Lea: Bestimmte Situationen veranlassen uns, nach Gottes Gnade zu flehen.
Frau 4: 18 Jahre lang lebte ich eine Täuschung. Ich gab mich nach außen hin ganz anders, als ich innen drin war. Als ich dann letztes Jahr im August aufs College ging, wurde der Betrug, den ich im Inneren gelebt hatte, auch äußerlich sichtbar und ich traf viele falsche Entscheidungen.
Lea: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Die Folge heute trägt den Titel „Wahre Geschichten der Gnade“.
Manchmal gibt es bei den schwierigsten Ereignissen im Leben einen kleinen Lichtschimmer, weil sie uns daran erinnern, wie sehr wir Gnade brauchen. Ein paar Hörerinnen des amerikanischen Dienstes Revive our Hearts haben dies für sich selbst entdeckt. Sie gehören zu einer Gruppe von Frauen, die Nancys Vortrag über Gnade gehört haben. Wir wollen heute hören, wie Gottes Gnade angesichts der …
Lea: Bestimmte Situationen veranlassen uns, nach Gottes Gnade zu flehen.
Frau 4: 18 Jahre lang lebte ich eine Täuschung. Ich gab mich nach außen hin ganz anders, als ich innen drin war. Als ich dann letztes Jahr im August aufs College ging, wurde der Betrug, den ich im Inneren gelebt hatte, auch äußerlich sichtbar und ich traf viele falsche Entscheidungen.
Lea: Hallo und herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Die Folge heute trägt den Titel „Wahre Geschichten der Gnade“.
Manchmal gibt es bei den schwierigsten Ereignissen im Leben einen kleinen Lichtschimmer, weil sie uns daran erinnern, wie sehr wir Gnade brauchen. Ein paar Hörerinnen des amerikanischen Dienstes Revive our Hearts haben dies für sich selbst entdeckt. Sie gehören zu einer Gruppe von Frauen, die Nancys Vortrag über Gnade gehört haben. Wir wollen heute hören, wie Gottes Gnade angesichts der schwierigen realen Welt für sie aussieht.
Wir werden gleich von Nancy hören. Aber zuerst eine Situation, die viel Gnade erfordert.
Frau 1: Es ist eine schreckliche Geschichte, die ich erzählen werde, aber ich heiratete diesen Mann, den ich zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht liebte. Ich betete sogar an meinem Hochzeitstag, dass das Kirchendach über uns einstürzen würde, oder irgendwas das verhindern könnte – ach, es gab verschiedene Gründe –, aber ich habe es einfach getan.
Ich hatte keine Ratgeber. Ich wusste nicht, was ich tat und ich war noch nie glücklich. Ich hab ihn nie geliebt. Ich meine, ich respektiere ihn in gewisser Weise, klar. Er ist ein großartiger Arbeiter, aber es ist, als wären wir auf zwei grundverschiedenen Ebenen. Wir haben unterschiedliche Moralvorstellungen, unterschiedliche Werte.
Wir haben zwei Mädchen, und sie haben unser ganzes Eheleben lang Konflikte verursacht, zwischen uns. Und ich denke, dass Gott das benutzt hat, weil ich glaube, dass ich dadurch demütig wurde. Aber mir ist klar geworden, dass ich ihn nicht genug respektiert hab, und ich möchte bekennen, dass ich ihn vielleicht nicht so sehr respektierte, wie ich es hätte tun sollen, und dass ich auch nicht die Frau war, die ich hätte sein sollen, damit meine Töchter selber auch eine richtige Beziehung zu ihren Ehemännern irgendwann haben würden. Ich hab das Gefühl, dass ich meinen Töchtern so ein großes Unrecht angetan habe.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ich schätze deine Ehrlichkeit und Demut so sehr, und ich danke dir, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast. In mancher Hinsicht ist sie nicht so viel anders als die von anderen Frauen hier. Der Unterschied liegt darin, dass du ehrlich genug warst zuzugeben, dass du deinen Mann nicht so geehrt hast, wie Gott es will.
Aber das gilt für die meisten Ehefrauen. Tatsache ist, ich kenne keine Frau, die nicht sagen würde: „Es gab Zeiten, in denen ich meinen Mann nicht so geehrt oder respektiert habe, wie Gott es von mir wollte.“ Du hast etwas mitgeteilt, was für sehr viele Frauen gilt. Ich bin so froh, dass du es getan hast, weil dies ein perfektes Beispiel dafür ist, was Gottes Gnade tun kann.
Gottes Gnade kann zunächst dabei helfen, die eigene Notlage zu erkennen, dass es nicht nur an deinem Ehemann liegt, sondern dass du selbst persönlich Verantwortung für den eigenen Teil an dieser Ehe trägst. Wenn du das bekennst, rennst du förmlich nach Golgatha! Du rennst zum Ort der Demut.
Und hier kommt die gute Nachricht: Gott gibt den Demütigen Gnade. Weißt du, Gott wird dich nicht auffordern, etwas zu tun, wozu er dir keine Gnade geben wird, wenn du danach verlangst und ihn darum bittest.
Ich würde noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass Gott Gnade hat, nicht nur, um dir zu helfen, deinen Mann im Gehorsam dem Herrn gegenüber zu ehren und zu achten. Gott kann dir auch die Gnade geben, einen Mann zu lieben, den du nicht liebst und nie geliebt hast!
Weißt du, woher ich das weiß? Weil die Schrift den Ehefrauen gebietet, ihre Ehemänner zu lieben, was wir in Titus 2 lesen. Und wenn Gott den älteren Frauen gebietet, die jüngeren zu lehren, ihre Ehemänner zu lieben, bedeutet es, dass es durch Gottes Gnade möglich ist, den eigenen Ehemann lieben zu lernen – aufopfernd, selbstlos, dienend, mit Jesus-ähnlicher Agape-Liebe.
Gott hat Gnade, wenn du ihn flehentlich anrufst, die dir den Wunsch gibt und die Kraft, einen Mann zu lieben, den du vielleicht in diesem Moment nicht einmal ausstehen kannst. Sagst du jetzt: „Das ist unmöglich!“? Doch dafür ist Gnade da. Unmögliche Umstände und Situationen; dafür ist Gottes Gnade da.
Flehe darum, sie zu erhalten. Glaube Gott dafür.
Noch jemand anderes?
Frau 2: Ich brauche definitiv Gnade für die Erziehung der Kinder, die Gott mir gegeben hat. Vom Verstand her weiß ich, wie ein christus-ähnliches Leben aussieht. Und ich bin sogar sehr damit gesegnet, dadurch dass ich Menschen in meiner Nähe habe, direkt um mich herum. Meine Mutter wohnt gleich nebenan und ist wahrscheinlich der gottesfürchtigste Mensch, den ich kenne. Was für ein unglaublicher Segen.
Aber dann drehe ich mich um und schaue mir die fünf Menschen an, für deren Erziehung ich verantwortlich bin, und ich schaue in den Spiegel und denke: „Was hast du nur gemacht?“ Aber ich weiß, dass er treu ist und weise und dass er völlig ausreichend ist. Ich habe es gesehen, denn ich habe den Charakter Christi in meinen Kindern durchscheinen gesehen, und zwar zu Zeiten, in denen ich einfach nur geschockt war.
Ich denke nur: „Das war vom Herrn, denn noch heute Morgen habe ich mich ganz anders verhalten.“ Ich möchte ihn einfach nur loben und ihm danken für seine Treue, damit er mir die Gnade dafür schenkt, die Kinder zu erziehen, die er mir gegeben hat.
Nancy: Übrigens, Mütter, egal wie gut oder schlecht ihr als Mütter sein mögt, ihr könnt euch nicht rühmen, wenn eure Kinder gut geraten. Denn das ist der Gnade Gottes zuzuschreiben. Du kannst alles richtig machen, ich meine, du kannst es nicht wirklich, und du wirst es auch nicht tun! Aber selbst wenn du es könntest, bräuchte es immer noch Gottes Gnade in ihrem Leben, damit es „Klick” macht.
Deshalb bist nicht nur du auf Gottes Gnade angewiesen! Bete am besten dafür, dass Gott seine Gnade im Leben deiner Kinder und deines Mannes ausgießt, dass sie sich demütigen und auch Gottes Gnade für sich selbst empfangen.
Frau 3: Es war wirklich gut, heute etwas über Gnade zu hören. Ich habe eine Schwester, die seit sieben Jahren in einer lesbischen Beziehung lebt. Und ich habe nicht in Gnade darauf reagiert. Wir sind beide in einem bodenständigen christlichen Elternhaus aufgewachsen. Wir waren beide schon neun Monate vor unserer Geburt in der Kirche. Aber man hat uns nicht beigebracht, dass wir ständig Buße tun müssen. Ich habe mit angesehen, wie sie sich vom Herrn abgewandt hat und sich jetzt in einer Abwärtsspirale befindet.
Es war einfach eine gute Erinnerung für mich, dass ich mich selbst demütigen muss. Sie hat sich von der Familie isoliert aufgrund unserer Reaktion. Wir dachten, wir hätten es aus Liebe getan. Zum Glück haben wir noch ein wenig Kontakt zu ihr. Ich bete einfach um seine Gnade, dass ich weiß, was ich als Nächstes tun soll.
Nancy: Es gibt einige Eltern, die jetzt zuhören, deren Kind in einer homosexuellen Beziehung lebt; euer Herz ist gebrochen. Ihr braucht Weisheit, um zu wissen, wie ihr dieses Kind lieben und ihm die Wahrheit in Liebe vermitteln könnt. Ihr braucht die Gnade Gottes. Alle Eltern brauchen Gottes Gnade, aber wenn du ein Kind hast, das dir das Herz bricht, brauchst du Gottes Gnade, damit du ein Kanal der Gnade Gottes für dieses Kind wirst, damit das Kind die Gnade Gottes durch dich fließen sehen kann.
Frau 4: Ich bin in einem sehr gottesfürchtigen Elternhaus aufgewachsen. 18 Jahre lang lebte ich in einer Täuschung. Ich gab mich nach außen hin ganz anders als ich innen drin war. Ich hab mir sogar selbst vorgemacht, dass ich einfach nur ein Christ bin, der Probleme hat.
Aber als ich dann letztes Jahr im August aufs College ging, wurde der Betrug, den ich im Inneren gelebt hatte, auch äußerlich sichtbar, und ich traf viele falsche Entscheidungen.
Aber Gott zeigte Gnade. Auch wenn es mir damals nicht so klar war – ich wusste, ich lebte in Sünde –, doch zu dem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass ich nicht gerettet war. Aber er zeigte Gnade, indem er immer wieder sich nach mir ausstreckte. Und selbst mitten in all dem wusste ich, wie sehr er mich liebte.
Dann im Februar zeigte Gott seine Gnade, indem er mich rettete und mich an mein Ende brachte. Er zeigte Gnade schon drei Tage vor meiner Rettung, als ich über Selbstmord nachdachte. Ich bin mir sicher, wenn ich das getan hätte, wäre ich in die Hölle gekommen. Und er hat mir Gnade erwiesen, indem er das nicht zuließ und ein großartiges Werk tat, indem er mich rettete.
Und dann schenkte er mir Gnade, das Schwierigste zu tun, was ich je tun musste: Ich erzählte meinen Eltern von meinem Leben, das ich bisher gelebt hatte, und sagte es meiner Gemeinde. Ich kehrte vom College zurück und lebe jetzt zu Hause, um eine Grundlage zu schaffen und mich wieder unter eine Autorität zu stellen.
Nancy: Mehr als du dir vorstellen kannst, ist das die Geschichte von einer Mutter und einer Tochter und von einer unglaublichen, unglaublichen Gnade. Wenn du jemals denken solltest, dass Gottes Gnade für deine Situation, für deine Umstände nicht ausreicht, dann lass dir sagen, dass du gerade gehört hast, dass Gottes Gnade dich nehmen und erreichen und an Orten finden wird, von denen du nie geträumt hättest, dass du dort sein würdest, und dass sie dir nicht einfach das zurückgibt, was du zuvor hattest.
Denn die Schrift sagt, dass Gott die Jahre erstatten kann, die die Heuschrecke gefressen hat. Gott ist ein erlösender Gott. Er ist ein gnädiger Gott. Er ist ein Gott, der alle Dinge durch seine Gnade neu macht.
Manchmal gehst du durch große Kämpfe; und du findest Gottes Gnade. Ich denke an einen Abschnitt im Alten Testament, wo ein alttestamentlicher König im Kampf zu Gott schrie und Gott kam und ihn rettete und ihm half und das Volk befreite. Es war ein gewaltiger Feind.
Dann hatten sie danach einen kleinen Kampf, und sie versuchten es aus eigener Kraft. „Wir schaffen das schon.“ Und sie scheiterten kläglich. Du kriegst es alleine nicht hin. Und manchmal bestehst du den großen Kampf, und dann kommt der kleine am nächsten Tag, und du denkst: „Das ist ein Kinderspiel nach dem, was ich durchgemacht habe.“ Versuch nicht, es alleine zu schaffen. Versuch nicht, es ohne Gottes Gnade zu schaffen.
Du kannst nicht einen Tag, eine Situation oder Lebensphase ohne Gottes Gnade durchstehen. Und wenn du jemals denkst, du könntest es, wird Gott dich genug lieben, um Umstände in deinem Leben zu schaffen, die dir die Augen dafür öffnen, wie sehr du ihn brauchst und wo du immer und immer wieder zu ihm kommst und ihn um Gnade anflehst.
Frau 5: In meinem Leben gab’s viel Gnade, das hab ich aber nicht immer erkannt. Ich dachte irgendwie, dass ich selber klarkommen muss und hätte nie gedacht, dass Gott mich so sehr liebt, dass er mir tatsächlich Gnade zuteilwerden lässt. Ich kannte die Bibelstelle, dass seine Gnade ausreicht, aber ich hab trotzdem so oft die Dinge selbst in die Hand genommen und hab mich erst dann an ihn gewandt, wenn ich so richtig verzweifelt war.
Er ließ so oft zu, dass sich Verzweiflung in meinem Leben ausbreitete. Ich bin neunundfünfzigeinhalb, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und Großmutter von drei Enkelkindern. Und jetzt, im Alter, kurz vor meinem 60. Geburtstag, finde ich mich in der Situation wieder, in der ich viel mehr als üblich dafür verantwortlich bin, meinen fünfjährigen Enkel großzuziehen. Gott ließ einfach bestimmte Umstände zu, so dass der Kleine jetzt bei mir ist.
Aber Gottes Gnade hilft mir, die Stimme Satans zurückzuweisen, wenn er mir einreden will: „Du hast doch schon bei deinen eigenen Söhnen total versagt, also du wirst wohl auch nicht viel besser mit diesem kleinen Jungen umgehen.“ Und er ist so ein ganz besonders kleiner Schatz, das denkt ja jede Oma über ihre Enkelkinder. Er ist einfach viel zu schlau für mich, hat viel Flausen im Kopf und all das.
Und ich flehe jeden Tag um Weisheit, dass ich dabei helfen kann, ihn zu formen und Anteil daran haben kann, seinen wachen Geist so zu lenken, dass er Gott dient, ihn ehrt und verherrlicht.
Aber ich bin täglich extrem auf Gottes Gnade angewiesen. Und ich möchte so unbedingt ein Teil im Leben dieses kleinen Jungen sein, dass ich dabei helfen kann, ihn zu einem Mann Gottes zu formen, und dann… und auch selbst eine gottgefällige Ehefrau sein, wenn die Zeiten hart sind. Eigentlich begegnen mir nicht allzu oft viele Hindernisse, aber ich kenne die Hürden und Stolpersteine, die mir im Weg liegen, und das treibt mich dazu, zu Gott aufzublicken.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Tag gibt, an dem alles so glatt läuft, dass ich nicht beten muss: „Gott, hilf diesen Gedanken“, ja, sogar meinen Gedanken. Es ist nicht nur das, was außen passiert, sondern ich hab den Kampf in meiner Gedankenwelt. Dann kann ich aber die Schrift proklamieren, und seine Gnade löscht diese Gedanken sofort aus, und so kann ich wieder weitermachen und lächeln, ihn lieben und ihm dienen.
Nancy: Ich freue mich sehr, dass meine sehr gute Freundin Holly Elliff heute bei uns ist. Ich habe Holly oft erlebt. Ich kenne sie seit vielen Jahren. Ich glaube, als ich sie das erste Mal traf, hatte sie vier Kinder. Jetzt hat sie acht. Ich habe gesehen, wie Holly Gottes Gnade in vielen verschiedenen Situationen über viele Jahre hinweg in Anspruch genommen hat.
Sie ist eine Frau, deren Lebenszeugnis ein Schrei nach Gottes Gnade ist. Wir sprechen viel über Gottes Gnade. Ich selbst war in Lebenssituationen, wo ich Sorge hatte, ich würde sie nicht überleben. Dann bat ich Holly zu kommen, und sie war ein Kanal von Gottes Gnade für mich.
Frauen suchen Rat bei Holly; sie kommen zu ihr, weil sie den Herrn wirklich liebt und so weise ist. Und wenn sie mit ihnen spricht – sie tut es auf verschiedene Weise –, dann lenkt sie den Blick der Frauen immer auf Gottes Gnade hin.
Daher möchte ich Holly zum Abschluss fragen, ob sie noch irgendwelche weiteren Gedanken hat, um das, was wir über Gottes Gnade gesagt haben, abzurunden.
Holly Elliff: Ob du 80 oder 8 Jahre alt bist: Gott hat alle Gnade zur Verfügung, die du im Moment gerade brauchst. Und Gott allein weiß, wie sehr ich seine Gnade in dieser Woche benötigen werde. Die Schrift sagt, dass es die Gnade Gottes ist, in der wir stehen.
Ich glaube, es ist eins der gefährlichsten Dinge, die wir in unserem Leben tun können, wenn wir Gottes Gnade vorauseilen, denn dann sind wir plötzlich da weit draußen und müssen erkennen und sagen: „Ich komme mit dieser Situation in meinem Leben gerade absolut nicht klar!“
Und so oft denke ich, dass wir einfach einen Moment still sein und realisieren sollten, dass wir Gottes Gnade tatsächlich haben. Dabei stelle ich mir gerne eine Grubenlampe vor, die ihr Licht nur gerade vor sich hin wirft. Wenn ich also in diesem Moment meines Lebens stehe, habe ich Gnade genau für diesen Moment meines Lebens. Und morgen früh, wenn ich aufstehe, werde ich Gnade für den Moment haben.
Wenn ich zu weit vorausdenke, wenn ich zu weit in der Zukunft lebe und darüber ins Grübeln gerate, wofür ich demnächst Gottes Gnade brauchen werde, dann lebe ich in Angst. Und das ist eine Masche Satans, um uns von Gottes Gnade fernzuhalten.
Aber wenn ich stille werde und bete: „Herr, für diesen Augenblick und diese Umstände in meinem Leben hast Du versprochen, mir alles zu geben, was ich zum Leben und für einen Wandel in Gottesfurcht brauche. Also werde ich genau hier leben und stehe in der Gnade, die Du mir für diesen Augenblick versprochen hast."
Nancy: Lasst mich mit einem Vers schließen, der vielleicht gut zusammenfasst, was wir diese Woche über Gnade gesagt haben: 1. Petrus 5,10: „(...) Nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, (...).“ Es mag sich für dich so anfühlen, als würdest du schon eine lange Zeit leiden, und aus menschlicher Sicht ist es vielleicht eine lange Zeit. Aber wenn du einen Schritt zurücktreten und es aus der Perspektive der Ewigkeit betrachten könntest, ist es eine kleine Weile.
„(...) Nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt“, [wird der Gott aller Gnade], der Gott aller Gnade, das ist unser Gott. „(...) der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus (...).“ Er hat ein Ende im Blick. Er denkt an ein Ziel für dein Leben. Das Ziel, dass dein Leben ihn verherrlichen wird, dass du auf ewig in Christus verherrlicht bist.
Was wird Gott tun, nachdem du gelitten hast, dieser Gott aller Gnade? Er selbst wird dich „völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen!“ Das ist eine wundervolle Verheißung. Und Gott gebraucht diese Umstände. Er nutzt diese Zeit in deinem Leben.
Wir haben Beispiele aus verschiedenen Lebensphasen und Situationen gehört. In jeder Lebensphase gebraucht Gott die Kämpfe, den Druck und die Probleme in deinem Leben für eine bestimmte Absicht.
Seine Absicht ist, dass du seine Gnade erhältst. Demütige dich, flehe Gott um Gnade an, und er wird dir wieder neue Kraft schenken. Er wird dich bestätigen. Er wird dich stärken und aufbauen.
Wenn du Gottes Gnade widerstehst, wirst du all diese Wohltaten nicht bekommen. Bei Gott ist all die Gnade vorhanden. Er hat sie verfügbar. Aber wenn du es alleine versuchst: „Herr, ich schaffe das schon. Ich kann das, ich kann diesen Tag ohne dich leben.“
Das sagst du natürlich nicht so. Aber wenn du ihn nicht um Gnade anflehst, wenn du sagst, dass seine Gnade nicht genug ist, im Sinne von: „Es geht einfach nicht; Gottes Gnade reicht nicht aus für mich.“ Wenn du so lebst, weißt du, was Hebräer 12 sagt? Wenn du der Gnade Gottes widerstehst oder sie „versäumst“ oder „an ihr Mangel leidest“, wird eine Wurzel der Bitterkeit in deinem Leben aufwachsen, und letztendlich wird sie Unheil anrichten, und viele werden verunreinigt werden (vgl. Hebräer 12,15).
Woher kommt Bitterkeit? All diese problematischen Beziehungen, wo Menschen nachtragend und unversöhnlich sind? Die Ursache ist mangelnde Gnade. Menschen haben Gottes Gnade nicht in Anspruch genommen. Er hatte seinen Rettungswagen im Himmel bereitstehen, um ihn loszuschicken, aber sie haben nicht um Hilfe gerufen. Sie haben es alleine versucht.
So kannst du am Ende eine bittere, ausgetrocknete, mürrische, isolierte, abgesonderte, einsame alte Dame werden, weil du ein Leben lang der Gnade Gottes widerstanden oder sie versäumt hast. Oder du kannst am Ende eine schöne, angenehme, strahlende, heil gewordene, freudige Frau sein, die durch die Gnade Gottes erfrischt, bestätigt, gestärkt und gefestigt wurde.
Das wird nicht ohne Leiden geschehen. Das ist ein Teil des Pakets. Aber Gott nutzt das Leiden, um uns an sein Herz zu drücken, um uns dazu zu bringen, in dieser Ehe, in dieser Lebensphase, unter diesem Druck, bei diesem Problem zu ihm zu rufen. Du rufst zu ihm, und der Gott aller Gnade wird zum Ort deiner Not eilen und seine Gnade über den Demütigen ausgießen.
Lasst uns Gott für diese unglaubliche Gnade danken.
O Herr, wir lieben Dich. Und Du hast versprochen, dass wir Dich finden werden, wenn wir Dich suchen. Wir haben unsere Herzen darauf ausgerichtet, Dich zu suchen, und Herr, Du hast Dich uns offenbart. Danke, Herr. Danke für Deine unglaubliche Gnade. Danke, dass Du uns, obwohl Du uns unseren Stolz, unsere Sturheit, unseren Eigensinn, unser Versagen und unsere Bedürftigkeit gezeigt hast, nicht dort gelassen hast, sondern durch die Gnade Jesu Christi, unseres Herrn, Vorsorge für uns getroffen hast.
Herr, wir lieben Dich. Wir lieben Deine Gnade, heute mehr als gestern. Wir haben sie in einem neuen Licht gesehen. Und danke Dir, dass wir, wenn wir diesen Ort verlassen, Gnade für alles haben werden, was uns in jenem Moment erwartet. Danke, dass wir in der Gnade stehen, in der Gnade unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
Und so sagen wir Dir Dank. Vielen Dank. Danke so sehr.
Lea: Dein und mein Leben kann so schwierig sein, und Gnade wird so dringend benötigt. Nancy hat mit Frauen gesprochen, die genauso viele Bedürfnisse haben wie du und ich. Wir alle benötigen Gottes Gnade.
Die heutige Sendung, in dem ehrliches Teilen und Ermutigen im Mittelpunkt stehen, ist ein Beispiel dafür, was du erleben könntest, wenn du eine kleine Gruppe zusammenstellst, um „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ zu studieren. „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ ist der Name der Sendereihe, in der wir uns gerade befinden. Zwölf Wochen lang werden darin die Kennzeichen echter Erweckung untersucht.
In dieser Woche haben wir uns unsere Notwendigkeit der Gnade angesehen. Im begleitenden Arbeitsbuch, das Nancy gemeinsam mit Tim Grissom und dem Team von Life Action Ministries geschrieben hat, gibt es ein entsprechendes Kapitel dazu. Dieses Arbeitsbuch trägt den Namen „Neu belebt von Ihm“ und wird deine Denkweise in wichtigen Lebensbereichen verändern.
Die Studie wäre perfekt für deine Kleingruppe. Wenn du magst, kannst du das Kursbuch über den Rigatio Verlag bestellen.
Kommen wir nochmal zu unserer heutigen Sendung zurück, Geschichten wahrer Gnade. Vielleicht verstehst du die heute ausgedrückte Tiefe der Emotionen. Du kannst dich mit den beschriebenen Problemen identifizieren. Im YouTube-Kanal von Belebe unsere Herzen findest du ein paar Materialien, die dir in den dunkelsten Momenten des Lebens helfen können.
Dort findest du zum Beispiel das Zeugnis von Colleen Chao: „Heaven Rules über meinen Tod“ oder einen Vortrag von Joni Eareckson Tada: „Heaven Rules: Wenn Leiden auf Souveränität trifft“.
Göttliche Schönheit, Gerechtigkeit und Verwandtschaft, die denjenigen gewährt wird, die schuldig am wahrhaftig Bösen sind. So beschreibt einer der Gäste von morgen die Gnade. Höre morgen von weisen, gottesfürchtigen Männern, wie sie um Gottes Gnade beten. Komm doch wieder dazu bei Belebe unsere Herzen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.