Colleen Chao – HEAVEN RULES über meinen Tod
Teil I Video zu TW22 (10:17)
Lea Köster: Hier ist Colleen Chao:
Colleen Chao: „‚Der Himmel herrscht‘ heißt für mich, dass dieses Leid nicht sinnlos ist. Es ist von unendlicher Bedeutung, denn gerade im Leid finde ich mehr von Jesus.“
Lea Köster: Hallo meine Liebe, hier ist wieder Belebe unsere Herzen. Heute hörst du eine besondere Folge unserer Podcastreihe „Heaven Rules – Der Himmel herrscht“, denn heute hören wir Nancy und dann ihre Freundin Colleen mit ihrer Familie.
In den letzten zwei Folgen haben wir Nancy zugehört, wie sie aus dem Buch Daniel zum Thema „Die Regeln des Himmels“ gelehrt hat. Es war so bereichernd! Wenn Du diese Folgen verpasst hast, kannst du sie auf unserer Webseite unter dem Titel „Heaven Rules - was macht das für einen …
Colleen Chao – HEAVEN RULES über meinen Tod
Teil I Video zu TW22 (10:17)
Lea Köster: Hier ist Colleen Chao:
Colleen Chao: „‚Der Himmel herrscht‘ heißt für mich, dass dieses Leid nicht sinnlos ist. Es ist von unendlicher Bedeutung, denn gerade im Leid finde ich mehr von Jesus.“
Lea Köster: Hallo meine Liebe, hier ist wieder Belebe unsere Herzen. Heute hörst du eine besondere Folge unserer Podcastreihe „Heaven Rules – Der Himmel herrscht“, denn heute hören wir Nancy und dann ihre Freundin Colleen mit ihrer Familie.
In den letzten zwei Folgen haben wir Nancy zugehört, wie sie aus dem Buch Daniel zum Thema „Die Regeln des Himmels“ gelehrt hat. Es war so bereichernd! Wenn Du diese Folgen verpasst hast, kannst du sie auf unserer Webseite unter dem Titel „Heaven Rules - was macht das für einen Unterschied?“ anhören.
Vielleicht bist du dir noch nicht sicher, wie diese Wahrheiten auf dein Leben zutreffen. Oder du fragst dich, wie du sie praktisch umsetzen kannst. Nancy hat heute dazu acht Erkenntnisse aus dem Buch Daniel für dich.
Nancy: Die Frage ist: Glauben wir von ganzem Herzen, dass „der Himmel herrscht“? Leben wir so, als ob die Erde oder „der Himmel herrscht“? Leben wir so, als ob der Mensch oder „Gott regiert“? Wie würde sich unser Leben ändern, wenn wir wirklich glaubten, dass der „Himmel herrscht“?
Ich möchte euch einige Punkte mitgeben. Es könnten noch viel mehr sein. Aber so wird sich unser Leben ändern, wenn wir wirklich glauben, dass „der Himmel herrscht“:
- Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, streben wir nach reinen Herzen.
Wir entschließen uns – wie Daniel und seine Freunde – , als heilige Leute eines heiligen Gottes zu leben (Daniel 1), statt uns an die uns umgebende Kultur anzupassen. Wir gehorchen freudig Gottes Wort, und wir bekennen unsere Sünden. Wir vergeben denen, die gegen uns sündigen. Wir haben reine Herzen. - Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, dann haben wir einen klaren Kopf – einen gesunden Verstand, gesundes Denken – über uns selbst, unsere Welt, unseren Gott, wie wir als seine Kinder leben können in dieser Welt und Kultur um uns herum.
Nebukadnezar war stolz. Er wollte sich selbst allerhöchster Gott sein und verlor den Verstand dabei. Wer die Herrschaft des Himmels über sich anerkennt, ist demütig und hat die rechte Schau auf Gott und andere und sich selbst. Der kann klar und weise denken, auch in verwirrenden Zeiten. - Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, bleiben wir ruhig, wenn die Welt chaotisch und verstört ist und aus den Fugen gerät, wie es heute ist und scheinbar war in Daniels Tagen.
Ob es in unserer persönlichen Welt drunter und drüber geht oder in unserer Kultur, wir sind nicht panisch. Wir verzweifeln nicht, wenn es aussieht, als würden die Feinde Gottes gewinnen, wenn schlimme Dinge passieren, wenn unsere Freiheit bedroht oder es unbequem wird.Daniel arbeitete unter einigen bösartigen Königen, und manchmal war sein Leben in Gefahr. Aber er wurde nicht panisch, er inszenierte keinen Protest, er plante keinen Putsch, um die Regierung zu stürzen, weil er verstand, dass der Himmel herrscht. Angesichts von Gefahr (und ich glaube, viel größere Gefahr kommt in unserer Zeit auf uns zu, als wir schon erleben), also angesichts der Gefahr war Daniel entschlossen. Er war ruhig. Er war furchtlos. Er betete. In Daniel 2 lesen wir: „da erwiderte Daniel mit Verstand und Einsicht“ (Vers 14 ELB).
Man merkt, wer glaubt, dass der Himmel herrscht. Man erkennt es daran, wer durchdreht oder wer ruhig bleibt, wenn es schwierig wird. Anstatt uns ständig aufzuregen über die Kultur oder die Menschen, die uns verletzen und enttäuschen, sind wir Menschen der Hoffnung. Wir sehen jede Krise als Chance, dass die Machtlosigkeit der Götter dieser Welt entlarvt wird und die Macht und Größe unseres Gottes zum Vorschein kommen! Wir sind ruhig.
- Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, sind wir voll Vertrauen auf Gottes Kontrolle, auf sein Timing und auf den letztendlichen Ausgang.
Wir müssen weder manipulieren noch kontrollieren, weder Menschen noch Umstände. Ich liebe dieses Lied:Dies ist meines Vaters Welt,
O lass mich nie vergessen,
auch wenn das Unrecht scheint so stark,
Gott ist der Herrscher doch.Wir sind voll Vertrauen auf Gottes Kontrolle.
- Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, sind wir mutig.
Ja, es gibt Unruhen, Konflikte und Bedrängnis in dieser Welt, so wie es bei Daniel war. Aber Daniel 11,32 sagt, dass diejenigen, „die ihren Gott kennen“, nicht der Furcht nachgeben. Sie „werden sich stark erweisen und entsprechend handeln“. Es wird Zeiten geben, da werden sie von ihren Feinden bezwungen, aber sogar das wird Gott gebrauchen, um sie zu reinigen, um zu schleifen und zu segnen.Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, sind wir mutig, für Christus einzustehen. Wir sind mutig – Teenager, Frauen am Arbeitsplatz, Frauen in Familien mit ungläubigen Angehörigen – gegen den Strom von Trends zu schwimmen und von Anforderungen, die Gott entgegenstehen. Wir geben dem Druck nicht nach, Kompromisse zu machen und uns anzupassen. Wir neigen uns nicht vor den Göttern dieser Welt. Wir haben Mut. - Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, beten wir zu Gott.
Ja, wir suchen das Gebet, wir sind Beter, so wie Daniel es war. Wir beten, statt über die schlechten Einflüsse und Influencer unserer Zeit zu wettern. (Manche von euch tun das in den sozialen Medien. Ich weiß, wer ihr seid! Nein, ich weiß nicht, wer ihr seid, aber ich habe viele Christen gesehen, die das machen.)Ja, wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, schimpfen wir nicht über all das Schlechte, sondern wir beten für die Menschen, die diesen bösen Einfluss ausüben. Wir glauben, dass Gott die Herzen von noch so stolzen, gottlosen Leitern verändern kann, wie er es bei Nebukadnezar tat. Wir sind also Beter. - Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, sind wir zufrieden, zufrieden und warten geduldig, bis Gott etwas wirkt und bewegt. Zufrieden, treu zu dienen, wo immer er uns in der Zwischenzeit hingestellt hat.
Wir müssen nicht unruhig und rastlos sein, uns aufreiben, denn wir kennen das Ende der Geschichte und wissen, dass alles gut sein wird. - Wenn wir glauben, dass „der Himmel herrscht“, krönen wir Christus als König und HERRN über jeden Bereich unseres Lebens.
Habt ihr zugeschaut, als der Sarg von Queen Elizabeth am Buckingham Palace vorbeizog und all die Angestellten, die unter ihr viele Jahre gedient hatten, vor dem Palast aufgereiht waren? Als der Wagen mit dem Sarg an ihren treuen Untertanen vorbeizog, was taten sie? Sie verneigten sich; die Damen knicksten. Wir verneigen uns vor ihm. „Ja, Eure Majestät! Ja, Eure Majestät! Ich bete dich an. Ich kröne dich als Christus und König über jeden Bereich meines Lebens.“Gott wird heute zu uns allen auf verschiedene Weise durch sein Wort, durch seine Diener sprechen.Und wenn er seinen Finger auf eine bestimmte Sache legt – egal, ob du in deinen Achtzigern oder der jüngste Teenager hier bist oder mittendrin – sagst du „Ja, Herr!“? Darf er dich verändern? Möchtest du dich IHM ergeben? Willst du dich vor IHM beugen und sagen „Ja, HERR; ja, Eure Majestät?“
Lea: Das war Nancy mit acht Wahrheiten aus dem Buch Daniel.
Bei der True Woman Konferenz 2022 wurde ein Video von Colleen Chao gezeigt. Colleen, eine liebende Ehefrau und Mutter, musste sich plötzlich mit einer schlimmen Diagnose auseinandersetzen: Krebs im Endstadium. Natürlich geriet ihre Welt ins Wanken. Heute berichtet sie uns davon in der Folge: „Heaven Rules über meinen Tod“. Auf unserem Youtube Kanal von Belebe unsere Herzen kannst du Colleen und ihre Familie nicht nur hören, sondern auch sehen.
Colleen Chao:
Gesang: „Be still, my soul; the Lord is on thy side.“
Ich war 34, als ich heiratete, und wurde dann fast sofort schwanger. Und mit 35 bekam ich meinen Sohn Jeremy.
So lange auf die Ehe zu warten und dann spät Mutter zu werden, war Teil dieses Trauerprozesses, Teil von dem, wo ich mich durchkämpfen musste. Als ich mit dieser endgültigen Diagnose konfrontiert wurde, dachte ich: „Aber ich kann meine Aufgabe als Mutter nicht zu Ende führen! Ich bin gerade mittendrin und werde da herausgerissen!“
Wir waren immer ganz offen und ehrlich zu Jeremy, sehr transparent, von der ersten Diagnose bis zu dieser. Ich habe ihm erzählt, was die Ärzte gesagt haben, dass es Krebs im Endstadium ist, hab ihm den Zeitplan genannt. Und ich sagte einfach: „Was für ein Geschenk! Weißt du, Gott hat mir noch etwas mehr Zeit mit dir gegeben.“
Jeremy Chao: Ja, es war furchtbar schwer. Krebs im Endstadium ist sehr hart, und ich war einfach sehr, sehr traurig.
Colleen: Wir redeten ein bisschen, dann ging er aus dem Raum und ich hörte ihn weinen, also ging ich in sein Zimmer und ja, hockte mich zu ihm, und tröstete ihn und kuschelte mit ihm, und er weinte einfach nur. Zu Jeremys Geschichte gehört es, dass ich gehe, bevor die Aufgabe zu Ende ist … und es wird Herrlichkeit darin liegen!
Gesang: „… Through thorny ways leads to a joyful end.“
Mensch, als ich achtzehn Jahre alt war, lag mir die Welt zu Füßen! Ich war so ehrgeizig und hatte hohe Ziele, und es waren durchaus gute Sachen! Aber es ging noch so viel um mich selbst. Vor meiner ersten Krebsdiagnose bekam ich ständig Kommentare zu hören wie: „Du siehst so jung aus für dein Alter!“ Ich glaube, darauf habe ich unbewusst viel gegeben.
Und als ich dann vor einigen Jahren anfing, gegen den Krebs zu kämpfen, hat das einfach aufgehört. Es ist diese Stelle, wo es heißt, dass wir äußerlich aufgerieben, aber innerlich von Tag zu Tag erneuert werden. Während ich also sehe, wie der Krebs an meinem Äußeren, an meinem Körper, seine Spuren hinterlässt, bin ich innerlich mehr als jemals zuvor die Colleen, die Gott sich gedacht hat, als er sie schuf.
Das Leiden wurde von Gott gewirkt, um alles wegzunehmen, was nicht sein muss, das Colleen-Zeug, das da nicht hingehört, sodass ich dann aus dem Herzen leben kann, welches Er mir gegeben hat, damit ich wirklich die Colleen bin, die Er möchte, zu der Er mich mehr und mehr reifen lässt.
Eddie Chao: Ich denke, die innere Schönheit, die Stärke, ich meine, sie ist im Laufe der Jahre immer schöner geworden, unabhängig von den körperlichen Veränderungen, die wir auf diesem Weg durchmachen mussten, ja, ich denke, die Liebe und die Wertschätzung haben definitiv zugenommen und ich bin einfach überwältigt, ich danke ihr jeden Tag, dass sie kämpft.
Colleen: Ganz ehrlich, wären mein Mann und Sohn nicht, ich würde heute schon gerne gehen. Ich würde nicht einmal die Chemo machen, ich würde gehen. In die Gegenwart Jesu einzutreten, ohne Scham, ohne Angst, natürlich, eine gewisse Furcht vor ihm, klar, und Ehrfurcht. Wer weiß, vielleicht falle ich zu Boden, wenn ich in seine Gegenwart trete; oder … ich weiß nicht. Es ist verrückt, darüber nachzudenken.
So wie der Vater Jesus liebt, liebt er mich. Was? Das ist Wahnsinn. Wenn ich in die Ewigkeit gehe, komme ich nicht ins Gericht – das ist unglaublich – ich kann es kaum erwarten.
Mein Herz ist schwer wegen dem, was Jeremy und Eddie bevorsteht. Mein Leiden wird ein Ende haben, meins schon, aber ihres wird weitergehen, und das ist das Schwerste für mich. Und ich muss Gott auf eine neue Art und Weise vertrauen, was die liebsten Menschen in meinem Leben angeht, und darf wissen, dass sie darin mehr von Gott finden werden, und ich bin, ja, ich bin überflüssig.
Gott braucht mich nicht, um seine Arbeit zu tun, wisst ihr. In seiner Gnade und zu seiner Freude entschied er, mich zu gebrauchen, bis er mich nach Hause ruft. Nach den Informationen, die wir haben, bleiben mir nicht mehr viele Tage, es sei denn, Gott will ein Wunder tun, was er tun könnte. Und das wissen wir.
Mit diesem Wissen fühlen sich nicht nur die Tage heilig und bedeutend an, sondern auch die Stunden, und dann gibt es Momente, in denen ich alles auf eine neue Art und Weise in mich aufnehme und weiß, wie zerbrechlich dieses Leben ist und wie schnell es vergeht, egal ob es 20 Jahre oder 90 Jahre sind; es vergeht wie im Flug. Es ist darin also ein Geschenk, etwas Wichtiges, von dem ich mir wünsche, dass wir es alle erleben, und ich mir auch wünschte, ich hätte es schon früher erleben können, sogar noch vor dieser Diagnose. Wir haben einfach beschlossen, jeden Tag voll auszuleben.
Jeremy: Die Lieder, die ich mit meiner Mutter auswendig gelernt habe, haben mir auch sehr geholfen, das durchzustehen.
Colleen: Ich hab angefangen, Bibelstellen mit Melodien zu unterlegen. Das hilft mir und er hat sehr gut darauf reagiert. Wir konnten immer größere Teile der Bibel auswendig lernen, weil sie mit Musik verbunden waren.
Jeremy: Wenn wir sie einmal auswendig gelernt haben, ist es so, als ob wir sie für den Rest unseres Lebens haben, in schwierigen Zeiten hilft mir das vielleicht auch.
Colleen: Und ich habe gerade daran gedacht, dass meine Stimme vielleicht nicht mehr da ist, aber Gottes Wort wird durch die Lieder, ehm, und durch die Tage, an denen Gott mir eine Stimme in seinem Leben gegeben hat, weiterleben.
„… Er wird dich vor allem Bösen bewahren, er wird dein Leben bewahren, der Herr wird deinen Ausgang und deinen Eingang bewahren, von nun an und immerdar …“
Die Realität, vor den Augen meines Sohnes so dahinzusiechen, ist ... das ist hart.
Und ich habe oft nachgedacht oder mich gefragt, ob seine stärksten Erinnerungen an seine Mutter die einer Chemopatientin sein werden. Und so habe ich gebetet, dass diese Bilder und Erinnerungen bei weitem überwogen werden von der Freude, die Gott in mein Leben gebracht hat. Und ich habe Gott gebeten, ich betete:
„Würdest Du mir erlauben, dass ich die Einstellung, die Du mir geschenkt hast, bis zum Ende behalte, dass ich lachen und ein bisschen frech sein kann, immer mal wieder einen Witz machen und bis zum Ende fröhlich sein kann, und dass das sogar etwas ist, was die letzten Erinnerungen von Jeremy an mich prägt, und Eddies auch?“
Ich hoffe, sie werden es immer wissen und sich daran erinnern, wie sehr ich Jesus liebe und wie gut er zu mir war. Gott hat mich nicht betrogen. Er hat sie nie betrogen, aber sie sollen wissen, dass ich ihn liebe und ihm vertraue und weiß, dass er auch in den schlimmsten Momenten dieser Geschichte gut ist, schlimmste menschlich gesprochen. Ich hoffe, sie erinnern sich an meine Freude.
Ich hoffe, sie erinnern sich an mein glucksendes Lachen.
Lea: Wow. Wie gesagt, du findest Colleens Video auf unserem Youtube Kanal.
Nancy hatte Colleen zu der True Woman Konferenz eingeladen, um ihr noch ein paar Fragen dazu zu stellen, was Heaven Rules für sie persönlich bedeutet. Jetzt hören wir dieses Interview aus Herbst 2022.
Colleen Chao TW22 – HEAVEN RULES über meinen Tod II
Interview mit Nancy
Nancy: Lasst uns Colleen Chao willkommen heißen!
Colleen, letztes Jahr wusstest du nicht, ob du dieses Jahr noch hier oder vielleicht schon im Himmel sein würdest. Du hast gebetet, dass der Herr dich Jeremys elften Geburtstag erleben lässt, und der Herr hat es dir geschenkt. Wir freuen uns so sehr, dass du hier bist!
Viele Leute haben für dich gebetet, auch viele Frauen hier. Vor kurzem fragte mich Pastor Chris Brooks: „Die Frau, die letztes Jahr sprach, wie geht es ihr? Wir beten für sie!“ Daher würden sich die Frauen über ein kurzes Update freuen. Wie geht es dir gesundheitlich? Wie sieht es gerade aus?
Colleen: Es ist so ein Wunder und Geschenk, nach einem Jahr hier zu sein! Es war ein intensives Jahr der Krebstherapie. Der Krebs hat sich in meinem ganzen Körper ausgebreitet, und wir versuchen gerade, ihn mit verschiedenen Behandlungsmethoden aufzuhalten, um dadurch Zeit zu gewinnen. Das hört sich vielleicht seltsam an, aber durch die Behandlung hat Gott das bis jetzt bewirkt.
Wir haben eine aggressive Chemotherapie, eine OP, eine Hormonbehandlung und noch eine Anschlusschemo hinter uns. Aber jetzt macht mein physisches Herz die Chemotherapie nicht mehr lange mit. Es funktioniert nicht mehr so, wie es sollte; wir stehen also gerade vor einigen schwierigen Entscheidungen.
Aber ich habe das Gefühl, dass Gott bis jetzt alles so zusammengehalten hat, weil er noch gute Werke für mich vorbereitet hat, die ich tun soll, bevor er mich nach Hause ruft.
Nancy: Und diese Frau hat jedes gute Werk getan, das Gott ihr gegeben hat, bevor er sie heimholt. Du hast sogar ein Buch geschrieben, von dem wir nicht dachten, dass es rechtzeitig hier ankommen würde, aber gestern wurde es hier angeliefert. Sag uns bitte, wie es heißt und worum es geht …
Colleen: Es heißt: In den Händen eines äußerst liebevollen Gottes – 31 Tage Hoffnung und ehrliche Ermutigung für leidende Menschen. (Titel wörtlich übersetzt. In Deutsch ist das Buch bisher leider nicht erhältlich). Ich wollte einfach ein mitfühlendes Buch für Menschen in ihren schwersten Zeiten schreiben, damit sie Gottes Gegenwart und Güte spüren können.
Es ist ein kleines Büchlein, und ich hatte solche Freude beim Schreiben. Ich kann jetzt die Arbeit von Nancy besser wertschätzen, die schon so viele Bücher verfasst hat! Ich fragte mich: „Nancy, wie schaffst du das nur immer wieder?“
Nancy: Colleen ist eine wunderbare Autorin; ihre E-Mails sind wunderbar! Das Buch ist so ein Geschenk! Colleen flog gestern mit ihrer Freundin hierher. Hast du die Bücher gestern Abend noch signiert?
Sie hat hundert Bücher signiert. Im Buchladen bekommen die ersten 100 Frauen ein signiertes Exemplar. Danke dafür! Colleen, wenn wir über Heaven Rules nachdenken, was heißt das für dich, wo du durch eine schwere Krebserkrankung, menschliche Schwachheit und Schmerzen gehst? Was heißt Heaven Rules für dich gerade?
Colleen: Wir sprachen ja schon darüber. Ich liebe es, dass dir das am Herzen liegt, denn es hat mir wirklich weitergeholfen, alles was du darüber geschrieben und gesagt hast. „Der Himmel herrscht“ heißt für mich, dass dieses Leid nicht sinnlos ist. Es ist von unendlicher Bedeutung, denn gerade im Leid finde ich mehr von Jesus.
Im Leid verstehe ich mehr von Gottes Liebe, und das kann ich an andere weitergeben. Es bedeutet auch, dass Leid nicht das letzte Wort hat, sondern Gott. Er hat das letzte Wort in dieser Sache!
Und er verwandelt jeden Schmerz, jeden Kummer, jeden Verlust und jede lange, schlaflose Nacht, verwandelt er in Schönheit. Dabei muss ich an 2. Korinther 4 denken, wo Paulus sagt, dass diese Bedrängnis „schnell vorübergehend und leicht“ ist (Vers 17).
In absehbarer Zeit sterben zu müssen, ist vorübergehend und leicht, vor dem Hintergrund der Ewigkeit. Es fühlt sich zwar meistens nicht so an, aber es ist die Realität. Der Herr verwandelt alle diese Dinge in etwas so Gutes und so Schönes. Und so viel Freude und Lohn kommen noch, dass Paulus es „unendlich“ und „unvorstellbar“ (HFA) nennt!
Und ich bin fest davon überzeugt, dass es einen Auferstehungsleib braucht, um all das Gute, das uns erwartet, erfassen zu können! Wir werden neue Körper haben, damit wir all die Güte und die Freude begreifen können, die Gott für uns vorbereitet hat!
Ich befasse mich mit meinem begrenzten Verstand also mit unendlichen Wirklichkeiten. Ich lebe mit der Ungewissheit. Ich lebe mit einer Menge unbeantworteter Fragen, aber genau da wird meine Beziehung zu Jesus tiefer. Es zieht mich mit aller Macht zu ihm. Es hilft mir, seine Liebe zu erfahren. Es hilft mir zu verstehen, dass er unendlich besser ist als ein langes Leben! Er ist unendlich besser als ein schöner, gesunder Körper.
Er ist unendlich besser, als am Leben zu sein, als meinen Sohn – meine Freude – aufwachsen zu sehen. Er ist unendlich besser, als ein langes Leben zu haben, mit meinem Ehemann alt zu werden. Das sind Dinge, die uns hier so viel bedeuten, nicht wahr, aber Jesus ist so viel besser als all das, und ich lebe im Licht dieser Realität.
Es erinnert mich auch daran, wie Paulus sagt: „Wir tragen allezeit das Sterben des Herrn Jesus am Leib umher, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar wird“ (2. Korinther 4,10). Deshalb freue ich mich einfach so sehr über das, was Nancy lehrt. Über das wunderschöne Buch, das sie geschrieben hat, Heaven Rules – der Himmel herrscht (dt. Titel: Heaven Rules – Finde Trost. Fasse Mut. Gott regiert, CV). Das ist unsere Hoffnung, dass Gott Tod immer in Leben verwandelt!
Nancy: Amen. Vielen Dank!
Wenn ihr wegen Keimen keine Sorge habt, (wenn ja, das ist okay), nehmt einfach die Hand der Frau neben euch oder berührt ihre Schulter, wir wollen beten:
O Herr, wir danken Dir, dass du so etwas Schönes in und durch das Leben dieser Frau tust, dass Krebs nicht König ist, dass Krebs nicht das letzte Wort hat, sondern Christus König ist, und dass Du herrschst und regierst und etwas zutiefst Schönes und Ewiges machst aus diesem Schmerz und diesem Leiden.
Danke, dass diese kostbare Frau hier bei uns ist, ohne ihren Mann und ihren Sohn, den sie so liebt. Dass sie sich die Zeit nahm für dieses Buch und für ein anderes, an dem sie schreibt.
Ich sehe nicht, dass sie aufgibt oder nachlässt, dass sie sagt: „Ich hör auf, es ist genug.“ Sondern sie ist treu, den ganzen Weg bis zum Ziel. Herr, bitte gib ihr Freude in der Ungewissheit, bitte stärke sie und erhalte sie, bitte erfülle sie tief mit Deiner unerschütterlichen Liebe. Und danke, dass sie diesen Weg nutzt, um uns auf Christus hinzuweisen, der unser wahres Ziel und unser Trost und unsere Hoffnung ist im Leben und im Tod. Wir beten in Jesu Namen. Amen!
Lea: Colleen hat gesagt: „Er ist unendlich besser!“ Sie meint damit Christus. Jesus ist unendlich besser als alles, was wir hier auf der Erde haben. Glaubst du das? Das Leiden hat Colleen dabei geholfen, Christi Liebe zu ihr mehr zu erfassen.
Und ich durfte Colleen im Herbst 2025 sehen. Sie war immer noch krank und ihre Aussichten für das Leben auf dieser Erde waren schlecht, aber sie war fröhlich. Sie hat mich an Sprüche 31,25 erinnert: „Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages.“
Colleen konnte lachen, weil sie ihre Zukunft kannte – ein Leben und eine Ewigkeit mit Christus.
Vielleicht steckst du gerade in schwierigen Umständen oder belastenden Beziehungen. Versuche dich nicht einfach davon abzulenken, und weiß du es ist so einfach sich abzulenken in unserer Zeit. Aber steck den Kopf nicht in den Sand, sondern geh damit zu Christus. Suche ihn und finde seine Liebe zu dir.
Ein lebendiges Beispiel dafür ist Joni Eareckson Tada. Nächste Woche geht es weiter in unserer Reihe „Heaven Rules – Der Himmel herrscht“ mit ihrem Vortrag „Wenn Leiden auf Souveränität trifft“. Also, schalte gerne wieder ein.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.„… Er wird dich vor allem Bösen bewahren, er wird dein Leben bewahren, der Herr wird deinen Ausgang und deinen Eingang bewahren, von nun an und immerdar …“
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.