Lea Köster: Wenn wir Gott wirklich suchen, kostet uns das Zeit. Nancy stellt uns heute eine Frage, mit der wir uns alle auseinandersetzen müssen.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ist es den Preis wert? Wenn ich diesen Preis bezahle und den Herrn suche, werde ich ihn wirklich finden? Wird sich etwas ändern? Werde ich wirklich die Freude persönlicher Erweckung erfahren, wenn ich den Herrn suche? Wird sich meine Suche lohnen?
Lea: Hallo! Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Hier ist Belebe unsere Herzen mit der dritten Folge unserer Sendereihe Seeking Him - Neu belebt von Ihm unter dem Titel: Lässt Gott sich finden? Schön, dass du heute wieder dabei bist!
Als Zuhörerinnen von Belebe unsere Herzen habt ihr die Möglichkeit, euch eine Ausgabe des Studienkurses Neu belebt von Ihm - Seeking Him zu kaufen (Rigatio-Verlag), um euch die Inhalte dieses Podcasts …
Lea Köster: Wenn wir Gott wirklich suchen, kostet uns das Zeit. Nancy stellt uns heute eine Frage, mit der wir uns alle auseinandersetzen müssen.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Ist es den Preis wert? Wenn ich diesen Preis bezahle und den Herrn suche, werde ich ihn wirklich finden? Wird sich etwas ändern? Werde ich wirklich die Freude persönlicher Erweckung erfahren, wenn ich den Herrn suche? Wird sich meine Suche lohnen?
Lea: Hallo! Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre.
Hier ist Belebe unsere Herzen mit der dritten Folge unserer Sendereihe Seeking Him - Neu belebt von Ihm unter dem Titel: Lässt Gott sich finden? Schön, dass du heute wieder dabei bist!
Als Zuhörerinnen von Belebe unsere Herzen habt ihr die Möglichkeit, euch eine Ausgabe des Studienkurses Neu belebt von Ihm - Seeking Him zu kaufen (Rigatio-Verlag), um euch die Inhalte dieses Podcasts parallel anhand dieses Buches zu erarbeiten. Das Buch hat Nancy de Moss Wolgemuth in Zusammenarbeit mit Tim Grissom geschrieben. Es würde uns freuen, wenn ihr euch in den Gemeinden als kleine Gruppen zusammenfinden würdet, in denen ihr gemeinsam das Material erarbeitet.
Und all dies steht für eine echte Investition. Es geht um die Hoffnung, persönlich neu vom Herrn belebt zu werden. Ist es den Aufwand aber wirklich wert? Nun, um diese Frage soll es heute gehen.
Nancy: Vor etwa 175 Jahren, am 24. Januar 1848, stieß James Marshall auf Gold, als er auf der Ranch von John Sutter im Norden Kaliforniens arbeitete. Diese Nachricht verbreitete sich in Windeseile in Kalifornien und quer durch Amerika, und während der nächsten zwei Jahre strömten Tausende von Menschen nach Kalifornien, um ihr Glück zu machen.
Ich habe gelesen, dass die Einwohnerzahl von San Francisco in zwei Jahren von ca. 800 Menschen auf 50.000 anstieg. Es war eine Bevölkerungsexplosion. Es gab Leute, die bis zu neun Monate für die beschwerliche Reise nach Kalifornien brauchten. Sie kamen zu Fuß. Sie kamen im Planwagen. Einige kamen über den Ozean. So bekam San Francisco einen bedeutenden Seehafen.
Ein paar von denen, die kamen, brachten es schnell zu einem Vermögen, aber jeder, der von diesem Goldrausch gelesen hat, weiß, dass das bei den meisten nicht der Fall war. Ja, es war vielmehr so, dass sie, nachdem sie die schwierige Reise nach Kalifornien hinter sich gebracht hatten, mit unglaublichen Strapazen konfrontiert waren und praktisch keine Garantie auf Erfolg hatten. Die Todesrate war hoch. Ich las, dass einer von fünf Minenarbeitern, die 1849 nach Kalifornien kamen, innerhalb von sechs Monaten tot war.
Und beim Lesen dachte ich: „Ist das nicht ein treffendes Bild dafür, was es heißt, von ganzem Herzen nach etwas zu streben, etwas entschlossen zu suchen?“ Aber es zeigt auch, dass, obwohl man etwas ernsthaft sucht, man am Ende bitterlich enttäuscht werden kann, weil man letzten Endes nicht das gefunden hat, was man sich erhofft hat.
Nun, ich habe ein kleines Bibelstudium gemacht. Und ich wünschte, wir hätten Zeit, uns alle Verse anzusehen. Aber ich habe einfach untersucht, was laut der Schrift geschieht, wenn wir den Herrn suchen. Lass mich dir gleich zu Beginn versichern, deine Suche wird sich lohnen!
Es ist nicht wie bei dem Goldrausch von 1849. Gott verspricht, dass deine Suche belohnt werden wird! Er sagt, wenn du ihn suchst, wirst du ihn finden. Denn es heißt in 5. Mose 4,29: „Wenn du (...) den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.“
Dieses Versprechen gibt es schonmal direkt zu Beginn. Wenn du ihn suchst, wirst du ihn finden. Du wirst Gott auf eine neue Weise in deinem Leben erfahren, wenn du ihn von ganzem Herzen suchst.
Und dann spricht die Schrift in diesem Zusammenhang an einigen Stellen von der Freude, zum Beispiel in Psalm 105,3, die die erfahren werden, die ihn suchen: „(...) Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!“ Den Herrn zu suchen, bringt uns die Belohnung und das Ergebnis der Freude und Zufriedenheit.
Psalm 22,27: „Die Elenden sollen essen und satt werden; die den HERRN suchen, werden ihn loben (...).“ Wünschst du dir mehr Freude, mehr Zufriedenheit, größere Freiheit, ihn zu loben? Suche den Herrn.
Und dann heißt es in Amos 5,4+6: „Denn so spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich, so werdet ihr leben! [Und weiter:] Sucht den HERRN, so werdet ihr leben! Sonst wird er das Haus Joseph wie ein Feuer überfallen und es verzehren, und niemand wird Bethel löschen.“
Willst du dem letzten Gericht Gottes entkommen? Dann suche den Herrn, denn wenn du den Herrn suchst, hast du das Leben. Ewiges Leben, aber auch eine Qualität von Leben, die nur von denen erfahren werden kann, die den Herrn suchen.
Wir suchen Leben an so verschiedenen Orten, bei Menschen und Dingen. Gott sagt: „Sucht mich, und findet das Leben! Sucht mich und lebt!“
Und dann Psalm 34,11, dieser bekannte Vers: „(...) Junge Löwen leiden Not und Hunger; aber die den HERRN suchen, müssen nichts Gutes entbehren.“ Wenn du den Herrn suchst, hast du alles, was du brauchst. Wenn du ihn hast, hast du genug.
Und dann Klagelieder 3,25: „Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht.“ Du wirst die Güte Gottes erleben.
Ich habe einen neuen Lieblingsvers in der Bibel, seitdem ich diese Serie vorbereite. Und er steht in Psalm 69,33b: „Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz soll aufleben!“ Ist das nicht ein passender Leitvers für Belebe unsere Herzen? „Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz soll aufleben!“
Weißt du, dieses Anliegen für Erweckung wurde bei mir schon geweckt, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich las Berichte darüber, was Gott in früheren Erweckungen in der Geschichte getan hatte, und ich verstand, dass diejenigen, die den Herrn suchen, Erweckung erleben. Und ich möchte heute etwas tun, was ich selten bei Belebe unsere Herzen mache. Ich möchte euch einen recht langen Abschnitt aus einem Bericht vorlesen, den ich gerade diese Woche entdeckt habe. Darin geht es um das, was Gott in den frühen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts im damaligen Belgisch-Kongo (früher: Zaire, heute: Demokratische Republik Kongo) getan hat.
Ich lese es einfach vor, und schau dann doch selbst, ob es nicht wahr ist, dass die Herzen derer, die den Herrn suchen, belebt werden. Geschrieben hat diesen Bericht ein Augenzeuge dieser Erweckung, ein Mann, der viele Jahre als Missionar in Belgisch-Kongo gewesen war und der auch dort war, als die Erweckung 1953 begann. Er sagt:
„Wenn Gott in der Kraft der Erweckung kommt, ist das anders, als man es sich vorstellt. Es ist keine Kampagne oder Mission; nichts, was man mal schnell auf die Beine stellt. Erweckung passiert, wenn Gott herabkommt.
Ich war der leitende Missionar auf meiner Missionsstation, und in unserem Gebiet hatten wir etwa 130 Gemeinden. Es waren Gemeinden, wo viel los war, mit einer Menge Aktivitäten. Es gab viele Zusammenkünfte, eine medizinische Arbeit, und Hunderte von Kindern wurden in unseren Missionsschulen unterrichtet.
Doch die Herzen der Menschen kühlten ab. Sie kamen nicht mehr zu den Gebetstreffen und Bibelstunden, wie sie es früher getan hatten. Wir waren ein wenig wie Lazarus – zwar aus dem Grab befreit, aber an Händen und Füßen mit Tüchern umwickelt. Ein Missionar drückte es so aus: ‚Nach außen hin machte alles einen prima Eindruck.‘
Irgendjemand drängte die Missionare dazu, jeden Monat einen ganzen Tag im Gebet zu verbringen, und viele nahmen diese Herausforderung an. Dabei wurde vielen von uns bewusst, dass wir keine brennenden Herzen für Gott hatten. Manche Missionare stellten fest, dass sie Probleme in ihren Beziehungen hatten und brachten sie in Ordnung. Wir klärten auch unsere Beziehung zu den einheimischen Evangelisten und Pastoren, die sich mit uns im Gebet vereinten, aber das war noch keine Erweckung.
Die Erweckung begann auf der Missionsstation Lubutu, mehr als 650 Kilometer von meinem Wirkungsort entfernt. In den Bibel- und Gebetsstunden samstag abends in Lubutu hatten die Teilnehmer seit einiger Zeit die Apostelgeschichte studiert, insbesondere das Wirken Gottes in der Urgemeinde, aber die Missionare waren bekümmert, dass es keine Freimütigkeit im Gebet gab und dass es bei den Treffen schleppend voranging.
Und dann brach ein Pastor zusammen und weinte. Das war sehr ungewöhnlich. Er erklärte, dass sein Herz verhärtet sei, und je mehr er von sich mitteilte, desto stärker breitete sich ein Sündenbewusstsein in der ganzen Zusammenkunft aus, und es herrschte ein allgemeines Schluchzen, Heulen und Stöhnen.
Die Afrikaner lagen auf ihrem Angesicht und weinten und beteten. Die Missionare versuchten, beruhigend zu wirken [Ist das nicht typisch für Missionare?], aber es gelang ihnen nicht, und die Versammlung ging bis zwei Uhr morgens.
Die Erweckung hatte im Januar 1953 in Lubutu begonnen. Bis Mai hatte sie sich 250 Kilometer entfernt, bis zur Station meines Bruders, ausgebreitet; und im Juli hatte sie uns in Wamba erreicht, weitere 400 Kilometer entfernt. Und so ging es weiter und weiter. Die Erweckung verbreitete sich wie ein Buschfeuer über Hunderte Kilometer hinweg, und andere Missionsgesellschaften wurden durch sie berührt.
Meine Gemeinde hatte einen Evangelisten nach Abschluss seiner Ausbildung nach Lubutu entsandt, und er war dort, als die Erweckung kam. Am ersten Sonntag, als er wieder zurück bei uns war, predigte er über 2. Mose 19,10-11: ‚(...) Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen; und sie sollen ihre Kleider waschen; und sie sollen bereit sein für den dritten Tag; denn am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes herabsteigen auf den Berg Sinai.‘
Es war eine wunderbare Botschaft, aber nichts passierte. So kündigte ich das letzte Lied an und sprach den Segen und lud diejenigen ein, die noch Seelsorge in Anspruch nehmen wollten, auf ihren Plätzen sitzen zu bleiben. Als die Versammlung den Raum zu verlassen begann, blieb ein junger Lehrer in der ersten Reihe sitzen. Er schluchzte hemmungslos und zitterte.
Währenddessen fing ein junges, gelähmtes Mädchen plötzlich an zu schreien: ‚Oh, was soll ich nur tun? Was soll ich tun? Ich komme in die Hölle!‘
Die Leute strömten zurück in die Kirche. Ich sprach mit denen, die nach Hilfe riefen, als ein Afrikaner mit der dringenden Nachricht hereingelaufen kam, dass meine Frau mich zu Hause brauchte. Ich eilte nach Hause und fand unser Haus voller Menschen vor.
Der Leiter, ein guter Christ, lag auf dem Boden. Er drehte und wendete sich unter Qualen hin und her und schrie immer wieder: ‚Was soll ich nur tun? Was soll ich nur tun?‘ Nach einer Weile bekannte er seine Sünden und verkündete dann voller Freude: ‚Mein Herz ist rein! Ich nehme die Vergebung durch den Tod und das Blut von Jesus Christus, meinem Herrn, in Anspruch.‘
Binnen kürzester Zeit nahm jeder im Haus die Vergebung mit strahlender Freude an, und wir kehrten alle für eine weitere Zusammenkunft in die Kirche zurück. Am nächsten Tag wurden Dinge miteinander ins Reine gebracht. Mit einem Mal war Gott herabgekommen. Es war eine Heimsuchung des Himmels.
Der Herr wirkte auf mächtige Weise. Ich schrieb einen Brief an einen Evangelisten etwa 320 Kilometer entfernt, in dem ich ihm erzählte, was in Wamba vor sich ging. Sobald er den Brief gelesen hatte, kam er unter die Kraftwirkung Gottes. Er las seiner Gemeinde den Brief vor, und der Heilige Geist kam auch auf sie.
Zunächst war es nur eine Erweckung unter dem Volk Gottes. Wenige Ungläubige wurden in den ersten zwei bis drei Monaten gerettet. Der Herr reinigte zuerst seine Gemeinde. Unsere Herzen wurden erforscht.
Manche Leute hatten seit Jahren heimliche Sünden in ihrem Leben und waren zu dem Schluss gekommen, dass diese Sünden nicht wirklich etwas ausmachten. Doch Gott handelte mit einzelnen Personen auf schmerzhafte Weise.
Ein kleiner Junge wurde davon überführt, dass er vor seiner Bekehrung eine Rasierklinge gestohlen hatte, und er ging zu dem gottlosen Ladenbesitzer, um seine Schulden zu begleichen. ‚Jesus ist in mein Herz gekommen‘, sagte er, als er ihm das Geld für die Rasierklinge reichte. ‚… und jetzt führe ich ein anderes Leben.‘
Wiederum war da ein großer, bärenstarker Evangelist, der mit den Händen rang und dessen Tränen auf den Boden tropften. Dieser Mann war ein leuchtender Stern in der Mission. Er hatte Gemeinden gegründet und viele zu Christus geführt, aber er hatte eine große Sünde zu bekennen und konnte nicht eher Frieden finden, als bis er vor der Gemeinde stand und alles erzählte.
Seine Worte hatten die Wirkung eines elektrischen Schocks. Menschen fielen zu Boden und taten Buße. Inzwischen sprach man in der ganzen Stadt über Gott. Manchmal war es eine schreckliche Sache, so der Sünde überführt zu werden. Und diejenigen, die dem widerstanden, litten am meisten.
Ein Evangelist war drei Tage im Koma. Eine Frau wurde so von ihrem Gewissen geplagt, dass sie verrückt wurde und erst Befreiung erfuhr, als sie ihre Sünden bekannte. Bei manchen war dies der Preis dafür, dass sie ihre Sünden verborgen und Gott widerstanden hatten.
Die Christen kamen alle zu den Treffen, die oft lange andauern konnten. Es war nicht ungewöhnlich, wenn eine Bibelstunde morgens um 6:30 Uhr begann und bis nachmittags dauerte. Die Menschen sprachen im Flüsterton miteinander, denn sie fühlten, Gott war nahe.
Ein Missionar schrieb nach Hause: ‚Es scheint uns so, als würde uns die Gegenwart Gottes umhüllen. Ich habe an Veranstaltungen teilgenommen, bei denen Gott so spürbar nahe war, dass man es nicht wagte, auf einem Stuhl zu sitzen.‘
Das erinnerte mich an Hiob 42,5: ‚Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.‘ Wir hatten unsere Leute lange Zeit vorher mit dem Wort Gottes genährt, und als die Erweckung kam, wurde offenbar, wie viel das wert war. Es gab Menschen, die viele Jahre zuvor die Schule verlassen hatten und jetzt irgendwo auf einem Gartengrundstück arbeiteten, weit weg von jeder christlichen Gemeinde. Sie erlebten, dass Gott zu ihnen kam und ihnen Bibelverse in Erinnerung brachte.
Die Erneuerung, die dieser Erweckung folgte, war wundervoll. Viele hatten den Staat bestohlen, und Christen wie Neubekehrte wollten nun Wiedergutmachung leisten. Das belgische Amt erhielt so viele Dinge zurück, dass ein verlegener Beamter mir schrieb: ‚Herr Davis, ich habe keine Zeit, mich damit abzugeben. Sagen Sie den Leuten, dass sie zu Ihrer Missionsstation kommen sollen, und beladen Sie einen LKW mit den Sachen und bringen Sie ihn her.‘
Gott ist Licht, und die Menschen konnten nicht in Gemeinschaft mit ihm leben, wenn sie in der Finsternis der Sünde blieben. Die Leute beteten wie nie zuvor. Sie beteten gleichzeitig; das war in der Zeit der Erweckung ganz normal, aber es kam uns nie fehl am Platz oder chaotisch vor.
Die Menschen entwickelten auch eine Leidenschaft für Evangelisation. Sogar Heiden baten darum, dass Christen ihre Dörfer besuchten, um einen Gottesdienst abzuhalten. Menschen wurden zu Hunderten und Tausenden gerettet, als die Gemeinde begann, sich aufzumachen.
Und hielt es an? 18 Monate lang führte ich Tagebuch, und am Ende dieser Zeit wirkte Gott immer noch, unvermindert. 30 Jahre später sind diejenigen Gemeindeleiter, die damals durch die Erweckung gesegnet wurden.“
Nun, jetzt möchte ich ein wenig darüber reden, wie der Prozess des Suchens nach Gott aussieht, der Prozess der Erweckung. Hosea 10,12 ist ein Vers, der vielen von euch vertraut sein wird. Und es geht darin um den Vorgang der Erweckung.
In Hosea 10,12 heißt es: „Sät euch Gerechtigkeit (...).“ „Sät euch Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Gnade! Pflügt einen Neubruch“ oder nach einer anderen Übersetzung: „(...) Erschließt euch neuen Ackerboden“ (NLB). Oder brachliegenden Boden. Es ist also ein Bild aus der Landwirtschaft. Es geht um das Säen, das Ernten und das Umbrechen des Bodens, das Pflügen des ungebrochenen Bodens. Und wie heißt es dann? „(...) Denn es ist Zeit, den HERRN zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt!“
Du fragst vielleicht: „Wie lange sollen wir suchen? Diese Woche noch? Nächste Woche? Drei Monate?“ Nach heutigen Maßstäben ist das eine lange Zeit. „Es ist Zeit, den HERRN zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt!“ oder auch, nach einer anderen Übersetzung „euch mit Gerechtigkeit [überschüttet].“ (NLB)
Wenn wir jetzt diese Analogie aus der Landwirtschaft aufgreifen, muss ich gestehen, dass ich als Stadtmensch keine Ahnung von der Landwirtschaft habe. Deshalb habe ich vor kurzem einen Freund angerufen, der auf einer Getreidefarm in Kansas aufgewachsen ist. Ich habe einfach ein bisschen mit ihm darüber geredet, was diese Analogien zu bedeuten haben, was mit diesen bildlichen Begriffen gemeint ist und wie Landwirtschaft im Großen und Ganzen funktioniert. Dabei habe ich einiges gelernt, was für euch vielleicht ziemlich normal ist, aber für mich war es hilfreich. Es sind Wortbilder, die uns helfen, wenn wir über den Vorgang der Erweckung nachdenken.
Es ist klar, dass es Zeit braucht, um etwas ernten zu können. Das Ganze erfordert einen Prozess. Man kann nicht einfach den Samen auf die Erde werfen und erwarten, am nächsten Morgen aufzuwachen und eine Ernte vorzufinden. Hier ist ein Prozess erforderlich, eine längere Entwicklung. Man kann nicht einfach einen Schritt überspringen und schon das Endergebnis erwarten. Was ist also der erste Schritt in diesem Prozess?
Nun, die einzelnen Arbeitsschritte sind in diesem Vers nicht der Reihe nach angegeben. Der erste Vorgang ist das Aufbrechen des ungepflügten Bodens. Mark sprach davon, wie wichtig den Bauern das Pflügen ist. Nach seinen Worten ist es sogar der zeitaufwändigste Teil des Vorgangs.
Man sieht noch keine Frucht; man hat noch kein Ergebnis, wenn man pflügt, und trotzdem ist es absolut nötig. Man kann diesen Schritt nicht einfach auslassen. Was geschieht beim Pflügen? Man bereitet den Boden, die Erde, darauf vor, den Samen aufzunehmen. Das ist ein Bild für die Vorbereitung unserer Herzen, und ich möchte euch jetzt schon sagen, dass es in der ersten Zeit dieser Serie ums Pflügen gehen wird.
Pflügen – d.h. den Boden unserer Herzen vorzubereiten. Unsere Herzen werden schon einfach dadurch so verhärtet, dass wir einfach in dieser Welt leben, auf die Weise, wie wir leben, dass wir vieles anstelle des Herrn anstreben. Deshalb brauchen wir Zeit, um unsere Herzen vorzubereiten bzw. den Boden unserer Herzen und, um den Herrn zu suchen.
Nun, Mark hat mir etwas erzählt, was mir neu war: Es gibt nämlich zwei Zeitabschnitte, in denen der Boden für die Saat vorbereitet werden kann. Mark wuchs auf einer Weizenfarm auf, das heißt, dass sie im Spätsommer pflügten und im Herbst die Saat ausbrachten. Da, wo ich lebe, werden Mais und Sojabohnen angebaut, und deshalb wird bei uns im Frühling gepflügt.
Unabhängig davon, wann gepflügt wird: Das Pflügen ist der erste Teil des Prozesses, der Boden wird von oben nach unten umgewendet. Ein Traktor fährt aufs Feld hinaus, hinter ihm ist ein großer Pflug angehängt, und der Pflug greift in den Boden hinein. Das ist der Teil der Arbeit, der in die Tiefe geht. Der Pflug muss 20 bis 30 Zentimeter tief in die Erde eindringen.
Nun, wenn der Erdboden ausgetrocknet und hart ist, bedeutet das schwere Arbeit, und starkes, robustes Gerät wird benötigt. Mark sagt, man kann es regelrecht fühlen, wenn der Pflug hinter dem Traktor tief genug in die Erde eindringt, so dass der Boden gewendet wird. Die ganze harte Erde an der Oberfläche kommt zuunterst, und der gute, frische Boden, der darunter liegt, wird nach oben befördert.
Mark meinte: „Ich habe die Zeit des Pflügens immer geliebt, denn es fühlt sich jedes Jahr so an, als wenn du eine neue Chance bekommst, einen Neubeginn, frische Erde.“ Hättest du nicht auch gerne einen frisch gepflügten Boden in deinem Herzen; ein Herz, das weich und aufnahmebereit ist für den Herrn? Dazu ist das Umbrechen des Bodens erforderlich, und Mark sagte, dass es wichtig ist, dass der Pflug tief genug in die Erde hineingeht. Wenn er nur über die Oberfläche streift, bekommt man nicht den besten Ackerboden.
Wir möchten gerne, dass Gott uns neu belebt, nicht wahr? Aber dass es bitte schnell geht. Dass wir das Unangenehme schnell hinter uns haben. Wir wollen nicht, dass Gott zu tief in unseren Herzen gräbt. Was könnte er dort aufdecken?
Was könnte da an die Oberfläche kommen? Das kann erschreckend sein. Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, wenn die Erde ca. 20 bis 25 Zentimeter weit unten Gefühle hätte und sagen würde: „Au! Das tut weh! Warum lässt du mich nicht in Ruhe? Es ging mir gut hier unten. Alles war okay, bis dieser Pflug daherkam und alles in meinem Leben auf den Kopf stellte.“
Es wird Zeiten im Verlauf der Erweckung geben, wo du denken wirst: „Warum habe ich mir das überhaupt angetan? Warum habe ich damit angefangen? Warum muss das alles herauskommen? Warum diese Pflüge-Arbeit? Es tut weh!“
Möchtest du eine Ernte der Gerechtigkeit erleben? Möchtest du Freude persönlicher Erweckung erfahren? Dann erlaube dem Pflug, seine Arbeit zu tun.
Nun, das ist nur der erste Teil, den brachliegenden oder ungepflügten Boden aufzubrechen. Das Eggen stellt den zweiten Teil dar. Ein weiteres Gerät, die Egge, wird eingesetzt. Sie geht über den frisch gepflügten Boden und zerkleinert die Klumpen oder Schollen. Es ist ein Verfeinerungsschritt, der die Erde in kleine Brocken aufbricht und so für die Aufnahme der Saat vorbereitet. Der Boden wird dadurch weich, und auch hier gilt: Das kann weh tun.
Kennst du solche Erdschollen, die aufgebrochen werden müssen? Es gibt sie in unserem Leben, diese harten Brocken oder auch dornigen Stellen.
Dann sind da die Stellen voller Steine, die umgegraben werden müssen. Und ich kann dir sagen, es tut weh, wenn der Geist Gottes mit seiner Arbeit des Pflügens und Eggens beginnt. Wir fühlen uns bloßgestellt. Wir sind uns nicht sicher, ob wir wirklich da durchgehen wollen, aber wenn wir uns dem Prozess des Pflügens widersetzen, wird es niemals zu einer Ernte der Gerechtigkeit kommen.
Dieser ganze Vorgang erfordert Geduld. Auf die Ernte zu warten heißt Pflügen, Säen, Warten, Kultivieren, Unkraut entfernen. Das Ganze zieht sich über eine gesamte Saison hin, einen Großteil des Jahres. Man muss abwarten, und es kann sein, dass man manchmal denkt, es passiert nichts. Es wird Zeiten geben, in denen du den Herrn suchen und sagen wirst: „Ich habs versucht. Es funktioniert einfach nicht.“
Warte! Die Zeit des Pflügens ist lang, und zu manchen Zeiten wird sie schwer zu ertragen sein. Ich will dich jetzt nur warnen, nicht, um dich abzuschrecken, sondern damit du dich darauf einstellen kannst. Es ist normal. Es ist okay. Es ist ein guter Teil des Prozesses, und ein notwendiger.
Ich möchte dich fragen, ob du bereit bist, Gott in den kommenden Wochen dein Leben anzuvertrauen. Sprich zu ihm: „Herr, ich vertraue darauf, dass Du weißt, was Du tust, dass Dein Heiliger Geist genau weiß, wie tief er graben muss, wie fein diese Erdklumpen sein müssen und was an die Oberfläche gebracht werden muss.“ Und sag ihm auch: „Herr, ich möchte Dich machen lassen, was immer Du für nötig hältst in meinem Leben.“
Was ich dir sagen möchte: Habe Geduld und warte auf den Herrn, und lass ihn diese Arbeit tun – und, übrigens, du kannst sie nicht selbst tun – Gott muss sie tun. Der Bauer kann alles Mögliche richtig machen, aber letztlich ist er abhängig davon, dass Gott den Regen und die Sonne schickt und die Ernte herbeibringt. Es ist übernatürlich, aber während du auf den Herrn wartest und ihn die brachliegenden Gebiete deines Herzens umpflügen und sein Wort in den Boden deines Herzens säen lässt, hast du die Verheißung, dass es eine Ernte der Gerechtigkeit geben wird.
Lea: Nancy hat den Vorgang der Erweckung beschrieben. Er kann schwierig, aber gleichzeitig extrem gewinnbringend sein. Nancy wird gleich noch mit uns für diesen Prozess der Erweckung in uns beten.
Wir befinden uns in der Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. Darin geht es um die Freude persönlicher Erweckung. Und diese Sendereihe hat eine Besonderheit. Sie ist in zwölf Themen aufgeteilt, die jeweils in fünf Folgen behandelt werden. So befassen sich die ersten fünf Folgen mit dem Thema „Erweckung - Wer braucht sie?“ Das zweite Thema wird sein: „Demut - Zu Gott kommen nach seinen Bedingungen“, und das dritte Thema: „Aufrichtigkeit - Schweigen ist nicht immer Gold“.
Jedes Thema dieser Sendereihe entspricht einem Kapitel bzw. einer Lektion in dem Studienkurs, den Nancy mit Tim Grissom unter dem Titel Neu belebt von Ihm - Seeking Him geschrieben hat. Wenn du diesen Kurs machst, werden einige schwierige Fragen auf dich zukommen, so war es zumindest bei mir. Vielleicht werden ein paar Dinge aufgedeckt, die bisher ungeklärt geblieben sind.
Genauso wie der Prozess der Erweckung kann auch das Durcharbeiten dieses Studienkurses schwierig und dabei gleichzeitig sehr gewinnbringend sein. Du wirst feststellen, dass die Zeit, die du mit dem Studienkurs Neu belebt von Ihm - Seeking Him verbringst, eine gute Investition ist.
Das Wort „beleben“ deutet darauf hin, dass jemand belebt oder wieder-belebt wird. Wenn wir also davon sprechen, dass wir Erweckung oder Neubelebung brauchen, meinen wir damit eigentlich die Gemeinde Jesu, die erweckt werden muss, und nicht die allgemeine Gesellschaft. In der nächsten Folge werden wir mehr darüber hören. Und hier ist jetzt wieder Nancy mit ihrem Abschlussgebet:
Nancy: Danke, Herr, dass Du vertrauenswürdig bist und dass Dein Geist genau weiß, was jedes einzelne Herz nötig hat. O Herr, ich bete dafür, dass Du den Boden unserer Herzen für die nächsten Wochen vorbereitest, um Dich zu suchen. Mach unsere Herzen weich und bereit, Dich aufzunehmen. Ach, dass wir nicht zurückweichen und Deinem Pflug widerstehen. Mögen wir ihn so tief pflügen lassen, wie es nötig ist.
Decke die Bereiche unseres Herzens auf, die noch im Dunkeln sind. Zeig uns, was Du siehst! Läutere uns und streue den Samen Deines Wortes in uns aus. Und, Herr, bitte bring Du in unserem Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden und in unserem Land und überall auf der Welt eine große Ernte herbei und die Frucht der Liebe und Gerechtigkeit! Wir bitten in Jesu Namen. Amen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.