie viel du schaffen kannst? Du bist ein Macher, du leistest viel. Ist das etwas, worauf du stolz bist?
- Bist du davon getrieben, von anderen anerkannt, gelobt und angenommen zu werden? Brauchst du immer jemanden, der dir auf die Schulter klopft, der dir sagt, wie gut du etwas machst, weil du sonst entmutigt bist? Bist du getrieben davon, Anerkennung von anderen zu bekommen?
- Bist du streitsüchtig? Musst du immer das letzte Wort haben? Denk darüber nach, wie es in den letzten ein, zwei Tagen bei dir zu Hause war. In den Sprüchen heißt es, dass Streit nur durch Stolz entsteht. Wo es also Streit gibt... „Ja“, sagst du, „ich weiß. Mein Mann ist stolz. Darum haben wir bei uns zu Hause ja auch so viel Streit.“ Nein, es braucht mehr als einen stolzen Ehemann, damit es in einem Haus Streit gibt. Es sind ein stolzer Ehemann und meistens auch eine stolze Ehefrau. Bist du streitsüchtig?
- Denkst du normalerweise, dass deine Art etwas zu machen die richtige ist, die einzige und beste? Denk daran, wie du deine Küche in Ordnung hältst, und dann kommt dein Mann, und er macht es anders. Ist deine Art, es zu machen, die richtige? Muss alles so gemacht werden, wie du es willst?
- Bist du empfindlich, reizbar, schnell beleidigt? Werden deine Gefühle leicht verletzt? Das ist ein weiteres Anzeichen für geistlichen Stolz, von dem Jonathan Edwards sprach – Menschen, die sich schnell angegriffen fühlen. Er sagte:
- Wie sieht es bei dem folgendem Punkt aus? Versuchst du, (nach außen hin) den Schein zu wahren? Versuchst du, besser dazustehen, als es in Wirklichkeit der Fall ist? Wenn du wissen willst, ob das zutrifft, stell dir diese Frage: Wären die Menschen aus deiner Gemeinde schockiert, wenn sie sehen würden, wie du dich zuhause verhältst, in deinen eigenen vier Wänden?
- Noch ein Punkt: Fällt es dir schwer zuzugeben, dass du dich geirrt hast? Fällt es dir schwer zu sagen: „Ich liege falsch.“? Oder wartest du darauf, dass die andere Person zugibt, sich geirrt zu haben?
- Fällt es dir schwer, Gott oder anderen deine Sünden zu bekennen? Und zwar nicht nur allgemein. Wir sagen ja alle: „Ich will mich bessern. Ich möchte den Herrn mehr lieben. Ich möchte mehr in der Bibel lesen.“ Aber kannst du konkret werden? Zum Beispiel: „Ich liebe Essen. Ich liebe Fernsehen. Ich liebe Unterhaltung mehr, als ich Gott liebe.“ Ich meine die konkreten Einzelheiten. Findest du es schwer, diese zu bekennen?
- Bist du übermäßig schüchtern? Du sagst vielleicht: „Schüchternheit? Was hat das mit Stolz zu tun?“ Übermäßige Schüchternheit kann ein Zeichen für Selbst-Zentriertheit sein. Was denken andere Leute über mich? Das kann ein Hinweis auf eine subtile Form des Stolzes sein.
- Fällt es dir schwer, in der Gemeinde auf neue Menschen zuzugehen und freundlich zu ihnen zu sein? Bleibst du lieber in deiner Freundesgruppe und gehst weniger auf neue Leute zu? Das könnte Stolz sein.
- Verteidigst du dich, wenn man dich kritisiert oder korrigiert? Diese Wut, die in dir aufsteigt, was ist das? Sie ist eine Frucht, die aus der Wurzel des Stolzes empor wächst. Warum werden wir ärgerlich, wenn uns jemand kritisiert? Wir zeigen diese Wut vielleicht nach außen nicht, aber innerlich ist sie da. Weil wir in unserem Stolz verletzt sind.
- Bist du perfektionistisch? Das ist möglicherweise ein weiteres Anzeichen für Stolz. Wie du deinen Haushalt führst, wie du deinen Job machst, wie du deine Kinder erziehst. Bist du Perfektionistin? Alles muss einfach perfekt sein, sonst wirst du ungeduldig und ärgerlich über Menschen, die es nicht sind.
- Neigst du dazu, deinen Partner kontrollieren zu wollen? Übrigens, wenn du dir nicht sicher bist, frag deinen Partner.
- Unterbrichst du Menschen häufig, wenn sie reden? Der Herr sprach wirklich zu mir in diesem Punkt, als ich an dieser Liste arbeitete. Mir wurde klar: Wenn ich jemanden unterbreche, wenn er spricht, sage ich damit im Grunde Folgendes: Was ich zu sagen habe, ist wichtiger, als das, was du zu sagen hast. Das ist Stolz.
- Beklagst du dich oft über das Wetter, deine Gesundheit, deine Lebensumstände, deine Arbeit, deine Gemeinde? Wie kann das Stolz sein? Du denkst unterbewusst, du verdienst etwas Besseres. Es sollte mir nicht passieren.
- Redest du zu viel über dich selbst? Machst du dir mehr Gedanken über deine Probleme, deine Bedürfnisse und deine Belastungen als über die Anliegen anderer Menschen?
- Bist du besorgt darüber, was andere über dich denken? Über deinen Ruf und den Ruf deiner Familie? Übrigens: Das ist oft die Motivation hinter unserer Kindererziehung, nicht wahr? Mütter fragen sich: „Was werden die Leute denken, wenn mein Kind so ist?“ Das kann Stolz sein.
- Versäumst du es, Gott, deinem Partner und anderen Menschen für die kleinen Dinge zu danken? Eine undankbare Herzenshaltung, das ist Stolz.
- Vernachlässigst du das Gebet und das Lesen von Gottes Wort? Wie kann das Stolz sein? Nun, du sagst damit, ich kann mein Leben ohne Gott leben. Ich komme ohne ihn zurecht.
- Verletzt es dich, wenn deine Leistungen oder dein Dienst nicht anerkannt oder belohnt werden? Bei dir zu Hause? Auf der Arbeit? In deiner Gemeinde?
- Stoßen Regeln bei dir auf Ablehnung und Widerwillen? Bei wem ist das nicht so? Fällt es dir schwer, dir sagen zu lassen, was du tun sollst? Hast du ein Problem mit Autoritäten? Das ist Stolz.
- Nimmst du an bestimmten Veranstaltungen nicht teil aus Angst, dich zu blamieren oder dumm dazustehen? Vermeidest du es, mit bestimmten Menschen zusammen zu sein, weil du dich im Vergleich zu ihnen minderwertig fühlst, oder du dich nicht mit ihnen messen kannst?
- Fühlst du dich unwohl, Menschen zu dir nach Hause einzuladen, weil es dir nicht schön genug vorkommt oder weil du dir kein aufwändiges Festmahl leisten kannst?
- Hast du Mühe, andere um Hilfe zu bitten? Um praktische Hilfe oder auch geistliche Hilfe? Vielleicht hast du so einen unabhängigen Geist. Ich schaffe das allein. Ich brauche keine Hilfe.
- So kannst du deinen Stolz messen: Wann hast du das letzte Mal zu einem Familienmitglied, einem Freund oder einem Kollegen gesagt: „Es war mein Fehler. Verzeihst du mir bitte?“
Ist es schon länger als – ich sag mal – einen Monat her? Kann es sein, dass du einen ganzen Monat lang nicht gesündigt hast? Wann hast du das letzte Mal zu deinem Ehemann gesagt: „Ich bin im Unrecht. Verzeihst du mir bitte?“
Warum fällt es uns so schwer, diese Worte zu sagen? Warum? Weil wir stolz sind. Wir müssen uns demütigen, um diese Worte sagen zu können.
Ich möchte jetzt noch eine letzte Frage einwerfen: Überlegst du, wie viele dieser Punkte auf jemanden zutreffen, den du kennst? Und hast den Eindruck, dass das Meiste nicht wirklich auf dich zutrifft? Und möchtest etwa einem Dutzend Menschen den Link zu diesem Podcast weiterleiten? Könnte das ein Anzeichen von Stolz sein?
Gott sprach durch den Propheten Obadja zu den Menschen in Edam. Obadja Kapitel 1, Vers 3, und er sagte: „Der Hochmut deines Herzens hat dich verführt.“ Der Stolz deines Herzens hat dich verführt. Er macht uns blind.
Spurgeon sagte zu diesem Vers: „Stolz ist Selbstbetrug. Wer sicher ist, dass er keinen Stolz hat, ist wahrscheinlich der Stolzeste von allen. Wer stolz auf seine Demut ist, der ist wirklich stolz. Wenn wir glauben, dass wir nicht getäuscht wurden, beweist das vielleicht nur, wie vollkommen die Täuschung ist, unter der wir uns abmühen.“
Es ist also wichtig, dass wir sagen: „Herr, bitte zeig mir, wo ich mich selbst betrüge.“ Hat mich der Stolz meines Herzens verführt, so dass ich nicht sehen kann, was Gott sieht? Hat der Stolz deines Herzens dich verführt, dich blind gemacht für den wahren Zustand deines Herzens?
Suche den Herrn und bete: „Herr, zeig mir, was Du siehst. Offenbare mir mein Herz. Lass es mich so sehen, wie Du es siehst. Zeige mir den Stolz meines Herzens. Ich will Buße tun. Ich will mich demütigen vor Dir. Ich will Dir Recht geben, bitte mach mein Herz zu einem Ort der Demut.“ Das ist der Ausgangspunkt für Erweckung.
Marie: Der Ausgangspunkt für Erweckung. Diese Botschaft heute über Demut erinnert mich an eins von Nancy´s Büchern: „Zerbruch - Neu belebt von Gott“. Das ist ein so bereicherndes Buch, das ich super gern empfehle. Und ich bin mir sicher, es wird auch dich ganz neu über Stolz und Demut denken lassen.
Und Nancy hat eben 30 mögliche Anzeichen von Stolz aufgeführt. Wir haben diese Anzeichen den Anzeichen demütiger Menschen gegenübergestellt und für dich in einer Broschüre erfasst. Diese Gegenüberstellung stammt ursprünglich aus dem Buch: „Zerbruch - Neu belebt von Gott“, was ich eben schon empfohlen habe. Schau dir die Broschüre im Transkript zur heutigen Sendung auf unserer Website belebeunsereherzen.com an.
Was passiert, wenn wir sagen: „Nein, danke, Demut ist nichts für mich.“?
Morgen wird Nancy diesen Gedanken aufgreifen. Also sei wieder dabei, wenn es heißt „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Wir freuen uns auf dich!
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
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