Marie Falk: Wir hören Pastor Bobby Moore.
Bobby Moore: Gott hat die bedeutendsten Dinge in meinem Leben nicht durch Predigten bewirkt, sondern durch meine persönliche Zeit mit Gott, wenn ich mit Gott allein war und er zu meinem Herzen gesprochen hat. Ich habe nicht versucht, das Leben eines anderen nachzuahmen oder den Bibelvers eines anderen zu übernehmen. Ich habe einfach Zeit mit Gott verbracht und hatte Gemeinschaft mit ihm.
Marie: Ich freu mich, dass du wieder hier dabei bist bei Belebe unsere Herzen. Wir befinden uns inzwischen schon in der letzten Woche unserer 12-wöchigen Podcast-Serie „Seeking Him – Neu belebt von ihm“. Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Zum Ende dieser 12-wöchigen Serie sprechen wir über die Bedeutung einer persönlichen Andachtszeit. Ich denke, dass unsere persönliche Zeit der Stille vor Gott ganz entscheidend ist für eine lebendige Beziehung zu …
Marie Falk: Wir hören Pastor Bobby Moore.
Bobby Moore: Gott hat die bedeutendsten Dinge in meinem Leben nicht durch Predigten bewirkt, sondern durch meine persönliche Zeit mit Gott, wenn ich mit Gott allein war und er zu meinem Herzen gesprochen hat. Ich habe nicht versucht, das Leben eines anderen nachzuahmen oder den Bibelvers eines anderen zu übernehmen. Ich habe einfach Zeit mit Gott verbracht und hatte Gemeinschaft mit ihm.
Marie: Ich freu mich, dass du wieder hier dabei bist bei Belebe unsere Herzen. Wir befinden uns inzwischen schon in der letzten Woche unserer 12-wöchigen Podcast-Serie „Seeking Him – Neu belebt von ihm“. Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Zum Ende dieser 12-wöchigen Serie sprechen wir über die Bedeutung einer persönlichen Andachtszeit. Ich denke, dass unsere persönliche Zeit der Stille vor Gott ganz entscheidend ist für eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus, für ein erwecktes Leben.
Mein Vater ist nun schon, seit ich Anfang 20 war, beim Herrn. Wenn du mich fragen würdest, was war so eine ganz wichtige Sache, die er dir für dein Leben als Christ mitgegeben hat? Dann würde ich sagen, es war die Betonung, die er auf diese Andachtszeit legte, gleich zu Beginn des Tages, eine Zeit der Begegnung mit dem Herrn.
Mein Vater praktizierte das. Er war darin ein großes Vorbild, und er ermutigte uns Kinder sehr dazu, es selbst auch so zu machen. Im Laufe der Jahre habe ich mir das zur Gewohnheit gemacht, aber es gab auch Zeiten, in denen ich mich von der Hektik des Alltags, von all den Terminen und Verpflichtungen mitreißen ließ. Dann wurde ich nachlässig darin, mir bewusst diese Zeit mit dem Herrn zu nehmen.
Der Herr hat einige Menschen in meinem Leben gebraucht, um diese Botschaft zu bekräftigen, die ich von meinem Vater gehört hatte, als ich aufwuchs. Lasst uns heute und morgen zwei dieser Männer hören, die mich in Bezug auf meine Stille Zeit besonders geprägt haben.
Morgen werden wir uns ein Gespräch anhören, das ich mit Dr. Henry Blackaby geführt habe. Heute möchte ich einen Ausschnitt aus einer Predigt von Pastor Bobby Moore mit euch teilen.
Bobby und seine Frau Joyce sind seit vielen, vielen Jahren mit mir befreundet. Lange Zeit war Bobby Pastor der Broadway Baptist Church in Olive Branch, Mississippi.
Im Laufe der Jahre hat Gott diesen demütigen, freudigen und treuen Diener des Herrn benutzt, um mein Leben in vielerlei Hinsicht zu segnen – doch am meisten in Bezug auf die persönliche Stille Zeit. Lasst uns also hören, was Pastor Bobby Moore über die Priorität und die Praxis einer persönlichen Stillen Zeit zu sagen hat.
Pastor Bobby: Ich hatte die Freude, schon seit meiner frühen Kindheit mit Gott zu leben. Ich durfte in einem gläubigen Elternhaus aufwachsen und hatte das Vorrecht, 14 Jahre lang eine christliche Ausbildung zu erhalten und von einigen der besten Bibellehrer unserer Zeit zu lernen.
Aber ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass es für mich absolut unmöglich ist, eine innige Beziehung zu Gott zu pflegen oder die Person zu werden, die Gott aus mir machen will, wenn ich nicht täglich Zeit mit ihm verbringe.
Jeder Gläubige muss verstehen, dass er aus sich selbst heraus keine Kraft hat, sein geistliches Leben aufrechtzuerhalten. Jeder Gläubige muss jeden Tag neue Gnade vom Himmel durch die Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus empfangen. Das kann man nicht durch ein schnelles Gebet oder oberflächliches Lesen einiger Verse aus Gottes Wort erreichen.
Man muss sich bewusst und in Ruhe Zeit nehmen, um in Gottes Gegenwart zu kommen, die eigenen Schwächen zu spüren, Bedürfnisse zu erkennen und auf Gottes Heiligen Geist zu warten, mit dem Ziel, erneuert zu werden. Dann kann man zuversichtlich erwarten, dass die Kraft Christi einen den ganzen Tag hindurch bewahrt, auch durch alle Versuchungen hindurch.
Viele Menschen wissen gar nicht, was eine persönliche Stille Zeit ist. Was bedeutet das eigentlich?
Nun, zunächst einmal ist es eine Zeit, die ich mir jeden Tag bewusst nehme, um eine tiefe, wachsende und frische Beziehung zu Gott aufzubauen.
Gott lehrt mich auch, dass meine persönliche Stille Zeit dazu da ist, dass ich mich darüber freue, wer Gott ist und wer ich in Christus bin. In der persönlichen Stillen Zeit bin ich mit Gott allein, ich freue mich darüber, wer Gott ist, ich bete Gott an und freue mich darüber, wer ich in Christus bin.
Eine andere Sache, die Gott mich über persönliche Stille Zeit lehrt, ist diese: sie ist eine Zeit, in der ich mit Gott Gemeinschaft habe und mit ihm kommuniziere. Weißt du, wenn ich dabei bleibe, verbinde ich mich mit Gott; ich erlebe in meiner Stillen Zeit einen vertrauten Umgang mit Gott.
Gott hat die bedeutendsten Dinge in meinem Leben nicht durch Predigten bewirkt, sondern durch meine persönliche Zeit mit Gott, wenn ich mit Gott allein war und er zu meinem Herzen gesprochen hat. Ich habe nicht versucht, das Leben eines anderen nachzuahmen oder den Bibelvers eines anderen zu übernehmen. Ich habe einfach Zeit mit Gott verbracht und hatte Gemeinschaft mit ihm.
Und noch etwas lehrt mich Gott über meine Stille Zeit: Es ist eine Zeit, um auf Gottes Rat zu hören. „Herr, was soll ich heute tun? Was ist Dein Plan für mein Leben heute?“ Wenn du das nicht tust, verfolgst du nur deinen eigenen Plan.
Und noch etwas lehrt mich Gott über meine Stille Zeit: Es ist eine Zeit der Verpflichtung. Es ist eine Zeit der Hingabe, wenn ich mich Gott widme, wenn ich mich auf den Altar lege und sage: „Herr, ich gehöre dir heute ganz. Ich gebe Dir erneut alles, was ich bin und habe.“ Es ist eine Zeit der Hingabe.
Und dann dies: Die persönliche Andacht ist auch eine Zeit, in der ich etwas über meine Beziehung zu Gott aufschreibe, über das, was er in meinem Leben tut. Ich weiß nicht, ob du ein Tagebuch führst. Lange Zeit habe ich so etwas nicht gemacht.
Ich habe viele Bücher in meiner Bibliothek, aber die wichtigsten sind für mich die Tagebücher von etwa 24-25 Jahren, in denen ich jeden Tag aufgeschrieben habe, was Gott zu mir und ich zu ihm gesagt habe.
Wenn ich mir diese Einträge durchlese, ermutigen sie mich; sie erfrischen mich und geben mir neues Vertrauen in Gott. Ich weiß, dass Gott das, was er in der Vergangenheit getan hat, auch in der Gegenwart tun kann. Das solltest du auch tun. Das gehört zur persönlichen Andacht dazu, und du musst da hineinwachsen.
Gott lehrt mich noch etwas anderes: Die persönliche Stille Zeit ist eine Zeit, in der ich die Waffenrüstung Gottes anziehe. In Epheser 6 sprach Paulus davon, die ganze Waffenrüstung Gottes anzuziehen. Wir müssen jeden Tag alle diese Rüstungsteile anlegen, um richtig angezogen zu sein, bevor wir in die Welt hinausgehen.
Epheser 6,10-18 sagt dir, wie du dich kleiden sollst. Er sagt dir, was du anziehen sollst. Manche von uns müssen zuerst einige Dinge ablegen, bevor sie andere anziehen können. Das steht im dritten Kapitel des Kolosserbriefs.
Noch etwas, das Gott mich lehrt: Die persönliche Stille Zeit ist eine Zeit des Gebets und der Fürbitte. Es ist nicht nur eine Zeit, in der du Gottes Wort liest; es ist nicht nur eine Zeit, in der du aufschreibst, was Gott dich lehrt, sondern es ist eine Zeit des Gebets und der Fürbitte.
Schlag bitte in deiner Bibel Lukas 10 auf. Wir lesen die Verse 38 bis 42:
„Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.
Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;
eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!“
Ich möchte mehrere Dinge aufzeigen, und das Erste ist dieses: Ich möchte, dass wir die Wichtigkeit einer persönlichen Stillen Zeit erkennen. Lasst uns Vers 42 ansehen. Hier spricht Jesus, und er sagt: „Eines ist nötig.“ Jesus hat nicht gesagt: „Dienen ist nötig“, „Predigen ist nötig“, „Singen ist nötig“, „Geben ist nötig“. Er sagte nur: „Eines ist nötig.“
Was tat Maria? Sie saß zu den Füßen Jesu und hörte auf sein Wort. In den folgenden Versen, den ersten 13 Versen von Kapitel 11, finden wir einen der großartigsten Abschnitte über das Gebet in der Bibel.
Die persönliche Stille Zeit ist also von Bedeutung, weil sie die Grundlage für alles andere ist. Denn du kannst in der Öffentlichkeit nie mehr sein als das, was du in deiner privaten Zeit mit Gott bist. Es ist so wichtig, dass du so eine persönliche Stille Zeit entwickelst. Sie ist die Grundlage für alles andere in deinem Leben als Gläubiger.
Jesus sagte: „Das ist das Einzige, was nötig ist. Das ist das Einzige, was notwendig ist.“ Bitte vergiss das nie. Lass den Geist Gottes das heute tief in dein Herz einprägen. Das ist der wichtigste und grundlegendste Aspekt deines Christseins. Es ist die Zeit, die du mit Gott allein verbringst.
Wir kommen zum zweiten Aspekt der Stillen Zeit. Sie ist nicht nur wichtig. Sieh dir noch einmal Vers 42 an und achte auf das Wort erwählt. Hier heißt es: „Maria aber hat das gute Teil erwählt.“
Obwohl die persönliche Stille Zeit so überaus wichtig ist, ist sie eine Entscheidung, die du triffst. Viele, viele Christen entscheiden sich gegen eine persönliche Stille Zeit. Wenn du dich entscheidest, keine persönliche Stille Zeit zu haben, dann vernachlässigst du genau das, was Jesus als das Wichtigste in deinem Leben bezeichnet hat.
Glaubst du, dass du in deiner Beziehung zu Gott wachsen kannst, wenn du das Wichtigste in deinem Leben vernachlässigst? Nein, das kannst du nicht.
Die persönliche Stille Zeit ist also nicht nur wichtig, sie ist auch eine Entscheidung. Und ich sage dir, dies ist eine Entscheidung, die du immer und immer wieder treffen musst, bis es zu so einer Gewohnheit geworden ist, dass du diese persönliche Zeit mit Gott erlebst. Das ist es, wovon du lebst. Das ist es, was dich durch Prüfungen und Versuchungen, Krisen und Herausforderungen und alles andere hindurch trägt.
Beachte noch etwas anderes: Die persönliche Stille Zeit ist nicht nur das Wichtigste, sie ist nicht nur eine Entscheidung, die du in deinem Leben treffen musst. Sieh dir darüber hinaus auch die Bestandteile der persönlichen Stillen Zeit an. Drei Dinge werden in diesem Abschnitt erwähnt.
Das erste findest du in Vers 39. Schau, was die Bibel über diese Bestandteile sagt. Maria saß zu Jesu Füßen und hörte sein Wort. Das ist ein Bild der Anbetung. Man kann es sich richtig vorstellen: Sie sitzt zu Jesu Füßen. Sie demütigt sich. Sie verehrt den Herrn Jesus Christus. Sie liebt den Herrn Jesus Christus. Sie betet ihn an. Das ist der erste Bestandteil.
Der zweite Bestandteil ist dieser: Sie saß zu seinen Füßen und hörte sein Wort. Das Wort Gottes zu hören, zu lesen und persönlich auf sich anzuwenden, ist ein wichtiger Bestandteil deiner Stillen Zeit.
Sie betete also an und nahm Gottes Wort in ihr Leben auf. Es ist so wichtig, das, was Gott sagt, persönlich auf sich anzuwenden. Nicht nur darüber zu reden, sondern es zu verinnerlichen, es sich zu eigen zu machen.
Darf ich dir erzählen, wie man das macht? In den 1960er Jahren verlor ich meine Stimme. Ich konnte nicht mehr predigen. Ich konnte nicht mehr sprechen. Ich ging zu drei verschiedenen Ärzten, und alle drei sagten mir: „Sie haben höchstwahrscheinlich Kehlkopfkrebs und müssen operiert werden. Und wir können Ihnen nicht versprechen, dass Sie danach jemals wieder sprechen können.“
Ich kann euch sagen, das erschreckte mich zu Tode. Der Feind erfüllte mein Leben mit Furcht. Ich war voller Angst, nie wieder sprechen zu können. Ich hatte Angst, dass ich meine Frau und meine Kinder nicht mehr versorgen könnte, Angst, dass ich nicht mehr predigen könnte.
Dann gab Gott mir eines Tages 2. Timotheus 1,7 (LUT): „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
Ich wurde an der Kehle operiert, und wie man hört, kann ich sprechen. Durch diese Erfahrung habe ich einige wunderbare Dinge gelernt, aber vor allem habe ich gelernt, wie ich Gottes Wort persönlich auf mich anwenden kann.
Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich mich auf 2. Timotheus 1,7 gestützt habe. Jedes Mal, wenn der Feind mir Angst einjagen wollte, jedes Mal, wenn ich Halsschmerzen hatte, konnte ich, statt in Panik zu geraten, sagen: „Gott, du hast mir nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Liebe und der Kraft und der Besonnenheit.“
Ich habe mein Leben auf diesen Vers gebaut. Ich lebe jeden Tag von diesem Vers. Du solltest ihn dir zu eigen machen und es ausprobieren – ich garantiere dir, er passt perfekt. Das bedeutet es, Gottes Wort persönlich zu nehmen.
Es geht nicht nur darum, es auswendig zu lernen, sondern darum, es auch persönlich für sich anzunehmen. Ich gründe mein Leben auf das, was Gott sagt. „Gott, ich brauche das. Ich habe Angst.“ Was hat David gesagt? „Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich!“ (Psalm 56,4).
Ein Aspekt der persönlichen Stillen Zeit ist also nicht nur, wie viel ich in der Bibel lese, sondern dass ich Gottes Wort persönlich nehme. Maria saß zu Jesu Füßen. Sie betete ihn an. Sie wandte sein Wort persönlich auf sich an. Sie öffnete ihr Herz für sein Wort und nahm es auf.
Der dritte Bestandteil ist das Gebet. Davon lesen wir in Lukas 11,1-13 – ein großartiger Abschnitt über das Gebet. Das sind die Elemente der persönlichen Stillen Zeit.
Ich möchte, dass du dir noch etwas anderes in diesem Abschnitt ansiehst. Es geht nicht nur um die Wichtigkeit und darum, dass es eine Entscheidung ist und nicht nur um die Bestandteile. Ich möchte, dass du das Herzstück siehst. Der Kern der persönlichen Stillen Zeit wird auch in Vers 39 deutlich. Maria saß zu Jesu Füßen und hörte ihm zu.
Du fragst: „Nun, was ist der Kern der persönlichen Stillen Zeit?“ Es geht darum zu hören, was Gott dir zu sagen hat. Das ist der Kern der persönlichen Stillen Zeit: zu hören, was Gott dir zu sagen hat.
Maria hörte, was Gott zu ihr sagte – nicht, was Gott zu Martha oder Lazarus sagte, sondern was Gott zu ihr sagte. Genau das ist es, worauf es bei der persönlichen Stillen Zeit ankommt. „Herr, ich möchte, dass Du zu mir sprichst.“
Doch sieh dir Vers 42 an. „Eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt“, und dann heißt es in dem letzten Teil des Satzes: „das soll nicht von ihr genommen werden!“
Was du in deiner persönlichen Stillen Zeit empfängst, kann dir niemals genommen werden. Was Gott für dich persönlich in deiner Zeit allein mit ihm bewirkt, kann dir niemand rauben. Viele andere Dinge können dir weggenommen werden, aber die Zeit, die du mit Gott verbringst und was du lernst, wenn du sein Wort auf dein Leben anwendest, das verliert nie an Wert.
Ich sage dir, das ist eine großartige Verheißung für mich. Das kann niemals von uns genommen werden! Nie! Das unterstreicht nur noch einmal die Wichtigkeit der persönlichen Stillen Zeit.
Jetzt möchte ich noch zwei oder drei weitere wertvolle Aspekte einer persönlichen Stillen Zeit nennen. Die persönliche Stille Zeit ist unentbehrlich für geistliches Wachstum. Man kann als Christ nicht wachsen, indem man nur, zum Beispiel, meine Predigten anhört. Das funktioniert nicht.
Aber deine persönliche Stille Zeit ist der Ort, an dem du geistliches Wachstum erleben wirst. Hier hast du die Chance, geistlich gesprochen, Muskeln zu entwickeln, damit du als Christ wachsen und bestehen kannst.
Der Herr fordert uns in 2. Petrus 3,18 auf: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“ Und in 1. Petrus 2,2 sagt Gottes Wort: „und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst“.
Als Paulus zu den Ältesten in Athen sprach, sagte er: „Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten“ (Apostelgeschichte 20,32).
Bitte verstehe: Du kannst als Christ nicht wachsen, wenn du deine persönliche Stille Zeit vernachlässigst. Dort wirst du wachsen. Unsere Gemeinden sind voller Babychristen, die nie gewachsen sind, weil sie einfach keine persönliche Stille Zeit mit Gott hatten.
Hör, was Jesus gesagt hat: „Ihr seid rein durch das Wort, das ich zu euch rede“ (vergleiche Johannes 15,3). Und dann aus Epheser 5: „Ihr Männer, ich will, dass ihr eure Frauen liebt, wie Christus die Gemeinde geliebt hat“, und weiter: „Ich will, dass ihr sie nicht nur so liebt, sondern dass ihr sie mit dem Wasser des Wortes wascht“ (vergleiche Verse 25-28).
Was passiert hier also? Wenn wir uns mit Gottes Wort beschäftigen, wird es zu einer reinigenden Kraft in unserem Leben. Und je mehr es in unser Denken, unser Herz und unser Leben eindringt, desto mehr vollzieht sich dieser Reinigungsprozess.
Wenn du Gottes Wort vernachlässigst, wird deine Gedankenwelt nicht rein sein – und es wird nicht lange dauern, bis deine Gedanken in deinem Leben Wirklichkeit werden. Die persönliche Stille Zeit ist entscheidend für die geistliche Reinigung.
Damals in den 60er Jahren ging ich einmal in die First Evangelical Church in Tennessee, um den Prediger Steven Olford zu hören. An diesem Morgen predigte er über das, was er „die Stille Zeit“ nannte. In dieser Gemeinde gab es normalerweise keinen Aufruf nach der Predigt, aber das wusste er nicht, und so rief er dazu auf, nach vorne zu kommen.
Ich war ein guter Baptist, ich kam in die Gemeinde und saß ganz hinten. Als der Aufruf kam, traf Gott mein Herz mit voller Wucht, weil ich kein persönliches Andachtsleben hatte. Ich war Prediger. Ich war Evangelist. Ich gab meinen Zehnten. Ich war ein christlicher Ehemann und Vater und lebte moralisch rein. Aber ich hatte keine persönliche Stille Zeit.
Als Dr. Olford diesen Aufruf machte, kam ich nach vorn. Dann nahm er mich für etwa 30 Minuten beiseite, führte mich in einen kleinen Raum und zeigte mir, wie er selbst seine persönliche Stille Zeit machte.
Seit ich im Alter von 19 Jahren gerettet wurde, hatte mir das noch nie jemand gezeigt. Ich hatte meine Ausbildung am College und an einer Predigerschule abgeschlossen, hatte viele akademische Titel erworben, aber ich hatte keine persönliche Stille Zeit.
Abgesehen von meiner Errettung und davon, dass Gott mich zu meiner Frau geführt hat, war dieser Tag einer der bedeutsamsten in meinem Leben. Es war der Tag, an dem ich mich verpflichtete: „Herr, ich will Dir jeden Morgen begegnen.“
Nancy: Ich glaube, ich werde nie den Tag vergessen, an dem ich Pastor Bobby Moore zum ersten Mal diese Botschaft predigen hörte. Es ist viele Jahre her, es war im August, und unser gesamtes Team hatte sich zu unserer jährlichen Mitarbeiterkonferenz versammelt.
Damals war ich gerade 18 Monate lang in ein großes Projekt eingebunden gewesen. Mein Terminkalender war unglaublich voll gewesen. Ich war viel gereist. Ich hatte ständig Abgabetermine. Und ich hatte begonnen, bei meiner persönlichen Stillen Zeit mit dem Herrn und in der Nachfolge Abstriche zu machen.
Als ich Pastor Moore an diesem Tag predigen hörte, war ich tief getroffen. Ich erlebte eine tiefe Überführung. Gott begegnete mir und rief mich dazu auf, Buße zu tun und zu meiner ersten Liebe zu Jesus Christus zurückzukehren.
Ich wusste, dass ich meinen Zeitplan grundlegend ändern musste, dass ich mir als Erstes am Tag Zeit nehmen musste, um mit dem Herrn Gemeinschaft zu haben – ganz egal, was sonst an diesem Tag anstand.
Ich bin Gott so dankbar für seine Gnade und Barmherzigkeit. Und ich danke ihm, dass er Pastor Bobby Moore und diese Botschaft gebrauchte, um mein Herz neu zu beleben und meine Liebe zu Jesus Christus wiederherzustellen.
Ich weiß nicht, wie deine persönliche Stille Zeit aussieht, aber ich möchte dich zu etwas herausfordern. Ich habe im Laufe der Jahre viele, viele Frauen vor diese Herausforderung gestellt. Es ist eine 30-Tage-Challenge: Nimm dir in den nächsten 30 Tagen jeden Tag Zeit, um allein mit dem Herrn in seinem Wort und im Gebet zu sein.
Ich sage nicht, wie lang diese Zeit sein muss. Ich sage auch nicht, ob es morgens oder abends sein muss. Ich möchte dich aber sehr ermutigen, den Tag damit zu beginnen. Willst du einfach diese Verpflichtung eingehen, in den nächsten 30 Tagen jeden Tag Zeit mit dem Herrn allein, in seinem Wort und im Gebet, zu verbringen?
Ich glaube, wenn du das tust, wirst du diese Gewohnheit nach einem Monat nicht mehr aufgeben wollen, denn du hast erkannt, wie entscheidend diese Stille Zeit dafür ist, dass du innerlich belebt bist und in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus stehst.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.