Lea Köster: Hier ist eine wichtige Erinnerung von Nancy DeMoss Wolgemuth.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Jesus sagte: „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute“ (Matthäus 7,24).
Als dann ein Wolkenbruch niederging und die Stürme tobten – und sie werden kommen, rechne damit – prallten sie gegen dieses Haus. Aber nichts konnte es zerstören, weil es auf einem Fundament gebaut war – auf dem Fundament des Gehorsams gegenüber dem Wort Christi. Dieses Fundament war bereits gelegt.
Du kannst das Fundament nicht bauen, wenn der Sturm schon tobt. Du baust es jetzt. Wir bauen es heute für die Zukunft.
Lea: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, Autorin von Ort der Stille – meinem Lieblingsbuch von Nancy. Ich bin Lea Köster.
In dieser Reihe …
Lea Köster: Hier ist eine wichtige Erinnerung von Nancy DeMoss Wolgemuth.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Jesus sagte: „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute“ (Matthäus 7,24).
Als dann ein Wolkenbruch niederging und die Stürme tobten – und sie werden kommen, rechne damit – prallten sie gegen dieses Haus. Aber nichts konnte es zerstören, weil es auf einem Fundament gebaut war – auf dem Fundament des Gehorsams gegenüber dem Wort Christi. Dieses Fundament war bereits gelegt.
Du kannst das Fundament nicht bauen, wenn der Sturm schon tobt. Du baust es jetzt. Wir bauen es heute für die Zukunft.
Lea: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, Autorin von Ort der Stille – meinem Lieblingsbuch von Nancy. Ich bin Lea Köster.
In dieser Reihe haben wir viel praktisches Wissen darüber gewonnen, wie wir Gottes Wort verstehen und anwenden können. Nancy hat heute eine sehr persönliche Warnung an uns – darüber, was geschieht, wenn wir nicht in Gottes Wort eintauchen und es nicht in uns aufnehmen.
Nancy: Einige von euch haben das vielleicht schon einmal von mir gehört: Auf meinem eigenen Glaubensweg gab es eine Zeit, in der mein Terminplan sehr zermürbend war. Meine gewohnten Abläufe schienen nicht mehr da zu sein. Etwa achtzehn Monate lang war ich überwiegend unterwegs. Es war eine schnelle, intensive Zeit – ständig auf Reisen – und ich arbeitete an einem größeren Projekt.
Ich diente dem Herrn – ich tat viele Dinge für ihn – aber irgendwann wurde mir bewusst, dass ich mich von dieser innigen Beziehung zum Herrn entfernt hatte, nach der ich mich immer gesehnt und die ich in anderen Phasen meines Lebens schon erfahren hatte. Als ich genau wissen wollte, was in dieser Zeit eigentlich geschehen war, erkannte ich, dass ich angefangen hatte, in meiner Zeit mit dem Herrn Abkürzungen zu nehmen.
Ich bin in einem Zuhause aufgewachsen, in dem großer Wert auf die tägliche Andachtszeit mit Gott gelegt wurde. Es war überhaupt nicht etwas, was uns aufgezwungen wurde, aber es wurde uns vorgelebt – mit solcher Überzeugung, dass ich wusste: Das ist wichtig.
Also habe ich meine Andachtszeit nicht völlig vernachlässigt – aber das war auch alles, was ich tat. Ich habe es später so beschrieben: Es war, als wäre ich immer durch ein „Drive-through“- Restaurant gefahren. So hatte ich auch in meinen Zwanzigern gelebt – was das Essen anging.
Ich war ständig unterwegs, habe mir ein Fast-Food-Menü ins Auto geholt, einen Taco, irgendetwas – und dann diese Mahlzeit auf dem Weg zum nächsten Termin hastig verschlungen. Das war in meinen Zwanzigern vielleicht okay – aber als ich dreißig wurde, merkte ich, dass ich mich, rein körperlich, nicht wohl fühlte. Ich musste meine Ernährung umstellen – bewusster und gesünder essen. Und das tat ich dann auch.
Nun, geistlich gesehen, stellte ich am Ende dieser langen, stressigen Phase fest, dass ich auf dieselbe Art und Weise gelebt hatte – ich ernährte mich von geistlicher Fast-Food Speise. Ich schnappte mir mein kurzes Gebet hier und ein paar Verse aus den Sprüchen da und hoffte, das würde reichen. Ich glaube, ich wollte mich einfach nicht schlecht fühlen, weil ich in den Tag gestartet war, ohne Verbindung mit dem Herrn gesucht zu haben. Aber in Wirklichkeit hatte ich keine Gemeinschaft mit ihm gehabt.
Ich sprach mit anderen darüber, wie wichtig es ist, eine lebendige Verbindung mit dem Herrn zu haben. Ich tat äußerlich einige Dinge, die nach „Gemeinschaft mit dem Herrn“ aussahen – aber ich pflegte nicht die Beziehung zu ihm.
Ich bin nicht eines Morgens aufgewacht und habe beschlossen: „Ich höre jetzt auf, meine Stille Zeit zu haben. Ich nehme jetzt mal ein paar Abkürzungen.“ Nein, ich habe das nicht bewusst und absichtlich gemacht. Ich schaue aber zurück und erkenne: Genau das ist passiert. Und ich merkte schließlich, dass ich geistlich ausgehungert war – ich war schwach, kraftlos, frustriert – und fühlte mich innerlich weit entfernt vom Herrn.
Man gerät nicht über Nacht in so ein Tief – und man kommt auch nicht in einem Tag wieder da heraus.
Aber Gott war so gnädig, wie er es immer ist. Er öffnete mir die Augen und das Herz, damit ich sehen konnte, was geschehen war. Er schenkte mir einen Geist der Buße und der Zerbrochenheit darüber, dass ich ihn vernachlässigt hatte – mitten in all dem Tun für ihn.
Ich wurde sehr an die Stelle in Lukas 10,40-42 erinnert, wo Martha so abgelenkt und bedrückt war von all dem, was sie für den Herrn tat – und den Herrn selbst aus den Augen verlor. Sie arbeitete für den Herrn – und verpasste ihn dabei.
Als ich das verstand, bekannte ich es dem Herrn. Ich gab ihm Recht und bat ihn, ein neues Werk seiner Gnade in meinem Herzen zu tun. Und damals – um meine Beziehung zum Herrn gewissermaßen wieder in Gang zu bringen … Ich würde ganz sicher nicht sagen, dass das der einzige Weg ist. Aber ich hatte den Eindruck, dass die Dinge so verfahren waren, dass ich zu etwas drastischeren Maßnahmen greifen musste.
Ich tat etwas, das ich in meinem Leben nur sehr selten getan habe: Ich legte vor dem Herrn ein Gelübde ab. Ein Gelübde ist in der Schrift etwas sehr Ernstes. Es ist besser, kein Gelübde abzulegen, als eines abzulegen und es dann zu brechen (vergleiche Prediger 5,4-5).
Ich hatte früher vor dem Herrn das Gelübde abgelegt, moralisch rein zu bleiben – ein Gelübde, das ich, durch Gottes Gnade, fest vorhabe zu halten. Aber ansonsten habe ich kein Gelübde abgelegt. Diesmal tat ich es. Ich versprach dem Herrn, über einen gewissen Zeitraum hinweg, an einer bestimmten Anzahl von Tagen, ihm jeden Tag so und so viel Zeit zu widmen.
Vielleicht denkst du jetzt: „Das klingt gesetzlich… zu strukturiert.“ Aber ich sage dir einfach: Es war das, was ich in diesem Moment brauchte. Ich wusste, wenn ich dem Herrn dieses Gelübde über einen bestimmten Zeitraum ablegen würde, dass ich es sehr ernst nehmen würde – und das tat ich auch.
Durch seine Gnade stellte Gott allmählich mein Herz wieder her – er erneuerte meine Liebe zu ihm und meine Zuneigung zu seinem Wort. Gott ist so freundlich, so gütig und barmherzig. Natürlich gab es auch später wieder Zeiten…
Oft merke ich im Verlauf des Jahres, dass ich wieder in Gefahr bin, in diesen geistlichen „Fast-Food-Modus“ abzudriften. Aber heute erkenne ich es meist früher und lasse es nicht mehr so lange laufen, weil ich weiß, wohin das führt.
Ich kann es mir nicht leisten, an den Punkt zu kommen, wo ich einfach aus meinen eigenen Reserven lebe und aus meiner eigenen Kraft. Ich habe nicht genug. Ich habe nicht genug Kraft, um auch nur durch einen einzigen Tag ohne den Herrn zu kommen – geschweige denn es tagelang ohne ihn zu schaffen. Es gibt Zeiten, in denen sich meine Stille Zeit trocken anfühlt. Aber Eile ist der Tod der Gemeinschaft mit Gott in meinem Leben. Darum kämpfe ich fast jeden Tag – mit dieser ständigen Eile.
Vor einigen Jahren hat mich das Beispiel von Henry Blackaby sehr beeindruckt. Ich hörte, wie er über sein persönliches Andachtsleben sprach. Er erzählte, dass ihm eines Tages auffiel, dass er seine Stille Zeit immer so eingeplant hatte, dass er direkt danach in Eile zur Arbeit aufbrechen musste. Und dann wurde ihm klar, wie anmaßend das war – dass er Gott gewissermaßen sagte: „Beeile dich bitte, Herr, denn ich habe wenig Zeit. Gib mir schnell, was ich brauche.“ Er beschloss, mit seiner Stillen Zeit eine halbe Stunde früher zu beginnen, damit er nicht so gehetzt sein müsste. Nach einer Weile merkte er, dass das nicht reichte – und so fing er nochmals eine halbe Stunde früher an.
Ich zögere etwas, solche Beispiele zu erzählen, weil wir leicht denken: Ich muss es auch so machen wie Henry Blackaby – oder wie Nancy DeMoss. Aber das sind nur Hilfsmittel und Möglichkeiten, die Gott uns zu Zeiten gibt. Frag den Herrn, was bei dir dran ist. Vielleicht will er gar nicht, dass du um 4:45 Uhr aufstehst wie vielleicht eine andere geistliche Frau. Du bist in einer anderen Lebensphase. Gott wird dich ganz persönlich leiten.
Leg dir nicht selbst den Zwang auf, wie und wann du deine persönliche Zeit mit dem Herrn gestalten musst. Ich würde einfach sagen: Wenn du noch nicht eine beständige Stille Zeit hast, in der du in Ruhe … und während ich das sage, werde ich selbst überführt, es ist in meinem eigenen Leben so angefochten … aber es ist eben doch so wichtig, eine beständige Zeit allein mit dem Herrn zu haben – im Wort, im Gebet, die ganz ihm gehört.
Gott arbeitet gerade in diesem Bereich an mir: Mir Zeit für das Gebet zu nehmen. Ich bin auf einer Reise. Ich bin auf einem Weg. Du bist es auch. Deshalb sei nicht entmutigt, wenn du nicht da bist, wo du gern sein würdest. Keine von uns ist da, wo wir sein wollen, und wo wir sein sollten, oder wo wir durch Gottes Gnade einmal sein werden. Sei dir nur sicher, dass du auf diesem Weg bist – dass du auf dieser Reise bist und das Ziel hast, dass dies ein fester Bestandteil deines Lebens wird.
Einige von euch wissen, dass eine Freundin von mir vor Kurzem durch ein tiefes Trauma gegangen ist. Ihr Ehemann war ihr untreu geworden. Dadurch kam auch ans Licht, dass es bei ihm über Jahre hinweg tief eingeprägte Verhaltensmuster der Unmoral gegeben hatte.
Sie wusste das meiste davon nicht. Und tatsächlich war es ihr Pastor, der mich anrief, um mir zu sagen, dass diese Dinge nun herauskommen würden. Er wollte, dass ich zur Verfügung stand, um meiner Freundin beizustehen.
Ich kenne diese Frau seit langer Zeit. Ich weiß, dass sie, seit sie als Teenager zum Glauben kam, täglich und regelmäßig Umgang mit dem Herrn gepflegt hat. Und dieser Umgang war über all die Jahre hinweg so konstant und so gehaltvoll in ihrem Leben wie bei kaum einer anderen Person, die ich in den letzten dreißig Jahren kennengelernt habe.
Ich sagte zu ihrem Pastor: „Wenn sie diese Zeit überstehen wird – und durch Gottes Gnade wird sie das –, dann deshalb, weil sie viele Jahre so treu mit Gott gegangen und in seinem Wort gewesen ist, so dass sie jetzt, wo es hart auf hart kommt, das hat, was sie braucht, um mit dieser Situation umzugehen.“
Damit wollte ich nicht sagen, dass es deshalb leicht sein würde. Und es ist nicht leicht gewesen. Es war unsäglich schmerzhaft. Aber…
Ich denke an mein eigenes Haus. Ich kenne mich darin aus. Ich habe mich oft bei Licht darin aufgehalten. Ich weiß, wo sich die Dinge befinden. Ich weiß, wo die Wände sind und wo die Möbel stehen. Ich bin darin hin und her gegangen. Ich habe darin gelebt. Wenn also die Lichter in meinem Haus ausgehen, werde ich im Dunkeln nicht so stolpern wie jemand, der dort nie gelebt hat und nicht weiß, wo die Dinge stehen – jemand, der nie bei Licht in dem Haus gewesen ist.
In gewisser Weise sind bei meiner Freundin die Lichter ausgegangen. Aber sie war so lange mit dem Herrn im Licht gegangen, dass sie, als ihre Umstände finster wurden, dennoch hindurchgehen konnte. Ja, unter Tränen; ja, mit Schmerz; ja, innerlich aufgewühlt und mit großen Herausforderungen. Aber zugleich mit einer Anmut, einem Frieden und der Gegenwart Christi; und die hat sie aufrechterhalten – weil das Fundament stand.
Sie musste nicht plötzlich im Dunkeln einen Crashkurs darin belegen, Gott kennenzulernen, denn sie hatte ihn im Licht kennengelernt. Und deshalb ist ihr das Gelände vertraut. Sie lernt ihn nun im Dunklen auf eine ganz neue Weise kennen, aber sie musste nicht erst jetzt damit anfangen.
Jesus sagt in Matthäus 7, dass der weise Mensch sein Leben auf ein solides, festes Fundament baut – nicht nur auf die Worte Christi, sondern auf Gehorsam gegenüber den Worten Christi. Er sagte: „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute“ (Matthäus 7,24).
Als dann ein Wolkenbruch niederging und Stürme tobten – und sie werden kommen, rechne damit – prallten sie gegen dieses Haus. Aber nichts konnte es zerstören, weil es auf einem Fundament gebaut war – auf dem Fundament des Gehorsams gegenüber dem Wort Christi. Dieses Fundament war bereits da.
Du kannst das Fundament nicht bauen, wenn der Sturm schon tobt. Du baust es jetzt. Wir bauen es heute für die Zukunft.
Jesus sagt, dass der törichte Mensch zwar die Worte Gottes hören mag, ihnen aber nicht gehorcht. Er lebt die Worte Christi nicht aus. Und wenn die Stürme kommen – und sie werden kommen –, wird er feststellen, dass sein Haus auf einem brüchigen Fundament gebaut ist. Und es wird nicht standhalten. Groß wird der Fall dieses Hauses sein.
Ich habe immer wieder beobachtet, wie Frauen mit Katastrophen, Unglücken und Krisen in ihrem Leben konfrontiert waren – und wie sie zusammenbrachen. Menschlich gesprochen, kann ich das gut nachvollziehen. Mir ist klar, dass sie durch sehr harte Umstände gehen.
Aber wenn sie zusammenbrechen – und ich meine damit nicht nur einen Moment, sondern einen längeren Zeitraum – dann liegt das oft daran, dass das Fundament fehlt, das sie gebraucht hätten, um diesen Sturm zu überstehen. Und was ist dieses Fundament?
Es ist dieses beständige Kennenlernen Christi durch sein Wort – Gott erkennen –, denn so hat er sich offenbart. Wir haben keinen anderen Weg, Gott kennenzulernen. Es gibt keinen mystischen, geheimen, magischen Zugang zu Gott. Er hat uns sein Wort gegeben.
Es liegt direkt vor uns. Es ist ein Geschenk. Ein Schatz. Und wir müssen danach suchen, uns Zeit dafür nehmen. Sich Zeit für Gottes Wort zu nehmen bedeutet, dass wir für andere Dinge keine Zeit haben.
Es gibt viele Bücher, die ich gern lesen würde, aber ich habe keine Zeit dafür. Es gibt viele Fernsehsendungen, die mich wahrscheinlich gut unterhalten würden, aber ich habe keine Zeit, sie anzuschauen – und bei manchen nicht, weil irgendetwas falsch an ihnen wäre. Denn, wenn ich ein Fundament für mein Leben durch die Beziehung zu Gott haben möchte – und das möchte ich mehr als alles andere – dann bedeutet das, dass ich mich entscheiden muss.
Ich habe gestern mit einem Ehepaar darüber gesprochen, dass es herausfordernd sein kann, morgens aufzustehen, um dem Herrn zu begegnen. Und wir sagten zueinander: „Wenn es am Morgen schwierig ist, dann hat das damit zu tun, wie wir den Abend davor verbracht haben.“ So oft vergeuden wir den Abend mit Nebensächlichkeiten, unwichtigen Dingen – und die Stunden gehen dahin. Plötzlich ist es Mitternacht, sogar ein Uhr!
Ich denke, einige von euch sind um diese Uhrzeit selten wach, ich schon – und dann scheint es mir morgens unmöglich zu sein, den Herrn zu treffen. Wie viel besser ist es, wenn ich am Abend gut aufpasse, dass ich meine Zeit nicht mit nutzlosen Dingen verbringe, die keinerlei Bedeutung für die Ewigkeit haben.
Ich glaube, das Fernsehen ist einer der großen Killer der Intimität mit Gott geworden. Wir denken: Da ist doch nichts wirklich Schädliches dabei.
Nun, das Schädliche zeigt sich am nächsten Morgen, wenn du nicht aus dem Bett kommst, weil du todmüde bist – dann musst du aus dem Bett stolpern und dich beeilen, zur Arbeit zu kommen oder deine Kinder zur Schule zu bringen, oder was auch immer … Du hast nicht im Voraus daran gedacht: „Herr, ich will Zeit für dieses Treffen mit Dir einplanen.“
Es ist nicht leicht! An vielen Tagen klappt es nicht, und mitten am Tag stelle ich dann fest: Ich habe mich heute noch nicht wirklich mit dem Herrn verbunden.
Darum: Tu es jetzt. Tu es, wenn Gott es dir aufs Herz legt. Und dann steh auf und geh weiter.
In Sprüche 24,16 heißt es, dass der Gerechte siebenmal fällt und jedes Mal wieder aufsteht. Manchmal denke ich, bei mir ist das siebenmal an einem Tag oder in einer Woche. Aber Gott fordert dich auf: Steh auf – wo auch immer du dich in deiner Nachfolge gerade befindest – und geh den nächsten Schritt. Tu ihn. Du säst damit Samen aus, der später eine Ernte hervorbringen wird, die du dir heute vielleicht noch nicht einmal vorstellen kannst.
Lea: Deine Bibel ist eine reiche Quelle. Wenn du dich von ihr entfernst, wirst du vielen Problemen begegnen. Nancy hat dich ermutigt, aktiv zu werden – Gottes Wort zu öffnen und es auf dein Leben anzuwenden. In gewisser Weise ist es ganz einfach: Du musst nur den nächsten Schritt machen. Starte damit, in der Bibel zu lesen.
Aber es gibt viele verschiedene Wege, die Bibel zu verstehen und es gibt viele Methoden, um beständig dranzubleiben.
Und wenn du dich fragst, wo du anfangen sollst, bieten wir auf unserer Website eine 30-tägige Bibellese-Challenge an. Nancy hat sie während der letzten Wochen ein paar Mal in der Serie erwähnt. Es ist eine großartige Möglichkeit, es sich zur Gewohnheit zu machen, jeden Tag in Gottes Wort zu sein und es besser zu verstehen. Du findest einen Link zu diesem Plan unter der Textversion dieser Folge.
Letzte Woche haben einige Hörerinnen berichtet, welchen Einfluss Gottes Wort auf ihr Leben hatte. Lasst uns heute von zwei weiteren Frauen und ihren Erfahrungen mit Gottes Wort hören.
Frau 1: Ich mache schon lange täglich meine Stille Zeit, und doch fühlt sich das oft trocken und langweilig an – das passiert mir manchmal immer noch. Ich gehe in Gottes Wort und lese es, einfach weil ich weiß, dass es eine gute Gewohnheit ist und dass das Gelesene später in meinem Leben von Gott gebraucht wird.
Aber als ich angefangen habe, Teile von Gottes Wort auswendig zu lernen, hat das mein Gebetsleben verändert, und es hat sich auf meine Stille Zeit ausgewirkt, besonders wenn ich mir beim Lesen Notizen mache. Angefangen hat es so: Wir lebten mehrere Jahre im Ausland, und ich vermisste meine Mutter schrecklich.
Sie lernte damals einen bestimmten Psalm auswendig (ich glaube, es war Psalm 92 oder 91), und ich dachte: Ich möchte den auch gerne auswendig lernen. Weil meine Mutter das macht, will ich das auch tun. Das verband mich auf eine ganz besondere Art und Weise mit ihr.
Also habe ich diesen Psalm auswendig gelernt, doch im Laufe der Jahre habe ich ihn dann vergessen. Wir zogen in die USA zurück, und ich fing an zu walken – einfach aus Disziplin. Wenn ich dann draußen war, hatte ich oft eine wunderbare Zeit allein mit dem Herrn.
Wir lebten auf dem Land, so konnte ich einfach drauflos reden. Ich sagte: „Ich bin echt enttäuscht. Ich habe diesen Psalm vergessen, den ich so schön auswendig gelernt hatte.“ Also habe ich ihn auf eine Karteikarte geschrieben und angefangen, ihn beim Walken neu auswendig zu lernen.
Dann dachte ich: „Das ist so gut. Der Psalm ist wie ein Gedicht. Ich lerne noch einen anderen auswendig – irgendeinen, den ich sehr mag.“
Und so habe ich im Laufe der Jahre eine ganze Sammlung von Psalmen zusammengetragen – ich schreibe sie auf Karteikarten. Ich möchte nicht verlieren, was ich gelernt habe. Das ist auch eine Motivation für mich, nach draußen zu gehen. Ich nehme also die Karteikarten, und beim Walken präge ich mir diese Psalmen ein.
Aber was dann geschehen ist, hat mich völlig überrascht: Während ich die Bibelverse wiederholt und auswendig gelernt habe, fing ich an, sie zu beten. Auf einmal war es nicht mehr nur Auswendiglernen. Mein Lernen ging über in Gebet – für meine Kinder, für meinen Mann, für mich… viel für mich. Das war wirklich eine Überraschung – und eine Freude.
Also motiviert mich das Auswendiglernen nicht nur, rauszugehen und mich zu bewegen, sondern auch, weiterzumachen und noch mehr auswendig zu lernen – wegen all des Guten, das es bewirkt. Es liegt etwas ganz Besonderes darin, mit Gottes Wort zu Gott zu beten – es zu ihm zurück zu beten.
Es gibt so viele Verheißungen, so viele; das ist einfach eine Freude. Und das geht in meiner Stillen Zeit weiter, besonders wenn ich mir beim Lesen Notizen mache.
Wie Nancy kürzlich sagte (ich glaub, entweder du hast es gesagt, oder in einem deiner Bücher geschrieben): Wenn man Bibelstellen auswendig lernt, bringt man sie damit in Verbindung, was man gerade liest. Zehn andere Verse passen dann genau zu einem bestimmten Gedanken; das hat meine Stille Zeit enorm bereichert und erfrischt.
Und das passiert eigentlich jeden Tag, weil ich Gottes Wort auswendig lerne.
Frau 2: In meinem Leben hatte ich früher immer eine regelmäßige, gute Zeit mit dem Herrn; ich habe viel Tagebuch geschrieben, ja und auch viel gelesen, und ich hatte eine wunderbare Zeit … und dann kamen die Kinder.
Als ich heute Morgen mit dem Hund raus ging, hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht das Wort Gottes las, wegen diesem Hund. Ich dachte: Was ist nur los mit meinen Prioritäten? Ich hatte mir doch immer eine Familie gewünscht, und ich liebe sie so sehr. Aber – Junge – ich hätte nie gedacht, was für ein Chaos eine Familie verursachen kann … Wisst ihr, ich dachte: Es scheint einfach kein Ende zu nehmen – putzen, putzen, putzen. Ich wusste nicht, dass mein Leben einmal so sehr aus Putzen bestehen würde!
Ich bin einfach erstaunt über die Schrift. Und ich denke, ich werde Folgendes tun: Da ich Karteikarten habe, nehme ich meine Bibel und schreibe die Verse auf wie früher. Wie du gesagt hast, Nancy, man weiß all diese Dinge, aber man tut sie nicht. Man weiß, dass man sie nicht tut. Aber man tut sie immer noch nicht. Ich fühle mich so wie ein Hund, der seinem eigenen Schwanz hinterherjagt.
Aber ich bin ermutigt. Wirklich. Ich werde jetzt einige dieser praktischen Schritte gehen, die ich kenne – kleine Schritte – und ich will versuchen, die Situation wieder in den Griff zu bekommen, nur der Herr kann mir dabei helfen. Ich bin dankbar für dieses Zeugnis.
Nancy: Gibt es in deinem Umfeld eine Person, die dir eine gute Rechenschaftspartnerin wäre? Der Feind versteht es gut, den Samen, der ausgesät wurde, wieder zu rauben. Zwei Stunden nach deiner Stillen Zeit steckst du schon wieder mitten im Trubel und den Anforderungen und Ablenkungen des Alltags.
Jetzt, nachdem du das alles gehört hast und Gott zu dir gesprochen hat, ist es umso wichtiger, dass du reagierst, so wie Gott dein Herz bewegt. Vielleicht möchtest du es einer Person erzählen, die bereit ist, dich zur Rechenschaft zu ziehen, die für dich betet, die dich ermutigt, wenn du konkrete Schritte gehst… es müssen keine großen Schritte sein; geh einfach Schritt für Schritt in die richtige Richtung.
Du weißt, dass eine geordnete, regelmäßige Stille Zeit für dich als Ehefrau und Mama in dieser Lebensphase anders aussehen mag als damals, als du ledig warst – oder in einigen Jahren, wenn du wieder ein leeres Nest hast. Es gibt verschiedene Lebensphasen, und das ist in Ordnung. Aber sorge dafür, dass du in jeder Lebensphase Gottes Wort auf regelmäßiger Basis in dein Herz aufnimmst.
Du wirst weiterhin putzen müssen, aber wieviel besser ist es, es mit einem reinen Herzen zu tun – und diese Arbeit mit der Weisheit, mit der Freude, Perspektive und Kraft anzugehen, die Gott schenkt, wenn wir unsere Abhängigkeit von ihm anerkennen und sagen: „Herr, ohne Dich komme ich nicht durch diesen Tag.“
Einige von euch haben mich das schon früher sagen hören. Ich spüre manchmal – wenn ich in meinen Tag hinein stürme – wozu ich fast immer versucht bin – da sind immer E-Mails im Posteingang und Stapel, da ist eine Frist, die eingehalten werden muss –, und ich bin so versucht, einfach loszulegen, ohne vorher beim Herrn zur Ruhe gekommen zu sein, dann habe ich manchmal das Empfinden, als würde Gott sagen: „Willst du diesen Tag wirklich allein bewältigen? Nur zu. Versuche es.“
Und natürlich kann ich vieles tun. Aber wie Jesus sagte: „… getrennt von mir könnt ihr nichts tun“ (Johannes 15,5). Nichts von ewiger oder geistlicher Bedeutung.
Wenn wir also innehalten und uns diese Zeit nehmen, alles andere eine Zeitlang ausblenden und bewusst Raum schaffen, um dem Herrn zu begegnen, dann demütigen wir uns und sagen: „Herr, ich kann dieses Leben nicht ohne Dich leben. Ich brauche Dich.“ Und was tut Gott, wenn wir uns demütigen? Er schenkt den Demütigen Gnade (vergleiche Jakobus 4,6).
Was ist Gottes Gnade? Es sind all die übernatürlichen, unendlichen Ressourcen Gottes, die zu deiner Verfügung stehen – der Wunsch, Gott zu gehorchen, die Kraft, ihm zu gehorchen. Es ist Gott, der in dir wirkt, sowohl das Wollen als auch das Vollbringen dessen, was ihm wohlgefällt (vergleiche Philipper 2,13).
Du brauchst Gottes Gnade – ich brauche Gottes Gnade –, um diesen Tag zu leben. Egal, in welcher Lebensphase du bist, egal, wie die Anforderungen, die Nöte, die Kämpfe, der Druck und die Lasten aussehen – wir brauchen Gottes Gnade.
Und seine Gnade ist genug. Sie genügt. Das Problem ist: Wir schöpfen nicht daraus. Wir haben diese riesige Quelle zur Verfügung, und doch versuchen wir mit unseren winzigen, armseligen eigenen Kräften, dieses Leben allein zu bewältigen, uns selbst durchzukämpfen.
Wir sind wie bettelarme Menschen, die mühsam irgendwie überleben, während Gott für sie einen unglaublichen Schatz bereithält. All seine Reichtümer stehen uns in Christus Jesus zur Verfügung und wir leben wie Bedürftige, die sich abstrampeln, kämpfen, sich verausgaben, um dieses Leben zu schaffen.
Gott sagt: „Ich möchte all meine Ressourcen in dich hineingießen, aber begib dich an den Ort, wo die Quelle ist. Trink daraus. Trinke reichlich – und finde meine Gnade genau da, wo du sie brauchst.“
Lea: Nancy DeMoss Wolgemuth hat uns ermutigt, die Reichtümer zu erleben, die Gott uns in seinem Wort anbietet. Du wirst vielen Herausforderungen begegnen. Und du wirst vielen Chancen begegnen. In den letzten Wochen unserer Serie „Wir im Wort und das Wort in uns“ hat Nancy dich immer wieder auf die eine Quelle hingewiesen. Warum ist das für dich so wichtig?
Nancy: Ich glaube wirklich, dass unsere Zuhörerinnen – wenn sie selbst in Gottes Wort gehen – die Ressourcen haben werden, die sie für jede Situation brauchen, egal wie schwierig sie ist. Wir erhalten immer wieder Nachrichten von Frauen, die sich in verzweifelten, komplizierten Situationen befinden.
Wir tun, was wir können, um sie mit Worten aus der Schrift zu ermutigen und sie an Leiter in ihrer Gemeinde zu verweisen, die ihnen biblischen Rat geben können. Aber ich bin mir auch sehr bewusst, dass es auf viele dieser Fragen und Themen keine einfachen Antworten gibt. Es sind komplexe Angelegenheiten, und manchmal können wir einfach nur sagen: „Du musst ins Wort gehen und auf deine Knie – und dir von Gott zeigen lassen, was du tun sollst.“
Lea: Ja, und wenn du gern ein paar Tipps hättest, wie du wirklich tief in die Bibel eintauchen und sie studieren kannst, dann hat Belebe unsere Herzen ein paar Hilfen für dich. Du findest all das auf unserer Website auf der Seite „Wie man die Bibel studiert“. Schau dich einfach mal auf unserer Website um.
Dort findest du auch die Möglichkeit, unseren Dienst finanziell zu unterstützen. Belebe unsere Herzen kann dir die Podcasts und Materialien kostenlos zur Verfügung stellen, weil es Freunde gibt, die uns tragen und großzügig unterstützen! Und diesen Freunden sind wir wirklich dankbar und möchten das an dieser Stelle erwähnen. Danke ihr Lieben für eure Unterstützung!
Magst du auch darüber nachdenken uns zu unterstützen, damit wir unseren Dienst weiterhin tun können? Wir möchten gerne auch in den kommenden Jahren Podcasts produzieren und durch deine Spende kannst du Teil daran haben.
Ab nächster Woche erwartet dich eine neue, wöchentliche und spannende Serie. Ich nenne dir mal ein paar Stichpunkte: Eine aussichtslose Situation, eine rote Schnur und… eine Frau, die leider nicht nur mit einem Mann zusammen war – na, hast du eine Idee, um welche Frau der Bibel es sich drehen wird?
Natürlich um Rahab! Ab nächster Woche beginnt die Serie „Rahab - wir folgen dem roten Faden der Erlösung“. Gott bindet Menschen auf erstaunliche Art und Weise in seine Heilsgeschichte ein. Nancy nimmt uns mit in das Leben der heidnischen Hure Rahab – einer Frau, die Gott begegnet und von ihm in die Familie aufgenommen wird, aus der eines Tages der Messias hervorgehen wird.
Sei dabei und folge dem roten Faden der Erlösung!
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries. Wir rufen Frauen zu Freiheit, Fülle und Frucht in Christus.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.