Nancy DeMoss Wolgemuth: Oft suchen wir den Herrn erst, wenn wir in Not sind. Wenn du Geld auf dem Konto hast und die Sonne scheint, wenn dein Mann ganz verrückt nach dir ist und die Kinder dich lieb haben und gehorsam sind und alles prima läuft, hast du dann nicht weniger den Drang, auf die Knie zu gehen?
Lea Köster: Hallo, hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wohlgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Heute hörst du die zweite Folge unserer Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. In dieser Folge werden wir uns die Frage stellen: Warum sollen wir Gott suchen? Zu Beginn erinnert uns Nancy an ein wichtiges Ereignis, das vor ca. 150 Jahren stattfand.
Nancy: Es war in den Jahren 1857 bis 1910, in denen der Herr in den USA auf außergewöhnliche Weise wirkte. Historiker sprechen von dieser Zeit als der Dritten Großen …
Nancy DeMoss Wolgemuth: Oft suchen wir den Herrn erst, wenn wir in Not sind. Wenn du Geld auf dem Konto hast und die Sonne scheint, wenn dein Mann ganz verrückt nach dir ist und die Kinder dich lieb haben und gehorsam sind und alles prima läuft, hast du dann nicht weniger den Drang, auf die Knie zu gehen?
Lea Köster: Hallo, hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wohlgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Heute hörst du die zweite Folge unserer Serie „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“. In dieser Folge werden wir uns die Frage stellen: Warum sollen wir Gott suchen? Zu Beginn erinnert uns Nancy an ein wichtiges Ereignis, das vor ca. 150 Jahren stattfand.
Nancy: Es war in den Jahren 1857 bis 1910, in denen der Herr in den USA auf außergewöhnliche Weise wirkte. Historiker sprechen von dieser Zeit als der Dritten Großen Erweckungsbewegung oder auch der Großen Gebetserweckung. Sie begann in New York City.
In den nächsten Wochen werden wir mehr von dieser großen Erweckung berichten. Wenn du diese Geschichte noch nicht gehört hast, solltest du sie nicht verpassen! Wir werden in den nächsten Folgen versuchen, dir eine Vorstellung davon zu vermitteln, was Gott in jenen Tagen, Wochen und Monaten tat. Nicht nur in Nordamerika, sondern als Folge davon auch auf anderen Kontinenten.
Diese Erweckung ist als Große Gebetserweckung in die Geschichte eingegangen. Damals, vor ca. 150 Jahren, geschah es, dass Menschen, die auf Reichtum und Wohlstand aus waren – sie waren infolge der Industriellen Revolution über Nacht reich geworden – plötzlich sahen diese Menschen keinen Ausweg mehr. Ein großer finanzieller Crash – eine Finanzkrise – versetzte sie in Panik. Auf einmal fragten sie verzweifelt nach Gott. Menschen, die nicht einmal an Gott gedacht hatten, füllten nun die Kirchen und beteten und suchten den Herrn aus tiefstem Herzen. Weißt du, warum? Weil sie nicht wussten, wohin sie sich sonst wenden sollten. Sie waren verzweifelt.
Und wenn wir uns in der nächsten Zeit an die Große Gebetserweckung von 1857/1858 zurückerinnern, ist es unser Gebet, dass Gott sein Volk noch einmal so dazu bewegt, ihn ernsthaft zu suchen.
Vielleicht gibt es gerade etwas in deinem eigenen Leben, wo du Gott dringend brauchst; etwas, das dich ans Ende deiner eigenen Möglichkeiten bringt und dazu auszurufen: „Herr, ich habe niemand anderen, zu dem ich gehen kann. Ich komme zu Dir. Ich suche Dich von ganzem Herzen.“
Wir möchten also diese Reihe vorstellen und fragen: Was heißt es, den Herrn zu suchen? Und warum sollten wir ihn suchen? Bei all den Dingen, die unsere Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen, bei allem, was unsere To-Do-Listen füllt, was vor uns liegt und unsere Zeit und Kraft beansprucht… Warum sich darauf konzentrieren, den Herrn zu suchen?
Nun, ein guter Grund ist, dass er Gott ist. Es gibt niemanden wie ihn. Alles, was wir brauchen, ist in ihm. Wenn du ihn hast, hast du alles, was du brauchst. Wenn du den Herrn findest, wird sich alles andere fügen. Er hat Vorrang vor allem anderen, die Hauptsache in unserem Leben ist, ihn zu suchen.
Und wenn wir den Herrn suchen, richten wir unsere Augen und unsere Hoffnung auf das, was ewig ist, anstatt auf das Zeitliche. Findest du nicht auch, dass in unserem täglichen Leben so viel Zeit und Energie auf Dinge verwendet wird, die nicht bleiben? Auf Dinge, die in einem oder zwei Jahren oder darunter überhaupt keine Rolle spielen?
Nun, einige dieser Dinge musst du tun. Deine Kinder brauchen heute etwas zu essen. Sie brauchen Kleidung für die Schule. Aber manche dieser Dinge sind zu unserer Hauptbeschäftigung geworden, wir sind darauf fixiert, wir sind in die Dinge dieser Welt verstrickt. Unsere Augen blicken so sehr hinab auf diese Erde, dass wir die Ewigkeit ganz vergessen. Wir vergessen die Dinge, auf die es wirklich ankommt.
Wenn wir also Gott suchen, heben wir unsere Augen auf und richten uns aus auf das, was bleibt. Wir suchen ihn, weil wir erkennen, dass es außerhalb von ihm keine Hoffnung gibt. Ich habe keine Hoffnung. Du hast keine Hoffnung. Deine Gemeinde und deine Familie haben keine Hoffnung. Diese Welt hat keine Hoffnung. Unser Land hat keine Hoffnung, außer beim Herrn.
Wenn ich mich so umsehe und über die Nachrichten und Themen nachdenke, die in den letzten Tagen hier und in der Welt aufkamen… Ich habe kürzlich mit einer Freundin über einige der Tragödien gesprochen, die sich gerade in der Welt abspielen und über die Ratlosigkeit und die Schlagzeilen in den Medien. Und wir konnten uns nur anschauen und sagen: „Es ist ein totales Chaos. Es ist zum Verzweifeln.“
Und ein Satz kam mir in den Sinn. Er steht in Psalm 82,5: „Es wanken alle Grundfesten der Erde!“ Sie sind nicht mehr richtig ausgerichtet. „Es wanken alle Grundfesten der Erde!“ In der Neuen Genfer Übersetzung heißt es: „Aber es fehlt ihnen an Einsicht und Erkenntnis, in Finsternis gehen sie ihren Weg. Da geraten sogar die Fundamente der Erde ins Wanken!“
Und findest du nicht auch, dass das wahr ist? Noch vor ein paar Jahren hätten die meisten von uns es sich nicht träumen lassen, was uns heute beschäftigt. Dinge, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie in den Schlagzeilen lesen oder in den Nachrichten hören würden, passieren da, wo wir leben. Die Fundamente der Erde, die Dinge, die wir für sicher hielten, sind ins Wanken geraten.
Es gibt nur eine unerschütterliche, ewige Realität, und das ist Gott selbst. Darum suchen wir ihn. Wohin sollen wir uns sonst wenden? Alle anderen Dinge, die wir versucht haben, funktionieren nicht. Sie sind nicht ausreichend. Sie lösen unsere Probleme nicht.
Ich weiß das von den Mails von unseren Hörerinnen, die ich gelesen habe: Die Leute sind verzweifelt. All die Bücher, die sie gelesen und die Berater, die sie aufgesucht haben, die Programme, die sie ausprobiert haben, sie funktionieren nicht. Wie es in einem englischen Kinderreim heißt: „Hampti, Dampti, ein schneeweißes Ei, fiel von der Mauer und brach entzwei. Der König schickt Ritter mit Pferd und mit Lanz, doch wer von den Herren macht ein Ei wieder ganz?“[mfn]Ein bekannter Kinderreim in den USA[/mfn]
Aber Gott. Er ist der Gott, der Wunder tut. Er ist der Gott der Auferstehung. Er ist der Gott des Unmöglichen. Darum suchen wir ihn.
Wo wir von Schlagzeilen sprechen: Selbst die besten Wirtschaftswissenschaftler geben zu, dass sie im Grunde keine langfristigen Lösungen für das Versagen unserer Wirtschaft haben. Es wird wieder Wahlen geben, und es stehen wichtige Themen zur Debatte, aber ich versichere euch: Keine politische Partei, kein Bundeskanzler, kein Präsident und kein Gesetz kann unsere größten Probleme lösen und unsere tiefsten Bedürfnisse erfüllen. Wie bedeutend sie auch sind; sie können nicht das tun, was nur Gott allein tun kann.
Ein Freund von mir, Jerry Kirk, ist ein älterer, gottesfürchtiger Mann. Er war lange Zeit Pastor und ist nun schon seit vielen Jahren Vorsitzender der US-amerikanischen Initiative gegen Pornografie. Er kennt diesen Sumpf und diesen entsetzlichen Kampf aus der Nähe.
Vor einigen Jahren sagte er mir, als wir über den Kampf gegen Pornografie sprachen, der durch die Internetpornografie nur noch härter geworden ist – und es ist mir hängengeblieben. „Nancy“, sagte er, „in dieser moralischen Krise, in der sich unser Land befindet, gibt es keine Hoffnung, es sei denn die Gemeinde wird wirklich erweckt.“ Es gibt sonst keine Hoffnung.
Darum, sagte er, investieren sie als eine Organisation, die gegen Pornographie kämpft, etwa 90% ihrer Anstrengungen in die Gemeinde. Denn wenn das Volk Gottes anfängt, ihn zu suchen, wird er eingreifen.
Ich denke an die Bedrohung durch den Islamismus. Militanter Faschismus auf der ganzen Welt, den es nicht nur irgendwo weit weg gibt, sondern auf unserem eigenen Grund und Boden. Das ist eine sehr reale Bedrohung. Wir haben es an vielen verschiedenen Fronten mit gewaltigen Mächten der Bosheit und Finsternis zu tun, angeführt von Satan selbst.
Ich sage euch, dass selbst die stärkste Militärmaschinerie der Welt nicht ausreichend ist, unsere Nation oder irgendein anderes Land gegen die Mächte des Bösen zu verteidigen. Nur Gott kann das tun. Darum müssen wir ihn suchen.
In 2. Chronik 14 im Alten Testament lesen wir die Geschichte eines Königs namens Asa. Er war König von Juda. Er war der Urenkel von König Salomo. In den Kapiteln 14 bis 16 gibt es mindestens acht Stellen, in denen dies „den Herrn suchen“ vorkommt.
Ich möchte mehrere Verse lesen und fange in 2. Chronik 14,1 an: „Und Asa tat, was gut und recht war vor dem HERRN, seinem Gott. Denn er entfernte die fremden Altäre und die Höhen und zerbrach die Gedenksteine und hieb die Aschera-Standbilder um – also die Götzenbilder –, und er gebot Juda, den HERRN [...] zu suchen [...]“ (Verse1-2).
Kein Götzendienst mehr und keine heidnischen Götter mehr. Er befahl ihnen: „Es ist an der Zeit, den Herrn zu suchen.“ Es heißt in 2. Chronik 14,3: „Er gebot Juda, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen und nach dem Gesetz und Gebot zu handeln.“
Und in Vers 8: „Aber Serach, der Kuschit, zog aus gegen sie mit einem Heer von tausendmal tausend, dazu 300 Streitwagen [...].“ Das ist also eine gewaltige Bedrohung. Eine militärische Macht, die das Volk Juda einfach niedermähen würde, würde Gott nicht eingreifen.
Aber Gott greift ein. Wie es in Vers 10 heißt: „Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an [und was sagte er?]: Hilf uns HERR, unser Gott, denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diesen Haufen gezogen! Du, HERR, bist unser Gott! Vor dir behält der Sterbliche keine Kraft!“ So besiegte der HERR die Äthiopier. Juda hätte das nicht tun können, aber der Herr konnte es, und er tat es. „Da schlug der HERR die Kuschiter vor Asa und vor Juda, sodass die Kuschiten flohen“ (Vers 11).
Und nun 2. Chronik 15, Vers 1: „Und der Geist Gottes kam auf Asarja, den Sohn Odeds; und er ging hinaus, Asa entgegen, und sprach zu ihm: Hört mir zu, Asa, und ganz Juda und Benjamin! Der HERR ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, so wird er sich von euch finden lassen; wenn ihr ihn aber verlasst, so wird er euch auch verlassen“ (Verse 1-2).
Meine Damen, das sind unsere zwei Optionen. Entweder suchen wir den Herrn, oder wir verlassen ihn. Es gibt keinen Mittelweg oder eine Grauzone. Man kann nicht geistlich irgendwo dazwischen sein. Wenn du den Herrn nicht aktiv suchst, dann verlässt du ihn. Der Prophet sagte zu König Asa, dem König von Juda: „Wenn du den Herrn suchst, wird er sich von dir finden lassen. Er wird dich nicht im Stich lassen. Er wird dich nicht verlassen. Er wird dir helfen. Aber wenn du ihn verlässt, wird er dich verlassen.“
Vers 3 und 4: „Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne einen lehrenden Priester, und ohne Gesetz. Als es aber in seiner Not zu dem HERRN, dem Gott Israels, umkehrte und ihn suchte, da ließ er sich von ihnen finden.“
Hast du bemerkt, wann sie ihn gesucht haben? Sie suchten ihn, als sie in Bedrängnis waren. Ich denke, es ist traurig, aber trotzdem wahr, dass wir oft den Herrn erst dann suchen, wenn wir in Not sind.
Wenn du Geld auf dem Konto hast und die Sonne scheint, wenn dein Mann ganz verrückt nach dir ist und die Kinder dich lieb haben und gehorsam sind; wenn alles prima läuft, hast du dann nicht weniger den Drang, auf die Knie zu gehen? Es ist Verzweiflung, eine Notlage.
Wenn du also in Not bist, und ich weiß, viele unserer Hörerinnen sind in Not – ich lese das in den Mails. Ich höre diese Herzensschreie, die Not und die Verzweiflung. Und einerseits denke ich dann: „Oh, ich kann mir nicht vorstellen, wie du das schaffst, und ich weiß nicht, was ich dir sagen soll, und es tut mir so leid.“
Aber andererseits denke ich: „Das ist ein guter Ort, an dem du bist.“ Ich wünsche dir das nicht. Und ich hoffe, du wünschst es mir auch nicht. Aber wenn wir eine Notlage brauchen, um den Herrn zu suchen, dann sage ich: „Herr, tu, was auch immer es kostet, und bringe uns in eine Situation, in der wir ernstlich zu Dir rufen und Dich suchen.“ In ihrer Not suchten sie den Herrn. Sie suchten ihn, und er ließ sich von ihnen finden.
Vers 5: „Und in jenen Zeiten hatten die, welche aus- und eingingen, keinen Frieden, sondern es kamen große Schrecken über alle Bewohner der Länder.“
Erinnert das nicht an unsere Zeit? Große Schrecken,Terrorismus. Ich weiß ja nicht einmal, was in den Schlagzeilen sein wird, wenn diese Sendung online geht, aber ich sage euch, es wird nicht besser sein als heute. Auch dann wird es viel Elend geben.
Zu der Zeit, da dieses Programm in verschiedenen Teilen der Welt gesendet wird, wird es viel Not geben – auf der ganzen Welt, in vielen Häusern und Herzen unserer Hörerinnen. Wenn es heute nicht so ist, wird es eines Tages so sein. Die Welt ist so, du kannst dem nicht entkommen. Es ist eine gefallene Welt, es gibt große Schrecken.
Vers 6: „Und ein Volk stieß mit dem anderen zusammen und eine Stadt mit der anderen; denn Gott erschreckte sie durch allerlei Drangsal.“
Ich möchte dir sagen: Hinter vielem, was heute passiert, mag Satan stecken. Er hat Mächte und Gefolgsleute und Völker und Könige und Herrscher und Terroristen und andere Leute, die er als Bauern auf seinem Schachbrett benutzt. Aber: Satan ist letztlich nicht die Macht. Gott ist souverän. Gott sitzt auf dem Thron.
Gott ist derjenige, der die Figuren auf dem Spielbrett bewegt. Er weiß, was er tut. Er weiß, wie er die Fundamente dieser Welt ins Wanken bringt und vielleicht sogar die Grundfesten unseres Lebens, um mich und dich an den Punkt zu bringen, wo wir ihn suchen.
In Vers 7 und 8 fährt der Prophet fort: „Ihr aber, [König Asa und seine Männer] seid stark und lasst eure Hände nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn! Als nun Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hörte, fasste er Mut, und er schaffte die Gräuel hinweg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Bergland von Ephraim erobert hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Halle des HERRN stand.“
Meine Damen, das ist es, was Gott auch bei uns bewirken möchte, wenn wir in Zeiten der Not kommen, in unserer Welt, in unserem Land, bei uns zuhause, bei uns persönlich. Das ist ein Signal. Dann ist es an der Zeit, wo es gilt, uns von unseren Götzen zu trennen und zum Herrn zu rufen, um den Altar des Herrn wieder aufzurichten, der niedergerissen ist, wo wir wirklich anfangen zu beten, unsere Hände zu ihm aufheben und ihn von ganzem Herzen suchen.
Bist du bereit, den Herrn zu suchen? Bist du bedrängt? Bist du unter Druck? Fühlst du dich wie in einem Dampfdrucktopf? Du weißt nicht aus noch ein. Vielleicht ist es deine Ehe. Vielleicht sind es deine Kinder. Vielleicht ist es ein gesundheitliches Problem, oder ein finanzielles. Vielleicht ist es etwas auf der Arbeit. Oder in der Politik in deinem Land oder in einem anderen. Not soll uns dazu bringen, auf die Knie zu gehen und den Herrn zu suchen.
Was hat Asa also getan? Vers 9: „[...] Er versammelte ganz Juda und Benjamin und die Fremdlinge bei ihnen aus Ephraim, Manasse und Simeon; denn eine große Zahl von Leuten lief aus Israel [also dem nördlichen Königreich] zu ihm über, als sie sahen, dass der HERR, sein Gott, mit ihm war.“
Meine Damen, wenn die Menschen sehen, dass Gott und seine Gegenwart auf und mit und in euch ist, werden sie vor eurer Tür stehen; sie werden euch anrufen, Nachrichten schreiben und fragen: „Kannst du mit mir den Herrn suchen? Kannst du mit mir zum Herrn beten?“ Sie werden ihn gemeinsam mit euch suchen wollen.
Und wäre es nicht unfassbar, wenn das Volk Gottes den Herrn so ernsthaft und intensiv suchen würde, dass die Verlorenen um uns herum, Angehörige anderer Religionen, falscher Religionen, Götzenanbeter, Leute, die sich am Rande aufgehalten haben, und bekennende Gemeindemitglieder, die aber keine Beziehung zu Jesus Christus haben, wenn diese uns ansprechen und uns fragen würden: „Wie kann ich den Herrn finden?
Er ist real. Ich sehe ihn in deinem Leben, ich möchte ihn kennenlernen. Ich möchte ihm nachfolgen.“ So sieht Erweckung aus.
Und Vers 10: „Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fünfzehnten Jahr der Regierung Asas. Und sie opferten dem HERRN an jenem Tag von der Beute, die sie mitgebracht hatten, 700 Rinder und 7 000 Schafe. Und sie gingen den Bund ein, dass sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, suchen wollten mit ihrem ganzen Herzen und ihrer ganzen Seele.“
Meine Damen, es ist an der Zeit, dass wir bei uns zuhause, in unseren Familien, in unseren Gemeinden und Ortschaften zusammenkommen, um den Herrn zu suchen.
Auf dem Weg ins Studio heute morgen hat mir der (ehemalige) Leiter von Life Action Ministries erzählt, dass er von einem Treffen von Pastoren und Gemeindegliedern aus drei benachbarten Bezirken in West Michigan (US-Bundesstaat) gehört hatte. Menschen aus verschiedenen Gemeinden waren zusammengekommen, um den Herrn zu suchen; Menschen, die sich niemals zuvor getroffen hatten, geschweige denn dazu, zusammen den Herrn zu suchen. Sie kamen aus verschiedenen Denominationen und hatten einen unterschiedlichen Hintergrund. Aber sie hatten ein Herz und eine Absicht: Sie suchten den Herrn mit ihrem ganzen Herzen und ihrer ganzen Seele.
Wenn ich bete, habe ich eine Sehnsucht danach, dass wir so etwas in der nächsten Zeit in unserem Land erleben dürfen.
Und warte nicht ab, bis dich jemand einlädt. Lade du ein! Schreibe heute noch jemandem und stell die Frage: „Kannst du dir vorstellen, mit mir zusammen den Herrn zu suchen? Wollen wir gemeinsam zu ihm rufen? Lass uns beten! Lass uns für unsere Ehen und Familien beten und für unsere Gemeinde beten!“
Rufe jemanden aus deiner Gemeinde an. Hör auf, an deinem Pastor und den Ältesten und der Jugendgruppe herumzumäkeln. Fallt auf euer Angesicht. Sucht den Herrn gemeinsam und sagt ihm, dass ihr ihn braucht. Geht mit anderen Gläubigen auf die Knie und betet: „Herr, unser Land braucht Dich so sehr!
Keine politische Partei ist in der Lage, unsere Probleme zu lösen. Herr, wir brauchen Dich.“
Vers 15: „Und ganz Juda freute sich über den Eid; denn sie hatten mit ihrem ganzen Herzen geschworen; und sie suchten ihn mit ihrem ganzen Willen [...].“ Ich liebe diesen Satz. Herr, alles, was wir begehren, alles, wonach wir uns sehnen, bist Du. „[...] Sie suchten ihn mit ihrem ganzen Willen; und er ließ sich von ihnen finden. Und der HERR gab ihnen Ruhe ringsumher.“
Klingt das nicht wie etwas, was du gerne hättest? Ruhe. Frieden zuhause. Frieden in dieser Welt. Er kommt, wenn wir den Herrn suchen, und dann schenkt der Herr Ruhe. Darum möchte ich dich jetzt, zu Beginn dieser Sendereihe „Seeking Him - Neu belebt von Ihm“, noch einmal ermutigen, dich Gott zuzuwenden, deine Aufmerksamkeit auf ihn zu richten, ihn ernsthaft zu suchen, für Erweckung zu beten und für unsere Gemeinden zu beten.
Wir haben heute viele gute Gemeinden, aber viele dieser guten Gemeinden tun die Dinge mehr oder weniger pro forma. Es geht alles seinen gewohnten Gang. Wo aber ist da das Feuer Gottes? Wo ist seine Gegenwart? Wo ist die Salbung des Heiligen Geistes auf unseren Pastoren, wenn sie das Wort predigen?
Du sagst: „Ja, ich wünschte, mein Pastor wäre mehr vom Heiligen Geist erfüllt!“ Wie viel hast du dafür gebetet? Wie viel hast du Gott um Salbung gebeten? Hast du den Herrn gesucht, oder nur gesagt: „Pastor, komm und füttere mich und mach mich satt!“? Such nicht deinen Pastor. Such den Herrn für deinen Pastor!
Du sagst: „Mein Mann ist kein geistlicher Leiter.“ Wie viel Zeit hast du auf deinen Knien verbracht und Gott gebeten, das Herz deines Mannes zu sich zu ziehen und zu gewinnen und es zu verwandeln? Such den Herrn!
In Hosea 10,12 heißt es: „(...) Es ist Zeit, den HERRN zu suchen (...)!“ Wofür ist es Zeit? Es ist Zeit, den Herrn zu suchen. Es mag auch die Zeit sein für einige andere Dinge in deinem Leben, aber ich sage dir: Es ist Zeit, den Herrn zu suchen. Wie lange? Bis er kommt. Bis er kommt und Gerechtigkeit regnen lässt auf dich.
Kannst du dir das auch nur vorstellen? O Herr, es sind ein paar Tropfen Gnade um uns herum gefallen, aber Herr, wir flehen Dich an um Regengüsse. Bis er kommt und Gerechtigkeit auf dich regnen lässt.
Lea: Bei unserer Folge heute musste ich an das Lied denken: „Herr wohin sonst sollten wir gehen?“ Keine Sorge, ich werde es euch nicht vorsingen. Es heißt aber darin: „Niemand, kein Mensch, kann uns so viel geben wie du. Du führst uns zum Leben zurück, nur du. Nur du schenkst uns Lebensglück.“
Nancy lädt dich dazu ein, den Herrn gemeinsam mit vielen anderen Frauen intensiv zu suchen, weil nur er Erweckung schenkt.
Dabei kann dir das Kursbuch Neu belebt von Ihm - Seeking Him behilflich sein, das Nancy zusammen mit Tim Grissom verfasst hat. Viele haben durch diesen Kurs eine größere Freiheit erfahren. Sie haben eine neue Leidenschaft für den Herrn bekommen und einen neuen Blick dafür, was es bedeutet, für Gott zu leben.
Und drück jetzt mal die Pause-Taste. Unterbrich deine To-Do-Liste, deine ständige Hetzerei. Lass den Lärm hinter dir und nimm dir jetzt ein paar Minuten Zeit, um darüber nachzudenken, ob du diese Reise unternehmen möchtest.
Wenn du dich aktiv auf die Suche nach Gott machst, bedeutet es für dich, dass du Zeit und Energie investieren musst. Ist es das wert? Lässt sich Gott finden? Nancy wird sich dieser Frage in der nächsten Folge widmen, und hier ist sie jetzt, um mit uns zu beten.
Nancy: O Herr, wieder rufen wir zu Dir, wir brauchen Dich. Wir sehnen uns nach Dir und möchten Dich mit allem, was wir sind, suchen. Danke für Deine Zusage. Wenn wir suchen, werden wir finden.
Herr, ich bete für die Hörerinnen, die in Not und Verzweiflung sind, deren Herz schwer ist, die vielleicht ihre Hoffnung aufgegeben haben. Ich bete, Herr, dass Du die Flamme der Hoffnung in ihren Herzen neu entfachst. Dass Du sie daran erinnerst, dass selbst gegen ein millionenstarkes Heer zu kämpfen für Dich, o Herr, kein Problem ist, wenn wir zu Dir kommen und Dich von ganzem Herzen suchen.
Wir rufen zu Dir und bitten: Herr, komm herab! Komm und begegne uns! Komm und Belebe unsere Herzen! In Jesu Namen. Amen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung
© 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.