Weiterführendes Material zu dieser Folge
Du kannst dieses Thema vertiefen, indem du über die Fragen unter der Rubrik „Jetzt wird’s persönlich“ ganz unten im Text nachdenkst.
Marie Falk: Nancy DeMoss Wolgemuth erinnert uns heute an etwas Großartiges.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Der Tag, an dem der Herr Jesus dich zu seiner Braut machte, war der Tag „der Freude seines Herzens“. Kannst du dir vorstellen, dass wir – ihm Freude bereiten?
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Nancy ist Autorin von Vor Gott zur Ruhe kommen.
In den letzten Wochen hat sie uns eingeladen, eine engere Beziehung mit Jesus zu entwickeln. Während wir gemeinsam diese großartige Liebesgeschichte im Hohelied studiert haben, wurde uns ein umfassendes Bild von Christus und seiner Gemeinde vor Augen geführt.
Wusstest du, dass es passend zur Serie eine Broschüre gibt? Auch sie leistet …
Weiterführendes Material zu dieser Folge
Du kannst dieses Thema vertiefen, indem du über die Fragen unter der Rubrik „Jetzt wird’s persönlich“ ganz unten im Text nachdenkst.
Marie Falk: Nancy DeMoss Wolgemuth erinnert uns heute an etwas Großartiges.
Nancy DeMoss Wolgemuth: Der Tag, an dem der Herr Jesus dich zu seiner Braut machte, war der Tag „der Freude seines Herzens“. Kannst du dir vorstellen, dass wir – ihm Freude bereiten?
Marie: Hier ist Belebe unsere Herzen mit Nancy DeMoss Wolgemuth, gesprochen von Annette Schorre. Nancy ist Autorin von Vor Gott zur Ruhe kommen.
In den letzten Wochen hat sie uns eingeladen, eine engere Beziehung mit Jesus zu entwickeln. Während wir gemeinsam diese großartige Liebesgeschichte im Hohelied studiert haben, wurde uns ein umfassendes Bild von Christus und seiner Gemeinde vor Augen geführt.
Wusstest du, dass es passend zur Serie eine Broschüre gibt? Auch sie leistet mit ihren Fragen einen wertvollen Beitrag. Denn sie hilft uns, die Botschaften nicht nur zu Hören, sondern sie bewusst auf das eigene Leben zu übertragen. Falls du sie also noch nicht kennst, schau mal im Downloadbereich unserer Website vorbei.
Jetzt geht es hier aber erstmal mit der nächsten Folge unserer Sendereihe „Der Geliebte meiner Seele - Jesus im Hohelied“ weiter.
Nancy: Auf unserer Reise durch das Hohelied sehen wir verschiedene Phasen einer Liebesbeziehung. Wir haben die Anfangsphase gesehen, als die Liebe der Braut und des Bräutigams noch ganz frisch war. Die Liebe war jung, sie war ekstatisch und herzlich – das war die anfängliche Liebe, die erste Phase der Liebesbeziehung.
Und dann haben wir eine „Zeit der unbeachteten Liebe“ gesehen. Die Beziehung wurde auf die Probe gestellt, weil die Braut zögerte, dem Ruf des Bräutigams zu folgen. Doch nun ist die Gemeinschaft, die Verbindung zwischen ihr und ihrem Geliebten, wiederhergestellt und sie ist bereit, ihm zu folgen. Sie ist bereit, mit ihm zu gehen, ihre Kammer zu verlassen und mit ihm auf die Berge und Hügel des Lebens zu gehen, in den Alltag. Wenn es das ist, was er gerne möchte, dann ist sie bereit das zu tun.
Nun kommen wir nach meiner Aufteilung zum zweiten Teil des Hoheliedes, der in Kapitel 3, Vers 6 beginnt und bis zum ersten Teil von Kapitel 5 geht. Ich habe diesen Abschnitt „Wachsende Liebe“ genannt. Er beschreibt die Entwicklung einer tieferen und engeren Liebesbeziehung zwischen der Braut und ihrem Geliebten.
Vielleicht hast du schon einmal den Namen Hudson Taylor gehört. Er war Missionar in China. Soweit ich weiß, hat er nur ein Buch geschrieben; es ist ein kleines Buch über das Buch Hohelied. Darin schreibt er: „Wahre Liebe kann nicht stillstehen, sie muss entweder abnehmen oder wachsen.“ Und wir sehen die Braut und ihren Geliebten hier in einer wachsenden Beziehung. Ihre Liebe stagniert nicht, sondern sie nimmt zu. Wünschst du dir nicht auch, dass das bei deiner Beziehung zum Herrn Jesus so ist? Ich jedenfalls wünsche mir das.
Nun, da die Liebe dieser Braut zunimmt, ändert sich ihr Fokus. Ihr Blick wendet sich mehr von sich selbst weg und richtet sich mehr auf ihren Geliebten. In diesem Abschnitt wirst du feststellen, dass die Braut mehr zuhört als dass sie selbst redet. Denk mal an Kinder. Normalerweise sind sie recht ichbezogen, nicht wahr? Sie reden die ganze Zeit, und sie reden meistens über sich selbst. Und dasselbe gilt für Gläubige in einem Kindheits-Stadium.
In dem Abschnitt, zu dem wir jetzt kommen und dem ich die Überschrift „Wachsende Liebe“ gegeben habe, spricht die Braut nicht annähernd so viel wie zuvor, weil sich ihre Welt nicht mehr so sehr um ihre eigene Person dreht. Vielmehr fängt sie an, sich um ihren Geliebten zu drehen.
Das ist ein Zeichen für eine tiefer werdende, wachsende und gesunde Liebesbeziehung. Wenn ich mir weniger Sorgen darüber mache, wie sich das Leben für mich anfühlt, wie sich meine Lebensumstände auf mich auswirken und stattdessen mehr darüber nachdenke, wie sie sich auf Christus auswirken und was er darüber denkt, was ihm gefällt und wie er ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ich in meiner Liebesbeziehung zu Christus wachse.
Heute machen wir mit Hohelied 3,6-11 weiter. Dieser Abschnitt führt uns zur Hochzeit des Königs mit seiner Braut. Zuvor möchte ich noch kurz etwas zu den jüdischen Hochzeitsbräuchen jener Zeit sagen. Einiges davon magst du schon gehört haben. Vielleicht machen wir irgendwann einmal eine eigene Serie dazu.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zunächst eine Verlobung gab. Die Ehe wurde vermutlich von den Eltern arrangiert, und irgendwann fand das offizielle Verlöbnis statt. Dem folgte, ähnlich wie bei uns, die Verlobungszeit, jedoch sah man die Verlobung als um einiges verbindlicher an, als sie bei uns betrachtet wird. Bei der Verlobung wurde ein Bund unterzeichnet und besiegelt. Die Ehe wurde jedoch noch nicht vollzogen.
Der Bräutigam kehrte zu dem Zeitpunkt nach Hause zurück und bereitete eine Wohnung vor, wohin er seine Braut eines Tages bringen und mit ihr leben würde. In der Regel kehrte er innerhalb eines Jahres zu seiner Braut zurück, um sie zu sich zu holen.
Nun, die Braut musste die ganze Zeit in einer Haltung der Bereitschaft und Wachsamkeit leben. Sie hatten kein WhatsApp oder E-Mails oder irgendwelche anderen Möglichkeiten, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Sie musste jederzeit auf sein Erscheinen vorbereitet sein, denn wenn er zurückkam, würde er sie mitnehmen, zu sich in sein Haus, das er für sie vorbereitet hatte.
Den Weg zu seinem Haus traten sie dann in einem feierlichen Hochzeitszug an. Von dem Ort, an dem sie bisher gewohnt hatte, zogen sie in einer Hochzeitsprozession bis zu ihrem zukünftigen gemeinsamen Haus. Diese Prozession erstreckte sich mitunter über Tage oder sogar Wochen. Sie konnte längere Zeit in Anspruch nehmen. Sobald sie beim Haus des Bräutigams ankamen, begann das siebentägige Hochzeitsfest, und die Ehe wurde physisch vollzogen. Von da an lebten die beiden als Ehemann und Ehefrau zusammen.
Natürlich ist dies alles ein Bild von Gottes großartiger Erlösungsgeschichte, von der Liebe Christi zu seiner Braut. Er unterzeichnete einen Bund und besiegelte ihn, um sich uns zu eigen zu machen. Er ist in den Himmel aufgefahren, um einen Ort für uns vorzubereiten. Und er wird wiederkommen, um uns zu sich zu nehmen. Das ist die großartige Geschichte, auf die das Thema Ehe in der Bibel hindeutet.
Dieser Abschnitt im Hohelied beginnt mit einem Hochzeitszug. Auch das ist anders als in der heutigen Zeit. Wir kennen es so, dass Braut und Bräutigam getrennt in die Kirche kommen und sich dort treffen, und dann beginnt die Trauzeremonie.
In der orientalischen Kultur reisen Braut und Bräutigam gemeinsam zur Hochzeit. Diese Reise konnte, wie gesagt, einige Zeit dauern. In diesem Zusammenhang lesen wir in Vers 6 (von Kapitel 3) von Beobachtern und Zuschauern, die fragen: „Wer kommt da von der Wüste herauf? Es sieht aus wie Rauchsäulen von brennendem Weihrauch und Myrrhe, von allerlei Gewürzpulver der Krämer.“
Wenn wir nun in diesen Abschnitt einsteigen, wissen wir, dass diesen Beobachtern bewusst ist, dass die Braut an diesem Festzug teilnimmt. Wenn sie fragen: „Wer ist das?“, steht in der Originalsprache ein weibliches Fürwort im Singular. Sie denken dabei an die Braut: „Wer ist diese Braut, die da von der Wüste heraufkommt? Es sieht aus wie Rauchsäulen von brennendem Weihrauch und Myrrhe, von allerlei Gewürzpulver der Krämer.“
Und dann ergreift die Braut das Wort:
„Siehe da, Salomos Sänfte: sechzig Helden sind rings um sie her, von den Helden Israels! Sie alle sind mit Schwertern bewaffnet, im Krieg geübt, jeder hat sein Schwert an der Seite, damit nichts zu fürchten sei während der Nacht. Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen, aus dem Holz des Libanon. Ihre Säulen ließ er aus Silber machen, ihre Lehne aus Gold, ihren Sitz aus Purpur, das Innere wurde mit Liebe ausgestattet von den Töchtern Jerusalems“ (Verse 7-10).
Und dann kommen wir zu Vers 11. Ein Kommentator nannte diesen Vers „das Herzstück und den Dreh- und Angelpunkt des gesamten Buches Hohelied“. Dort sagt die Braut:
„Kommt heraus und betrachtet doch, ihr Töchter Zions, den König Salomo in der Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens!“ (ELB).
Halten wir hier kurz inne, atmen einmal tief durch und treten einen Schritt zurück, um diesen Abschnitt zu studieren.
In Vers 6 hieß es: „Wer kommt da von der Wüste herauf? Es sieht aus wie Rauchsäulen von brennendem Weihrauch und Myrrhe, von allerlei Gewürzpulver der Krämer.“ Die Zuschauer sahen den Hochzeitszug von weitem. Und wie du dir vielleicht vorstellen kannst, wollten sie gerne erkennen, wer sich da in dem Zug befindet.
Während die Hochzeitsgesellschaft näher kam, erkannten sie diese Rauchsäulen. Vermutlich kamen sie von dem Weihrauch, der an der Spitze des Zuges verbrannt wurde. Je näher die Hochzeitsgesellschaft kam, desto stärker wurde der Duft von Myrrhe und Weihrauch wahrgenommen.
Wie man so schön sagt, ist es die Braut, die den Wohlgeruch verströmt. Aber wenn wir durch das Buch Hohelied gehen, lasst uns nicht vergessen: Alles, was sie wohlriechend oder schön macht, hat sie von ihm empfangen. Er ist der Wohlriechende; das haben wir (bereits) im ersten Kapitel gesehen. Er ist lieblich. All ihre Anmut und Lieblichkeit hat sie von ihm. Sie ist entzückend, weil er es ist – und sie vereint mit ihm.
Die Schrift sagt, dass der Hochzeitszug aus der Wüste herannaht. Der Bräutigam bringt seine Braut aus der Wüste herauf. Die Wüste ist der Ort, wo sie ursprünglich herkommt. Und nun sind sie auf dem Weg nach Jerusalem, denn das ist der Ort, wo sie in seinem Zuhause, dem Palast, zusammen leben werden.
Nun, die „Wüste“, an die die Juden beim Lesen dieses Abschnitts unweigerlich denken würden, liegt südlich von Palästina in Richtung Ägypten. In der Schrift ist Ägypten normalerweise ein Bild für die Welt. So sehen wir hier also einen Hinweis darauf, dass Gott sein Volk aus Ägypten heraus und dann durch die Wüste führte. Er führte sein Volk durch eine Wolken- und eine Feuersäule, Sinnbilder seiner Gegenwart; und er führte es sicher zu dem verheißenen Land.
Heute führt Christus seine Braut, die Gemeinde, aus der Welt, heraus aus der Umgebung, in die sie geboren worden war. Er führt sie aus ihrem natürlichen Zustand in Adam – im Bilde gesprochen aus der Wüste heraus. Er leitet sie sicher an einen Ort des Überflusses und der Fülle, dahin, wo er wohnt, in den Himmel.
Heutzutage steht bei Hochzeiten ausnahmslos die Braut im Mittelpunkt, nicht wahr. Meistens erinnert man sich später nicht einmal daran, was der Bräutigam an hatte, dafür man weißt noch alles über die Braut. Sie steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Aber bei dieser Hochzeit ist die Hauptaufmerksamkeit nicht auf die Braut, sondern auf den Bräutigam gerichtet. Und die Braut lenkt schnell das Interesse – von sich weg – auf ihren Geliebten. In diesem Abschnitt wird sie tatsächlich nicht weiter erwähnt. Von jetzt an steht der Bräutigam im Mittelpunkt.
Die Braut möchte es so haben, weil sie ihren Bräutigam liebt. Sie möchte, dass aller Augen auf ihn gerichtet sind. Es soll nur um ihn gehen. Aber wir werden auch sehen, dass sie an all der Freude, dem Segen und der Herrlichkeit dieses speziellen Momentes teilhat. Wenn unsere Liebe zum Herrn Jesus wächst, wollen wir, dass die ganze Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet ist und alle Ehre ihm zukommt. Das ist ein Zeichen wachsender Liebe.
In Vers 7 sagt sie dann: „Siehe da, Salomos Sänfte…!“
Diese Sänfte des Hochzeitszuges war von sechzig tapferen Männern umgeben. „Sie alle sind mit Schwertern bewaffnet, im Krieg geübt, jeder hat sein Schwert an der Seite, damit nichts zu fürchten sei während der Nacht“ (Vers 8). Vielleicht sollten wir uns hier eine Leibwache vorstellen, die diese Hochzeitsgesellschaft begleitet. Denn in der Wüste lauern Gefahren. Es gibt dort Räuber und wilde Tiere. Besonders nachts kann es dort wirklich gefährlich werden.
Diese sechzig tapferen Helden sind für den Kampf gerüstet und bewaffnet. Sie sind geschickt und kampferprobt. Sie sind wachsam und bereit, jeden Angriff abzuwehren. Kein Feind wird den König und seine Braut angreifen oder überraschen können.
Das Paar – das königliche Paar – ist also gut bewacht. Sie hat einen Bräutigam, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, seine Braut zu beschützen. Er hat sichergestellt, dass dieser Schutz greift. Er sorgt dafür, dass sie bei der Hochzeit ankommt, dass sie es den ganzen Weg bis zur Feier schafft. Was die Braut angeht, gibt es für sie also gar keinen Grund, sich zu fürchten oder sich Sorgen zu machen, dass sie es nicht schaffen würde. Das, was sein Schutz ist, ist auch ihrer. Weil sie bei ihm ist, ist sie sicher.
Ich muss da wieder an unsere Pilgerreise – im Bilde gesprochen – aus Ägypten, aus der Welt heraus, Richtung Himmel denken. Auch da lauern Gefahren. Es können Situationen eintreten, in denen wir angegriffen oder in unserem Frieden gestört werden, die uns aufhalten. Ist es da nicht beruhigend zu wissen, dass unser himmlischer Bräutigam vorgesorgt hat, dass wir auf dieser Reise beschützt sind?
Denken wir an die vielen Gnadenmittel, die er uns bereitgestellt hat. Er hat uns versprochen, seine heiligen Engel zu senden, dass sie uns beschützen, auch wenn wir sie nicht sehen können. Und dann seine Leute, die mit Gottes Wort gegürtet sind, wie diese sechzig tapferen Männer mit ihren Schwertern umgürtet waren. Sie wissen die Schrift so zu gebrauchen, dass unser Denken erneuert und unser Sinn vor den Angriffen und Anschlägen Satans beschützt wird.
Denn findet nicht gerade dort, in unserer Gedankenwelt, so oft der Kampf statt? Diese Menschen bringen uns die Botschaft der Gnade, wenn sie Gottes Wort verkündigen. Das ist ein Schutz für uns, sodass wir auf dieser Reise ohne Furcht sein können.
In Vers 9 erfahren wir: „Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen aus Holz vom Libanon“ oder einen Tragsessel. Das Wort Sänfte wird in der Schrift nur einmal, an dieser Stelle, verwendet. Es war ein Transportmittel. Stell dir einen tragbaren Sitz oder eine überdachte Sänfte vor. Darin saßen die Braut und der Bräutigam, Teilnehmer der Hochzeitsprozession trugen diese an Stangen befestigte Sänfte auf ihren Schultern. Salomo machte diese Sänfte aus Holz vom Libanon – Zedernholz und Zypressenholz. Wir wissen, dass Salomo solches Holz vom Libanon bezog und auch beim Tempelbau verwendete. Es sind hochwertige Hölzer.
Der Libanon wird im Hohelied mehrfach erwähnt. Der Libanon liegt nördlich von Palästina, und es scheint, dass er ein Typus des Himmlischen ist – dessen, was droben ist, dessen, was nicht natürlich, sondern übernatürlich ist. Denke daran, wenn dir dieses Wort verschiedentlich im Buch Hohelied begegnet.
König Salomo stellte diese Sänfte selbst her. Ein Autor bemerkte dazu: „Salomo, der die Sänfte selbst macht, erinnert uns daran, dass alles, was Christus tut, dies in seiner eigenen Weisheit, mit seiner eigenen Kraft und zu seiner eigenen Ehre tut, damit seine Gemeinde seinen Ruhm hervor strahlen lässt.“ Christus hat dies für seine Braut getan, damit wir als seine Gemeinde seinen Ruhm hervor strahlen lassen können.
In Vers 10 lesen wir: „Ihre Säulen ließ er aus Silber machen.“ Damit sind die stützenden Pfosten gemeint. Wir wissen, dass Silber in der Schrift oft ein Bild für die Erlösung ist.
Dann heißt es weiter: „Ihre Lehne aus Gold.“ Oder wie englische Übersetzungen es sagen: Der Boden oder der Grund war aus Gold. Der goldene Boden dieser Sänfte erinnert daran, dass die Charaktereigenschaften Gottes – das Wesen Gottes – die Grundlage für unsere Beziehung zu Christus sind. Alles, was wir in Christus haben, ist abgeleitet von Gott, der der Urquell allen Lebens und aller Freude ist. Der Boden aus Gold.
„…ihren Sitz aus Purpur“, lesen wir dann. Purpur steht für das Königtum, für königliche Autorität. Diese Sänfte ist einem König angemessen. Sie erinnert daran, dass, weil wir mit dem König aller Könige verheiratet sind, wir – im Bilde gesprochen – mit ihm in seiner Sänfte unterwegs sind. „Das Innere wurde mit Liebe ausgestattet von den Töchtern Jerusalems.“ Wir werden uns jetzt hier nicht die Zeit nehmen, darauf näher einzugehen, nur so viel dazu: Alle in dieser Szene Erwähnten sind irgendwie in diese Liebesgeschichte involviert.
Ein Ausleger schrieb, dieser Abschnitt lasse die „liebevolle und überströmende Versorgung Christi für seine Gemeinde“ aufleuchten, „ihren königlichen Stand, ihre ewige Sicherheit, beschützt von den sechzig tapferen Helden, ihre geistliche Schönheit, ihr sicheres Betragen in dieser Welt auf dem Weg zum Himmel, und als Höhepunkt des Ganzen – ihre Vermählung mit Christus“. All dies ist im übertragenen Sinn in dem Abschnitt enthalten, den wir gerade angeschaut haben.
So kommen wir zu Vers 11 und damit zum eigentlichen Hochzeitstag. Die Hochzeitsprozession hat ihr Ziel erreicht, der Hochzeitstag ist gekommen. Wir sehen, dass die Braut völlig von ihrem Bräutigam eingenommen ist. Sie möchte, dass jeder ihn ausschaut und nicht sie. Deshalb ruft sie aus: „Ihr Töchter Jerusalems, kommt heraus und betrachtet doch, ihr Töchter Zions, den König Salomo in der Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens!“ (ELB).
Sie sagt nicht: „Schaut euch doch mal mein Kleid an, schaut mich an! Schaut mal, wie schön ich mich zurechtgemacht habe!“ Stattdessen sagt sie: „Seht meinen Bräutigam an! Seht ihr seine Krone? Seht ihr, wie schön er ist?“ Es ist eine fröhlicher Anlass. Sein Hochzeitstag ist „der Tag der Freude seines Herzens“, ein Tag voller Glück und Freude.
Der König ist zutiefst ergriffen vom Anblick seiner Braut. Er ist überwältigt von dem Gedanken, dass er bald mit ihr verheiratet sein wird. Seine Freude über sie ist riesig. Vergiss dabei nicht, dass durch das ganze Buch hindurch der Bräutigam König Salomo auf unseren himmlischen Bräutigam, Christus, hinweist, dessen Haupt mit vielen Kronen gekrönt ist. Lobt ihn! Preist ihn! „Krönt, krönt ihn, unsern Herrn.“[mfn]Krönt, krönt ihn, unsern Herrn, Musik von George Job Elvey[/mfn] Wie es das alte englische Kirchenlied sagt: „Crown Him with many crowns.“ Hier sehen wir ein Bild von seiner Hochzeit mit der Braut, der Gemeinde, die er für sich selbst erwählt hat – sie ist der Grund für die große Freude.
In Offenbarung 19,7 da lesen wir von dieser Hochzeit. Dort heißt es: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.“ Ich möchte dich daran erinnern, dass der Tag, an dem der Herr Jesus dich zu seiner Braut machte, der Tag „der Freude seines Herzens“ war. Kannst du dir vorstellen, dass wir ihm Freude machen?
Der Epheserbrief spricht davon, dass die Heiligen sein Erbe sind. Und du fragst dich: Wie kann man jemanden, der alles hat, noch reicher machen? Wie können wir ihm etwas bedeuten? Ich verstehe das nicht. Denn es gibt nichts in mir, und nichts in dir, was diese Liebe verdient oder begründet.
Und doch sagt die Bibel, dass der Tag, an dem er uns als sein Eigentum zu sich nehmen wird, der Tag „der Freude seines Herzens“ sein wird; und dieser Tag wird beim Hochzeitsmahl des Lammes seinen Höhepunkt finden. Ich glaube, das war Teil der Freude, die vor Christus lag, als er ans Kreuz ging (Hebräer 12,2)... zu wissen, als er sein Leben gab, dass er eines Tages eine Braut haben würde! Warum tat er das? Weil er diesen Tag vorhersah – wenn er eine Braut haben würde, die er lieben könnte, eine strahlende, schöne Braut, eine Braut, die ihn lieben würde. Eine Braut, mit der er alle Ewigkeit verbringen würde. Deshalb ging er ans Kreuz, damit er diese vor ihm liegende Freude haben könnte.
Das Herzstück des gesamten Buches ist die Hochzeit des Königs. Und im Grunde ist sie das Herzstück der gesamten Schrift – die Hochzeit des Königs. Durch die Schrift hindurch erzählt die Ehe, die menschliche Ehe, die Geschichte von dem König des Himmels, der in diese irdische Wüste kam, um seine Braut zu erkaufen, sie zu heiraten und sie zu sich zu nehmen, damit sie für immer bei ihm ist. Der Abschnitt, den wir heute angeschaut haben, erinnert mich daran, dass wir, du und ich, nur zusammen mit Christus, an seiner Seite, sicher bei unserem Zuhause im Himmel ankommen werden.
So wie diese Braut in der Liebe und Fürsorge ihres Geliebten geborgen ist, so sind auch wir – du und ich – in der Liebe und im Schutz unseres Herrn Jesus geborgen und sicher. Du wirst dort ankommen. Gibt es Tage, an denen du denkst: „Ich halte das keinen einzigen Tag mehr aus.“? Gibt es Tage, an denen du zweifelst, ob du überhaupt in Christus bist? Weißt du, ein Beweis dafür, dass du in Christus bist, ist, dass er dich sicher die ganze Strecke bis zur Ziellinie bringt, den ganzen Weg bis zum Hochzeitsmahl. Wir werden nicht dort ankommen, ich werde nicht dort ankommen, weil ich mich bewahrt habe oder weil ich treu war. Wir werden es schaffen, weil er uns hält und weil er treu ist!
Anders als bei den meisten Hochzeiten, die wir kennen, steht bei dieser Hochzeit der Bräutigam im Zentrum. Alles dreht sich um ihn. Ist das in deiner Beziehung zu deinem himmlischen Bräutigam auch so? In gewisser Hinsicht sind wir schon mit Christus verheiratet. Und aus einer anderen Perspektive betrachtet, wird die eigentliche Hochzeit noch stattfinden. Jener Tag, der Tag des Hochzeitsmahles des Lammes, wird eine öffentliche, wunderbare Demonstration seiner ewigen Liebe sein, seiner Liebe, als er starb, seiner sich selbst aufopfernden Liebe zu seiner Braut. Bis zu diesem Tag haben wir etwas, für das wir leben, nicht wahr? Wir leben in der Vorfreude und in der gewissen und festen Hoffnung, dass wir allezeit bei dem Herrn sein werden. Amen.
Marie: Wenn du Jesus wirklich persönlich kennengelernt hast, brauchst du keine Angst zu haben. In dieser Podcast-Serie „Der Geliebte meiner Seele - Jesus im Hohelied“ möchte Nancy dich zu einer solchen Beziehung mit ihm einladen.
Du hast vermutlich schon festgestellt, dass wir in unserer aktuellen Reihe das Hohelied Vers für Vers betrachten. Möge es dir ein unstillbares Verlangen nach einer tieferen und engeren Beziehung zu deinem Erretter bewirken.
Und vielleicht hast du auch festgestellt, dass das Hohelied an bestimmten Stellen anders klingt als im Rest der Bibel. Da kann man sich schon mal die Frage stellen: Was bitte soll ich mit den vertraulichen Gesprächen zwischen einem Ehemann und seiner Braut anfangen? Nancy wird uns dazu nächste Woche mehr Einblick geben.
Also schalte wieder ein, hier bei Belebe unsere Herzen.
Belebe unsere Herzen ist Teil von Revive Our Hearts Ministries.
Wenn nichts anderes erwähnt wird, sind die Bibeltexte der Schlachter Übersetzung © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen.
Jetzt wird’s persönlich!
Tag 11 – Wachsende Liebe 1: Christus freut sich über seine Braut (Hohelied 3,6-11)
- Hudson Taylor sagte: „Wahre Liebe kann nicht stillstehen: sie muss entweder abnehmen oder wachsen.“ Wächst deine Liebe zu Jesus oder nimmt sie ab?
- „ … betrachtet doch… den König Salomo in der Krone … am Tag seiner Hochzeit und am Tag der Freude seines Herzens!“ (Hohelied 3,11 ELB).
- Bei dieser Hochzeit steht der Bräutigam im Zentrum der Aufmerksamkeit – alles dreht sich um ihn. Wie weist dein Leben andere auf den König Jesus, deinen himmlischen Bräutigam, hin? Wie kannst du die Aufmerksamkeit anderer von dir weg und mehr auf ihn lenken?
- Denke darüber nach, dass dein Bräutigam an dir große Freude hat und dass seine Beziehung sein Herz erfreut.
- Wie verändert sich deine Sicht auf das Leben, wenn du weißt, dass der Bräutigam dich sicher zu seinem Palast bringen wird?
- Fühlst du dich in der Liebe Christi sicher und geborgen? Wie kannst du dir seinen Schutz immer wieder bewusst machen?
- Lies Offenbarung 19,7. Was erhoffst du, wenn du an den Tag denkst, an dem wir Jesus sehen und die Ehe mit seiner Braut endlich völlig vollzogen ist