Dr. Henry Blackaby: Es gibt Zeiten, in denen ich nachts leide und weine...
Marie Falk: Wir hören Henry Blackaby.
Dr. Blackaby: Wenn Gott sagt: „Henry, sprich nicht über deine Sünde aus deiner Perspektive. Du wirst sie rechtfertigen. Du wirst sie okay finden. Sie wird in deinen Augen nicht so schlimm sein. Henry, ich möchte, dass du sie so siehst, wie ich sie sehe.“
Marie: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Wir befinden uns in unserer aktuellen Podcast-Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“, in der es um die Freude persönlicher Erweckung geht. Vor einiger Zeit haben wir uns schon mit dem Thema Demut beschäftigt. Anschließend führte Nancy aus, was Ehrlichkeit eigentlich mit persönlicher Erweckung zu tun hat und diese Woche wollen wir verstehen, was Buße bedeutet. Und wenn du eine der bisherigen Sendungen verpasst hast, ist …
Dr. Henry Blackaby: Es gibt Zeiten, in denen ich nachts leide und weine...
Marie Falk: Wir hören Henry Blackaby.
Dr. Blackaby: Wenn Gott sagt: „Henry, sprich nicht über deine Sünde aus deiner Perspektive. Du wirst sie rechtfertigen. Du wirst sie okay finden. Sie wird in deinen Augen nicht so schlimm sein. Henry, ich möchte, dass du sie so siehst, wie ich sie sehe.“
Marie: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Wir befinden uns in unserer aktuellen Podcast-Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“, in der es um die Freude persönlicher Erweckung geht. Vor einiger Zeit haben wir uns schon mit dem Thema Demut beschäftigt. Anschließend führte Nancy aus, was Ehrlichkeit eigentlich mit persönlicher Erweckung zu tun hat und diese Woche wollen wir verstehen, was Buße bedeutet. Und wenn du eine der bisherigen Sendungen verpasst hast, ist es kein Problem, du kannst sie unter www.belebeunsereherzen.com nachhören. Hier ist Nancy, um uns zu erzählen, was uns heute erwartet.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ich vermute, einige Zuhörerinnen werden an dieser Stelle der Podcast-Reihe denken, dass das alles ganz schön schwer ist. Wann können wir denn endlich zu etwas Erfrischenderem übergehen? Etwas, das man leichter anhören kann als diese ganze Unterhaltung über Demut, Zerbruch, Aufrichtigkeit und Buße?
Nun, wir werden noch die ganze nächste Woche damit verbringen, über die erstaunliche, unglaubliche Gnade Gottes zu sprechen. Aber, wisst ihr, das ganze Konzept der Gnade Gottes ist noch reicher und wertvoller für uns, wenn wir es vor dem Hintergrund unserer eigenen Sündhaftigkeit und Bedürftigkeit sehen. Ein Herz, das seine Sünde nie als das erkannt hat, was sie ist, und das diese Sünde nie wirklich bereut hat, kann Gottes Gnade nicht in ihrer ganzen Fülle erfahren und genießen.
Deshalb wollen wir heute die zweite Hälfte einer Botschaft von Dr. Henry Blackaby aus dem Jahr 1995 hören. Er sprach damals zu etwa 4.000 christlichen Mitarbeitern, die gerade das Wirken des Geistes Gottes eindrücklich erlebten. Sie hatten über Stunden hinweg ihre Sünden bekannt, und Dr. Blackaby forderte sie heraus, ihre Sünde so zu sehen, wie Gott sie sieht.
Und Vater, ich bete so sehr, dass Du unsere Herzen öffnest, wenn wir diesen Worten zuhören, und dass Du uns empfindsame, empfängliche Herzen gibst. Schenke uns tiefe und aufrichtige Reue und Zerbrochenheit über unsere Sünde. Gib uns das Geschenk der Buße, damit deine Gnade auf neue Weise in und durch unser Leben fließen kann. Ich bete dies in Jesu Namen, Amen.
Lasst uns jetzt auf die Botschaft von Dr. Henry Blackaby hören.
Dr. Blackaby: Schlagt bitte in euren Bibeln 2. Samuel, Kapitel 12, auf. Wir beginnen mit Vers 7 in 2. Samuel 12: „Da sprach Nathan zu David: ‚Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels.‘“ Dann beginnt Gott zu sprechen... Ich möchte es zunächst mit meinen eigenen Worten wiedergeben, so wie ich versucht habe, es zu interpretieren, und dann lese ich es vor.
Gott sagte: „David, deine Sünde ist im Kontext meiner Gnade geschehen. David, wenn du nicht gewusst hättest, was ich getan hatte, wäre deine Sünde ganz anders ausgefallen. Aber, David, du hast vor dem Hintergrund meiner Gnade gesündigt. David, lass mich dir den Kontext deiner Sünde erklären. David, ich habe dich zum König über Israel gesalbt. David, du warst ein Hirtenjunge. Ich habe dich zum König gemacht, und du hast vor diesem Hintergrund meiner Gnade gesündigt.“
Dann sagte er: „Ich habe dich aus der Hand Sauls gerettet, ich habe dir den ganzen Besitz deines Herrn gegeben und die Frauen deines Herrn in deine Verwahrung. Ich habe dir das Haus von Israel und Juda gegeben. Und wenn das noch zu wenig war, hätte ich dir noch dies und das dazu gegeben“ (Vers 8 NeÜ).
„David, deine Sünde geschah vor dem Hintergrund meiner Güte und Gnade. Und das macht deine Sünde noch viel schlimmer, David. Ich habe für dich getan, was ich für andere nicht getan habe und du hast dagegen gesündigt. Ich habe dir mehr mitgeteilt, als ich anderen mitteile. Ich habe mehr für dich getan.“
Deshalb ist die Sünde eines Leiters für Gott viel schmerzlicher als die eines Menschen, der nie auf besondere Weise durch Gottes Gnade berufen wurde. Durch diese Gnade tat Gott herrliche, wunderbare Dinge für uns, nahm uns als Nichtse, rettete uns und stellte uns in seinen Dienst, übertrug uns Verantwortung und vertraute uns dann das Volk Gottes an. Wenn wir sündigen, ist das für Gott viel schmerzlicher.
In der Tat wird es dich gleich überraschen, wenn du es nicht schon kennst. Gott sagte: „David, du hast vor dem Hintergrund meiner Liebe gesündigt, und das bedeutet, dass du mein Gesetz und mein Wort verachtest, und am Ende verachtest du mich“ (vgl. 2. Samuel 12,9 LUT: „Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel?“).
„O Herr, ich habe Dich nicht verachtet. Ich bin nur in Sünde gefallen.“ Gott sagte: „Du fällst nicht in die Sünde rein. Du entscheidest dich zu sündigen. Es gibt nicht so etwas wie ‚in die Sünde fallen‘. Sünde ist eine Entscheidung, und David, du hast dich bei all dem, was ich dich über mich habe wissen lassen, dafür entschieden.“
Damit fällt meine Sünde in eine völlig andere Kategorie. Sie ist kein Ausrutscher. Es ist keine persönliche Abkehr. Es ist ein Vergehen, bei dem ich die Güte des Herrn und das Wort des Herrn verachtet habe. Er sagt: „David, du hast mich verachtet, als du gesündigt hast.“
Was ist Gott denn für mich? Ist es eine Aussage, mit der ich kaum umgehen kann? Es gibt Zeiten, in denen ich nachts leide und weine, wenn Gott sagt: „Henry, sprich nicht über deine Sünde aus deiner Perspektive. Du wirst sie rechtfertigen. Du wirst sie okay finden. Sie wird in deinen Augen nicht so schlimm sein. Henry, ich möchte, dass du sie so siehst, wie ich sie sehe.“
Ich möchte, dass ihr es mit mir gemeinsam lest. Nichts hat in meinem Herzen so viel Schmerz über meine Sünde verursacht wie das, was Gott zu David sagt. Hör darauf, während ich es lese.
Er sagt: „Denn du hast es heimlich getan; ich aber will diese Sache [d.h. mein Gericht an dir] vor ganz Israel und am helllichten Tag tun! Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt! Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde hinweggenommen; du sollst nicht sterben!‘“ (Vers 12-13).
Ich möchte hier noch dies hinzufügen: Bei einigen von euch, deren Herz der Herr tief ergriffen hat, hat die Sünde weitreichende Auswirkungen, und ihr werdet den Rat und die Hilfe gottesfürchtiger Menschen brauchen, um zu wissen, wie Gott euch Gnade und Kraft geben kann, um die Folgen eurer Sünde zu tragen. Und er wird es tun, und der Sieg wird für die Welt, die euch beobachtet, noch viel erstaunlicher sein.
Aber hört euch diese sehr, sehr schmerzhafte Aussage aus dem Herzen Gottes an. Er sagt, dass du nicht sterben wirst: „Doch weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, so wird auch der Sohn, der dir geboren wurde, gewisslich sterben!“ (Vers 14).
Ich habe gesagt: „Herr, wenn ich ein Leiter Deines Volkes bin und sündige, gebe ich Deinen Feinden dazu Anlass, dich zu lästern.“ Ich sagte: „Herr, ich will nicht, dass das passiert.“ Darauf sagte er: „Dann hör auf zu sündigen.“
Es gibt Feinde Gottes, die alles dafür geben würden, wenn ich sündigen würde, weil sie meinen Herrn lästern wollen. Es ist eine Sache zu sagen: „Herr, ich liebe Dich von ganzem Herzen.“ Es ist eine andere, zu sagen: „O Gott, bewahre mich vor Sünde, damit ich Deinen Feinden keinen willkommenen Anlass gebe, Deinen heiligen Namen zu lästern.“
Siehst du, David sah es aus einer ganz bestimmten Perspektive. Gott fragte: „Weißt du, was du getan hast, David? Meine Feinde haben nur darauf gewartet, meinen Namen zu lästern, und du hast ihnen die Gelegenheit dazu gegeben. Deshalb, David, wird dieses kleine Kind nicht leben.“
Wenn du das Herz Gottes kennst, das als ein Herz wie das des Meisters beschrieben wird, dann wusste David, dass Gott ein Gott der Barmherzigkeit ist. Er hatte die Stimme Gottes gehört, die sagte, dass das Kind nicht leben würde. Daraufhin ging David auf ungewöhnliche Weise vor. Er zog sofort alle seine königlichen Gewänder aus, legte Sackleinen an und streute Asche auf sein Haupt. Er zerriss seine Gewänder und weinte. Er fastete und fastete und fastete und betete die ganze Zeit, als das Kind noch am Leben war.
Später lesen wir, dass man zu ihm sagte: „David, als das Kind noch lebte, hast du auf ungewöhnliche Weise Reue und Zerbruch gezeigt. Jetzt, wo das Kind gestorben ist, dachten wir, du würdest noch mehr trauern, aber jetzt hast du das alles abgelegt. David, warum hast du das getan?“ (vgl. 2. Samuel 12,18.21).
Er sagte: „O, lasst mich euch sagen, warum. Weil ich weiß, dass mein Gott voller Barmherzigkeit ist, und ich dachte, obwohl ich wusste, wie das Urteil lautete, dass vielleicht, vielleicht mein barmherziger Gott meinen Schrei hören und das Kind verschonen würde. Jetzt, wo ich weiß, dass das Kind gestorben ist, kann ich aufstehen und meinem Herrn dienen“ (vgl. 2. Samuel 12,22-23: „Er sprach: Als das Kind noch lebte, da habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: Wer weiß, ob der HERR mir nicht gnädig sein wird, sodass das Kind am Leben bleibt? Nun aber, da es tot ist, was soll ich fasten?“).
Ich verstehe jetzt, dass Gott sagte: „David, sprich nicht mehr darüber. Deine Sünde ist so ernst, wie ich es dir sagte.“ Nimm die Sünde niemals auf die leichte Schulter. Alle Sünde richtet sich gegen Dich und nur gegen Dich, o Herr, und meine Sünde gibt Deinen Feinden Anlass, Deinen Sohn zu lästern und Deinen Namen zu verunglimpfen. Oh Herr, gib mir einen heiligen Hass gegen die Sünde. Gib mir inneren Zerbruch über meine Sünde.
Als ich das las und mir klar wurde, was ich tat, sagte ich: „O Gott, was habe ich meinem Herrn angetan? Meinst Du, wenn ich sündige, hat das weitreichende Folgen für Deine Absichten, die du mit meinem Leben hast, aber auch für die Feinde Gottes?“ „O ja,“ sagte er. „So ernst ist das. Henry, verstehst du nicht, was es mich gekostet hat, dir deine Sünde zu vergeben? Hast du das auf die leichte Schulter genommen? Das darf man nicht für selbstverständlich halten.“
Dies sind entscheidende Stunden, und ich glaube, dass Gott im Begriff ist, die größte Erweckung zu bewirken, die die Welt je erlebt hat. Ich bin überzeugt, dass sie uns kurz bevorsteht, und was wir hier erleben, ist Gottes Einladung, diesen Prozess nicht nur zu beginnen, sondern auch zu vollenden. Wenn er dich deiner Sünde überführt, ist das der erste Schritt in dem Prozess, mit deiner Sünde umzugehen.
Jetzt musst du zur Umsetzung übergehen. Du musst die Gnade Gottes nehmen und sie anwenden. Jetzt brauchst du die Kraft der Auferstehung, damit sie dich von der Sünde abhält. Jetzt brauchst du Christus, den Herrscher, damit er in dir herrscht.
Jetzt brauchst du die Menschen, mit denen Gott dich umgeben hat, so wie Jesus Menschen um sich hatte, damit sie dir durch diese schwierige Zeit helfen. Wenn die Last schwer ist, so wie auch Jesus am Ende seines Lebens drei Freunde zu sich nahm und sagte: „Ich muss euch jetzt bei mir haben, denn ich gehe zum Kreuz, wo Gott die Erlösung bringen wird“ (vgl. Matthäus 26,36-45).
Darf ich denjenigen unter uns, die eine Last für Erweckung haben, einen Hinweis geben? Je näher wir dem Moment kommen, an dem Gott Erweckung bringen wird, desto schwerer wird die Last, sodass du Menschen um dich herum haben musst, denen du sagst: „Lasst uns einen Ort der Stille aufsuchen. Lasst uns auf den Berg gehen und Gott dort unser Herz ausschütten und herausfinden, welche Befreiung er schaffen will, so wie er zu Jesus auf dem Berg der Verklärung gesprochen hat.“
Ich möchte euch sagen, dass es nie Erweckung geben wird, solange nicht viele von uns zu unserem persönlichen Gethsemane kommen. Viele von uns wollen Gethsemane nicht. Wir wollen, dass alle Schmerzen beseitigt werden und beim ersten Anzeichen von Schmerz klagen wir zu Gott und sagen: „O Gott, nimm das weg. Ich will es nicht.“ Und er antwortet: „Dann bist du unbrauchbar für mich. Lass dich von meinem Sohn in dein Gethsemane führen, denn aus Gethsemane kommt die Erlösung der Welt.“
Wenn Gott eine große Erweckung herbeiführt, wird sie mit Geburtswehen einhergehen, und jemand muss diese Geburtswehen ertragen, bis die Erweckung kommt. Wir neigen dazu zu sagen, dass wir die kommende Erweckung feiern wollen, aber Gott sagt, dass es keine Erweckung geben wird. Es wird kein Kind geboren, bevor die Geburtswehen nicht vollständig durchgestanden sind. Es gibt keine Erweckung, wenn nicht jemand den Schmerz erträgt, damit sie geboren wird.
Ich bete für euch Leiter, dass der Herr euch eine Last für eure Universität aufs Herz legt. Dass ihr, während andere ein Fußballspiel oder ein Baseball- oder Basketballspiel anschauen, in eurem kleinen Einkehrraum den Herrn anfleht: „O Gott, gib mir diese Uni oder ich sterbe. O Gott, sie sind auf dem Weg in die Ewigkeit. O Gott, was legst Du mir aufs Herz für unseren Campus? Lass es mich nicht verpassen. O Gott, lass mich hier bleiben, bis Du zu mir von dem Ausgang sprichst, von der großen Befreiung, die Du dabei bist, meiner Uni zu bringen.“
Diejenigen, die diesen Preis bezahlt haben, lebten, um mitten auf ihrem Campus zu stehen, wenn die Macht Gottes offenbar wird und Ungläubige und Atheisten zu Gott schreien und darum bitten, dass er ihnen ihre Sünden vergeben möge. Gotteslästerer fallen vor dem ehrfurcht gebietenden Herrn und seiner Gegenwart, vor der Gegenwart eines heiligen Gottes auf ihr Angesicht. Die Geschichte ist voll davon.
Edwin Orr, Autor des Buches Campus Aflame[mfn]Orr, James Edwin: Campus aflame ... Dynamic of student religious revolution. Evangelical awakenings in collegiate communities. Glendale, Cal : Regal Books Division, G/L Publications, [1971][/mfn], das für mich beim Lesen fast zu einem Teil meines Lebens geworden ist, sagte: „O Gott, würdest Du bitte, in Deiner Güte, in unserem Land eingreifen und unsere Universitäten ein weiteres Mal anrühren?“
Könnte es sein, dass Gott genau diese Stunde herbeigeführt hat, um zu sagen: „Ich kam zu den Meinen und die Meinen nahmen mich auf, und denen, die mir glaubten, gab ich das Anrecht, als meine Kinder zu wirken. Ich habe durch sie gewirkt und mich selbst von einem Ende des Landes bis zum anderen zu erkennen gegeben“ (vgl. Johannes 1,11-12).
Deshalb möchte ich einfach von ganzem Herzen mit euch teilen, dass Gott uns gestern angerührt und unsere Sünde aufgedeckt hat. Er sagt jetzt: „Lasst diese Überführung von Sünde in Buße übergehen.“ Ich möchte euch darauf hinweisen, dass ihr eure Sünde nur noch vergrößert, wenn auf das Bekenntnis keine Buße folgt. Bekenntnis ist nicht gleich Buße. Bekenntnis ist der erste Schritt zur Buße.
Paulus sagt, dass ein gottgewollter Schmerz oder Kummer zur Buße führt (2. Korinther 7,10 NeÜ). Deshalb tröste ich niemals Menschen, die über ihre Sünde trauern, wie Gott es will. Ich tröste nie eine Person, in deren Leben der Geist Gottes Überführung von Sünde bewirkt. Ich lasse diesen Schmerz über die Sünde zu einer tiefen, echten Buße kommen, denn es ist die umfängliche Buße, in der Vergebung empfangen wird. Wenn Vergebung da ist, kommt auch die Freiheit, und Freude und Kraft im Herrn.
Wir haben also gemeinsam gesagt: „Herr, Du hast mich meiner Sünde überführt. Ich habe sie zugegeben und vor Menschen bekannt. Aber dann, o Gott, lass es bitte geschehen – und Du kennst mein Herz – dass das, was du begonnen hast, in meinem Leben volle Frucht bringt und dass die Frucht meiner Buße vollkommene Vergebung und Reinigung ist und die Frucht deiner Gegenwart von anderen an mir erkannt und gelesen wird.“
Nun, ich glaube, wir müssen einander helfen. Wenn du siehst, dass ein enger Freund seiner Sünde überführt wird und er gebeugt ist, und du bist sein Begleiter und fühlst dich für ihn verantwortlich, dann ist es eine Ehrfurcht gebietende Sache, wenn du miterlebst, dass Gott ihn seiner Sünde überführt. Es ist eine Furcht einflößende, große Aufgabe.
Was würdest du tun? Würdest du ihn einfach trösten und sagen, dass alles in Ordnung ist? Oder würdest du sagen: „O, lass mich bei dir bleiben, bis die ganze Qual vor den Thron Gottes gebracht worden ist und du nicht von mir, sondern von Gott, hörst: ‚Deine Sünden sind dir vergeben. Steh auf und diene‘“ (vgl. Matthäus 9,5: „Deine Sünden sind dir vergeben! (...) Steh auf und geh umher.“) Ich werde bei dir bleiben, bis du weißt, dass der Sieg errungen ist. Ich kann den Sieg nicht für dich erringen, aber ich kann tun, worum Jesus die drei Freunde bat (vgl. Matthäus 26,36-38: „Würdet ihr hierbleiben und mit mir wachen und beten, damit Gott in mir und durch mich den Sieg erringt und die Welt davon erfährt?“).
O, du kannst dich glücklich schätzen, wenn einige deiner Freundinnen oder Freunde dich in die Überführung Gottes in ihrem Leben mit hineingenommen haben. Weißt du, wie persönlich das ist? Weißt du, dass du in der Lage bist, das kaputt zu machen? Weißt du, dass du diese Situation missbrauchen könntest? Aber weißt du auch, was passieren würde, wenn Gott diese liebe Freundin oder diesen Freund befreien und dann durch sie Dinge bewirken würde, die nur Gott tun kann?
Er hat dich in dem Moment als Freundin oder Freund an ihre Seite gestellt, als sie zu Gott zurückkamen. Das taten sie, weil du bei ihnen warst und sie ermutigt hast. Du hast ihnen etwas aus der Bibel vorgelesen und deinen Arm um sie gelegt. Du hast mit ihnen geweint und ihre Last getragen, bis sie Buße getan hatten, ihnen vergeben war und sie frei waren.
Viele von euch wollen frei sein. Das kann von jetzt auf gleich passieren. Wir brauchen einander. Wir brauchen einander dringend. Ich glaube, Satans große Waffe ist es, uns zu isolieren, uns dahin zu bringen, dass wir allein auf einsamem Posten dienen. Wir aber wollen Satan besiegen und uns vornehmen, dass unser Bruder in seiner Nachfolge nicht alleine bleiben soll. Wir wollen unsere liebe Schwester, die versucht, ihrem Herrn zu dienen, nicht in ihrer Nachfolge allein lassen. Wir wollen nicht, dass sie zugrunde geht, während sie den Wunsch hat, dem Herrn treu zu dienen und dies allein tut. Wir sind an ihrer Seite.
In Hebräer 10,26 ff heißt es: „Wenn wir weiter sündigen, nachdem wir die Wahrheit erkannt haben, bleibt uns kein Opfer mehr für die Sünde, sondern nur ein ängstliches Warten auf das Gericht Gottes.“ (paraphrasiert könnte es so heißen: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts (...).” Und dann sagt er: „Lasst mich euch sagen, was Gott von einem Christen hält, der weiter sündigt.“ Er sagt: „Gott sagt, wenn ein Christ, der die Wahrheit kennt, weiter sündigt, trittst du den Sohn Gottes mit Füßen. Du behandelst das Blut des Bundes, das dich für Gott auszeichnet, als etwas Gewöhnliches und verachtest den Geist der Gnade.“ (Vers 29, sinngemäß - vgl. „Wie viel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein achtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?“).
So ernst nimmt Gott die Sünde. Sie hat Auswirkungen auf seinen Sohn. Sie beeinträchtigt den Bund der Liebe, den er geschlossen hat, und sie beeinträchtigt das Wirken des Heiligen Geistes in uns. Jetzt kommen wir zu Gott und sagen: „O Gott, lass keinen Überrest von Sünde in meinem Leben zurück. Ich komme zu Dir, und in meinem Geist und in meinem Herzen, in der Erkenntnis der Wahrheit, entsage ich der Sünde und bitte Dich, sie mir wegzunehmen, mich von ihr zu reinigen und meine Freude über Dein Heil wiederherzustellen, damit mein Leben Sünder dazu veranlasst, sich zu bekehren und Ungerechte sich belehren lassen. Herr, das ist es, was ich will.“
Vater, es ist eine Ehrfurcht gebietende Angelegenheit, Dich zu kennen. Der Großteil der Welt ist Dir noch nie so begegnet wie wir. Der Großteil unserer Welt hat noch nie die wunderbare Gnade erfahren, die Du durch Jesus, Deinen Sohn, uns gegeben hast. Viele haben noch nie gehört, dass es ein Kreuz gab, an dem Du in Liebe die Sünde der Welt in deinem Sohn getragen hast. Die meisten haben noch nie von einem Heiligen Geist gehört, der uns beständig von der Sünde überführt, uns Deine Gerechtigkeit zeigt und uns vom Gericht befreit.
O Gott. O Gott. Wir haben so viel. Nun, Herr, vor dem Hintergrund Deiner Gnade und Güte, vor dem Hintergrund des Kreuzes und der Auferstehung, vor dem Hintergrund deiner Regentschaft, während Du immerfort für uns eintrittst, und vor dem Hintergrund der Ausgießung Deines Geistes an Pfingsten, der uns befähigt; Herr, vor dem Hintergrund all dessen, kommen wir jetzt und bekennen unsere Sünde und bitten um Vergebung und Wiederherstellung, auf dass wir in diesen wunderbaren Tagen Dein Volk sein können.
Nancy: Ich bin so dankbar für den Dienst von Dr. Henry Blackaby und dafür, wie er uns zu einer tieferen Ebene der Buße über unsere Sünde aufgerufen hat. Ich glaube, dein Herz wurde ebenso wie meines herausgefordert zu sagen: „O, Herr, ich möchte, dass es in meinem Leben keinen Überrest von Sünde mehr gibt.“
Dieses Gebet wird in unserem Leben die Tür für die Barmherzigkeit und Gnade Jesu Christi öffnen. Wenn wir so beten, werden wir die Kraft seines reinigenden Blutes in unserem Leben erfahren und dann die Fülle des in uns wohnenden Heiligen Geistes. Ich glaube: Wenn Gottes Volk anfängt, die Bedeutung von wahrer Buße zu erkennen und auszuleben, werden die Auswirkungen auf die verlorene Welt um uns herum gewaltig sein.
Marie: Es gibt einen Unterschied zwischen der Traurigkeit über begangene Fehler und echter Buße. Morgen erfahren wir mehr darüber, also schalte wieder ein. Ich freu mich auf dich.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.