Lea Köster: Nehmen die Menschen in deiner Umgebung Gottes Gnade an? Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Gott möchte nicht nur, dass wir Empfänger seiner Gnade sind. Er möchte auch, dass wir Kanäle seiner Gnade sind, damit wir, wenn er seine Gnade in unser Leben hineinfließen lässt – seine rettende Gnade, seine heiligende Gnade und Gnade zum Leiden – sie nicht wie in einem Staubecken für uns selbst behalten, sondern zu Menschen werden, durch die Gott anderen seine Gnade zeigen kann.
Lea: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wohlgemuth mit der Stimme von Annette Schorre.
Du brauchst heute Gottes Gnade. Gestern in unserer Podcast-Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ hat uns Nancy erklärt, warum wir alle täglich Gnade brauchen. Die Gnade ist ein Teil in dieser Podcast-Reihe, in der wir uns mit dem Kennzeichen echter Erweckung beschäftigen.
Durch Erweckung …
Lea Köster: Nehmen die Menschen in deiner Umgebung Gottes Gnade an? Hier ist Nancy DeMoss Wolgemuth.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Gott möchte nicht nur, dass wir Empfänger seiner Gnade sind. Er möchte auch, dass wir Kanäle seiner Gnade sind, damit wir, wenn er seine Gnade in unser Leben hineinfließen lässt – seine rettende Gnade, seine heiligende Gnade und Gnade zum Leiden – sie nicht wie in einem Staubecken für uns selbst behalten, sondern zu Menschen werden, durch die Gott anderen seine Gnade zeigen kann.
Lea: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wohlgemuth mit der Stimme von Annette Schorre.
Du brauchst heute Gottes Gnade. Gestern in unserer Podcast-Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“ hat uns Nancy erklärt, warum wir alle täglich Gnade brauchen. Die Gnade ist ein Teil in dieser Podcast-Reihe, in der wir uns mit dem Kennzeichen echter Erweckung beschäftigen.
Durch Erweckung kommt auch die Wertschätzung für Gottes Gnade. Und wer erweckt ist, teilt diese Gnade mit anderen. Hier ist Nancy, um uns das zu erklären.
< strong>Nancy: Nun, wenn wir an die letzten Podcasts zurückdenken, sind wir dann nicht dankbar für Gottes Gnade? Erstaunliche, wunderbare, unglaubliche Gnade – du und ich, wir können ohne die Gnade Gottes nichts tun. Wir brauchen Gottes Gnade für jeden einzelnen Aspekt unseres Lebens.
Wir sprachen über Gottes rettende Gnade, die Tatsache, dass wir durch Gnade gerechtfertigt sind und unsere Beziehung zu Gott in Ordnung gebracht wurde. Wir sprachen über Gottes heiligende Gnade. Es ist Gottes Gnade, die dabei ist, uns Tag um Tag in das Abbild oder Ebenbild Jesu Christi zu verwandeln. Es ist diese heiligende Gnade, die uns von der Macht der Sünde befreit; und wir wurden von der Strafe für die Sünde befreit, als wir zum Glauben an Jesus Christus kamen und auf ihn unser Vertrauen setzten.
Eines Tages werden wir völlig von der Gegenwart der Sünde befreit sein. Dann ist der Kampf gegen die Sünde vorbei. Aber in der Zwischenzeit ist es Gottes Gnade, die uns frei macht von dem Griff, den die Sünde noch hier und da in unserem Leben hat. Wir sprachen darüber, dass wir Gnade brauchen, wenn Gott uns der Sünde überführt, um auf diese Überführung zu reagieren und Gott darin Recht zu geben, was er uns gezeigt hat, und dann zu ihm zu rufen „Herr, bitte vergib mir!“
Es ist Gottes Gnade, die uns befähigt, ihm zu gehorchen und im Einklang mit seinem Wort zu leben. Sie gibt uns das Verlangen und die Kraft, ihm zu gefallen, so dass sich letztlich alles der heiligenden Gnade unterordnen muss. Noch einmal: Bist du nicht dankbar für diese Gnade?
In der letzten Folge sprachen wir über Gnade, die im Leid erfahren wird. Leid kann uns in größerem oder auch kleinerem Maß begegnen. Aber in jeder Situation und Lebensphase brauchen wir Gottes Gnade, um mit Herausforderungen, Verletzungen, Schmerzen und Verlusten umgehen zu können. Es gibt Belastungen und Kämpfe in Ehen. Ich sehe da drüben Kim, deren Vater im Krankenhaus liegt und an einer Krebserkrankung leidet und wo eine ganze Familie die Folgen spürt.
Ich weiß, dass es in diesem Raum Menschen gibt, die vor größeren Entscheidungen stehen. Manche stehen finanziell unter Druck. Es gibt Druck am Arbeitsplatz. Es gibt Fragen bezüglich der Karriere. Es können große und kleine Dinge sein, aber wir brauchen Gottes Gnade. Es sind jene Umstände des Lebens, die uns drücken, die uns zusetzen, die uns zu Gott schreien lassen: „Herr, ohne dich schaffe ich es nicht.“
Ich habe oft im Laufe der Jahre gesagt: „Alles, was mich dazu bringt, Gott zu brauchen, ist ein Segen.“ Damit meinte ich alles, was mich Gott noch dringender benötigen, alles, was mich zu ihm schreien lässt: „Herr, hilf!“ Ich weiß nicht, ob es irgendein Gebet gibt, das für unseren himmlischen Vater kostbarer ist als dieses, und es ist die Wahrheit.
Ich denke an einen Mann, den ich letzte Woche kennenlernte und der mir von einigen Kämpfen erzählte, die seine Familie aktuell durchmacht. Dieser Mann ist kein Christ. Er erlebte in seiner Familie große Verluste, eine Menge Schmerz und Leid. Auch zur Zeit stecken sie in vielen Problemen. Ich konnte ihm sagen: „Genau diese Dinge werden Sie quasi dahin treiben, dass Sie, wie nie zuvor, Gott suchen.“
Nun, dieser Schmerz und dieses Leid können uns nicht nur zu Jesus als unserem Retter ziehen – es ist auch dieses Leid, wenn wir den Herrn schon in unserem Leben haben, egal „ob es der Straßenverkehr, Steuern, Tumore und alles dazwischen“ ist, wie Elisabeth Elliot es sagte – es ist dieses Leid, es ist dieser Druck, es sind diese Umstände, die uns an den Punkt bringen, dass wir zum Herrn schreien.
Wir gestehen uns ein, dass wir in Not sind. Wir sagen: „Herr, ich brauche Dich!“ Und Gott eilt an den Ort unserer Not, genau wie der Krankenwagen, über den wir sprachen, der an den Schauplatz der Not eilt, wenn wir ihn rufen.
Wir sagen: „Ich brauche Hilfe.“ Und Gott schickt uns diese Hilfe in Form seiner Gnade, vollkommen ausreichender Gnade. Was immer du brauchst, Gottes Gnade ist größer, und wie oft müssen wir uns selbst daran erinnern, dass Gottes Gnade ausreichend ist, gerade jetzt, in diesem Moment, in dieser Situation!
Was immer ich auch vor mir habe, es ist für Gottes Gnade nicht zu groß. Gottes Gnade befähigt mich, das, was ich durchmache, nicht nur zu überleben, sondern trotz widriger Umstände darin zu wachsen und zu gedeihen. Wir müssen uns selbst und einander immer wieder an die Kraft der Gnade Gottes erinnern.
Lasst uns heute noch über einen anderen Aspekt der Gnade Gottes sprechen, und zwar über die Gnade zum Dienst. Wir brauchen sie, um dem Herrn in angemessener Weise zu dienen und ihn anzubeten. Im Neuen Testament werden die Worte dienen und anbeten manchmal synonym oder mit demselben griechischen Wort verwendet – Gott dienen, Gott anbeten. Ihn anzubeten ist ein Akt des Dienens, und ihm zu dienen ist ein Akt der Anbetung. Wir brauchen Gottes Gnade, um das angemessen zu tun.
Gott möchte, dass wir nicht nur Empfänger seiner Gnade sind. Er möchte auch, dass wir Kanäl seiner Gnade sind, damit wir, wenn er seine Gnade in unser Leben hineinfließen lässt – seine rettende Gnade, seine heiligende Gnade und Gnade zum Leiden – sie nicht wie in einem Staubecken für uns selbst behalten, sondern zu Menschen werden, durch die Gott anderen seine Gnade zeigen kann.
Ich hörte mal, wie jemand sagte: „Wir müssen Gnade ein- und Gnade ausatmen.“ So sollten wir über alles im Leben denken – immer Gottes Gnade empfangen. Atme Gottes Gnade ein – für deine Sünde, für dein Leid, für deine Heiligung, für deine Errettung. Wofür du sie auch immer brauchst, atme Gottes Gnade ein, und dann atme sie wieder aus – immer die Gnade Gottes ein- und ausatmen.
John Bunyan sagte: „Es kann nichts recht getan werden ohne Gnade.“ Wir brauchen Gottes Gnade – um sie in unser Leben aufzunehmen, und wenn wir dann Menschen um uns herum dienen, tun wir das durch das Mittel der Gnade Gottes.
In den nächsten Minuten möchte ich auf bestimmte Bereiche eingehen, wo wir Gnade zum Dienst brauchen und wo Gott uns die Fähigkeit oder die übernatürliche Befähigung gibt, ihm und anderen zu dienen. Als Erstes denke ich daran, dass wir anderen durch die Worte, die wir reden, Gnade zukommen lassen. Gott gibt uns Gnade, sodass wir mit unseren Zungen Worte der Gnade aussprechen können.
Ich denke an Epheser 4,29, wo Paulus sagt: „Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen.“ In einigen Übersetzungen heißt es: „Kein unnützes Gerede“, keine unnötigen Gespräche, nichts, was das Umfeld verderben oder die Situation oder die Beziehung vergiften könnte. Lasst nichts davon aus eurem Mund kommen; und um das zu befolgen, brauchen wir Gottes Gnade, nicht wahr?
Wie oft wollen wir den Mund aufmachen und ungefiltert sagen, was wir denken? Wir brauchen Gottes Gnade, um still zu sein, um mitunter kein Wort zu sagen. Und dann brauchen wir auch Gottes Gnade, um passende Worte zu sprechen, denn „kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe“ (Epheser 4,29). Wir wollen unsere Zungen, unsere Worte benutzen, um denen, die unsere Worte hören, Gnade zu erweisen.
Was ist nun Gottes Gnade? Sie ist das Hilfsmittel von Gott, das wir exakt in diesem Augenblick benötigen. Wenn wir also Worte reden, die Gnade erweisen, was sind das für Worte? Es sind Worte, die zur Situation passen, die angemessen sind und die anderen in ihrer Not Gnade erweisen. Wenn du also jemanden triffst, der entmutigt oder deprimiert ist, dann muss Gott dich mit seiner Gnade füllen, damit du Worte sprechen kannst, die dieser Person Ermutigung und Gnade bringen.
Vielleicht quält sich jemand mit einer Entscheidung oder ringt darum, Gottes Willen zu erkennen. Die Person ist ratlos, sie braucht Weisheit. Also bittest du Gott: „Herr, würdest Du mir bitte Weisheit geben, damit ich Worte der Gnade in diese Situation hinein sprechen kann? Worte, die dieser Person dabei helfen, in dieser Frage recht zu denken, oder eine Schriftstelle, die in dieser Situation Gnade spendet?“
Wenn du zwei Kinder hast, die sich gerade streiten und dabei nicht gerade freundliche Worte benutzen, und du den ganzen Tag damit zu tun hast und es leid bist und müde, mit diesen Geschwisterrivalitäten umzugehen, dann brauchst du Gottes Gnade, um ein friedfertiges Herz zu haben. Dann brauchst du Gottes Gnade, damit er dir Worte gibt, die in diese Situation Gnade hineinbringen.
Wenn dein Mann nach Hause kommt und Worte sagt, die vielleicht nicht freundlich sind – er hatte einen harten Tag. Er hat bei der Arbeit sein Bestes gegeben, und wenn er zur Tür hereinkommt, weißt du, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht erfasst er die Situation gerade nicht so ganz. Du brauchst Gnade, um ihm recht zu begegnen, nicht mit scharfen, unfreundlichen oder groben Worten, sondern mit Worten, die Gnade in die Situation hineinbringen, angemessene passende Worte, die den Mangel ausgleichen.
Paulus sagt in Kolosser 4,6: „Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.“ Also sagen wir: „Herr, bitte gieße Deine Gnade in unser Leben, damit wir anderen mit unseren Worten Gnade mitteilen können.“ So dienen wir Gott und beten ihn an durch seine Gnade.
Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt in Kapitel 12,28: „Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht!“
Du kannst nicht in die Gemeinde gehen und dem Herrn dienen, du kannst nicht den Dienst der Gastfreundschaft ausüben, du kannst nicht lehren oder einen Bibelkurs oder einen Hauskreis leiten, du kannst nicht in der Stille den Herrn anbeten, ihm dienen, ihn auf irgendeine Weise anbeten, es sei denn, Gott gibt dir die Gnade, die Befähigung, das zu tun.
Alles andere, was wir dem Herrn darbringen, ist das Werk unserer eigenen Hände. Der Herr kann es nicht annehmen. Unsere Anbetung und unser Dienst sind für ihn nur annehmbar, wenn sie durch seine Gnade geschehen. Und keiner hat das klarer erkannt als der Apostel Paulus. In 1. Korinther 15,10 sagt er: „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“ Das ist rettende, heiligende Gnade.
„Und seine Gnade ist nicht vergeblich gewesen.“ Sie war nicht nutzlos. Sie war nicht umsonst. Er sagt: „Sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle“ und meint damit die anderen Apostel, „jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“ Paulus sagt damit: „Gott hat seine Gnade in mein Leben ausgegossen, und dann wurde ich ein Kanal dieser Gnade. All die harte Arbeit, die Leiden, die ich ertragen habe, die Anstrengungen, die ich auf mich genommen habe, die Bereitschaft, anderen zu geben und mich für sie hinzugeben, all das geschah durch Gottes Gnade“ (vgl. 1. Korinther 15,10).
Dazu möchte ich nur von Herzen Amen sagen, wenn ich an diesen Dienst und die Berufung denke, die Gott auf mein Leben gelegt hat, sein Wort weiterzugeben. Ich bin vollkommen, äußerst abhängig von der Gnade Gottes, damit sein Wort zuerst an mir wahr wird und dann so durch mich sprechen kann, dass es auch anderen Menschen in ihren Nöten dient.
Ich möchte nun kurz das ganze Thema der Geistesgaben im Neuen Testament anschneiden; es ist ein weiteres Beispiel der Gnade Gottes, die uns befähigt, ihm und anderen zu dienen. Dazu möchte ich den Abschnitt Römer 12,6-8 (NeÜ)
lesen, dort finden wir etwas zu diesem Thema. Paulus sagt: „Wir haben ganz verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade gegeben hat“.
Von der Übersetzung, die ich gerade vorgelesen habe, kann man nicht erkennen, dass es in der Originalsprache eine Art Wortspiel gibt. Dort heißt es: „Wir haben Gaben.“ Das Wort im Griechischen ist charisma – Gaben, und er spricht hier von geistlichen Gaben: „Wir haben aber verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade gegeben hat“ (NeÜ). Das Wort Gnade ist das Wort charis, c-h-a-r-i-s – charisma? charis? Es ist derselbe Wortstamm. [Anmerkung des Übersetzers: In der deutschen Übersetzung ist das Wortspiel anhand des Wortes Gnadengabe deutlicher zu erkennen als in der englischen Übersetzung].
Gott hat Gnade in unser Leben gegeben. Das ist die charis Gottes, die Gnade, die er in unser Leben ausgegossen hat. Ein Ausdruck dieser Gnade ist die geistliche Gabe, eine oder mehrere, die er uns gegeben hat. Diese geistlichen Gaben werden charisma genannt – Gnadengaben. Sie sind uns durch Gottes Gnade gegeben. Sie werden durch Gottes Gnade eingesetzt, und sie erweisen anderen Gnade.
Paulus sagt: „Wir haben charisma.“ Wir haben Gaben, geistliche Gaben, die uns allen durch Gottes Gnade, die charis, gegeben wurden. Es ist alles ein Geschenk, nichts, was wir verdienen, nichts, wofür wir arbeiten. Das sind keine natürlichen Talente oder Fähigkeiten. Es ist Gottes Gnade. Es ist Gottes Begabung, und Paulus sagt: „Setze diese Gaben ein. Nimm sie in Gebrauch.“
Die Gnade, die Gott dir gegeben hat, die Gaben, die er dir gegeben hat, charis und charisma – nutze sie, um anderen zu dienen. Dann fährt er fort zu sagen: „Wenn wir Weissagung haben, so sei es in der Übereinstimmung mit dem Glauben; wenn wir einen Dienst haben, so geschehe er im Dienen; wer lehrt, diene in der Lehre; wer ermahnt, diene in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit“ (Vers 8).
Paulus sagt: „Stehe es nicht einfach nur durch, wenn du Gott und anderen dienst. Tue es mit Hingabe. Tue es mit Freude. Tue es in der Fülle, denn du tust es durch die Gnade Gottes“, und für Gottes Gnade gibt es keine Grenze. Es gibt ein volles, reiches, überfließendes Angebot. Wie viele Male habe ich schon zu Gott gesagt: „Herr, ich habe nichts mehr, gar nichts, was ich in dieser Situation geben könnte.“
Und Gott sagt: „Genau das wollte ich von dir hören. Du brauchst mich also?“
Und ich sage: „Ja, Herr, ich brauche Dich.“
„Dann erfülle ich dich mit meiner Gnade“, sagt der Herr, und das Ergebnis ist überströmende Gnade. Charisma, diese Gnadengabe ist eine unverdiente Gabe Gottes. Es ist eine übernatürliche, besondere Befähigung von Gott, um ihm zu dienen, und es ist eine Reaktion der Dankbarkeit auf die Gnade Gottes.
Dasselbe Konzept finden wir in 1. Petrus 4, wo Petrus sagt: „Vor allem aber habt innige Liebe untereinander; denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken. Seid gegeneinander gastfreundlich ohne Murren!“ (Verse 8-9). Das braucht Gnade. Dann sagt er in Vers 10: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe“, also charisma, eine geistliche Gabe durch Gottes Gnade, „die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade [also charis] Gottes.“
Gottes Gnade ist im Leben derer, die Teil des Leibes Christi sind, auf vielfältige Art deutlich geworden. Warum? Zu welchem Zweck? Damit in allen Dingen Gott verherrlicht wird durch Jesus Christus, dem der Ruhm und die Herrschaft gehören, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Wenn wir unsere Gaben demütig, freudig und in reichem Maße einsetzen, wenn Gott uns mit Gnade überschüttet und wir ihm und anderen mit dieser Gnade dienen, wird Gott verherrlicht und der Leib erbaut.
Ich würde gerade gerne noch etwas anmerken zu einem anderen Aspekt der Gnade zum Dienen, und zwar geht es mir um die Gnade des Gebens. Eines Tages werden wir eine ganze Serie zu diesem Thema machen. Ich liebe dieses Thema. Es ist eines meiner Lieblingsthemen im gesamten Wort Gottes.
Gott ist ein gebender Gott. Er ist ein großzügiger Gott. Er ist ein gnädiger Gott. Diese Worte gehören zusammen. Wir sollen das großzügige, gebende, gnädige Herz Gottes widerspiegeln, und dabei spielt Gnade eine Rolle.
Der Apostel Paulus sagte zu den Korinthern im 2. Korintherbrief 8, beginnend mit Vers 1: „Wir wollen euch aber, ihr Brüder, von der Gnade Gottes berichten, die den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist.“
Du denkst vielleicht: „Wow! Diese Gemeinden sind gesegnet. Vielleicht hat Gott sie wirklich überreich gesegnet. Vielleicht geht es ihnen finanziell wirklich gut. Vielleicht haben sie all ihre Gebäude abgezahlt.“
Nun, sie haben damals keine Gebäude abgezahlt. Sie kämpften einfach ums Überleben wie die frühe Gemeinde, aber du sagst: „Vielleicht hat Gott sie einfach echt gesegnet.“ Bei Gottes Segen denken wir an Überfluss.
Paulus sagt: „Nun, sie wurden durch Gottes Gnade gesegnet, aber nicht so, wie man es sich normalerweise vorstellt.“ Er sagt: „In einer großen Prüfung der Bedrängnis hat ihre überfließende Freude und ihre tiefe Armut die Schätze ihrer Freigebigkeit zutage gefördert“ (Vers 2). Was für eine Kombination! Ihre tiefe Armut und ihre überfließende Freude mündeten in einen Reichtum an Großzügigkeit.
Das sind Worte voll Gnade. Das sind Worte der Gnade zum Dienst, der Gnade zum Geben. Gott ist kein geiziger Gott. Gott ist kein verarmter Gott, und ich denke manchmal, dass die Art und Weise, wie wir uns unsere Spenden, unsere Großzügigkeit und unseren Dienst an anderen abringen, die Leute denken lässt, dass Gott über wenig verfügt oder dass er in schlechte Zeiten geraten ist.
Nun, Gott ist nicht in schlechte Zeiten geraten, und als seine Kinder haben wir eine Fülle an Gnade, die durch uns fließen soll. Im Falle der Gemeinden in Mazedonien zeigte sich das in konkreten, materiellen Spenden. Vers 3: „Denn nach [ihrem] Vermögen, ja, ich bezeuge es, über [ihr] Vermögen hinaus waren sie bereitwillig.“
Das ist verschwenderische Gnade, Großzügigkeit, die das Herz Gottes widerspiegelt. Über ihr Vermögen hinaus gaben sie aus freiem Willen, nicht unter Zwang, sondern freudig, fröhlich, „und sie baten uns mit vielem Zureden, dass wir die Liebesgabe [...] annehmen sollten“ (Vers 4). „Paulus, wir wollen mehr geben. Können wir nicht mehr geben, um diesen anderen Gläubigen in ihren Nöten zu helfen?“ Was für eine Einstellung!
Du musst nicht viel haben, um ein großzügiger Geber zu sein. Du musst nur viel von Gottes Gnade haben, und jeder von uns, der ein Kind Gottes ist, hat einen Überfluss an Gottes Gnade. Gott ruft uns auf, Kanäle zu sein. Kanäle seiner Gnade – Gnade hinein, Gnade hinaus.
Gnade einatmen und ausatmen. Überfließende Gnade empfangen und überfließende Gnade weitergeben, wenn wir mit unseren Ressourcen, unserer Zeit, unseren Bemühungen, unseren Herzen und unserem Mitgefühl anderen geben und dienen. Ich liebe diesen Vers aus 2. Korinther 9, wo es heißt: „Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, so dass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk“ (Vers 8).
Dienst du in dieser überfließenden Weise? Gibst du deinen Kindern, deinem Partner, an deinem Arbeitsplatz, in deinem Dienst, in finanzieller Hinsicht von dir selbst und deinen Mitteln? Bist du ein Mensch, der „Gnade ausatmet“, oder bist du geizig? Gibst du widerwillig?
Ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich anfange, es übel zu nehmen, wenn Leute zu mir sagen: „Können wir uns treffen? Können wir reden?“, weil ich denke, dass ich so wenig Zeit habe. Es gibt so viel zu tun, doch dann halte ich inne und denke über diese Bibelstelle nach: „Gott hat überfließende Gnade in mein Leben ausgegossen, und ich kann diese überfließende Gnade an andere weitergeben.“
Frag den Herrn, ob es jemanden in deinem Leben gibt, dem er seine Gnade durch dich zukommen lassen möchte, vielleicht sogar heute. Wenn du dich umschaust, gibt es jemanden, der vielleicht ein Wort der Ermutigung braucht, und Gott möchte seine Gnade durch deine Worte in das Leben dieser Person ausatmen, um ihr etwas davon zu geben, was Gott dir gab?
Vielleicht ist es eine Mahlzeit, die du für jemanden vorbereiten kannst, der in einer Situation ist, wo es ihm schwerfällt, das zu tun. Oder eine Besorgung, die erledigt werden kann, oder einfach bei jemanden vorbeizuschauen und mit ihm zu beten, der gestresst oder bedürftig ist, einfach anzuhalten und zu sagen: „Lasst uns beten“, und du atmest Gottes Gnade aus, so wie du sie empfangen hast.
„Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es“, sagt Jesus (Matthäus 10,8). Gott möchte dich und mich als Kanäle oder Werkzeuge seines Segens gebrauchen, und so fließt der Segen in das Leben der Menschen um uns her.
Lea: Es ist aufregend, sich vorzustellen, auf wie viele verschiedene Weisen die Gnade Gottes heute unter den Hörerinnen von Belebe unsere Herzen fließen wird.
Wenn du magst, schreib uns doch einfach mal eine Email an contact@belebeunsereherzen.com oder gehe auf die Website www.belebeunsereherzen.com und klicke auf Kontakt, um uns eine Nachricht zu schreiben. Schreib uns gerne, was die Folgen über Gnade mit dir selbst machen und welche Ideen Gott dir für andere schenkt.
Die heutige Botschaft über Gnade ist Teil der Reihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Viele Frauen hören sich jede Folge des Programms an und gehen das dazugehörige Material im Arbeitsbuch „Neu belebt von Ihm“ durch. Eine Frau bestellte das Arbeitsbuch und bereitete sich darauf vor, eine Gruppe von Frauen durch das Buch zu führen. Sie wurde auf eine Art und Weise überführt und unterstützt, die sie nicht erwartet hatte.
Sie schrieb: „Nur durch Gottes Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes werde ich in der Lage sein, jemanden durch diese hervorragende Studie zu führen. Danke, Nancy, für etwas, das ich in meinem eigenen Leben so dringend gebraucht habe.“
Eine Braut wünschte sich einmal, dass das Dach der Kirche an ihrem Hochzeitstag einstürzen würde. Sie dachte, der Tod wäre besser als ihre Ehe. Nun, das Dach stürzte nicht ein, und sie ist jetzt mit einem Mann verheiratet, für den sie keine Gefühle hegt. Wie sieht Gnade in dieser Situation aus? Höre morgen mehr davon in der Folge „Wahre Geschichten der Gnade“.
Wenn Nancy gleich zurückkommt, um zu beten, denke daran, dass wir alle diese Art von überfließender Gnade brauchen.
Nancy: Herr, wir danken Dir für Deine rettende Gnade und für Deine heiligende Gnade. Danke, Herr, für Gnade zum Leiden. Und ich bete heute für viele meiner Schwestern, die in ihrem Leid Gnade brauchen.
Und dann, Herr, brauchen wir alle Deine Gnade zum Dienst, wenn wir Dir dienen, wenn wir einander dienen. Wenn wir uns heute normal unterhalten, lass uns Worte der Gnade sagen. Mögen die, die uns zuhören, ermutigt werden. Lass uns in unseren Häusern, bei unseren Telefongesprächen, in unseren E-Mails und Nachrichten Worte der Gnade benutzen, mögen es Worte der Gnade sein.
Und Herr, wenn wir Dir dienen, wenn wir geben, hilf, dass wir so großzügig und freigebig und gnädig geben, wie wir es von Dir empfangen haben, denn Du bist ein großzügiger, gebender, gnädiger Gott. Bitte hilf, dass unser Leben Deine wunderbare, erstaunliche Gnade widerspiegelt. Ich bete dies in Jesu Namen. Amen.
Lea: Ich wünsche mir wirklich Gott mit meinem ganzen Herzen, meiner ganzen Seele, meiner ganzen Kraft und mit meinem ganzen Verstand zu lieben – du auch?
Jemanden zu lieben und ihm zu vertrauen, setzt voraus, dass man den Anderen gut kennt und genau deswegen freue ich mich auf die True Woman-Konferenz 2025: Das Wort - Bestaune das Wunder! Diese Konferenz ist eine Möglichkeit, sich wieder neu in Gottes Wort und damit in ihn selbst zu verlieben. Ich werde Anfang Oktober nach Amerika fliegen, aber auch du kannst live dabei sein, indem du dich kostenlos für den Livestream von Belebe unsere Herzen registrierst.
Lass uns zusammen teilnehmen an der True Woman-Konferenz ´25: Das Wort - Bestaune das Wunder, live übertragen aus Indianapolis, unterstützt vom CLV Verlag.
Lerne, Gottes Wort zu lieben, und damit ihn selbst, deinen Schöpfer zu lieben!
Alle weiteren Informationen findest du dazu auf unserer Website.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.