Lea Köster: Hallo. Hier ist Bob Bakke.
Bob Bakke: Gnade ist nicht nur unverdiente Gunst. Es wird nicht nur jemandem etwas geschenkt, der es nicht verdient hat – sprich: uns. Gnade ist in Wirklichkeit Schönheit Gottes, Gerechtigkeit, Vergebung, Herrlichkeit, Güte, ja sogar familiäre Zugehörigkeit, welche denen zuteil wird, die des wahrhaft Bösen schuldig sind.
Lea: Hallo und herzlich willkommen zu Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Die vergangene Woche war großartig. Nancy hat uns tief in ein Thema geführt, über das oft gesprochen, das aber nie völlig verstanden wird, und zwar Gnade.
Wir hörten bewegende Geschichten über Frauen, die Gottes Gnade inmitten von sehr herausfordernden Situationen brauchten. Die Podcasts dieser Woche waren Teil einer Serie über echte Erweckung: „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“.
Diese Worte hast du in letzter Zeit wahrscheinlich oft hier gehört. Es ist aber …
Lea Köster: Hallo. Hier ist Bob Bakke.
Bob Bakke: Gnade ist nicht nur unverdiente Gunst. Es wird nicht nur jemandem etwas geschenkt, der es nicht verdient hat – sprich: uns. Gnade ist in Wirklichkeit Schönheit Gottes, Gerechtigkeit, Vergebung, Herrlichkeit, Güte, ja sogar familiäre Zugehörigkeit, welche denen zuteil wird, die des wahrhaft Bösen schuldig sind.
Lea: Hallo und herzlich willkommen zu Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Die vergangene Woche war großartig. Nancy hat uns tief in ein Thema geführt, über das oft gesprochen, das aber nie völlig verstanden wird, und zwar Gnade.
Wir hörten bewegende Geschichten über Frauen, die Gottes Gnade inmitten von sehr herausfordernden Situationen brauchten. Die Podcasts dieser Woche waren Teil einer Serie über echte Erweckung: „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“.
Diese Worte hast du in letzter Zeit wahrscheinlich oft hier gehört. Es ist aber nicht nur der Name dieser Podcastreihe. So heißt auch ein Arbeitsbuch, das man gut in einer Kleingruppe oder auch alleine durcharbeiten kann.
Heute beten wir mit einigen christlichen Leitern und Nancy DeMoss Wolgemuth.
Wir beginnen mit einem Wort von Bob Bakke über Gnade. Er macht den Anfang mit dem Merkvers dieser Woche aus dem Arbeitsbuch „Neu belebt von Ihm - Seeking Him“, Hebräer 4,16.
Bob Bakke: Dort heißt es: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Der Thron, dem wir uns heute Morgen nähern, heißt Gnade. Und was wir von diesem Thron empfangen, ist Gnade. Wir können heute Morgen im Gebet zu diesem Thron gehen, zusammen mit Hunderten von Christen, mit weit geöffneten Armen, mit Freimütigkeit, Erwartung und Freude, weil wir – oder die meisten von uns – Buße getan haben.
Wir waren ehrlich. Wir sind uns unserer Sünden bewusst geworden, und wir sind vor Gott gekommen. Und das können wir mit Erwartung und Freude tun.
Gnade ist der Thron, auf dem Gott regiert. Gnade ist das, was er am liebsten gibt.
Wenn die alten Griechen das Wort Gnade benutzten, bezogen sie es auf Dinge, die Wohlbefinden erzeugen. Von dieser Wurzel leiten sie Wörter wie Gunst, Vergnügen, Schönheit, Dankbarkeit und Freude ab.
Aber Gnade beschreibt auch die Beziehung zwischen einem Herren und seinem Knecht. Ein Knecht hatte kein Recht darauf, Freundlichkeit zu erwarten. Wenn man ihm also Freundlichkeit erwies, war dies Gnade, und es war etwas, das empfangen wurde.
Im Römerbrief, in dem er die Gnade so ausführlich wie sonst nirgendwo beschreibt, stellt Paulus sich in Kapitel 1,1 interessanterweise als Knecht Jesu Christi vor.
Die Hebräer verbinden mit diesem Wort die Idee, dass der Stärkere dem Schwächeren zu Hilfe kommt – wie Boas und Ruth zum Beispiel. Wenn Jesus diesen Begriff gebraucht, beschreibt er damit, dass Gott den Wehrlosen zu Hilfe kommt, oder denen, die hoffnungslos verschuldet sind. Der Größere kommt, um den Schwächeren zu segnen.
Johannes sagt uns, dass Jesus voll von dieser Gnade war, „voller Gnade und Wahrheit“. In der Apostelgeschichte beschreibt Gnade die Kraft des Heiligen Geistes, die von Gott zu Menschen fließt.
In unserer großen Bedürftigkeit – es ist unser Bedürfnis nach dem Heiligen Geist und seiner Güte zu uns sowie nach seiner Kraft. Der Schreiber des Hebräerbriefs bezeichnet den Geist als „Geist der Gnade“ (Hebräer 10,29). Aber erst in den Briefen der Apostel wird ein engerer Zusammenhang zwischen dieser Gnade und unserer Errettung hergestellt.
Dort geht es um Themen wie Vergebung, Versöhnung, Freiheit, Sühnung, Sühnopfer, Gerechtigkeit, ewiges Leben und sogar Sohnschaft.
Schauen wir kurz in Römer 5 hinein, wo Paulus die Übertretung des ersten Adam mit dem Geschenk des Zweiten vergleicht: dem Geschenk der Gnade. Paulus schreibt: „Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod“ (Vers 12a).
„Aber es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wie viel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen“ (Vers 15).
„Und es verhält sich mit dem Geschenk nicht so, wie mit dem, was durch den einen kam, der sündigte. Denn das Urteil [führt] aus der einen [Übertretung] zur Verurteilung; die Gnadengabe aber [führt] aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung“, als hätten wir nie gesündigt.
„Denn wenn infolge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!“
Im Leben herrschen – im Leben und in Fülle. Gnade ist nicht nur unverdiente Gunst. Es wird nicht nur jemandem etwas geschenkt, der es nicht verdient hat – sprich: uns – Gnade ist in Wirklichkeit Schönheit Gottes, Gerechtigkeit, Vergebung, Herrlichkeit, Güte, ja sogar Familienzugehörigkeit, welche denen zuteil wird, die des wahrhaft Bösen schuldig sind.
Ich schließe mit diesem Gedanken: Ausgerechnet Mark Twain – kein gläubiger Mensch – sagt Folgendes über Gnade, und ich glaube, er trifft damit ins Schwarze: „Vergebung ist der Duft, den das Veilchen an der Ferse verströmt, die es zertreten hat.“
Lasst es mich noch einmal sagen: „Vergebung ist der Duft, den das Veilchen an der Ferse verströmt, die es zertreten hat.“
Gnade ist also der Vater des verlorenen Sohnes, der von seiner Veranda herbeieilt, um seinen Sohn zu umarmen, der ihn verachtet hat. Gnade ist das Lamm Gottes, durchbohrt, geschlagen, mit Dornen gekrönt, verachtet, verworfen, um Luft ringend, und ein Schrei dringt zum Himmel: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“
Das Lamm wurde wegen unserer Übertretungen zertreten, und Gott füllt die Erde mit dem Duft seiner Liebe und antwortet mit der Gnade des Heiligen Geistes.
Byron Paulus - Gebet 1: Gnade. Vater, wir sind an diesem Morgen so dankbar für den Moment, als Du unser Leben berührt hast und uns zu unserem Retter gezogen und uns Deine erstaunliche Gnade offenbart hast.
Wir danken Dir, Herr, jeder einzelne von uns hier. Wir danken Dir für das, was Du getan hast – während Deines Lebens hier, und dort am Kreuz. Danke auch für das, was Du getan hast, als Du uns durch unseren Herrn Jesus in Deine Familie brachtest. Gelobt seist Du, Herr! Alles Lob gebührt Dir, Herr Jesus.
Gebet 2: Vater, auch ich preise Dich, dass Du inmitten meiner Schwachheit stark bist; und dass weder ich in mir selbst, noch wir uns das verdienen können, was Du so großzügig gibst, sondern dass diese großzügige Gabe Deine Reaktion auf unsere große Sünde und Not ist.
Du gibst. Wir verdienen es nicht. Du gibst, und wir würden ohne Deine Gabe sterben. Du bist unser Leben. Du bist unser Licht. Du bist unsere Freude. Du bist der Grund, warum wir heute Morgen aufgestanden sind. Du bist der Grund für die Hoffnung, die wir in uns tragen.
Du bist der Grund für unsere Hoffnung, die wir haben, wenn wir den Lauf der Geschichte sehen. Wir sind nicht entmutigt. Wir freuen uns in Dir, o Gott. Wir preisen Dich, Herr, in Jesu Namen.
Gebet 3: Vater, wenn ich an Deine wundervolle Gnade denke, die Du uns persönlich in Jesus Christus geschenkt hast, wie Bob das heute morgen so wunderbar beschrieben hat, dann lobe ich Dich und danke Dir, lieber Vater im Himmel.
Ich denke auch an die allgemeine Gnade, die allen Menschen zuteil wird: Die Sonne geht über Bösen und Guten auf, es regnet über die Gerechten und Ungerechten. Gott, zieh bitte durch Deine allgemeine Gnade jene Menschen zu Dir; lass sie Jesus Christus kennenlernen, der voller Gnade ist, und lass sie Teil Deiner kostbaren, ewigen Familie werden.
Wir loben Dich und danken Dir, dass Du heute Menschen zu Dir ziehst.
Byron Paulus - Gebet 4: Herr, ich denke an meine ganze Sünde, an den Weg, den ich eingeschlagen hatte – und Deine Gnade ist größer als meine ganze Sünde. Wie ich es gestern schon jemandem gesagt habe: Ich glaube nicht, dass ich heute noch am Leben wäre. Ich wäre den Drogentod gestorben oder hätte Selbstmord begangen oder irgendsoetwas, weil ich mich so stark in diese Richtung gezogen fühlte.
Herr, ich habe nicht einmal den Wunsch verspürt, mich nach Dir auszustrecken. Aber Du hast Dich mit Deiner Gnade nach mir ausgestreckt, und Du hast meine Wünsche und mein Herz verändert. Herr, Du hast meine Motivation verändert, den Sinn meines Lebens.
Du sahst die Dunkelheit, Du sahst den Lebensweg, auf dem ich war, und Du sahst mein Schicksal. Zur gleichen Zeit sagtest Du in Deiner ganzen Gnade: „Dieser Mann soll mein Kind sein.“
Herr, ich lobe Dich an diesem Morgen für das Vorrecht, Deiner Gnade und ihrer umwerfenden Kraft zu begegnen, die größer war als alles, worauf ich aus war.
Gebet 5: Herr Jesus, ich denke an den 25. April 1971: Von der Welt eingenommen und all dem, was sie zu bieten hatte, ging ich meinen eigenen Weg in Rebellion und Ungehorsam. Danke für Deine Gnade, in der Du mir nachgegangen bist, mich zu Dir gezogen und zu Deinem Kind gemacht hast. Du hast mein Leben verändert und meinem Leben wirklichen Sinn gegeben.
Ich preise Dich für Deine Gnade, die mich gerettet hat.
Gebet 6: Herr, wir sehnen uns danach, dass andere diese Gnade auch erleben. Wir beten, o Gott, dass Du Deine Gemeinde mit Deiner Gnade füllst, dass Du Deinem Volk offenbarst, wie sehr Du es liebst, wie gerne Du Deine Gnade über uns ausgießen möchtest.
Herr, wir flehen Dich heute morgen an, unsere Herzen zu berühren und das Herz jeder einzelnen Person, die mit uns bei diesem Gebetstreffen betet und auch die Herzen aller, die das Arbeitsbuch „Neu belebt von Ihm - Seeking Him“ bearbeiten.
Herr, allmächtiger Gott, wir beten, dass Du unseren Blick von der Schwere unserer Sünden auf das Anziehende lenkst, auf die Schönheit, das Wunder Deiner Gnade für uns und für unsere Familien, für unsere Kinder und unsere Enkelkinder. Erfülle diese Bitte, Herr.
Gebet 7: Vater, ausgehend von unserer Dankbarkeit für Deine Gnade, mit der Du uns errettet hast, bin ich auch dankbar, dass Du uns seitdem Gnade gibst, unser Leben zu reinigen und uns für Dich abzusondern und uns Gnade gibst, die uns zum Dienst für Dich befähigt.
Wie Paulus sagt: „Danke, dass du mich in den Dienst gestellt hast“ (vgl. 1. Timotheus 1,12). Ich wünsche mir nun, dass wir unseren Fokus auf die heiligende Kraft Deiner Gnade lenken, die uns von Sünde absondert – denn „wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden“ (Römer 5,20).
Lasst uns nun den Schwerpunkt darauf legen, Gott für seine heiligende und reinigende Kraft zu preisen und für das Vorrecht, ihm dienen zu dürfen.
Nancy DeMoss Wolgemuth - Gebet 8: Herr, uns selbst überlassen, sind wir alle Gefangene. Wir sind Sklaven der Sünde. Wir sind nicht in der Lage, „Nein“ zur Sünde zu sagen. Ohne Deine Gnade drängt sie sich uns so stark und so mächtig auf.
Danke, dass in dieser Gnade, die Du uns durch Jesus Christus gibst, dass darin befreiende Kraft ist. Dass darin Freiheit von jeglicher Bindung an die Sünde liegt. Welch eine Botschaft ist das für uns selbst, um sie auszuleben, aber auch um sie an andere weiterzugeben. Dabei denken wir an Menschen in unseren Gemeinden, die als Gefangene leben, als Gefangene von sexuellen Sünden, von Selbstsucht, von Stolz, Materialismus, Gefangene von vielerlei Art von Verdorbenheit, die zu unserem früheren Lebenswandel gehört. Und sie erkennen nicht, dass sie nicht unter der Knechtschaft der Sünde sein müssen.
Herr, ich bete, dass Du uns einfach einen neuen Blick für das Wunder gibst, wie Du uns durch Deine Gnade von Sünde befreist und uns befähigst, „Nein“ zu Ungerechtigkeit zu sagen. Herr, wir möchten das vorleben, wir möchten das verkünden; und möge durch diese gute Nachricht Dein Volk neu belebt werden. Herr, indem Du durch die Macht Deiner Gnade Befreiung von jeglicher Bindung an die Sünde schenkst.
Byron Paulus - Gebet 9: Herr, wir leben in einer Zeit, in der wir aufgefordert werden, uns selbst zu behaupten und am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, ein breites Kreuz zu haben und vor allem als Männer tough zu sein. Herr, wir werden aber daran erinnert, dass wir in der Gnade stark sein sollen, die in Christus Jesus ist.
Wir haben nichts in uns, dass wir etwas von uns halten könnten. Vater, die Erkenntnis, dass Demut der Gnade die Tür öffnet, damit diese in mir lebendige Wirklichkeit wird. Herr, ich demütige mich.
Ich schreie zu Dir, Gott: Lass Deine Gnade in meiner Schwachheit mächtig werden, verherrliche Du Dich durch diese Gnade in unserem Leben.
Nancy - Gebet 10: Herr, und es müssen wohl die kostbarsten Worte sein, die Du von uns hören kannst, wenn wir von Herzen zu dir sagen: Herr, wir brauchen Dich. Wir schaffen es nicht ohne Dich.
Und ich bete, dass Deine Gemeinde eine Taufe erlebt, indem wir zu Dir schreien und unsere Not und unsere Schwachheit zum Ausdruck bringen, und auch unsere Unzulänglichkeit und unser Versagen; dass wir alle diese Dinge, über die wir in den vergangenen Wochen gesprochen haben, nicht als etwas Negatives sehen, sondern als einen wunderbaren Schlüssel und eine Tür, um mehr von Deiner Gnade in unserem Leben zu erfahren.
Herr, vergib uns, dass wir uns so sehr bemühen, unser Image und unseren Ruf aufzupolieren, dass wir besser dastehen und bei Dir und bei anderen einen guten Eindruck hinterlassen wollen, wobei die Voraussetzung, um Deine Gnade zu empfangen, doch unsere Schwachheit, unsere Bedürftigkeit und unser Versagen sind.
Herr, wir rufen einfach zu Dir und sagen: „Ich bin diejenige, o Herr, die das Gebet braucht. Ich brauch’ Dich allezeit, o gnadenreicher Herr…“ Danke, dass Du herbeieilst – wie ein Krankenwagen zum Ort der Not –, dass Du herbeieilst, um Deine Gnade auszugießen, wenn wir zu Dir rufen und sagen: „Herr, ich brauche Dich.“
Gebet 11: Vater, wenn wir nun zum Thron der Gnade kommen, hilf uns, daran zu denken, dass wir als Erstes Barmherzigkeit empfangen und dass Du mit uns nicht im Zorn handelst. Du verdammst uns nicht.
Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Wie sehr preisen wir Dich dafür, wie Du Du Deine Gnade auf uns ausgießt. Vater, ich denke an so viele in meiner Gemeinde und an so viele in Gemeinden in diesem Land, aber auch überall auf der Welt, die versuchen, aus eigener Kraft das Leben zu leben, zu dem Du uns berufen hast.
Gott, ich bete einfach, dass sie wirklich erfahren, was es bedeutet, zu Deinem Thron der Gnade zu kommen, Barmherzigkeit zu erlangen, Gnade zu rechtzeitiger Hilfe zu finden. Herr, ich bete, dass sich Dein Volk in Deine Gnade hineinfallen lässt und dadurch überreiche Freiheit erlebt.
Gebet 12: Paulus sagt uns: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“. Weiter heißt es: „Seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle.“
Dann schaut Paulus zurück und sagt: „Doch nicht ich war es, sondern die Gnade Gottes in mir“ (frei übersetzt). Darum erkennen wir unsere völlige Bedürftigkeit nach seiner Gnade in jedem Augenblick.
Lasst uns jetzt einige Zeit damit verbringen, Gott um die Gnade anzuflehen, die er im Leid gibt. Nancy zitiert Warren Wiersbe in dem Arbeitsbuch „Neu belebt von Ihm - Seeking Him“, und ich finde, das ist eine so starke Aussage.
Er sagt dort: „Wenn du im Schmelzofen steckst, dann ruht das Auge deines himmlischen Vaters auf der Uhr und seine Hand auf dem Thermostat“. Gott schenkt Gnade inmitten von Leid, nicht nur für unsere eigene Not und um uns durch den Schmelzofen zu bringen, sondern auch, damit wir eine Quelle des Trostes und der Ermutigung für andere sein können, wenn sie das gleiche Leid durchmachen.
Ganz einfach gesagt bedeutet Gottes Gnade, dass Du ein Helfer bist, bewährt inmitten von Nöten. Und wir wissen Gott, dass Du diese übernatürliche, tragende Kraft in unser Leben bringst.
Es ist der Friede, der allen Verstand übersteigt. Das ist manchmal schwer zu erklären, aber wie Petrus es in diesem wunderbaren Vers in Kapitel 5 seines ersten Briefes sagt: „Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken und gründen!“ (1. Petrus 5,10).
Herr, mögen die Menschen, die sich mitten im Feuer befinden erkennen, wie Spurgeon sagte, dass wir lernen müssen, Deinem Herzen zu vertrauen, wenn wir Deine Hand nicht sehen können, und dass Du die vollkommene Absicht hast, uns Deinem Sohn Jesus gleich zu gestalten.
Bob Bakke - Gebet 13: Es gibt hier Menschen, die die Hand des Herrn nicht sehen können. Sie können die Hand des Vaters nicht sehen, aber Herr, wir bitten Dich um Glauben. Wir bitten Dich um das Geschenk des Glaubens, damit sie mitten im Schmelzofen, in ihrem Innersten, in Jesus ruhen können. Dass sie ruhen können in der Güte Gottes ihnen gegenüber und in seiner Liebe zu ihnen. Und auch, dass er sie inmitten dieser Krise und dieses Drucks gebrauchen kann, um seinen Namen zu verherrlichen.
Ich muss an Imam Samtoso aus Indonesien denken, der viel gelitten hat, und auf dessen Gesicht trotzdem die strahlende Herrlichkeit Jesu Christi zu sehen ist – eine Freude, die weder ich noch er selbst erklären kann, die ihm aber von Gott inmitten von Todesdrohungen und Gefahren geschenkt wurde.
Ich denke an Barnabas Mam in Kambodscha, der fast seine ganze Familie durch Gewalt der Roten Khmer verloren hat, und doch steht er in der Gnade Gottes, einer Gnade, die wirklich allen Verstand übersteigt. Vater, es gibt so viele auf der Welt, die sich in großen Prüfungen befinden.
Wir beten für diejenigen, die heute mitbeten und selbst vor großen Prüfungen stehen. Du sagst, dass es eine große Wolke von Zeugen gibt – viele, die ihnen vorangegangen sind und sich bewährt haben, die den Lauf gut vollendet haben – und die Gnade Gottes hat sie erhalten und sie durchgebracht und Christus verherrlicht. Dafür beten wir heute, o Gott.
Lea: Das war Bob Bakke, der mit Nancy DeMoss Wolgemuth und anderen Freunden gebetet hat.
Während unserer 12-wöchigen Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ von Belebe unsere Herzen werden wir noch weitere Gebete von weisen, gottesfürchtigen Leitern hören.
Wenn Gott dein Herz neu belebt, wird das dein tägliches Handeln verändern. Darum geht es in der kommenden Woche. Sie behandelt das Thema Heiligung: Ein Herz nach Gottes Herzen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.