Marie Falk: Sich traurig zu fühlen, weil man eine Sünde begangen hat, ist nicht das gleiche wie echte Buße.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Woher weißt du, ob deine Traurigkeit gottgefällig ist? Führt sie dich zur Buße? Führt sie zu einer Lebensveränderung?
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Es ist angemessen, über Sünde betrübt zu sein, aber Buße ist nicht nur ein Gefühl. Sie umfasst dein ganzes Leben und Handeln. Die Botschaften über Buße sind Teil unserer aktuellen Podcast-Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Hier ist Nancy.
Nancy: Wir lieben es, Nachrichten von unseren Hörerinnen zu erhalten. Es macht mir wirklich Freude, die E-Mails und Briefe zu lesen, in denen sie uns mitteilen, wie Gott diesen Dienst nutzt, um ihr Denken, ihre Herzen und ihr Leben zu verändern.
Vor nicht allzu langer Zeit erhielt ich eine …
Marie Falk: Sich traurig zu fühlen, weil man eine Sünde begangen hat, ist nicht das gleiche wie echte Buße.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Woher weißt du, ob deine Traurigkeit gottgefällig ist? Führt sie dich zur Buße? Führt sie zu einer Lebensveränderung?
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Es ist angemessen, über Sünde betrübt zu sein, aber Buße ist nicht nur ein Gefühl. Sie umfasst dein ganzes Leben und Handeln. Die Botschaften über Buße sind Teil unserer aktuellen Podcast-Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Hier ist Nancy.
Nancy: Wir lieben es, Nachrichten von unseren Hörerinnen zu erhalten. Es macht mir wirklich Freude, die E-Mails und Briefe zu lesen, in denen sie uns mitteilen, wie Gott diesen Dienst nutzt, um ihr Denken, ihre Herzen und ihr Leben zu verändern.
Vor nicht allzu langer Zeit erhielt ich eine solche E-Mail, in der stand,
Bis zum letzten Sommer glaubte ich, dass Keuschheit nur in der Art und Weise zum Ausdruck kommt, wie ich mich kleide. Dank deiner Lehre wurde mir klar, dass es auch auf mein Verhalten ankommt – die Art, wie ich mich benehme, bis hin zu den Blicken, die ich den Männern zuwerfe, mit denen ich befreundet bin.
Nachdem ich im letzten Sommer deine Lehre über Bescheidenheit gehört hatte, habe ich nicht nur meine Sommergarderobe komplett aussortiert (so sehr, dass ich in diesem Frühjahr neue Kleidung kaufen musste) und sogar meine zweiteiligen Badeanzüge weggeworfen. Ich fing auch an, Gott zu bitten, dass er mir hilft, eine innere Haltung der Bescheidenheit zu entwickeln.
Vielleicht denkst du jetzt: „Ich habe nicht gewusst, dass dies eine Serie über Bescheidenheit ist.“ Das ist sie auch nicht! Wir sind mitten in einer Serie über Buße, aber verdeutlicht diese E-Mail nicht, was wir am Anfang dieser Episode über Buße gesagt haben?
Buße ist ein Sinneswandel, der zu einer Veränderung des Herzens und damit zu einer Lebensveränderung führt. Diese Frau schrieb in ihrer E-Mail nicht: „Ich habe Buße getan“, aber genau das hat sie gemacht.
Gottes Geist zeigte ihr etwas an ihrer Art, sich zu kleiden, und an ihrer Einstellung, das nicht gottgefällig war. Es gefiel dem Herrn nicht, und sie sagte: „Ja, Herr, ich stimme Dir zu. Ich tue Buße.“ Sie wandte sich davon ab, ihre eigenen Wege zu gehen, und dann machte sie Nägel mit Köpfen. Am Ende trennte sie sich von einem beträchtlichen Teil ihrer Sommergarderobe.
Ich sage dir nicht, was du mit deiner Garderobe tun sollst, aber vermutlich spricht Gott zu deinem Herzen über eine Vielzahl von Themen. Es kann sein, dass er zu dir über ein Thema spricht, das überhaupt nichts mit Bescheidenheit oder Kleidung zu tun hat.
Vielleicht legt er den Finger auf deine Einstellung oder dein Verhalten. Hast du ein bußfertiges Herz, wenn Gott dich auf Dinge in deinem Leben hinweist, die ihm nicht gefallen?
Buße ist für Gläubige eine Lebensweise. Wir schauen uns 2. Korinther 7 an. Ich möchte dich bitten, in deiner Bibel noch einmal den Abschnitt aufzuschlagen, in dem Paulus die Gläubigen in Korinth lobt, weil sie auf seine frühere Zurechtweisung mit gottgemäßer Trauer reagiert hatten, die zur Umkehr führte.
Wenn wir bei dem Abschnitt fortfahren, den wir gestern ansahen, erkennen wir, dass es in der Gemeinde in Korinth Anzeichen für echte Buße gab. Auch bei uns wird es diese Anzeichen geben, wenn wir wahrhaft Buße tun.
Gestern haben wir in 2. Korinther 7,8 gelesen, dass der Brief von Paulus die Gläubigen in Korinth betrübte. Er machte sie traurig über ihre Sünde.
Aber in Vers 9 sagt Paulus weiter: „Nun freue ich mich – nicht darüber, dass ihr betrübt wurdet, sondern darüber, dass ihr zur Buße betrübt worden seid.“ Eure Betrübnis, eure Trauer, der Schmerz, den ich durch meine scharfe Zurechtweisung in euch bewirkt habe, hat euch zur Umkehr bewegt.
„Denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden“ (Vers 10). Eine Übersetzung spricht von einem „Schmerz, wie Gott ihn haben will“ (NGÜ). Die Tatsache, dass es gottgewollte Betrübnis oder gottgewollten Schmerz gibt, deutet an, dass es auch eine Art von Schmerz gibt, der nicht gottgewollt ist – eine Art von Betrübnis, die nicht gottgewollt ist, und dazu kommen wir gleich.
Paulus sagte: „Denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden, so dass ihr von uns keinerlei Schaden genommen habt.“ Sie fühlten solchen Schmerz, dass sie Buße taten. Das nennt die Bibel gottgewollte Betrübnis, gottgewollte Trauer – die Art von Trauer, die einen dazu bringt, etwas wegen der Sünde zu tun und seine Einstellung zu ändern, die einen dazu bringt, Buße zu tun, sich weg von der Sünde hin zu Gott zu wenden, sich weg von der Sünde zur Heiligkeit hin zu wenden, sein Verhalten nicht zu rechtfertigen, sondern es zu ändern.
Das war gottgewollte Trauer. Woran erkennst du, dass deine Trauer gottgewollt ist? Führt sie dich zur Buße? Führt sie zu einer Lebensveränderung?
Paulus sagt in Vers 10: „gottgewollte Betrübnis“, gottgewollter Schmerz, „bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss; die Betrübnis der Welt aber“, weltlicher Schmerz, das ist die andere Art, „bewirkt den Tod“.
Diese Art von Trauer, diese weltliche Betrübnis oder weltliche Trauer, könnte man auch als „Bedauern“ bezeichnen. Ein Mensch, der etwas bedauert, vergießt vielleicht Tränen über seine Sünde, aber in seinem Herzen ist er nicht bußfertig.
Worüber weinen zerknirschte Menschen? Nun, die Tatsache, dass sie erwischt wurden, dass sie Ehebruch begangen haben und ihre Ehe dadurch zerbrochen ist. Jetzt sind sie geschieden; müssen Unterhalt zahlen oder was auch immer.
Es gibt Konsequenzen. Sie trauern über die Konsequenzen oder darüber, dass jemand es herausgefunden hat, oder sie möchten nicht so sein, wie sie sind, aber sie wollen es auch nicht ändern, wie sie sind.
Wenn du über deine Sünde weinst, wenn du über deine Sünde betrübt bist, musst du dich fragen: „Ist das Bedauern oder ist das Buße? Ist das Betrübnis der Welt gemäß oder ist das gottgewollte Betrübnis?“
Der Schmerz der Welt gemäß erzeugt Selbstmitleid und verletzten Stolz, aber er kann dich nicht retten, er kann dein Leben nicht verändern. Er bringt Scham, Schuld, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und manchmal sogar den Tod.
Und ist Judas, der Jünger Jesu, nicht ein Beispiel dafür? Er weinte bitterlich darüber, dass er Jesus durch seinen Verrat ans Kreuz brachte, aber tat er Buße? Nein, es war Bedauern, und letztlich führte diese Haltung zu seinem Tod.
Nun, in Vers 11 sehen wir sieben Merkmale wahrer Buße. Ich möchte sie kurz durchgehen.
Vers 11: „Denn siehe, wie viel ernstes Bemühen hat dies bei euch bewirkt, dass ihr in gottgewollter Weise betrübt worden seid.“ Ein ernsthaftes Verlangen, Gott zu gefallen, ein ernsthaftes Verlangen, heilig zu sein – sie konnten nicht mehr so weitermachen wie bisher.
Dazu Verantwortung. Das ist das zweite Merkmal. Ein starker Wunsch, Dinge in Ordnung zu bringen, ein reines Gewissen zu haben – das war ein Anzeichen wahrer Buße.
Und dann „Entrüstung“, gerechter Zorn; sie waren entrüstet über ihre Sünde. Das war keine leichtfertige Reaktion. Sie erkannten, dass ihre Sünde keine Kleinigkeit war. Sünde ist nie etwas Nebensächliches. Für sie war es eine ernste Angelegenheit, und sie verabscheuten die Sünde, die sie einst geliebt und genossen hatten.
Und dann „Welche Furcht“ sie in euch auslöste, diese gottgefällige Buße, diese gottgewollte Trauer. Furcht? Furcht wovor? Gottesfurcht. Eine heilige Scheu und Ehrfurcht vor dem heiligen Gott, der durch die Sünde beleidigt wird.
Dann sagte er: „Sie, diese Buße zum Heil, hat bei euch Verlangen erzeugt.“ Die Elberfelder Übersetzung sagt „Sehnsucht“. Ein intensives Verlangen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, die Beziehung zu Paulus wiederhergestellt zu sehen, Sehnsucht.
Als nächstes brachte die Buße zum Heil Eifer hervor, einen Eifer für Heiligkeit und einen Hass gegen alles, was Gottes Ehre verletzen könnte.
Und zuletzt führte die gottgewollte Betrübnis zu Bestrafung. Was für eine Bestrafung? Nun, die Elberfelder Übersetzung spricht von „Vergeltung“, oder, wie die HFA sagt: „Eure Entschlossenheit hat dazu geführt, dass der Schuldige bestraft wurde.“
Ich denke, das bezieht sich auf die Folgen. Sie akzeptierten die Auswirkungen ihrer Sünde und wollten, dass die Sünde geahndet würde. Sie wollten Wiedergutmachung leisten. Sie wollten alles tun, was sie tun mussten, um den Schaden wieder gut zu machen.
Deshalb sagt Paulus: „Denn siehe, wie viel ernstes Bemühen hat dies bei euch bewirkt, dass ihr in gottgewollter Weise betrübt worden seid. Dazu Verantwortung, Entrüstung, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung!“ Sie standen für die Wahrheit ein.
„Ihr habt in jeder Hinsicht bewiesen, dass ihr in der Sache rein seid.“ Das bedeutet nicht, dass sie von Anfang an unschuldig waren. Es bedeutet, dass sie Buße getan hatten. Sie hatten ihre Lebensweise geändert. Sie hatten ihren Sinn geändert.
Sie hatten ihre Herzenshaltung geändert. Sie behaupteten nicht nur, Buße getan zu haben. Sie bewiesen, dass sie wirklich umgekehrt waren.
In Offenbarung 3,19 sagte Jesus zu der Gemeinde: „So sei nun eifrig.“ Und er fuhr fort: „und tue Buße.“ Das ist die Art von Umkehr, die wir bei den Korinthern gesehen haben. Eifrig darin sein, Buße zu tun.
Der Ausdruck „eifrig sein“ bedeutet „sich ernsthaft bemühen oder sehnlich begehren“. Sie sehnten sich danach, Buße zu tun. Sie bemühten sich ernsthaft, Buße zu tun, und nicht: „Es tut mir leid“, sondern: „O Gott, wie konnten wir dir das nur antun? Es tut uns so leid. Wir sind betrübt. Wir trauern. Wir bitten um Entschuldigung. Wir haben gegen dich gesündigt. Bitte vergib uns.“
Diese Art von Eifer sieht man heute nicht oft, oder? Weißt du, wenn man alte Zeitungsausschnitte der früheren Erweckungsbewegungen liest, werden dort sogenannte Trauerbänke erwähnt.
Ich frage mich, ob wir heute nicht wieder Trauerbänke in unseren Kirchen aufstellen sollten, Orte, an denen „Büßer“, wie man sie nannte, knieten und zu Gott schrien, und manchmal schrien sie sehr laut. Sie taten Buße und schrien zu Gott.
Nun, wie laut du weinst und wie viele Tränen du vergießt, zeigt nicht an, wie reumütig dein Herz ist. Es nützt nichts, an der Trauerbank zu knien und zu weinen und zu schluchzen und zu schreien, wenn dein Herz nicht reumütig ist.
Das ist oberflächliche Reue. Das ist weltlicher Schmerz. Er führt zum Tod. Aber gottgefälliger Schmerz, wahre Trauer, wahre Buße, führt zum Leben.
Wenn wir diese Beschreibung in 2. Korinther 7 lesen, würdest du dann sagen, dass du bußfertig bist? Darf ich dir sagen, dass du, wenn du nach dieser Beschreibung nicht wirklich Buße tust, von keiner Sünde, die du noch immer gewohnheitsmäßig begehst, wirklich umgekehrt bist?
Das heißt nicht, dass du, nachdem du Buße getan hast, nicht immer noch mit Versuchung oder jener Sünde zu kämpfen hast, aber deine Einstellung zu dieser Sünde wird anders sein, wenn du einmal Buße getan hast.
Deine Tendenz wird sein, die Sünde zu verabscheuen und ihr zu widerstehen, egal ob du mit ihr zufrieden bist oder dich an sie klammerst. Bist du jemand, der immer wieder umkehrt? Bist du bußfertig? Ist deine Herzenshaltung gegenüber Gott heute, in diesem Moment, eine bußfertige Haltung gegenüber allem, was Gott dir in deinem Leben gezeigt hat, das ihm missfällt?
Marie: Du kannst nicht alles erleben, was Gott für dich bereithält; Du kannst keine Erweckung erleben, wenn du nicht Buße tust.
Bill Elliff: Ich glaube absolut, dass versäumt wird, in der Gemeinde über Buße zu sprechen.
Marie: Hier ist Pastor Bill Elliff, um unsere Woche über Buße abzuschließen.
Bill: Weißt du, wir reden gerne über Gemeindewachstum und neue Methoden und tolle Ideen, aber es gibt ein Wort, das man in Gemeinden nur selten hört und noch seltener erlebt.
Das Interessante und Erstaunliche und Traurige daran ist, dass es das erste Wort Jesu in seinem Wirken war. Christus sagte: „Tut Buße.“ Das war das erste, was er in seinem öffentlichen Dienst sagte. „Denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 4,17).
Offensichtlich wusste Christus um die Bedeutung dieses Gedankens, dass wir das Reich Gottes ohne Buße niemals sehen und erleben würden. Buße zu tun ist nicht nur, wie wir beginnen eine Beziehung zu Christus aufzubauen, sondern auch einer der wichtigsten Schlüssel, um Gott täglich zu erleben.
Historisch gesehen ist sie eine der unverzichtbaren Voraussetzungen für jede echte Erweckung. Wörtlich bedeutet es einfach eine Veränderung der inneren Haltung, eine Veränderung des Denkens. Aber im Kontext von Gott und seinem Wort ist es eine durch den Geist hervorgerufene Veränderung des Denkens, die so ernsthaft und tiefgreifend ist, dass sie zu einer Richtungsänderung, einer Verhaltensänderung, einer Änderung des Lebensstils führt.
Wir brauchen einen Sinneswandel, eine echte Umkehr darin, wie wir unsere Sünde sehen. Die vielleicht wichtigste Stelle in diesem Zusammenhang sind für mich die Seligpreisungen, Matthäus 5, wo Jesus in einem fortlaufenden Abschnitt sagt: „Wie glücklich die, die begreifen, wie arm sie vor Gott sind!“ (Matthäus 5,3 NBH).
Er erkennt, dass er sein Leben nicht alleine leben kann. Er kann sein Leben nicht ohne Gott leben. Im nächsten Vers heißt es: „Glückselig sind die Trauernden“ (Vers 4). Wir hören oft, dass damit die Trauer über einen Verlust oder Ähnliches gemeint ist, aber das ist nicht der Kontext, um den es hier geht.
Selig ist der Mensch, dem seine Armut, seine Sünde und seine Not so sehr bewusst sind, dass es ihm das Herz bricht. Sein Herz ist so zerbrochen über diese Sünde, dass es ihn zu dem nächsten Schritt führt, der in Matthäus 5 beschrieben ist: Sanftmut.
Sanftmut ist, wie G. Campbell Morgan sagte, eine „Bereitschaft, sich von einem Anderen beherrschen zu lassen“. Es ist ein unterwürfiger Geist, der sich selbst betrachtet und das Chaos sieht, das er in seinem eigenen Leben angerichtet hat, so sehr, dass er über seine Sünde trauert und so sehr trauert, dass er zu Gott schreit: „Herr, verfüge über mich. Ich bin es leid, mein eigenes Leben zu führen.“
Es ist für viele überraschend, dass uns befohlen wird, zu trauern. In Jakobus 4 heißt es: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ Und weiter heißt es: „Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit!“ (Jakobus 4,8-9).
Gott fordert uns auf, unsere Sünde so zu sehen, wie er sie sieht, und wenn wir das tun, wie Jesaja es tat, wird unsere Flüchtigkeit plötzlich Ernsthaftigkeit.
Alle unsere Ausreden werden selbst als Sünde gesehen, und die Gleichgültigkeit, mit der wir Sünde betrachten, wird durch eine tiefe Sensibilität für unsere Sünde ersetzt. Es ist das, worüber Paulus in 2. Korinther 7 schreibt, wenn er sagt, dass wir nach dem Willen Gottes Kummer haben, der etwas bewirkt.
Er führt zu einer Buße, die man nicht bereuen muss. In unseren Kirchen erleben wir so oft eine „Betrübnis der Welt“. Wir wenden uns kurzzeitig ab, aber weil es keinen echten Schmerz, keine wahrhaftige Sinnesänderung gibt, kehren wir sehr schnell wieder zurück zu unserer Sünde.
Es muss also eine Erweckung der Buße über unsere Sünde geben. Du fragst: „Wie kann ich denn wissen, ob ich wirklich Buße getan habe?“ Nun, es kommt darauf an, dass du dich von deiner Sünde abwendest.
Thomas Watson, der Puritaner, sagte: „Wann weißt du, ob du genug für deine Sünde gedemütigt wurdest? Die Antwort ist: Wenn du bereit bist, deine Sünde loszulassen.“
Als letzten Punkt erwähnte er, dass wir eine Buße, einen Sinneswandel mit dem Erlöser im Blick brauchen. Jesus sagte: „Wenn ein Mensch die kostbare Perle sehen könnte, den Schatz, der im Acker verborgen ist, würde er alles verkaufen, um sie zu besitzen“ (siehe Matthäus 13,45-46).
Wir sind so verwirrt darüber. Es gibt so viele gefälschte Perlen, auf die wir schauen, und wir brauchen eine Änderung unserer Sicht darauf, was wirklich wertvoll ist, was wirklich echt ist, was wirklich gut, richtig und ehrbar ist.
In Zeiten der Erweckung geht es nicht einfach um eine missmutige Selbstbetrachtung meiner Sünde, sondern die Menschen werden sehr schnell dahin gezogen, den Erlöser zu sehen. Erweckungszeiten sind deshalb erfüllt von großartigen Liedern über die Liebe Gottes und das Kreuz Christi und die Schönheit der Allgenügsamkeit Christi. All dies bewirkt eine wunderbare, freudige Hingabe an das, was unendlich besser ist.
Es weckt eine Sehnsucht nach Christus und eine Bereitschaft, alles abzulegen, was uns von ihm fernhalten könnte. Ich frag mich also, ob Erweckung für uns nur eine nette Idee oder ein verlockender Gedanke ist – oder ist es etwas, das uns so ein ernstes Herzensanliegen ist, dass wir bereit sind, uns von allem abzuwenden, was Erweckung verhindert [und die Herrlichkeit Gottes eben nicht hervorleuchten lässt] und echter, ernsthafter, wahrhaftiger Umkehr im Weg steht.
Vater, wir denken daran, wie oft du in der Offenbarung zu den sieben Gemeinden gesagt hast: „Ihr denkt, ihr seid bekleidet, und ihr denkt, ihr seid in guter Verfassung, aber ihr seht einfach nicht klar. Ihr müsst euch erinnern und Buße tun“ (vgl. Offenbarung 2+3).
Vater, ich bete, dass es in den Kirchen im ganzen Land eine außergewöhnliche Offenbarung darüber gibt, wie weit wir von Dir abgefallen sind. Gott, wir glauben, dass Du das tun kannst.
Wir glauben an eine tiefgreifende Bewegung, verursacht durch nichts Anderes als durch Deinen Geist. Herr, Du kannst in Gottesdienste im ganzen Land hineinreden und Menschen weinend vor dir niederfallen lassen.
Herr, wir schreien und flehen darum und beten, dass du einen Geist der Umkehr bringst, dass dein Wort mit einem Mal allmächtig wird, Herr, und dass es alles aufdeckt und wir eine tiefgreifende Bewegung deines Geistes erleben.
Ach Herr, ich bete, dass Du uns vor einer Pseudo-Buße bewahrst, bei der wir eine Sünde bekennen und dann gleich wieder in dieselbe Sünde zurückfallen. Herr, lass uns erkennen, dass keine echte Buße da ist, solange es nicht eine Kehrtwende, eine Abwendung von einem bisherigen Verhalten gibt.
Ich bete dafür, dass Du uns das offenbarst, und dass Du das in uns aufdeckst, Herr, wie wir uns erlauben, Spielchen mit Dir zu spielen und große Worte zu machen. Wir schieben unsere Veränderungen vor uns her, und das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es uns mit der Buße nicht ernst gemeint ist.
Ach Gott, wir bitten Dich, dass Dein Geist eine übernatürliche Erweckung der Buße in unseren Gemeinden bewirkt.
Marie: Das war Pastor Bill Elliff. Er hat die Gemeinde ermutigt, Buße zu tun.
Er hielt diesen Vortrag zu Beginn eines Gebetstreffen für Erweckung vor einigen Jahren als die Radioserie „Seeking Him - Neu belebt von ihm“ zum ersten Mal in den USA ausgestrahlt wurde.
Nächste Woche sprechen wir hier bei Belebe unsere Herzen über die großartige, unglaubliche Gnade Gottes, die er in demütige Herzen gießt. Wir freuen uns auf dich. Sei dabei.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.