Weiterführendes Material zu dieser Folge
Du kannst dieses Thema vertiefen, indem du über die Fragen unter der Rubrik „Jetzt wird’s persönlich“ ganz unten im Text nachdenkst.
Marie Falk: Hast du dich von einer engen Beziehung zum Herrn entfernt? Hier ist Nancy DeMoss Wohlgemuth, gesprochen von Annette Schorre, um dich zu ermutigen, ihn wieder zu suchen.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Sei nicht zufrieden, bis du sagen kannst: „Ich habe den gefunden, den meine Seele liebt.“ Und wenn du ihn gefunden hast, nimm dir in deinem Herzen vor, ihn festzuhalten und nicht mehr loszulassen
Marie: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, Autorin von Ort der Stille.
Falls du eine von Nancys Botschaften zum Hohelied verpasst hast, lohnt es sich auf unserer Website vorbeizuschauen und sie nachzuhören. Sie setzt hier heute fort mit Folge 10 der Reihe „Der Geliebte meiner Seele – Jesus im …
Weiterführendes Material zu dieser Folge
Du kannst dieses Thema vertiefen, indem du über die Fragen unter der Rubrik „Jetzt wird’s persönlich“ ganz unten im Text nachdenkst.
Marie Falk: Hast du dich von einer engen Beziehung zum Herrn entfernt? Hier ist Nancy DeMoss Wohlgemuth, gesprochen von Annette Schorre, um dich zu ermutigen, ihn wieder zu suchen.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Sei nicht zufrieden, bis du sagen kannst: „Ich habe den gefunden, den meine Seele liebt.“ Und wenn du ihn gefunden hast, nimm dir in deinem Herzen vor, ihn festzuhalten und nicht mehr loszulassen
Marie: Herzlich willkommen bei Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, Autorin von Ort der Stille.
Falls du eine von Nancys Botschaften zum Hohelied verpasst hast, lohnt es sich auf unserer Website vorbeizuschauen und sie nachzuhören. Sie setzt hier heute fort mit Folge 10 der Reihe „Der Geliebte meiner Seele – Jesus im Hohelied“.
Nancy: Nun, wenn wir in unserer Reihe durch das Hohelied fortfahren, möchte ich daran erinnern, dass dieses Buch nicht unbedingt eine chronologische Erzählung ist. Es enthält keinen Handlungsverlauf, wie wir ihn in einem Film oder einem Theaterstück erwarten würden. Es ist ein poetisches Buch, ein Liebeslied. Es gibt ganz persönliche Einblicke in eine Liebesbeziehung weiter.
Während wir miteinander durch dieses Buch gehen, gewinnen wir einige erstaunliche, wunderbare und praktische, wertvolle Erkenntnisse in Bezug auf die Ehe zwischen zwei Menschen. Aber wie ich bereits in den vorigen Folgen erwähnt habe, weist die menschliche Ehe auf eine andere Ehe hin – auf die geistliche Liebesbeziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde.
Im ersten Abschnitt bis Kapitel 2,7 sahen wir die anfängliche Liebe oder die „Erste Liebe“. So haben wir auch diesen Abschnitt genannt. Diese Liebe war frisch und lebendig. Sie war leidenschaftlich, ekstatisch. Es war die „anfängliche Liebe“.
Jetzt sind wir im zweiten Teil, der in Kapitel 2,8 beginnt und bis zu Kapitel 3,5 geht, wir haben ihn „unbeachtete Liebe“ genannt. Du erinnerst dich vielleicht, dass der Bräutigam seine Braut aufforderte, sich aufzumachen aus diesem Gemach, wo sie diese besondere, intime Gemeinschaft genossen hatten und mit ihm auf die Berge und Hügel zu gehen – hinein in die alltäglichen Situationen und in das Arbeitsfeld des Bräutigams.
Dann sahen wir am Ende von Kapitel 2, dass die Braut auf die Initiative des Bräutigams anscheinend nicht einging. Sie zog es vor, dort zu bleiben, wo sie war. Dort war es für sie sicher, ungefährlich, bequem – sie brauchte kein Risiko einzugehen. Das war das Thema der letzten Folge.
Wir sprachen darüber, wie wir Ähnliches auch auf unserem Weg mit dem Herrn erleben, denn er ruft uns auf, mit ihm, im Bilde gesprochen, über Berge zu springen und Hügel zu hüpfen (vergleiche Hohelied 2,8). Und wir antworten ihm dann manchmal: „Nein, nein, das schaff ich nicht. Du kannst gehen, aber ich bleibe hier.“ Wir möchten nichts riskieren.
Wenn wir heute zu Kapitel 3 kommen, die ersten fünf Verse, werden wir einige Konsequenzen sehen, die das zögerliche Verhalten der Braut mit sich brachte.
Nun, viele verstehen diesen Abschnitt als die Nacherzählung eines schlechten Traumes, den die Braut hatte. Und vielleicht haben sie Recht. Aber ob es sich nun um einen Traum handelt oder um ein tatsächliches Erlebnis - es liegt auf der Hand, dass dieser Abschnitt eine Störung in der Beziehung zu ihrem Geliebten beschreibt, die sie wirklich genossen hatte. Es ist ein starker Kontrast erkennbar zwischen dieser Szene, die wir uns heute anschauen werden, und dem, was zuvor geschah, wo wir die beiden in lieblicher Zweisamkeit sahen.
Gehen wir also zu Hohelied 3,1-5: „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt.“
Ich möchte hier kurz innehalten. Diese vier Worte „den meine Seele liebt“ kommen in den ersten vier Versen dieses Kapitels vier Mal vor – „den meine Seele liebt“. Übrigens, wenn du die Bibel studierst, markiere wiederkehrende Satzteile oder Formulierungen in einem Abschnitt. Das ist hilfreich, um herauszufinden, was der Hauptgedanke ist. Hier ist es der Satzteil: „...den meine Seele liebt“. So nennt sie ihn. Und sie sagt:
Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. „Ich will doch aufstehen und in der Stadt umherlaufen, auf den Straßen und Plätzen; ich will ihn suchen, den meine Seele liebt!“. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Mich fanden die Wächter, welche die Runde machten in der Stadt: Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt? Kaum war ich an ihnen vorübergegangen, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los (Verse 3-4).
Bis hierher erst einmal. Dieser Abschnitt ließe sich mit drei Worten umreißen: Vermissen. Suchen. Finden. Sie vermisst den, den ihre Seele liebt, sie sucht ihn, und sie findet ihn.
Ich denke, dieser Abschnitt gibt uns Einblicke in Phasen einer Ehe, wo die vertraute Beziehung unterbrochen ist – wir erfahren etwas über Vermissen dieser Nähe, das Suchen dieser Nähe und das Wiederfinden dieser Nähe. Und wir erhalten auch Einblicke in Phasen unseres Lebens mit dem Herrn, wenn unsere Gemeinschaft mit Christus vielleicht unterbrochen ist und wir die Nähe zu ihm nicht so erleben, wie es einst war.
Also, Vers 1, wir finden die Braut auf dem Bett liegend – „Auf meinem Lager zur Nachtzeit“ (ELB). Wir wissen nicht, ob sie träumt oder ob sie wach ist, aber sie erkennt, dass etwas nicht stimmt. „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt“. Man kann hier schlussfolgern, dass etwas zwischen die beiden gekommen ist; etwas hat sie getrennt.
Nun, vielleicht erinnerst du dich, dass am Ende von Kapitel 2 von den zerklüfteten Bergen, den „Bergen von Bether“, die Rede war. Bether bedeutet „Trennung“. „Geh du nur auf die Berge. Ich bleibe hier.“ Nun, er geht tatsächlich auf die Berge. Aber sie macht sich nicht auf, sie geht nicht unmittelbar mit ihm, wozu er sie aufgerufen hatte. Sie findet sich also alleine auf ihrem Lager wieder, ihren Geliebten vermissend. Und sie vermisst ihn wirklich.
Sie hat seine Gesellschaft verloren, die liebliche Gemeinschaft, die sie einst miteinander hatten. In der Schlachter Übersetzung steht das Wort „Nacht“ im Plural. „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt“ – Nacht für Nacht, nicht nur einen Moment, sondern eine längere Zeit.
Sie vermisste ihn. Ihre Gemeinschaft war nicht so lieblich und vertraut, wie sie vormals war. Sie hatte gedacht, es sei wunderbar, dort in dem Schlafgemach zu bleiben, aber nun war er hinausgegangen, auf die Berge und Hügel und in die Umstände des alltäglichen Lebens. Sie war zurückgeblieben; und nun begreift sie, dass sie die Vertrautheit mit ihm verloren hat, die ihr so viel bedeutete.
Und so fängt sie an, etwas zu unternehmen, um diese Vertrautheit wiederzugewinnen – vermissen und suchen. – Sie vermisst den, den ihre Seele liebt, und sucht ihn. Die Liebe wird immer den Geliebten suchen. Wenn du den, den du liebst, verlierst, willst du, dass die Beziehung wiederhergestellt wird. Die Braut gibt sich nicht damit zufrieden, ohne ihn zu sein. Sie will nicht, dass dieser Zustand anhält.
Weißt du, ein Kennzeichen davon, dass du ein Eigentum Jesu bist, dass du zu Christus gehörst, ist, dass du anfängst ihn zu suchen, wenn du das Bewusstsein seiner Nähe verlierst. Du unternimmst etwas, um diese Gemeinschaft wiederherzustellen.
Charles Spurgeon sagte es so: „Die Liebe kann es nicht ertragen, wenn da eine Distanz zu dem Geliebten ist. Wenn die Liebe zu Jesus Christus echt ist, können wir es nicht ertragen, fern von ihm zu sein.“
Nun, sie sagt: „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich ihn, den meine Seele liebt.“ Jetzt könnte man sagen: „Es ist ziemlich offensichtlich, dass er nicht da ist. Warum suchst du ihn auf deinem Lager?“ Nun, sie fängt da an, wo sie ist. Das ist der Teil der Suche, der ziemlich bequem ist. Es ist keine große Anstrengung nötig. Sie muss sich nur umdrehen und schauen, ob er da ist. „Hab ich ihn vielleicht einfach nicht gesehen? Ist er irgendwo da auf diesem großen Bett?“ Sie ist besorgt, aber sie ist noch nicht wirklich verzweifelt.
Deshalb sagt sie: „Ich suchte ihn.“ Und wo suchte sie ihn? Auf ihrem Lager: „Aber ich fand ihn nicht. Er ist nicht da.“
Nun, in diesem ganzen Abschnitt sehen wir eine Braut, die ehrlich ist. Sie gibt nicht vor, etwas zu haben, wovon sie weiß, dass sie es in Wirklichkeit nicht hat. „Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.“
Wir hatten ja alle schon solche Zeiten. Ich kenne sie – es ist oft so gewesen, – dass mein Herz kalt ist. Da ist ein Abstand zwischen mir und dem Herrn. Es gibt einen Riss in meiner Beziehung zu ihm, die Gemeinschaft ist gestört. Wir kennen das doch alle – wir gehen zum Gottesdienst, wir halten unsere Stille Zeit, und nachher haben wir das Gefühl, dass wir dem Herrn nicht wirklich begegnet sind.
Wenn das der Fall ist, täusche nichts vor. Sei ehrlich. Sei ehrlich gegenüber dem Herrn. Sei auch ehrlich gegenüber einigen guten Freunden und sage: „Ich brauche den Herrn, aber ich spüre seine Gegenwart in meinem Leben gerade nicht.“
Nun, auch Folgendes wird deutlich: Wenn wir es aufschieben, auf seinen Aufruf zu antworten – so wie die Braut es in dem vorigen Abschnitt tat – ist es vielleicht schwieriger, ihn zu finden, wenn wir uns dann auf die Suche gemacht haben. Es ist besser – so viel besser – gleich zu reagieren, sobald er ruft.
Diese Braut erlebt nicht sofort die Wiederherstellung der engen Beziehung. Und wenn wir einmal die vertraute Nähe mit unserem Geliebten verloren haben, werden wir sie nicht immer sogleich finden, sobald wir anfangen zu suchen.
Wenn ich auf die Jahre meines Weges mit dem Herrn zurückblicke, dann bin ich davon überzeugt, dass unsere Enttäuschung und unsere nicht erfüllte Sehnsucht nach Christus uns noch verzweifelter nach ihm fragen lassen. Sie bringen uns dazu, ihn noch entschiedener zu suchen.
Wir haben hier also eine Braut, die sich nicht damit zufrieden gibt, ohne ihn weiterzumachen. Sie ist nicht bereit, in diesem getrennten Zustand zu bleiben. Deshalb sagt sie in Vers 2: „Ich will doch aufstehen.“ Sie gibt nicht auf. Sie legt sich nicht einfach wieder schlafen oder sagt: „Ich warte mal bis morgen früh, dann werde ich anfangen, ihn zu suchen.“ Sie steht auf. Sie beschließt, alles zu tun, was es auch kostet, um ihn zu finden.
Du erinnerst dich vielleicht, im vorigen Kapitel sagte er zu ihr: „Mach dich auf, meine Freundin, komm her, meine Schöne!“ Nun ist sie schlussendlich bereit aufzustehen und sich in Bewegung zu setzen, von ihrem Lager aufzustehen – und das während der Nacht. Sie ist bereit, ihren Schlaf zu opfern. Sie ist bereit, bewusst etwas zu unternehmen, um ihn zu finden.
Das erinnert mich an den verlorenen Sohn in Lukas 15, der dort in seiner Situation im Schweinestall zur Besinnung kam und zu sich selbst sagte: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen“ (Vers 18). Das ist ein Beispiel für ein reumütiges Herz. „Ich stehe auf. Ich werde alles tun, was auch nötig ist, um ihn zu finden.“
Als ich über diese Stelle nachdachte, fragte ich mich: Ob die Braut sich wohl gewünscht hat, sie hätte sich schon früher aufgemacht, als er sie das erste Mal rief?
Doch wenn ich mich auch früher nicht aufgemacht habe … jetzt ist die Zeit! Und so antwortet sie endlich: „Ich will doch aufstehen.“
Ich frage mich: Wie oft wollte sich Gott wohl schon von uns finden lassen, aber wir haben uns nur umgedreht und sind wieder eingeschlafen? Weißt du, wir werden ihn vermutlich nicht finden, solange wir nicht bereit sind, uns aufzumachen – uns aufzumachen, aufzustehen aus unseren derzeitigen Umständen und dann rausgehen und bewusste Schritte tun, um ihn zu finden.
Das ist es, was sie tut. „Ich will doch aufstehen und in der Stadt umherlaufen, auf den Straßen und Plätzen; ich will ihn suchen, den meine Seele liebt!“
Nun, in diesem Vers sehen wir eine intensivere Suche. Sie fängt damit an, auf ihrem Lager zu suchen. Dort kann sie ihn nicht finden. Also sagt sie: „Ich stehe auf und gehe in die Stadt, auf die Straßen und Plätze.“ Man hat den Eindruck, sie gibt eine umfassende Fahndung nach einer vermissten Person heraus. „Ich MUSS ihn finden!“ Das ist eine entschlossene, zielgerichtete Suche. Im Wesentlichen sagt sie: „Ich werde nicht aufhören, bis ich ihn gefunden habe!“. Sie wird ihn weiter suchen.
Wir erinnern uns, es ist mitten in der Nacht. Das ist nicht unbedingt die einfachste Zeit, um jemanden zu finden, der verloren gegangen ist. Aber das schreckt sie nicht ab. Es schreckte sie im vorherigen Kapitel ab, da sagte sie: „Es ist Abend. Bis die Schatten fliehen, geh du nur auf diese Berge.“ Aber jetzt ist es Nacht und sie sagt: „Ich muss tun, was immer nötig ist. Ich kann nicht ohne meinen Geliebten bleiben.“
Sie muss jeden Platz überprüfen, an dem er sein könnte. Das ist eine gründliche, gezielte Suche. „Auf den Straßen und Plätzen; ich will ihn suchen, den meine Seele liebt!“
Und diese gründliche, gezielte, bewusste, intensive Suche ist oft vonnöten, wenn wir uns nach wiederhergestellter Gemeinschaft mit unserem Herrn sehnen. Es passiert nicht einfach von selbst, dass du ihn wieder findest, wenn du die innige Beziehung mit ihm verloren hast.
Wir müssen bereit sein, unsere Aufmerksamkeit von anderen rivalisierenden Wünschen abzuwenden und uns darauf fokussieren, ihn finden zu wollen. Du kannst nicht den suchen, den deine Seele liebt, während du noch andere Dinge suchst.
Ich bin davon überzeugt, dass der Lärm, die Technologie, die Spiele und die Freizeitbeschäftigungen, die wir heutzutage haben, ein großer Grund dafür sind, warum so wenige Christen eine enge Beziehung mit dem Herrn erleben – Fernsehen, Filme, WhatsApp, Social Media, übermäßiges Interesse an Nachrichten. Ich sage nicht, dass diese Dinge grundsätzlich schlecht sind, aber die ständige Einwirkung dieser Dinge auf unser Leben ist, denke ich, etwas, was uns davon abhält, wirklich seine Stimme zu hören und seine Anwesenheit in unserem Leben zu erfahren, dass er real da ist.
Das ist auch meine eigene Geschichte, mein eigenes Zeugnis. Ich denke daran, wie oft ich Multitasking betreibe (oder es zumindest versuche). Es geht nicht. Man kann in Wahrheit immer nur eine Sache machen. Aber wenn ich versuche, Multitasking zu betreiben, konzentriere ich mich weder richtig auf die eine noch auf die andere Sache. Aber ich gebe zu, es ist so schwierig für mich, ruhig dazusitzen, still zu sein und den Herrn bewusst und aufrichtig zu suchen.
Ich stelle fest, dass ich bereit sein muss, mein Handy wegzulegen – wenn es sein muss, sogar in ein anderes Zimmer – WhatsApp oder was auch immer zu schließen, die Fernbedienung und das Tablet wegzulegen.
Ich habe eine Freundin im Teenageralter, die kürzlich auf Instagram gepostet hat, dass sie jetzt Instagram verlässt, damit sie Fußball spielen kann. Nun, ich habe mit ihrer Mutter gesprochen und dabei herausgefunden, dass der Grund, warum sie „Instagram verlassen“ musste, der war, dass sie ihre Noten verbessern musste. Und Instagram war eine zu große Ablenkung dabei. Wenn sie ihre Noten nicht verbesserte, konnte sie nicht Fußball spielen.
Ich las das und dachte mir: „Würden wir Instagram verlassen, um ihn zu suchen, zu finden und besser kennenzulernen…?“
Ich will jetzt nicht Instagram oder WhatsApp oder was auch immer schlechtreden, außer wenn du dadurch abgelenkt wirst, Christus zu erkennen, ihm nachzufolgen und ihm zu begegnen.
Es gibt ein Andachtsbuch, das ich sehr liebe und über die Jahre oft gelesen habe. The Seeking Heart (Das suchende Herz). Hast du ein suchendes Herz? Oder bist du damit zufrieden, wo du stehst, was du hast und was du bisher über Jesus weißt?
- Wie sehr brauchst du ihn?
- Bist du verzweifelt auf der Suche nach ihm?
- Bist du bereit, im Bilde gesprochen, dein Lager zu verlassen und in die Stadt hinauszugehen?
- Bist du bereit, dir große Mühe zu geben, um ihn zu finden?
- Bist du bereit, Opfer zu bringen, dich nach ihm auszustrecken und Unannehmlichkeiten hinzunehmen?
Was bist du bereit, dir selbst vorzuenthalten, um eine engere Beziehung mit Christus zu haben? Essen? Schlaf? Vergnügen? Manchmal auch Freunde? Ist irgendwas ein zu hoher Preis, um den größten Schatz zu finden – Christus?
Nun, ich sage natürlich nicht, man darf nie mehr essen, schlafen, sich vergnügen oder mit Freunden etwas machen. Aber was ich schon meine, ist, dass viele von uns so gefüllt von all diesen Dingen sind, dass wir keinen starken Appetit mehr auf Christus haben. Wir müssen willens sein. Gott hat mir das deutlich gemacht, als ich dieses Bibelstudium machte, dass es wichtig ist, manche dieser Dinge wegzulassen, auf manche dieser Dinge zu bestimmten Zeiten zu verzichten ... vielleicht nur ein paar Minuten oder Stunden oder vielleicht Tage … um ihn zu suchen.
Nun, ihre Suche wurde noch nicht belohnt. Sie sagt: „Ich ging in die Stadt. Ich ging auf die Straßen und Plätze, um ihn zu suchen. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.“ Das ist das zweite Mal, dass sie das sagt. „Ich suchte ihn.“ Sie sucht.
Hast du dich jemals so gefühlt? Ich suche, aber ich finde ihn nicht.
Ich möchte gerne noch einmal meinen Freund Charles Spurgeon zu Wort kommen lassen, der sagt: „Manchmal kommt selbst die eifrigste Suche nicht sofort an ihr Ziel. Christus hat weise Gründe dafür, wenn er sich manchmal vor seinem suchenden Volk verbirgt.“
Hast du jemals darüber nachgedacht? Ich denke, er möchte, dass wir begreifen, wie sehr wir ihn brauchen und wie viel er uns tatsächlich bedeutet. Und vielleicht möchte er, dass wir realisieren, dass wir so lange voll mit anderen Dingen waren, dass wir diese Dinge erst aus unserem Leben entfernen müssen. Viele von uns müssen erst von dieser Infusion entgiftet werden, die uns die Welt in unser Herz und unseren Geist gepumpt hat. Wir müssen uns neu darauf fokussieren, ihn zu suchen.
Nun, die Braut findet ihn nicht sofort. Es geht nicht ohne einen Prozess. Es braucht Zeit und Mühe. Ich könnte mir vorstellen, dass es zu diesem Zeitpunkt eine Versuchung für sie war, aufzugeben, aber sie gab nicht auf. Ich liebe das an ihr.
Das erinnert mich an eine Mutter, die in einem Einkaufszentrum ihr Kind verloren hat und es nun sucht. Wird diese Mutter aufgeben? Egal wie lange es dauert… viele würden sagen: „Niemals!“ Das gibt uns ein Bild von dieser Braut. „Ich werde nicht aufgeben, ich werde mich nicht aufhalten lassen.“ Ist das die Einstellung, mit der du den Herrn suchst? Wie du deinen Geliebten, Christus, suchst?
In Vers 3 sagt sie: „Mich fanden die Wächter, welche die Runde machten in der Stadt.“ Die Wächter im Hohelied sind, denke ich, ein Bild für geistliche Leiter, Pastoren, gottesfürchtige Männer und Frauen, die auf unsere Seelen Acht haben. Und sie fragt sie: „Habt ihr den gesehen, den meine Seele liebt?“ Sie erkundigt sich also bei anderen, die ihn kennen, bei denen, die mit der geistlichen Fürsorge der Herde Gottes betraut sind. Sie erbittet ihre Hilfe.
Ich finde es schön, dass sie sich nicht schämt oder zu verlegen ist, um um Hilfe zu bitten. „Ich brauche Hilfe! Könnt ihr mir helfen, ihn zu finden?“ Sie schämt sich nicht, ihre Liebe zu bekennen. „Könnt ihr mir helfen, den zu finden, den meine Seele liebt? Habt ihr ihn gesehen?“ Sie steht zu ihrer Sehnsucht, sie drückt sie aus.
Aber wenn wir in diesem Abschnitt weitergehen, wird klar, dass selbst diese Wächter ihr Problem nicht lösen können. Es erinnert mich daran, dass geistliche Leiter ihren Platz haben. Sie sind wichtig. Sie können hilfreich sein. Es ist weise, bei ihnen Rat und Einsicht zu suchen, aber richte deine Erwartung letztlich nicht auf Menschen, dass sie deine Beziehung zu Christus wiederherstellen. Ihre Aufgabe ist es nur, uns zu ihm zu führen und uns auf ihn hinzuweisen.
Wenn du also all die Bücher gelesen und all die Seminare besucht hast, wenn du mit all den Seelsorgern gesprochen hast…, wenn du aber wirklich möchtest, dass deine Beziehung zu Christus wiederhergestellt wird, dann musst du diese Hilfsmittel, diese Menschen – wie wunderbar sie auch sein mögen – hinter dir lassen und zu dem „Wunderbaren Ratgeber“ gehen. Wie es in Jesaja 9,3 heißt: „Und man nennt seinen Namen wunderbarer Ratgeber“.
Sie sagt zu den Wächtern: „Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?“ Anscheinend hat sie ihn zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht gefunden. Aber dann sagt sie in Vers 4: „Kaum war ich an ihnen vorübergegangen…“ Sie ging noch ein Stückchen weiter, nur ein bisschen, „da fand ich ihn, den meine Seele liebt.“ Ihre Suche wird belohnt!
Wir erfahren nicht, wo er war. Es wird uns nicht gesagt, wie sie ihn gefunden hat. Es ist eigentlich nicht wichtig. Der Punkt ist, dass die, die suchen, und die, die dranbleiben, ihn zu suchen, ihn finden werden. Ich frage mich: Wie oft geben wir wohl die Suche auf, kurz bevor wir ihn gefunden hätten? Was wäre gewesen, wenn sie bei den Wächtern stehen geblieben wäre? Ich liebe diesen Ausdruck: „Kaum war ich an ihnen vorübergegangen.“ Was wäre gewesen, wenn sie 10 Minuten früher aufgegeben hätte?
Manche von uns brechen ihre Suche ab, kurz bevor sie diesen Ort der Vertrautheit mit Christus hätten finden können. Er möchte ja, dass wir sie erfahren. Sie sagt: „Da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich habe ihn gefunden!“ Sie ist nicht mit irgendetwas oder irgendjemand Geringerem zufrieden, mit nichts anderem.
Es ist nicht genug, gesunde Lehre zu finden – so wichtig sie auch ist. Es ist nicht genug, mehr von ihm zu wissen oder einfach nur Zeit mit Menschen zu verbringen, die ihn kennen – so schön das auch alles ist. Nichts von alledem kann an die Stelle einer persönlichen, vertrauten Gemeinschaft mit ihm treten.
Ich denke da an ein Lied das wir gesungen haben als ich ein kleines Mädchen war – Ich hab es schon lange nicht mehr gehört – aber dies ist der Text:
Ich sehnte mich mein Leben lang Halleluja! Ich fand ihn,
nach einem Schluck Wasser aus einer kühlen Quelle,
ich hoffte, es würde den Durst löschen,
dies Brennen tief in mir.
meine Seele suchte ihn so lange!
Jesus stillt durch sein Leben
all mein Sehnen, endlich bin ich gerettet.
(“Satisfied” von Clara Tear Williams)
Nun, sie sagt: „Ich fand ihn. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los.“
In den vorherigen Abschnitten, als sie zu zweit waren, hat sie vielleicht gedacht: Es ist unmöglich, ihn noch mehr zu lieben, als ich jetzt tue. Aber nun, da sie ihn vermisst, gesucht und wiedergefunden hat, ist er ihr noch kostbarer geworden als jemals zuvor. Sie will ihn nie wieder verlieren. Deshalb hält sie ihn fester, sie hängt an ihm mit größerer Hingabe als vorher. Davor hat sie ihn vielleicht als selbstverständlich betrachtet. Aber nun nicht mehr. „Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los.“
Ist es nicht die Gnade und die Freundlichkeit Christi, dass, auch wenn wir seinen Aufruf nicht beachten, wenn wir zulassen, dass eine Barriere zwischen ihm und uns entsteht: Dass sein Versprechen steht, wenn wir ihn mit ganzem Herzen suchen, werden wir ihn finden.
Wenn du diese vertraute Beziehung zu ihm wiedergefunden hast, ist es dann nicht so, dass du ihn noch stärker fest hältst? Du willst nicht mehr ohne ihn sein. Du willst dich an ihm festhalten, ihn nie mehr loslassen. Und du willst bereit sein, jetzt mit ihm hinauszugehen auf die Berge und Hügel. Im nächsten Abschnitt werden wir sehen, dass sie tatsächlich mit ihm auf die Berge und Hügel und in die Weinberge geht.
Würdest du sagen, dass du vielleicht das Bewusstsein seiner Nähe verloren hast? Dass du die Vertrautheit mit ihm verloren hast, die du früher einmal hattest? Ich weiß jedenfalls, dass ich während der Vorbereitungen zu dieser Serie etliche Male zum Herrn sagen musste: „Mein Herz ist vertrocknet. Es ist unfruchtbar. Es ist so kalt. Ich liebe dich nicht mehr mit der gleichen Intensität wie früher und wie es eigentlich sein sollte.“
Du weißt, dass du mit Christus verbunden bist – du gehörst ihm – aber du hast deine Gemeinschaft mit ihm verloren. Vielleicht, weil es da einen Ruf gab, den du nicht beachtet hast, vielleicht weil du den kleinen Füchsen erlaubt hast, das Wurzelwerk deiner Beziehung zum Herrn anzunagen, vielleicht gibt es Dinge, die zwischen ihm und dir stehen.
Kannst du ihn so nennen: „Ihn, den meine Seele liebt“? Suchst du ihn? Bist du bereit, dich auf die Suche zu machen nach dem, den deine Seele liebt? Weißt du, ein Kennzeichen deiner Gotteskindschaft, ist es, wenn du es nicht sehr lange in diesem Zustand aushältst, ohne in Buße und Demut zu ihm umzukehren und dich um die Wiederherstellung der Beziehung zu bemühen.
Vielleicht musst du gerade jetzt zu ihm sagen: „Herr, ich mache mich auf. Ich bin bereit, von meinem Lager aufzustehen. Ich bin bereit, jeden Schritt zu tun, der nötig ist, um die Vertrautheit mit dir zurückzugewinnen. Ich will nicht in dieser Trennung bleiben. Ich möchte eins mit dir sein und in Einheit und Gemeinschaft mit dir dienen. Bitte hilf, dass ich dich erkenne. Bitte zeige dich mir. Ich muss dich haben, und ich werde nicht aufhören, dich zu suchen, bis ich dich gefunden habe.“
Sei nicht zufrieden, bis du sagen kannst: „Ich fand ihn, den meine Seele liebt.“ Und wenn du ihn gefunden hast, entscheide dich, ihn festzuhalten und nicht mehr loszulassen.
Marie: Nancy hat dir eine Einladung ausgesprochen: Wenn du dich vom Herrn entfernt hast, suche ihn! Suche ihn wie eine Braut, die ihren verloren gegangenen Ehemann sucht.
Jesus suchen – Als Hilfestellung findest du auf unserer Website, passend zum heutigen Podcast beziehungsweise zu unserer aktuellen Reihe, tiefergehende Fragen im PDF Format. Suche im Downloadbereich nach „Der Geliebte meiner Seele – Jesus im Hohelied“.
Als Cliffhanger für nächste Woche: Weißt du, als Christus dich zu sich gerufen hat, hatte er große Freude an dir. Aber du weißt ja selbst, dass du nicht perfekt warst. Warum solltest du ihm also so viel Freude bereiten? Die Erläuterung hat Nancy nächste Woche für dich. Also sei wieder dabei hier bei Belebe unsere Herzen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.
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Jetzt wird’s persönlich!
Tag 10 - Unbeachtete Liebe 3: Vermissen, Suchen, Finden (Hohelied 3,1-5)
- „Ich suchte ihn, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht“ (3,1). Gibt es einen Riss in deiner Beziehung zu Christus? Ist da eine Barriere, so dass du die Vertrautheit mit ihm vermisst, die du früher erlebt hast?
- Welche Schritte unternimmst du, um ihn zu suchen?
- Was denkst du, hindert dich daran, ihn zu finden?
- Wann hast du dir das letzte Mal die Nähe Jesu sehnlichst gewünscht? Hast du ein suchendes Herz oder bist du zufrieden mit deiner Beziehung zu ihm, so wie sie zur Zeit ist? Wie sehr verlangst du nach ihm?
- Was würde deine Sehnsucht nach enger Gemeinschaft mit Jesus verstärken?
- „Ich will doch aufstehen … ich will ihn suchen, den meine Seele liebt“ (3,2). Welche Schritte könntest du unternehmen, damit deine Gemeinschaft mit Jesus wiederhergestellt wird?
- Ich fragte: „Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?“ (3,3). Du kannst andere bitten, dir zu helfen, wieder näher zu Christus zu kommen, aber du kannst nicht von ihnen erwarten, dass sie deine Beziehung zu ihm wieder in Ordnung bringen. Was ist der Unterschied? Wie kannst du an ihnen „vorübergehen“, wie die Braut an den Wächtern, und deinen Geliebten treffen?
- „Da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht mehr los“ (3,4). Hast du ihn gefunden? Wenn nicht, suche weiter! Gib dich nicht zufrieden, bis du sagen kannst: „Ich fand ihn, den meine Seele liebt.“ Wenn du ihn gefunden hast, entschließe dich, ihn festzuhalten und nicht mehr loszulassen!